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Präsidentschaftswahl in Frankreich: Macron und Le Pen in Stichwahl

Hamon (Kandidat von Hollande und Schulz) sagt, Sozialdemokratie sei mit 6,5% vernichtend geschlagen und erneut von den „Rechtsextremen“ gedemütigt worden. Jetzt müsse man mit dem Gegner Macron gegen die „Feinde der Republik“ paktieren und die Partei der nächsten Generation übergeben. Zu diesen gehört wohl auch die euroskeptische Linke von Mélenchon (19,5%). Auch die „bürgerliche Rechte“ um Fillon (19,5%) ist erstmals draußen und demoralisiert. FN freut sich, Agenda der Stichwahl setzen und gegen Breites Bündnis der Frankreich-Abschaffer mobilisieren zu können.
Die Wahlbeteiligung lag mit 69% relativ niedrig.
Mélenchon und seine Leute glauben der Auszählung noch nicht, da Großstädte ihn sehr stark zeigen, z.B. Paris 28%. Man hatte mit Eintritt in die zweite Runde gerechnet. Seine Leute meinen, er sei Herr der französischen Linken und Mobilisator der Jugend geworden. Andere sehen die neue Linke eher bei Macron. Man hat offenbar eher ein zweidimensionales Kraftfeld. Bezüglich der zweiten Runde verurteilt Mélenchon beide Kandidaten scharf, aber verweigert die Selbsteinordnung ins Breite Bündnis.
Die Anti-EU-Kandidaten haben insgesamt 52,5%: Le Pen 23% + A. Dupont 5% + Mélenchon 20% + Potou 2.5% + kleine Anti-EU-Marxisten 2%.
Le Pen kündigt an, dass die große Debatte um die „wilde Globalisierung“ nicht mehr unter den Teppich zu kehren sein wird. Es gebe die Aussicht auf den „großen Wechsel“, die Befreiung des französischen Volkes. Es gehe um das Überleben Frankreichs. „Die Größe eines Volkes kommt nur von diesem Volk“, zitiert sie De Gaulle.
Bereits 2002 war Jean-Marie Le Pen in der zweiten Runde, aber machte keinerlei Fortschritte gegenüber der ersten. Diesmal sehen die Meinungsfrage-Institute einen Fortschritt von gut 15% vorher. FN ist inzwischen die stärkste Partei geworden. So stellt er sich zumindest in der Präsidentenwahl dar. In der ersten Runde erwiesen sie sich als recht zuverlässig. Die zweite Runde beginnt allerdings erst jetzt, und das Potenzial kann wachsen. Die Dynamik ist nicht vorhersehbar, wenngleich wenige auf Le Pen wetten werden.
Bloomberg gab um 20:21 Le Pen als mit 25,2% in Führung an. Nach Auszählung der ersten 20 Millionen lag sie bei 24%. Paris und London (Auslandsbürgerwahl) wirkte sich ungünstig für sie aus.
22:38 Ein Reuters-Reporter twittert die neuesten Zahlen des Innenministeriums: 28 Millionen Stimmen seien ausgezählt. Le Pen liegt bei 23,6 %, Macron bei 22,78 %, Fillon 19,69 % und Mélenchon bei 18,43 %. Dies sind Zahlen aus ländlichen Gebieten, schreibt der „Guardian“, die Großstädte fehlen noch.

Macron spricht von „peuple de France“ (Volk von Frankreich) und „citoyens de France“ statt „peuple français“ (französisches Volk) und „citoyens français“. Er will „Präsident der Patrioten im Angesicht der Bedrohung durch die Nationalisten“ werden. Er erwähnt zahlreiche Probleme des Landes, aber nicht im geringsten Einwanderung, Islamisierung und dergleichen. Zweck seiner Politik ist, dass jeder seinen gerechten Platz in Frankreich und Europa finden kann. Unabhängig von der Herkunft wolle er jeden einsetzen um Europa zu bauen. Er reklamiert für sich, „das Frankreich der Patrioten in einem Europa das schützt“ zu vertreten. Es geht darum übliche mehr oder weniger unpolitische Werte für sich zu beanspruchen und dem Gegner abzusprechen, was allerdings heute nur angedeutet ist. Es bleibt für heute Martin Schulz vorbehalten, Marine Le Pen hart zu verunglimpfen („Rassistin“). Macron macht positive Stimmung.

