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SPÖ und Strache: Dumm und widerlich

Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung des skandalösen Strache-Videos erschien eine sehr kluge Analyse

von Andreas Unterberger

Dumm und widerlich. Widerlich und dumm. Und das Ende der Karriere des H.C. Strache. Das ist die Bilanz eines der übelsten Wahlkämpfe der Geschichte. Dieser wird anstelle von Sachargumenten nur noch von täglichen Denunziationen, Aufdeckungen und Strafanzeigen beherrscht, bei denen es großteils um jahrealte Dinge geht. Vor allem die SPÖ, der es ja an sich gar nicht gut geht, hat in Sachen widerlicher Aktionen eindeutig den Spitzenrang eingenommen. Sie steckt mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auch hinter der jetzt bekannt gewordenen Falle für den freiheitlichen Parteiobmann Strache, in die dieser aber mit unglaublicher Dummheit – vor zwei Jahren – voll hineingeplumpst ist. Strache hat damit in erschreckendem Umfang persönliche Dummheit gezeigt, die ihn eindeutig als überfordert und völlig unqualifiziert erweisen, ein Spitzenamt in dieser Republik innezuhaben. Daran ändert die Widerlichkeit der Aktion gegen ihn gar nichts.

Befassen wir uns dennoch zuerst mit dieser Aktion. Gewiss gibt es noch keine endgültigen Beweise, dass sie in der direkten Verantwortung der SPÖ erfolgt ist. Aber es gibt eine Fülle von heftigen Indizien, sodass man sehr viel Geld auf einen diesbezüglichen Zusammenhang wetten kann.

Diese Indizien liegen vor allem in folgenden Aspekten:

