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SZ von Merkel begeistert: Dublin tot, Zeit für Soros-Plan!

Die Humanitären Hetzmedien wollen Dublin III schon lange begraben. Sie haben die Asylreform von 1992 nie akzeptiert. Bei jedem Anzeichen von Verrat wittern sie Morgenluft. Deshalb sind sie so merkeltreu. Als Speerspitze dient die EU-FDP:

Bei ihrem Besuch in Spanien nennt die Bundeskanzlerin das geltende Dublin-Abkommen über den Umgang mit Flüchtlingen „nicht funktionsfähig“. Die FDP wirft ihr vor, dennoch daran festzuhalten.
In deutlicheren Worten als bisher hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das geltende Dublin-Abkommen zur Regelung der europäischen Asylpolitik für faktisch gescheitert erklärt. Die Vereinbarung sei „nicht funktionsfähig“, sagte Merkel während eines Besuches in Spanien. „Nach der Theorie dürfte nie ein Migrant oder ein Flüchtling in Deutschland ankommen“, so die Kanzlerin nach einem Treffen mit Ministerpräsident Pedro Sánchez in Sanlúcar de Barrameda. Dies entspreche aber nicht der Realität.
Vor allem aus der FDP erntete Merkel für ihre Äußerungen heftige Kritik. Die Liberalen hielten ihr vor, zu lange an dem Abkommen festgehalten zu haben, wonach Asylbewerber das Verfahren in dem Land abzuwarten haben, in dem sie erstmals das Territorium der Europäischen Union betreten. FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff kommentierte die Äußerung der Kanzlerin zu Dublin auf Twitter: „Dass Merkel es erst jetzt offen sagt, zeigt nur, dass sie und ihre Innenminister vorher Realitäts- und Politikverweigerung betrieben haben.“ Die Generalsekretärin der Liberalen, Nicola Beer, erklärte, wenn Merkel der Meinung sei, dass Dublin nicht funktioniere, sei es ihre Pflicht, „neu zu verhandeln und das Abkommen zu ändern, anstatt die von ihr selbst herbeigeführten Zustände weiter auszusitzen“.

Ein dazu gehöriger SZ-Kommentar trägt die Handschrift der Soros-Planung. Die aus Merkel in Spanien beiläufig herausgeplatzten konfusen Bermerkungen deuten tatsächlich darauf hin, dass die von der SZ angepriesenen und von Gerald Knaus ausformulierten Soros-Pläne derzeit unbändig auf Umsetzung drängen:

Angela Merkel hat erfrischend klar gesagt, dass das Dublin-System am Ende ist. Die willigen EU-Staaten müssen jetzt allein vorangehen. Gute Pläne dafür gibt es.
Pacta sunt servanda – Verträge sind einzuhalten. Dies gilt prinzipiell auch für das Dublin-System, das 1990 durch völkerrechtlichen Vertrag geschaffen wurde. Es bestimmt, dass derjenige europäische Staat für das Asylverfahren zuständig ist, in dem ein Flüchtling zuerst ankommt. Demnach müssten sich Länder wie Deutschland kaum Gedanken machen. Alle Verantwortung für politisch Verfolgte, Bürgerkriegs- und Armutsflüchtlinge läge bei den Grenzländern der EU. Bei Spanien, Italien, Ungarn, Malta oder Griechenland. Wie praktisch.
Aber auch wenn Justitia blind ist, um ohne Ansehen der Person zu urteilen, so ist das Recht doch nicht blind gegenüber Veränderungen. Es reagiert nicht starr sondern flexibel. Es ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel, um ein friedliches und gerechtes Zusammenleben zu ermöglichen. Daher müssen Verträge nicht mehr eingehalten werden, wenn sich die Umstände auf unvorhersehbare Weise dramatisch ändern. Dieser Gedanke trifft auch auf den Dublin-Pakt zu, der später in Dublin-Verordnungen der EU gegossen wurde.
Die willigen EU-Staaten müssen jetzt allein vorangehen. Gute Pläne dafür gibt es schon
Seither hat sich die Zahl der Menschen, die nach Europa kommen, drastisch erhöht. Sie ist, besonders 2015, so angewachsen, dass es nicht mehr gerecht wäre, Länder wie Spanien an Dublin festzuhalten. Zumal diesen Ländern die Überforderung droht. Und, auch das ist ein Rechtsgrundsatz: Niemand muss Unmögliches leisten.