 In einigen Bereichen kommt Le Pen offenbar auf mehr als 50%:

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Der als euroskeptisch-rechts bezeichnete Kandidat von „France24“ DuPont kommt auf 5% der Stimmen. Rechnet man die Wahlfälschung mit ein durch doppelte Stimmkarten, bzw. rechnet man die eu-skeptischen Kandidaten zusammen, dann liegen diese in etwa gleichauf mit den EU-Fanatikern.

STICHWAHL: MACRON GEGEN LE PEN 

  • 19:52 In 8 Minuten die Hochrechnung! Wir bringen sie sofort!
  • 19:03 Uhr Weitere ExitPoll: Macron 23.5%, Marine le Pen (22.5%),  Fillon 21% , Melenchon  18%.
  • 18:53 Uhr Laut belgischen konkretisiertem „Exit Poll“ soll Macron nun mit 24% in Front liegen, vor Le Pen und Fillon mit je 20%. Melenchon soll bei 18% liegen.
  • 18:47 Uhr Es wird spannend und wir suchen weitere ExitPolls. Die Wahlbeteiligung liegt mit 80% nur 0.3% geringer als bei den letzten Wahlen.
  • 18:12 Uhr Live mitverfolgen auf France24- Englisch:

  • 18:00 Uhr Etwas Regen, etwas weniger Menschen gingen zur Wahl.
  • 17:43 Wahlplakate des Front National wurden nicht zugelassen. Der Grund: Das Format passe nicht, berichtet Sputnik News.

Umfragen:

 Das belgische Fernsehen  veröffentlicht folgende Prognose, basierend auf einer Umfrage zu Mittag: Macron 24%, Le Pen 22%, Fillon 20,5%, Mélenchon 18%. Eine „geleakte“ Umfrage sieht hingegen Marine Le Pen mit 26% weit in Front, mit Fillon (ca 22%) auf Platz 2. Dritter ist demnach Macron mit 21 – und 4. Melenchon mit 17% Wir sehen jedoch auch gewisse Chancen für eine Stichwahl zwischen Melenchon und  Le Pen.  Aufgrund doppelt versendeter Wahlkarten werden im Ausland bis zu 500.000 Wähler zwei Mal abstimmen können. Gerade deshalb bilden sich auch in London gerade  lange Schlangen.

Laut unseren Schätzungen werden die doppelten Wahlkarten das Ergebnis des Front National circa  0.5 und 1.5% nach unten drücken. Wahlkartenprobleme gab es zuletzt in Österreich und in der Türkei, was Van der Bellen und Erdogan zu gute kam.

Der Kandidat Hamon, der bei der SPD in Deutschland bzw. bei Martin Schulz zu Besuch war, ist abgeschlagen auf einen der hinteren Plätze – nach Wahlumfragen bei  knapp über 5%.

Wir werden daher sehen, wieviel „Schulz-Effekt“ auf Hamon abfärben wird.

Die ersten Wahlergebnisse werden um 18:00 Uhr erwartet. Wir aktualisieren und berichten zeitnah.

Frankreich: EU-Albtraum ante portas

Frankreichs Vorstädte brennen.  Frankreich nach den Terroranschlägen in Paris.

A.d.R.: Persönliche Einschätzungen und Annahmen zu den Präsidentschaftswahlen in Frankreich unseres frankreichkundigen und oft  hinsichtlich Börsen und Demoksopie gut informierten Freundes Bashar Al-Assad, dessen Analysen und Berichte wir hier gelegentlich veröffentlicht haben.

Der Albtraum der EU steht in Frankreich vor der Tür

Die Demoskopen werden an diesem Wochenende ihre erneute Blamage erleben, wenn sich herausstellt, dass Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon die erste Runde für sich entscheiden.

Hier meine Vorhersage.

Marine LE PEN 24.50%
Jean-Luc MELENCHON 21.25%
François FILLON 20.75%
Emmanuel MACRON 20.25%
Benoît HAMON 6%
Die französischen Jugend mit algerischem Migrationshintergrund feiert einen großen Sieg, nachdem die Algerische Fussballmannschaft das französische Nationalteam besiegte.

Frankreich befindet sich seit über einem Jahrzehnt im Koma. Seine Institutionen zerfallen. In seinen Vorstädte geben radikale Islamisten, die aus Syrien, Irak und Libyen heimkehren, den Ton an. Die Stimmung ist zynisch, deprimiert, apathisch.

Frankreich ähnelt einer elenden alten Nutte, die in der abendlichen Kälte am Ufer der Seine steht und hofft, dass erneut wie in den guten alten Tagen ein Freier ihr die Gunst erweisen möge. Außer dieser Hoffnung bleibt ihr nichts.

