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Trotz Corona „Defender 2020“ bleibt

Die besten Coups gelingen immer dann, wenn die breiten Massen abgelenkt sind durch Fußball, Tschernobyl oder andere Seuchen. Corona sei Dank. Das muß sich auch der Präsident des Verfassungsschutzes, Genosse Thomas Haldenwang gedacht haben. Ganz in der Tradition des Genossen Erich Mielke, der seine Schäflein vor staatsfeindlicher Hetze (§ 106 Strafgesetzbuch der DDR) schützen wollte und dies in der finalen emotionellen Apotheose


„Ich liebe euch doch alle!

Erich Honecker beglückwünscht Erich Mielke zum 30. Jahrestag der Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit

subsumierte, holte nun auch Hardliner Haldenwang heroisch zur Brunft-Offensive aus, um die Würde der Siedler zwischen Bodensee und Rügen vor Hass, Hetze und Hölle zu schützen. Allein schon die assoziative Nähe von Hölle und Höcke brachte Haldenwangs Faß zum Überlaufen und fiel ihm sozusagen als Katalysator auf die Füsse, um das Fegefeuer gegen den Flügel zu entfachen. Die Opposition muß im Keim erstickt werden, war das Credo von Uncle Joe aus Tbilissi, und noch heute singen hartgesottene Linke Hymnen auf die Kraft des Eispickels und der Säuberungen. Riexingers Rotten zoffen sich allerdings angesichts der Qual der Wahl, ob man die ominösen 1% der Reichen wie in den Wäldern von Katyn durch Genickschuß oder durch nützliche Arbeiten den Ewigen Jagdgründen zuführt.

Eins war den melonigmerkelbunten klar:

Wankt Haldenwang wankt auch die politische Verfolgung.

Thomas Haldenwang screenshot

Jedenfalls war Cleverle Hardliner Haldenwang im Windschatten von Corona höchst effizient die Opposition durch bewährte Horch & Guck-Manöver ganz in der hinterhältigen Tradition der Staatssicherheit den Wanzen zuzuführen.

Das lindert den Phantomschmerz bei eingefleischten Kahanisten im Verfassungsschutz nach so qualvoller Abstinenz von Inquisition und Staatssicherheit wie im Handumdrehen.

Während die ehemalige FDJ-Aktivistin und bromovierte Füsikerin und Pommes-Kanzlerin Angela die Sitzende für den Boulevard elementar einfältige Reden über Viren und deren Vielfalt hält, besticht Thomas alias Erich der Bunte durch Überrumpelung und putscht durch die Hintertüre indem der das Siedlungsgebiet von bösen unverwanzten Oppositionellen dekontaminiert.

Immerhin hatte Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) das Glück, nicht mehr wegen völkischer Umtriebe ins Fadenkreuz von Haldenwang geraten zu sein. Ist Haldenwang gar die späte Rache von Andreas Bader?

Helmut Schmidt Zitat (c) pi-news

Höcke, Kalbitz, Sellner oder die Identitären handeln, denken und fühlen nicht anderes als Legionen von Politikern wie Rainer Barzel, Helmut Kohl, Franz Josef Strauß oder Konrad Adenauer denen masochistische Tendenzen im Sinne maoistoider Allüren eines Joschka Fischers oder Jürgen Trittin wesensfremd waren. Für Haldenwang und seine Mitarbeiter dürfte der Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vermutlich ein rotes Tuch sein.

Identität des deutschen Staatsvolkes

Corona entpuppt sich als dankbareres Ablenkungs-Manöver als Greta oder ein klimakippendes NATO-Manöver. Was sich im Schatten von Corona noch so alles abspielt, darüber reflektiert jetzt keiner der inflationären linken Bengel sondern der Geist

von Notan Dickerle

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen “Bunt”


Während sich nahezu das gesamte Europa im Corona-Modus befindet, Schulen, Universitäten, Theater, Kinos und Konzertsäle geschlossen werden, Sportereignisse wenn überhaupt ohne Publikum stattfinden, Großveranstaltungen inzwischen in nahezu allen Ländern untersagt sind, die gute Kanzlerin empfiehlt, Sozialkontakte soweit wie möglich einzuschränken (SPON, 12.3. 22.43), und sogar Grenzen innerhalb der EU geschlossen werden (siehe da: es geht!) nimmt im östlichen Europa ein Großereignis nahezu unbemerkt seinen Lauf: „Defender 2020“, das wahrscheinlich größte NATO-Manöver seit dem Zerfall der Sowjetunion vor knapp 30 Jahren. 37.000 Soldaten sollen daran beteiligt sein, davon knapp 20.000 aus den USA. Die ersten 1700 sind nach Angaben der „Welt“ vom 11.3. bereits erfolgreich über Meck-Pomm nach Polen verlegt worden. Bis Ende April sollen die Truppen vervollständigt werden, dann geht es im Mai zur Sache: „Defender 2020“ wurde auf dem NATO-Gipfel 2014 in Wales als Reaktion auf die Ukraine-Krise konzipiert; Vladimir Putin soll unmittelbar vor seiner Haustüre erleben, wie riskant es ist, dem „Westen“ und seinen „Werten“ nicht die gebührende Wertschätzung entgegenzubringen. „Compliance“ ist angesagt für den Zarewitsch, schließlich ist die Ukraine noch immer nicht Mitglied der NATO, und Polen hat (ebenso wie die baltischen Staaten) mit dem Bären noch ein paar Rechnungen aus der Vergangenheit offen. Steht alles in Brzezinskis geopolitischem Kursbuch „Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ (bzw. im Original „The Grand Cheswsboard – American Primary and Its Geostrategic Imperatives“) von 1997, das weiterhin Gültigkeit beansprucht.