Bemerkenswert an dieser Argumentation ist, dass die Humanitären Imperative zwar herangezogen werden dürfen, um das geltende Recht tot zu reden und zu brechen, nicht aber um diese Imperative selber (und speziell ihre Straßburger Ausformulierung) in Zweifel zu ziehen.  Dabei wird es durch die Ausführungen der SZ klar, dass die „Funktionsunfähigkeit“ des Dublin-Systems darin besteht, dass Länder wie Italien und Griechenland von ihm überlastet werden.  Diese Überlastung trifft aber sehr schnell ganz Europa, wenn man das hier vorgeschlagene gesamteuropäische System schafft.   Und für diesen Fall erlauben die Proponenten keineswegs, dass man von „Funktionsfähigkeit“ ihres Systems in Zweifel zieht.

Das Dublin-System wird nicht mehr angewandt, weil es nicht mehr funktioniert. Angela Merkel hat das nun bei ihrem Besuch in Spanien erfrischend klar ausgesprochen. Sie räumt ein, was Vernunft und Fairness fordern. Alle EU-Staaten müssen sich gemeinsam um die Flüchtlinge kümmern. Berlin hat dies nicht immer so klar gesehen. Doch besser spät als nie.
Das Problem ist nur, dass sich Staaten wie Polen oder Ungarn ihrer Mitverantwortung entziehen. Sie wollen keine Flüchtlinge aufnehmen. Weil sich die EU nicht als Ganzes vor Flüchtlingen abschottet, tun sie es allein. Ihre Verweigerung verletzt Geist und Buchstaben der Europäischen Verträge und missachtet die Humanität, die es gebietet, Menschen in Not zu helfen und solidarisch zu sein.
Diese Haltung wird sich langfristig auf die EU auswirken. Sie sollte zur Entstehung eines Kerneuropas ohne die nationalistisch regierten Länder führen. Doch so lange können die Flüchtlinge nicht warten, und auch die Staaten nicht, in denen sie ankommen. Daher muss in der EU jetzt eine Gruppe der Willigen handeln. Mit Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden und anderen Staaten, die human und solidarisch handeln wollen – aber auch realistisch und effizient, um die Aufnahmefähigkeit ihrer Länder zu wahren.

Wir sehen: die Straßburger Imperative sind so wichtig, dass sie nicht nur die Aushebelung des Rechts sondern auch die Aufbrechung der EU erzwingen.

Das Problem sind dabei nicht die Asylberechtigten. Ihre Zahl ist überschaubar. Auch um die Bürgerkriegsflüchtlinge kann und muss sich Europa weiter kümmern. Das heißt jedoch keineswegs, dass alle Kriegsflüchtlinge hierher kommen sollen. Je bereitwilliger und stärker die Europäische Union den Nachbarstaaten von Kriegsländern hilft, der Türkei etwa oder Jordanien, umso weniger Menschen braucht sie selbst aufzunehmen.

Die Zahl der afrikanischen Bürgerkriegsflüchtlinge ist keineswegs überschaubar, denn unter der Last der Überbevölkerung und Dysfunktionalität zerbricht ein Land nach dem anderen, wobei im übrigen auch ganze Bevölkerungen wie z.B. die von Eritrea in den Genuss des Asylrechts kommen.
Ebenso wenig ficht die herrschenden MenschenrechtlerInnen an, dass nordafrikaniche Länder bislang generell nicht einmal gegen Zahlung hoher Geldsummen bereit sind, unter den von der EU vorgeschriebenen humanitärrechtlichen Bedingungen „Flüchtlinge“ zurückzunehmen.