Die Französischen Medien sind unverbesserlich links. Sie wissen, dass der linksradikal-euroskeptische Mélenchon um 1.5%-2% vor Macron liegt aber sie sagen brav das, was ihnen die Demoskopen erzählen.

Das stärkt vordergründig das Pro-EU-Lager zu Lasten von Le Pen. Solange der Globalhumanitarist Macron der Gegner ist, wandern manche nationale Wählern aus taktischen Gründen zu Fillon, um ihn als kleineres Übel in die zweite Runde zu bringen, sei es weil sie glauben, Le Pen schaffe es sowieso bis dort, sei es weil sie ihm mehr Chancen gegen Macron zutrauen. Zugleich werden die Linken, die Macron ebenfalls verhindern wollen, von Hamon weg für Mélenchon mobilisiert.

Die linken Medien werden dann im Effekt ihren Liebling Mélenchon als den nächsten Präsidenten bekommen können, denn auch gegen Mélenchon dürfte Marine Le Pen die zweite Runde noch verlieren. Ich sehe ihn bei 51% – 54%.

Aber auch das wird die EU in die Krise stürzen, und schon am kommenden Montag wird es daher bei Eröffnung der Börsen in Asien zu Kursstürzen kommen.

Ich nehme einen Sturz um 2% gegenüber dem USD und 3% gegenüber dem CHF gleich am ersten Tag an.

Einige Spekulanten richten sich bereits jetzt darauf ein.

Sie auch?

Anhang

  • Buntchaotische Pro-Mélenchon-Demo in Paris:
  • AfD-Leute um Frauke Petry haben mit Marine Le Pen ein Exklusiv-Interview geführt (und offenbar wieder vom Netz genommen).
  • Banken wie  etwa die „Sparkasse“ warnen vor Le Pen.  Die ebenso euroskeptische Linke um Mélenchon ist für sie kein Thema.

  • Bei der großen Fernsehdebatte konnte Mélenchon dank Eloquenz und Sachkenntnis als größter Gewinner hervorgehen. Hierin ähnelt er Wagenknecht. Seine Politik ist wie die von Piketty, Krugman etc von zügelloser Ausgabenfreude geprägt — man könnte hier im obigen Bild vom Keynesianismus der alten Nutte sprechen — was auch ohne Euroskepsis zum Zusammenprall mit Brüssel führen müsste.





Oben-ohne-Attacke auf Marine Le Pen

Während einer Wahlkampfveranstaltung der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen kam es zu einem Zwischenfall. Eine Frau stürmte ohne ihr Top mit Blumen auf Marine Le Pen zu und entblösste sich vor ihr. Die bunten Blumen fielen zu Boden. Die bunt-feministische PR-Truppe Femen möchte keine Frau an der Spitze Frankreichs sehen. Dazu spielt es gerne mit dem Feuer. Das Sicherheitspersonal musste scharf einschreiten, da anzunehmen war, dass es ein gefährlicher Anschlag werden könnte.

In 5 Tagen, am 23. April, findet die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich statt. Marine Le Pen hat gute Chancen, in die Stichwahl einzuziehen. Ebenfalls Chancen haben die Kandidatecn Mélenchon, Macron und Fillon. Da inzwischen akut mit einem islamischen Terroranschlag gerechnet wird, wurden in Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen nochmal verschärft.

Angst vor Le Pen: 0,5 Millionen Franzosen dürfen doppelt abstimmen

Nach dem Vorbild von Österreich bei der es zu massiven Unregelmässigkeiten durch Wahlkarten kam, weshalb dort die Bundespräsidentenwahl wiederholt werden musste, wurden nun auch in Frankreich „aus Versehen“ 500.000 Stimmkarten (!) doppelt ausgegeben.

Express.uk berichtet: Angst vor Le Pen: 0,5 Millionen Franzosen dürfen doppelt abstimmen weiterlesen

Politisches Erdbeben im Saarland: Ergebnisse und Analysen (LIVETICKER)

Zur Ausgangslage und den Prognosen, sowie möglicher Regierungsbildungen berichteten wir bereits. CDU gewinnt, Bunte inklusive SPD stürzen ab, Grüne und Piraten ganz aus dem Landtag. Wenn CDU-AfD eine Mehrheit zusammen haben, hat das grosse Bedeutung. Wenn Schulz nicht zieht ebenso.Merkel war SPD-Kanzlerin weil RotGrün im Bundestag Mehrheit hat. Ein politisches Erdbeben. Der Liveticker.