Doch, auch in Polen gibt es Corona-Fälle, von 47 bestätigten Infektionen war zuletzt die Rede und einem Todesfall; Schulen und Universitäten sind für die nächsten drei Wochen geschlossen. Trump hat zum Schutz seiner Amerikaner vor der Pandemie sogar einen Einreisestopp aus Europa verfügt, in die umgekehrte Richtung gibt es dagegen keine Einschränkungen. Einem Bericht der „Defense Post“ vom 12.3. zufolge sollen zwar etwas weniger GI’s an der NATO-Übung teilnehmen als ursprünglich geplant, über den Umfang der Reduzierung ließ die US-Regierung aber nichts verlauten. Noch am 5.3. vermeldete das gleiche Blatt „NATO exercises will go ahead despite coronavirus concerns“, was eine Woche später so allerdeings nicht mehr korrekt ist: Norwegen hat ein kleineres, auf seinem Territorium vorgesehenes Manöver namens „Cold Defense“ wegen Corona kurzfristig abgesagt. Aber „Defender 2020“ bleibt.

Deutschland spielt dabei vor allem die Rolle einer Drehscheibe für den Truppentransport Richtung Osten. Nach Angabe der Bundeswehr wird das Manöver auch zu einem „Belastungstest für die Bevölkerung“, mit Staus und Behinderungen müsse gerechnet werden, von der weiteren Abnutzung der ohnehin maroden Verkehrsinfrastruktur nicht zu reden. Wie das gesamte NATO-Bündnis ist „Defender 2020“ wenig populär, weswegen von Anfang an publizistisches Tamtam vermieden wurde. Fügt es sich da nicht trefflich, daß die Bevölkerung für die Zeit dieser „Übung“ abgelenkt und mit ganz anderen, existentielleren Problemen konfrontiert ist? Sage und schreibe 60 bis 70 Prozent (Eine Zweidrittel-Mehrheit – der Wahnsinn, und kein „Qualitätsmedium“ regt sich über diese Zahl richtig auf!) könnten in D nach Aussage unserer guten Kanzlerin in absehbarer Zukunft vom Corona-Virus infiziert sein – da sollte man wirklich lieber in häuslicher Quarantäne bleiben als „Latschdemos“ (oder noch schlimmeres, vgl. G20-Gipfel in Hamburg) gegen den guten Hegemon und unseren gemeinsamen militärischen Schutz zu organisieren. Unser Innenminister Drehhofer geht gerade mit gutem Beispiel voran, er bleibt zu Hause, er ist zwar nicht krank, könnte es aber noch werden…

Kein Wunder, daß die Verschwörungstheorien wieder einmal blühen wie der Flieder im Mai oder die Zitronen (normalerweise) in Italien. Stufe 1: Der Virus kam gerade zur rechten Zeit; Stufe 2: Das war kein Zufall; Stufe 3: „Defender 2020“ hat noch Überraschungen im Gepäck. Man muß nicht gleich so weit gehen wie ein neues Buch aus dem Kopp-Verlag, das der Frage nachgeht, ob Corona eine von China entwickelte biochemische Waffe sein könnte, die möglicherweise vorzeitig aus dem Labor entwichen ist (Francis Boyle: „Ist COVID-19 ein waffenfähiges Coronavirus?“).

Der durchaus in atlantischen Überzeugungen verwurzelte USA-Kenner Gabor Steingart verweist nicht nur auf die Vereinbarkeit der Corona-Pandemie mit dem klassischen politischen Drehbuch „The Permanent Campaign“, wonach Katastrophen willkommene Anlässe bieten, Politiker „in Kampagnenmodus“ zu versetzen. Er zieht auch eine Verbindung zu den amerikanischen Vorwahlen: „Man könnte meinen, Joe Biden habe den Corona-Virus bestellt. Er ist zurzeit sein bester Wahlkampfhelfer.“

Corona als „red herring“, als gigantisches Ablenkungsmanöver von hintergründigeren Manipulationen, Katastrophen noch größeren Ausmasses gar?

Logisch derzeit nicht zu begründen. Dennoch führen die urplötzlichen Einschränkungen in der westeuropäischen Komfortzone bei den betroffenen Menschen zu vielen Fragezeichen.