Bleibt die dritte Gruppe, die der Armutsflüchtlinge. Ihnen wird gern unterstellt, sie überwänden mutwillig Meere und klingengespickte Zäune, um sich auf Kosten der EU-Bürger einen lauen Lenz zu machen. Man sollte es ganz anders betrachten. Es ist ein Riesenkompliment an die Aufbauleistung der Europäer, dass so viele Menschen ihr Leben riskieren, um vielleicht in Europa leben zu dürfen.
Nur: Die Europäer können und wollen nicht alle aufnehmen, die kommen möchten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, was geschieht, wenn Gesellschaften überfordert sind oder sich so fühlen. Dann gedeihen Rassismus, Radikalismus, Nationalismus. Dann erschallt der Ruf nach autoritären Führern. Dann treibt es Europa auseinander. Die Antwort auf die Flüchtlingsfrage muss dem Rechnung tragen.

Wie man sieht, versuchen die MenschenrechtlerInnen so gut sie können, den Widerstand der Europäer einfach durch Verleumdung, Nazifizierung und Redeverbote brechen, aber ganz gelungen ist das nicht.
Deshalb muss vorerst eine Kompromisslösung gefunden werden, die vorläufig mit einem etwas langsameren Völkerwanderungstempo auskommt.
Geliefert wird sie von der Soros-Denkfabrik ESI des bewährten Merkel-Beraters Gerald Knaus:

Gute Vorschläge gibt es, etwa von der Denkfabrik „Europäische Stabilitätsinitiative“. Sie laufen darauf hinaus, Abkommen mit den Herkunftsländern von Armutsflüchtlingen zu schließen, mit Nigeria oder Gambia etwa. Diese Länder sollen Einwanderungskontingente für Europa bekommen, wenn sie Schlepper bekämpfen und abgelehnte Asylbewerber zurücknehmen. Die willigen EU-Staaten könnten zudem Ankunftszentren in Ländern wie Spanien schaffen, wo sie Asylverfahren gemeinsam betreiben, abgelehnte Bewerber zurückschicken und anerkannte untereinander verteilen. Dabei müssen die Grundsätze der Menschlichkeit gewahrt bleiben. Schiffbrüchige sind stets zu retten. Und niemand darf in Libyens Horrorlager zurückgeschickt werden.

Interessant ist hier mal wieder, dass hier eine mögliche Überforderung Europas gar nicht in Betracht gezogen wird. Wenn Schiffbrüchige stets nach Europa zu bringen sind, sind dem Anschwellen des Stromes keinerlei Grenzen gesetzt. Man darf unterstellen, dass genau dies das Ziel der MenschenrechtlerInnen ist.
Die Rede von Horrorlagern ist weitgehend Propaganda. Ähnliches hören wir jetzt über menschenrechtswidrige Aktionen Marokkos. Wir dürfen uns darauf gefasst machen, dass die ARD-MenschenrechtsperdigerInnen den König von Marokko bald als „Ziegenficker“ bezeichnen. Vor solchen Anfeindungen sind auch Transitzonen in Griechenland, Ungarn und Bayern nicht sicher. Zuckerschlecken kann dort ja kaum herrschen, und im Falle Libyens gibt es eine afrikanische Schleppermafia, die ihre Kunden nicht ohne Gegenleistung unterhalten bereit ist und daher auch schon mal Folterfotos mit Geldforderungen an Familienangehörige in Nigeria schickt. Wer aber diese Kunden von der libyischen Küste nach Europa bringt, betreibt Geschäft eben dieser Schleppermafia.

Wenn es Angela Merkel, ihrem spanischen Kollegen Pedro Sánchez und anderen Willigen gelingt, diesen Weg nun rasch zu gehen, werden sich die Erfolge schon auf die Europawahl 2019 auswirken. Und die Flüchtlingsfrage könnte am Ende sogar zu einer Stärkung Europas führen, jedenfalls dessen Teils, der sich jetzt seiner Verantwortung stellt.