+++Liveticker +++

  • 21:14 Uhr Der Liveticker ist beendet.
  • 21:13 Uhr Linke verlieren 2 Mandate, Grüne verlieren zwei Mandate, die Piraten verlieren 4 Mandate, die SPD konnte sich mandatstechnisch halten. Die 8 Mandate, die verloren gingen, gehen nun zur CDU + 5 Mandate, die AFD +3.
  • 21:13 Uhr Das amtliche Endergebnis liegt vor: amtlichesendergebnis
  • 20:04 Uhr Aktuelle Zahlen, Grüne sogar nur noch bei 3,4%, Quelle Landeswahlleitung
  • 19:51 Uhr Obwohl die Ergebnisse in Saarbrücken für Bunt erschreckend hoch sind, verlieren sie auch hier an Rückhalt. Die AFD schnitt insbesondere in Kreativ-Vierteln (Informationstechnologie-Park) und an Schulen gut ab. Also bei Menschen, die mit den modernen Medien umgehen können, und für die Internet kein Neuland ist. Bayern ist frei analysierte bereits das typische Wählerklientel bei der SPD.
    Rangfolge AfD

    nach 182 von 187 Stimmbezirken (19:16 Uhr)
    Folschder Cafétass
     16,59%
    IT Park Saar
     15,94%
    Briefwahlbezirk Glockenwald
     15,74%
    Neue Füllengartenschule
     14,18%
    Gemeinschaftsschule Rastbachtal
     13,07%
    Ehemalige Grundschule Jägersfreude
  • 19:50 Uhr Das LKR, die Liberal Konservativen Reformer erreichen 0,2%. Das ist die Partei von Bernd Lucke,  bekannt geworden unter „Alfa“, früher „AFD“.  Auch die Familienpartei wird mit 0,9% (ab 1%) wohl nicht mehr in die Parteienfinanzierung kommen.
  • 19:32 Uhr Trotz dem guten Ergebnis in Saarbrücken (siehe 19:21 Uhr) wird es für die Grünen nicht in den Landtag reichen. Sie liegen aktuell bei der Landeswahlleitung bei 3,5%. Die AFD wird wohl über 6% kommen.  Sie liegt bei der Landeswahlleitung bei 6,2%. Die NPD kommt auf 0,7% , verliert damit 0,5% Punkte gegenüber 2012 und erhält keine Parteienfinanzierung (ab 1% bei Landtagswahlen) mehr. Die Wähler der NPD-Nationalisten scheinen somit recht stabil zu sein, so daß CDU und AFD nicht davon profitieren konnten. Auch die Piraten sind mit 0,7% sicher aus der Parteienfinanzierung. Die Buntstasi muss sich somit neue Finanzierungsquellen erschließen.
  • 19:30 Uhr Der Rechtsrutsch bringt mehr Demokratie mit sich. Die Wahlbeteiligung ist deutlich gestiegen. Von gut 61 auf jetzt über 70%.
  • 19:21 Uhr Hauptstadt Saarbrücken. Hier erreichen die Grünen 7,2%. Die AFD kommt  hier auf 6,2%. Die SPD kommt auf 27%, die CDU auf 33%. Linke dort bei 17%.
  • 19:00 Uhr 7 Gemeinden sind ausgezählt. Grüne hier nur bei 3,2%. AFD bei 6,4%. Das Zwischenergebnis von der Landeswahlleitung (Bildschirmkopie) :
  • 18:54 AFD bei 5,9% bei neuer Hochrechnung. Keine großen Verschiebungen. Echte Ergebnisse gibt es allerdings hier: Landeswahlleiter Saarland
  • 18:39 Lange Gesichter bei den Grünen. Jetzt warten wir gespannt auf die 2. Hochrechnung.
  • 18:30 Hochrechnungen: CDU 40-41 SPD 29-30 Linke 13, AFD 6 . Grüne mit 4,5%(-0,5%) und Piraten mit 1% (-6) draußen. FDP bei 3%.  Fallen die Piraten knapp unter 1%, bekommen sie auch keine Parteienfinanzierung mehr. Um Finanzierungen zu erhalten, muss man bislang bei einer Landtagswahl 1%, bei einer Bundestagswahl 0,5% der Stimmen erhalten. Das ist der Stand der Dinge.
  • 18:27 Zum möglichen 4. Mandat fehlen der AFD nur noch wenige Zehntelprozente (knapp 7% braucht man in etwa).
  • 18:16 Saarland bleibt CDU mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit CDU-regiert. Die genauen Hochrechnungen: https://twitter.com/Wahlrecht_de/status/846029164583010305
  • 18:07 Die SPD wohl unter 30% ( circa minus 2%). Aber auch die Grünen ( unter 5%) und die Linken verlieren leicht.  Linke bei 13%. AFD mit 6% sicher im Landtag.
  • 18:00 Rechtsruck ! Einen Schulz-Effekt gibt es nicht. Laut erster Hochrechnung stürzt die SPD weiter ab. Die CDU soll auf 41% kommen, die AFD kommt neu in den Landtag mit  6 % . Die Grünen und die Piraten, zwei bunte Parteien, fliegen aus dem Landtag.
  • 17:45 In 15 Minuten schließen die Wahllokale. Dann gibt es eine erste Hochrechnung. Sie basiert auf Nachwahlbefragungen. Ob hier jeder Wähler wirklich die Partei genannt hat, die er gewählt hat? – Sie ist also noch kein sicheres Ergebnis. Ab 18 Uhr diskutieren wir auch auf Facebook zu den Geschehnissen im Saarland.
  • 17:05 Wahlbeteiligung exakt: Bis 14 Uhr gaben laut Landeswahlleiterin 32,6 Prozent (+1,5% gegenüber der letzten Wahl) der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Am Ende lag die Beteiligung damals bei 61,6 Prozent.
  • 17:04  Eine Koalition von SPD und Linkspartei im Saarland würde für den Bund „nichts“ bedeuten, sagte Kapo- Schulz im Interview mit der „BamS“.
  • 16:45 In gut einer Stunde schließen die Wahllokale. Es zeichnet sich eine leicht höhere Wahlbeteiligung ab. Wenn es Gelegenheits- oder Protestwähler sind, könnten am Ehesten die kleineren Parteien davon profitieren.