ESI und SZ beten für Angela Merkel.
Wenn es ihr gelingt, das Dublin-System ad acta zu legen und das ein selbstmordwilliges solidarische Kerneuropa auf die Beine zu stellen, haben die Menschenrechte noch eine Chance. Daher malt die Soros-Denkfabrik und ihr Münchner Mundstück ein Wunschszenario, demzufolge man mit „Humanität“ sogar Wahlen gewinnen kann.
Eine Koalition der Willigen, die weiterhin alle Schlepperrouten offen hält und fördert, um den Straßburger Imperativen genüge zu tun, soll einfach dadurch siegen können, dass sie Rücknahmeabkommen mit zerbrechlichen Ländern wie Nigeria oder Gambia in Aussicht stellt, was wohl seinerseits den UNO-Migrationspakt erfordert. Durch Festzurren eines solchen Paktes könnte ein System etabliert werden, welches künftigen Widerstand gegen die vorgeschriebene Migration immer weiter in die Ecke der Inhumanität und Rechtswidrigkeit drängt und auf diese Weise die humanitäre Völkerwanderung wirklich alternativlos macht und peinliche Diskussionen beendet.

Wollte Merkel mit ihrer beiläufigen Bemerkung sich wirklich diese riskante Soros-Planung zu eigen machen? Oder greift die SZ nach einem Strohhalm, um einen unplausiblen Plan, dem derzeit in der EU die Unterstützung wegbricht, noch schnell zu lancieren, solange in Madrid noch Soros-Verbündete an der Macht sind?  Soros György, der sich gleich beim Machtwechsel mit Sanchez und Borell getroffen haben soll, hat Grund zur Eile, denn wenn jetzt nicht Dublin im Hauruckverfahren beerdigt wird, gewinnt gar noch Horst Seehofers Forderung nach wirksamer Unterbindung der Sekundärmigration (Asyltourismus) erneut an Kraft.  Zuletzt hatte sogar der EU-Gipfel die Mitgliedsstaaten aufgefordert, die hierfür nötigen von Dublin III vorgesehenen Maßnahmen sowohl durch Kooperation als auch, wie etwa von Frankreich an den Pyrenäen vorexerziert, in nationaler Eigenverantwortung zu ergreifen.  Es ist daher zu erwarten, dass die Prantlprawda mit ihren beiden heutigen Leitartikeln die Stoßrichtung für die in diesen Wochen zu erwartenden Kampagnen der Humanitären Hetzmedien vorgegeben hat.

Anhang

Die Aquarius wartet in der Nähe der libyischen Küste auf eine Europäische Regierung, die ihr ihre „Flüchtlinge“ abnimmt. Bislang waren es solche „hässlichen Bilder“, die von humanitären Hetzmedien genutzt wurden, um das Dublin-Abkommen aufzusprengen. Bürgermeister einiger deutscher Städte haben um Zuweisung solcher „Bootsflüchtlinge“ gebeten, weil sie Zeichen gegen Salvini und Seehofer setzen wollen. Auch das Breite Bündnis der Bunten Besser- und Bestmenschen setzte sich neulich mit seiner Ausgehetzt-Demo dafür ein. Doch kommt allmäHlich trotz massiven leitmedialen Trommelfeuers vielleicht die „Menschlichkeits“-Stimmungsmache aus der Mode. Euronews interviewt einen Bootsflüchting der erklärt, wenn er gewusst hätte, dass er in Europa nicht willkommen sei, hätte er sich nicht auf den Weg gemacht. Diese Aussage scheint ja die Propaganda der MenschenrechtlerInnen zu entkräften. Der SZ wäre so ein Video eher nicht passiert.





Die Süddeutsche und der NDR hören Stimmen

Semper aliquid haeret. Ein probates Mittel in der 3D-Technologie: Diffamieren, Dämonisieren, Denunzieren. Bunte Politiker und ebensolche Journalisten fallen dadurch auf, daß sie Zitate aus dem Zusammenhang reissen und sie in verzerrter Neu-Auslegung gebetsmühlenartig multiplizieren. So erfahren Original-Zitate durch den vom politischen Gegner vorsätzlich umetikettierten Inhalt und perfiden Drall bisweilen eine Bedeutungsumkehr um 180 Grad. Akif Pirincci oder Björn Höcke wurden und werden weiterhin sinnentstellend wiedergegeben. Und zwar so, daß man sich berechtigterweise empören konnte. Nur, die so kolportierten Meinungsäusserungen und die Original-Zitate erweisen sich bei genauerer Recherche als nicht deckungsgleich. „Alternative Zitate“ sind eine Form von „Alternativen Fakten“, wie sie das leitmediale Paralleluniversum erzeugt. Die Süddeutsche und der NDR hören Stimmen weiterlesen

Die Humorpolizei zieht den Stecker: die SZ fällt um

Bei Humor hört der Spaß für Neurotiker und Fundamentalisten endgültig auf. Das gilt gleichermaßen für Bunte wie für Islamisten. Daran lassen weder Bunte noch die mit ihnen wesensverwandten Gotteskrieger rütteln. Die Humorpolizei zieht den Stecker: die SZ fällt um weiterlesen

Süddeutsche Fachstelle für Demokratie

„Gute Nachrichten für die Demokratie: Man kann knallharte Fakten menschlich darstellen.“ Humanitärrechtswächter Ayatollah Prantl präsentiert die SZ als eine „Fakenews-Entzauberungsanlage“. Sie filtere vor, auf dass der Leser erkenne, welche Informationen vertrauenswürdig sind, und dann auf dieser Basis seine Rolle als demokratischer Souverän wahrnehmen könne. Die SZ sei keinen Geldinteressen sondern nur der Demokratie verpflichtet. Prantl leitet gewissermaßen eine Süddeutsche Fachstelle für Demokratie. Wenn nicht Fachleute für uns die „knallharten“ Fakten filtern und humanisieren würden, wäre nämlich das humanitäre Narrativ gefährdet, mit dem die prantlsche Demokratie steht und fällt. Indem die Süddeutsche Fachstelle sich mit der Demokratie identifiziert, schafft sie den Spagat zwischen knallhartem Wächterratsjournalismus und „Souveränität des Lesers“. Wo nämlich die Demokratie auf dem Spiel steht, darf, ja muss inhuman-egoistische „Souveränität“ jedweder Art der fachmännischen Rechtleitung weichen.




Geisterbeschwörung mit Dr.jur.-theol. Absurd. Delirium ante portas.

Lauscht man den Videobotschaften von Heribert „Ayatollah“ Prantl, beschleicht den besorgten Zuhörer regelmässig ein Gänsehautgefühl. Mit geradezu exorzistischer Rhetorik beschwört ein Gespenst mit Krawatte in erlkönighaftem Ton den virtuellen Ansprechpartner aus den Redaktionsräumen der „Süddeutschen Zeitung“.

Heribert „Ayatollah“ Prantl ist leicht entflammbar. Vor allem, wenn ihm jemand das Kraut ausgeschüttet hat. Dieses Mal waren es die Wahlen in Österreich.

Das Abschneiden der AfD in Niedersachsen mag Prantl in seiner Rage noch ein wenig besänftigt haben. Die Wahlerfolge diverser Populisten bei den Wahlen am 15.10.2017 in der Alpenrepublik aber dürften von Prantl wie Dantes Inferno rezipiert worden sein.

Nach vermutlich unruhigem Schlaf ließ Prantl am Tag danach in den Redaktionsräumen der „SZ“ via Videobotschaft seine Bannstrahl-Qualitäten aufblitzen und wetterte wie der Leibhaftige nach einer Sturzgeburt. In manchen Passagen so halluzinogen, daß man sich des Eindrucks nicht immer erwehren konnte, ein Relikt aus der Voodoo-Epoche nimmt wieder Fahrt auf.