Saarland – Wahl: Rechtsrutsch erwartet

Die Wahl am kommenden Sonntag im kleinsten Flächenbundesland der Bundesrepublik Deutschland, dem Saarland, ist die Erste von insgesamt drei Landtagswahlen vor der Bundestagswahl. Am 7.05.2017 folgt dann die Wahl des Landtages im nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein, eine Woche darauf dann, am 14.05.2017, wird im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen die Zusammensetzung des Parlaments bestimmt. Letztere Wahl in NRW  gilt dann auch als so genannte „kleinere Bundestagswahl“.

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Sonstige steigen um 4% bei Forsa – Wer steckt dahinter?

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Mögliche Erklärung für den AFD-Absturz

Rechtspopulistische Bewegungen sind im bundesweiten Trend bislang lediglich bei den Wahlumfragen eingestürzt. Inzwischen scheinen sich die Werte aber wieder zu stabilisieren. Bayern ist frei zeigte bereits auf, wie die ARD einen  Bunten Absturz zu einen Aufwind umdichtet.

Wir analysieren daher heute mal die Umfragen in den Bundesländern, um zu überprüfen, inwieweit hier patriotische Bewegungen tatsächlich an Kraft verloren haben.

Beispiel Berlin: Die Abgeordnetenhauswahl in der Hauptstadt ist noch nicht so lange her. Damals kamen die Sonstigen (inklusive der inzwischen völlig versunkenen Piraten) gerade mal auf 7,4%. Laut aktueller Umfrage jedoch kommen die Sonstigen nun auf satte 11%, ein Zuwachs von 4% Punkten. Konnte eine neue Protestpartei um 4% zulegen und könnte so neu ins Abgeordnetenhaus einziehen? Eher unwahrscheinlich. Kein Umfrageinstitut listet eine solch wahrnehmbare Bewegung extra auf. In der gleichen Umfrage stürzt jedoch die AFD  auf 10%-Punkte ab. Also 4% weniger als bei der  letzten Berliner Abgeordnetenhauswahl und somit im Grunde der gleiche Wert, den die Sonstigen zulegen.  Bedenkt man, daß es durchaus möglich ist, daß Wähler -gerade wenn nun Umfrageinstitute noch aktuelle Ereignisse wie die Berichterstattung um Björn Höcke mitfragen – sich nicht trauen, zuzugeben, daß man eigentlich die „pöhse“ AFD wählen will, so könnte dies eine Erklärung dafür sein, daß der Wert der „Sonstigen“ um 4%-Punkte anschwillt. Die Zahlen des SPD-nahen „Forsa-Institutes“: CDU 17%(-0,6%), SPD 25%(+4,3%), Grüne 13% (-2,2%), FDP 8%(+1,3%), Linke 16% (+0,4%), AFD 10% (- 4,2%) und Sonstige 11% (+3,6%). Den Wert den die SPD also „gewinnt“, geht zu Lasten anderer Buntparteien wie  CDU und Grüne. Die zumindest wirtschaftspolitisch „rechts“ denkende FDP und die Sonstigen jedoch haben zusammen mehr Auftrieb in dieser Umfrage als die SPD im Vergleich zur letzten Abgeordnetenhauswahl (+4,9%)