Auszüge aus Prantls krasser Videobotschaft und ungewollter freakshow:

„Die zwei führenden Parteien sind in krassem Maße populistisch, in krassem Maße fremdenfeindlich, xenophob und rassistisch.“

P.S. Prantl konnte möglicherweise nicht wissen, daß „fremdenfeindlich“ und „xenophob“ gleichbedeutend sind. Aber eine alte oberpfälzer Bauernregel besagt, daß wer mit dem Darm denkt, dem Gesagten mehr Schubkraft verleiht.

Um dann fort zu fahren (in mehrdeutiger bairischer Semantik):

„die SPÖ hat sich davon anstecken lassen. Die Wahlerfolge der Rechtsaußen Parteien, der Parteien mit profund fremdenfeindlichem Charakter, sind in Österreich in der Mehrheit. Es ist etwa so in diesem schönem Land, als ob in Deutschland die AfD die Macht übernommen hätte.“

Dann schwurbelt und poltert Prantl in quartalsdemagogischem Eifer über „Erdbeben, Erdrutsche und Lawinen.“ Vermutlich in Unkenntnis sedierender und gesundheitsfördernder Effekte von Ausnüchterungszellen.

„Die großen Parteien haben diese Fremdenfeindlichkeit mit aufgepäppelt. Sie haben die Politik der FPÖ übernommen, sie haben sich „haiderisiert„. Sie haben sich selbst vergiftet. Und nun hat sich ein ganzes Land vergiftet.

Die ÖVP, eine traditionsreiche Partei, und partiell auch die SPÖ, hat solange die Formeln der FPÖ nachgebetet, sich injiziert, diese inhaliert, bis sie selber der FPÖ immer ähnlicher geworden sind.

Das ist eine schlimme Entwicklung für ein schönes Land. …..

Es ist, das lehrt Österreich, es ist ein Fehler, Menschen aufzuhetzen. ….

Es wird schwierig sein, Österreich wieder zu enthetzen, die Hetze aus dieser Politik wieder heraus zu nehmen und das Land zu entgiften.

Man frägt sich momentan, wer soll das leisten, wer kann das Land wieder entgiften, und wie soll das gehen?

Hoffen wir für Deutschland, daß das österreichische Beispiel abschreckend ist. Daß diese CSU nicht etwa Lust verspürt, sich in eine FPÖ/ÖVP zu verwandeln. ….

Eine quasi haiderisierte CSU wäre kein Koalitionspartner in Berlin mehr.

Deutschland braucht keine Österreichisierung.“

So weit, so gut. Prantl hat Dampf abgelassen und schwarzer Rauch ist aufgestiegen. Ayatollahs Fatwa gegen die Alpenrepublik war Schmarrn vom Feinsten. Kaiserschmarrn sozusagen. Prantl, selbsternannter Kommissar für Entgiftung, brilliert einmal mehr mit haarsträubenden Phantasmagorien.

Kaiserschmarrn aus Edelfeder

Prantl, der bei linksextremen Gewalttaten durch dröhnendes Schweigen notorisch in der pole position ist, und RAF-Verbrechern wie Rolf Pohle (2004 in Athen verstorben) ziemlich irrlichternde Nachrufe klammheimlicher Bewunderung widmet, taugt wenig als Kompaß des common sense. Im Gegenteil, seine übergriffige Videobotschaft kommentierten erstaunlicherweise sogar die gewohnt linksorientierten SZ-Leser mit wenig Zustimmung – um es diplomatisch zu formulieren.

Prantl scheint Bodenhaftung und Erdung verloren zu haben. Er faselt von „injizieren, inhalieren, selbst vergiften, haiderisieren, entgiften“ wie ein aus der Zeit gefallener Junkie. Andererseits entbehrt seine Suada nicht einer unfreiwilligen Komik, wenn er als Entgiftungs-Experte schwurbelt und schwadroniert.

Sozialisiert durch Individualrechtsdogmatik, Nationalmasochismus und naiv-aggressive Buntblödelei hält sich Prantl anscheinend selbst immer noch für die Speerspitze der Avantgarde. Dass er am Ende der Fahnenstange trommelt und marschiert, die rote Laterne trägt und am Widerhaken zappelt, da bedürfte es wohl reinigender Aufenthalte in  Ausnüchterungszellen, um sich dessen gewahr zu werden.

Hört man statt Prantl einem der selben Generation angehörigen Juristen Dr. Peter Gauweiler (CSU), dann ist das im Gegensatz zu Prantl, nicht nur ein intellektueller Genuß. Im Gegensatz zum ideologischen Luftikus Prantl haben Gedanken und Aussagen von Gauweiler Format.

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Humanitärrecht vom Berg Sinai

Nur wenige Tage vor seiner Österreich-Nazifizierungs-Philippika trat Humanitärtheologe Heribert Ayatollah Prantl bei Anne Will als personifizierter Rechtsstaat auf und stauchte Markus Söder zusammen. Der merkte trocken an „Wer schreit, hat Unrecht, sagte meine Mutter immer“. Unrecht hatte Ayatollah Prantl wie so oft vor allem deshalb , weil er „Rechtsstaat“ und Humanitärstaat gleichsetzte und behauptete, letzterer komme vom Berg Sinai und dürfe nicht von gewählten Gesetzgebern wie Söder angetastet werden.

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Heribert Ayatollah Prantl     Talkshow-Platzhirsch und als „King Kong des Feuilleton“ ambivalent-durchwachsenes Renomée genießend                                                                                                  „Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand“ (Ludwig Thoma)                                                                                                                                                    Nota bene:  Eventuelle Gemeinsamkeiten mit noch lebenden Personen wären reiner Zufall

Tertullian-Prantl: „Ich hoffe weil es verrückt ist“

Der Jurist und Journalist Heribert Prantl veröffentlichte 2015 die Streitschrift „Im Namen der Menschlichkeit“. Darin prangert er Europas unmenschlische Unlust an Mittelmeer-Völkerwanderung an und fordert die Ansiedlung der einwanderungswilligen Afrikaner als Fellachen in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Landstrichen, wo moderne Landwirtschaft europäischer Art unrentabel wird. Dirk Schümer bewertet Prantls Predigt in der Springer-Welt als weltfremd und „zynisch“.  Für Prantl selbst hingegen hat das Schönreden alternativloser Untergangsszenarien Methode.  Er nennt es mit einem neuen Buchtitel „Die Kraft der Hoffnung“ und vergleicht es mit den Illusionen eines Krebspatienten.  Er selber nennt diese alternativlose Methode „verrückt“. Damit erreicht seine Humanitärtheologie bereits methodische Höhen des Kirchenvaters Tertullian, der das christliche Glaubensbekenntnis gerade wegen seiner Absurdität für glaubwürdig hielt. Aus „Credo quia absurdum“ wird „Spero quia insanum“.

Prantl gegen Karlsruher Richter: „Dr.jur. Absurd“

Ayatollah Prantl führte 2012 eine Privatfehde gegen den Bayreuther Professor Konrad Löw, den er immer wieder von seinen Leitartikeln aus grob verleumdet hatte, und verlor durch alle Instanzen. In deren Verlauf verleumdete er Bundesverfassungsrichter Masing per Schlagzeile als „Dr. jur. absurd“, beging mithin als Medien-Goliath eine unter Journalisten verpönte Richterschelte und das aus purer Uneinsichtigkeit. Ein besonderer Dorn im Auge war Prantl, dass die Karlsruher Richter die Meinungsfreiheit verteidigten, die SZ und andere mithilfe einer Diffamierungsspirale gegen Löw einzuschränken versucht hatten. Das gleiche konnte man bei der SZ später immer wieder beobachten. Zuletzt nutzte die SZ immer wieder offensichtlich vorsätzliche Diffamierung von Akif Pirinçci, um Ausgrenzungskampagnen gegen alles, was mit Akif Pirinçci zu tun hat, zu fahren, wozu auch der Versuch der Vertreibung von Verlagen von der Frankfurter Buchmesse gehört, den die SZ ebenfalls bis zuletzt uneinsichtig befeuerte.