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Die Bayern-SPD, von denen einige Protagonisten Knasterfahrungen sammeln, ist tief zerstritten und ist weit entfernt von einstigen Höhen von 30%.

Und wie würden die Berliner bei einer Bundestagswahl stimmen? Hier würde die SPD laut Forsa 30% erhalten, die CDU 21%. Die Grünen kämen auf 10% Auch dort wuchsen die „Sonstigen“ bei Forsa seit dem „Schulz-Effekt“ von 5% auf 8%. Während die AFD von 12-14% auf 10% sank. Es ist daher nicht auszuschließen, daß 3-4% Wähler rechter Parteien – unter anderem durch geschickte Fragetechnik provoziert –  angegeben haben „Sonstige“ zu wählen, um so den bunten Absturz zu einem Erfolg umzudichten. Möglich ist aber auch das die Wähler tatsächlich zu den „Sonstigen“ abgewandert sind, was dann jedoch ein Indiz dafür wäre, daß Bunt auch mit einem vermeintlich „unverbrauchten“ neuen Kandidaten es doch nicht vermocht hat, neues Wählerpotential zu erschließen, weil schießlich die bisherigen Zugewinne der SPD in den Umfragen letztlich immer zulasten einer anderen Bunt-Partei erfolgte. Letztlich ist es schade, daß man nicht genauere Details zur Umfrage erfahren kann, vvl. hat ja ein Leser unser Seite so etwas vor Kurzem mitgemacht und kann sich an die Fragen des Institutes erinnern.

Anhang:

  • Bayern ist frei berichtete bereits hier über den Forsa-Chef: Der SPD-Hochrechnungs- und Bodenbräunungsexperte Forsa-Obergüllner Güllner Manfred lobt Oettinger und erklärt dazu, dass es unbedingt notwendig ist, unentwegt Gülle über der AfD und ihren Anhängern auszukippen. Es gebe nur 10% hinreichend politisierten „braunen Bodensatz“, der bereit sei, das ständige Nazifizierungs-Mobbing zu ertragen. Wenn man auf die Bräunungsbehandlung verzichte, treibe man der AfD auch etwas weniger patriotische Wählerschichten zu. Das sei gefährlich, denn dann drohten die Felle endgültig davonzuschwimmen und die kulturelle Hegemonie gehe verloren. So die von Widerspüchen bereinigte plausible Quintessenz der Güllnerschen Verbalgülle.
  • Angesichts der Tatsache, daß selbst in den Hochzeiten der Flüchtlingskrise die AFD z.B. in Niedersachsen oder Hessen bei den Kommunalwahlen bei nur rund 10-12% lag , und in Städten wie Hamburg nur 6-7% bei der Wahl erreichte, stellt sich ohnehin die Frage, ob die AFD denn bundesweit tatsächlich schon hätte 15% erreichen können. Berücksichtigt man dies, so kommt einen der aktuell von INSA gemessene Wert von 11% eher als der ohnehin realistische Wert vor.
  • Über die Last mit sogenannten „Flüchtlingen“ berichtet der BR. Kräfte werden gebunden, hart erarbeitete Steuergelder werden zweckentfremdet:
  • „Flüchtlinge bleiben weiter große Last für die Gemeinden

    München: Ein großer Teil der anerkannten Flüchtlinge in Bayern bleibt nach Angaben des Gemeindetages in kleinen Orten. Präsident Brandl sagte im Bayerischen Rundfunk, etwa zwei Drittel blieben dort, wo sie betreut und angekommen seien. Das stelle die Gemeinden noch immer vor große Herausforderungen bei Wohnungsbau und Kinderbetreuung sowie bei Deutsch- und Integrationskursen.“