Autoritäre Menschenrechtler bilden Autoritären Humanitärstaat

Zwischendurch erregte Ayatollah Prantl mit Reportagen aus der privaten Küche des Verfassungsrichtspräsidenten Andreas Voßkuhle Aufsehen. Voßkuhle sah sich gezwungen klar zu stellten, dass er mit Prantl keinen privaten Umgang pflege und diesem nie Einblicke in seine Küche gewährt hatte. Denn genau um die Vorspiegelung besonderer Intimität mit Verfassungsrichtern, als deren verhinderter Kollege Prantl sich selbst sieht, war es Prantl offensichtlich gegangen. Aus der gleichen Einbildung heraus betreibt Prantl auch immer wieder Richterschelte oder zumindest übergriffige Urteilskritik, welche fast immer zu große Toleranz gegen „Rechts“ anprangert.
Ayatollah Prantl glaubt offenbar, er wäre nur deshalb kein autoritärer Charakter, weil die von ihm herrisch-aggressiv vertretenen unverhandelbaren höchstrichterlichen Normen und Schriften etwas mit Rechten des Individuums zu tun haben. Da liegt eine Verwechslung vor. Es ist genau umgekehrt: der Diedrich Weßling (Untertan) jeder Epoche reitet die in jener Epoche herrschenden Prinzipien tot, und auch mit „Menschenrechten“ lässt sich die Demokratie vortrefflich aushebeln.

Standleitung in die Klapsmühle

Wenn es um die Verbreitung von skandalerzeugenden Falschmeldungen geht, mit deren Hilfe man Donald J. Trump nazifizieren kann, verhalten sich zahlreiche JournalistInnen ähnlich wie der Alpen-Ayatollah, und die Verbindung ins ARD-Studio mutiert zur Standleitung in die Klapsmühle.
Genau das gleiche geschah zuletzt anlässlich der Frankfurter Buchmesse. Bei den antivölkischen Sturmgeschützen verlassen eine LeitstürmerIn nach der anderen alle guten Geister.  Man vergleiche auch Fälle wie Ulrike Guérot, Eske Wollrad, Bim Adewunmi, Munroe Bergdorf, Hengameh Yaghoobifarah, Sonja Zekri, Eva Reisinger, VerfassungsrichtX Susanne Baer, Popper-Hipster Till Eckert, Bundesmenschenrechtlerin Beate Rudolf und viele weitere Quotilden, VaginalwissenschaftlerInnen und naiv-aggressive EgalitärfrömmlerInnen, deren Individualbefindlichkeits-Welten sich gerade unter lautem Geheul gegen die komplexere Welt der kollektiven Interessen aufbäumen, wobei hauptsächlich die AfD als Schnullerräuber wahrgenommen wird.
Prantls Reden von der „Verrücktheit“ seiner „Hoffnung“, an der es um der „Menschlichkeit“ willen um jeden Preis fest zu halten gelte, haben nichts mit Selbsterkenntnis zu tun. Solange die Steuerkartoffel den Preis dafür weiter zahlt, verteidigt Prantl seine Komfortzone der „Menschlichkeit“ weiterhin mit Zähnen und Klauen. Wer die eigene Komfortzone zu einem unverhandelbaren Menschheitswert erklärt, rechtfertigt natürlich jede „Verrücktheit“.   Eine regressivere Haltung als die des Humanitär-Ayatollahs ist kaum denkbar.  Die Humanitärstaat in seinem Lauf hält weder Blog noch Facebook auf, aber bevor er Endstation Klapsmühle erreicht, pflegen ihm  die Geldquellen zu versiegen.   Die SZ-Leserschaft schrumpfte im letzten Jahr nur um 1,5%.  Im Namen der Menschlichkeit sollte da noch was gehen.


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