  1. Die Veröffentlichung erfolgte ausgerechnet über jene beiden deutschen Medien, die der Sozialdemokratie besonders nahestehen, über „Spiegel“ und „Süddeutsche“.
  2. Gleichzeitig ist die Veröffentlichung in Deutschland und nicht über die üblichen Kampagne-Medien „Falter“ und ORF ein leicht durchschaubares Ablenkungsmanöver.
  3. Extrem dubios ist auch, dass die beiden deutschen Medien sich jetzt weigern, der österreichischen Justiz das gesamte Video-Material zu übergeben. Offensichtlich wollen sie mit einigen der fehlenden Passagen weitere parteipolitische Kampagnen betreiben. Und denken nicht daran, die Justiz zu unterstützen.
  4. Die Veröffentlichung des zwei Jahre alten Vorfalls passiert genau zu dem Zeitpunkt, da die Sozialdemokraten katastrophal schlechte Umfragewerte haben. Nach dem Prinzip „Cui bono“ findet man ja in den meisten Kriminalfällen den Täter.
  5. Die beiden anderen Linksparteien, denen die Enthüllung, wie der FPÖ-Obmann fetzendumm in die Falle einer Lügenkonstruktion geht, theoretisch ebenfalls nutzen könnten, stehen aus mehreren Gründen außer Verdacht: Sowohl Grüne wie Linkliberale liegen bei den Umfragen sehr gut, sodass das Motiv fehlt; keine hat in der Vergangenheit jemals eine Aktion dieser miesen Art gesetzt; die Falle für Strache würde beide Kleinparteien auch in ihrer komplizierten Konstruktion weit überfordern; und es ist auch die SPÖ, die den weitaus größten Hass auf die Freiheitlichen hat – nicht nur weil diese die Sozialdemokraten aus der Regierung gedrängt haben, sondern vor allem auch, weil die Freiheitlichen direkt in den Erbhof der SPÖ, in die Arbeiterschaft, eingedrungen sind.
  6. Die Aktion stinkt auf zehn Kilometer gegen den Wind danach, dass sie vor zwei Jahren von dem halbkriminellen SPÖ-Agenten Silberstein organisiert worden ist. Der Typ hat ja damals auch gegen ÖVP-Spitzenmann Sebastian Kurz ähnlich dreckige Aktionen gesetzt.
  7. Auch der Umstand, dass die geheimen Aufnahmen von Kontakten Straches und seines Buddys Gudenus mit einer als russische Investorin getarnten Agentin erst jetzt in die Öffentlichkeit gespielt worden sind, deutet massiv auf die SPÖ hin: Denn man hat sie ganz offensichtlich im letzten Wahlkampf nicht mehr gebraucht, weil die FPÖ in dessen Verlauf ganz ohne SPÖ-Zutun von Woche zu Woche weiter zurückgefallen ist. Freilich rückte dadurch nicht die SPÖ an erste Stelle, sondern die raketenartig aufsteigende Kurz-ÖVP. Deshalb hat man damals – erwiesenermaßen! – alle roten Schmutzkübel einzig Richtung Kurz entleert und die FPÖ in Ruhe gelassen, mit der Christian Kern überdies auch eine Koalitionsmöglichkeit offenlassen wollte.
  8. Jetzt aber ist die FPÖ im EU-Wahlkampf gut unterwegs. Zumindest die – methodisch allerdings etwas problematischen – Votings nach den diversen Wahlkonfrontationen zeigen ein exzellentes Reüssieren des Spitzenkandidaten Vilimsky, während die ÖVP mit dem Bleigewicht Karas etwas schwächelt und nur noch knapp voran liegt. Da ist es für die SPÖ jetzt extrem wichtig, alle Kanonen auf die FPÖ zu richten, damit diese sie nicht überholt und auf den dritten Platz abdrängt.
  9. Besonders enthüllend ist, wie der (sehr SPD-nahe) deutsche Oberschmutzfink Jan Böhmermann, von dem das (sehr SPÖ-nahe) ORF-Fernsehen einen langen Hetz-Auftritt übertragen hat, dabei schon vor einem Monat gesprochen hat. Es ist damit völlig klar, dass der Typ schon damals über das Strache-Video vorbereitet worden sein muss. Das beweist ein Zusammenspiel des internationalen Sozialdemokraten-Netzwerks in Sachen Dirty Campaigning.
    Der damalige Wortlaut der Video-Botschaft des Herrn Böhmermann an die „Romy“-Gala des ORF: „Während Sie jetzt gerade die Gala genießen, Sekt trinken, feine Schnittchen essen, und charmant versuchen, Gernot Blümel nicht spüren zu lassen, wie sehr Sie ihn verachten … hänge ich gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-bezahlt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchenvilla auf Ibiza herum – und verhandle darüber, ob und wie ich die Kronen Zeitung übernehmen kann und die Meinungsmache in Österreich an mich reißen kann.“ Aber darüber dürfe er „leider noch nicht reden“. Zum Abschluss richtete Böhmermann noch einen Wahlaufruf an die Gäste: „Alle, denen Europa am Herzen liegt, wählen am 26. Mai – Und alle, die finden, dass die österreichische Bundesregierung einen guten Job macht, gehen bitte erst am 27. Mai wählen.“ Pech für die SPÖ ist halt, dass Böhmermann in seiner dummen Eitelkeit geredet hat, bevor er reden durfte.
  10. Weiteres Indiz ist die Rückkehr des engsten Silberstein-Mitarbeiters von damals auf die SPÖ-Payroll wenige Wochen vor dem nunmehrigen Wahlkampf. So einen angepatzten Mann nimmt man normalerweise nur dann, wenn er eine besonders wertvolle Fracht im Gepäck hat.
  11. Im Internet ist noch vor Bekanntwerden der Strache-Videos ein geheimnisvoller „Journalist“ aufgetaucht, der die Intrige gleich weiterspinnt und behauptet, von der ÖVP informiert worden zu sein, dass sie schon Aufträge für Wahlen vergeben habe. Das soll die ÖVP ausgerechnet diesem völlig unbekannten Journalisten erzählt haben! Viel wahrscheinlicher ist, dass ihn das Silberstein-Team losgeschickt hat.
  12. Und schließlich hat die SPÖ auch charakterlich die weitaus schmutzigste Geschichte aller österreichischen Parteien. Man denke neben den Silberstein-Aktionen etwa an den verlogenen Vranitzky-Brief an die Pensionisten oder daran, wie die SPÖ 1985/86 alle miesen Tricks eingesetzt hat, um Kurt Waldheim mit internationaler Denunziation zum Kriegsverbrecher zu machen und seine Wahl zum Bundespräsidenten zu verhindern.

Aber einen großen Erfolg hat die SPÖ mit der nunmehrigen Aktion dennoch erzielt: H.C.Strache ist als Tölpel entlarvt. Und das kann er nicht mehr loswerden, selbst wenn der erste juristische Eindruck stimmen sollte, dass Strache nicht wirklich ein Gesetz verletzt hat. Aber in der Politik ist auch Dummheit eine entscheidende Kategorie.

Es wird ihm auch nichts helfen, dass es durchaus Präzedenzfälle gibt, wo Parteiobmänner die Entgegennahme einer illegalen Spende überlebt haben (Strache hat ja offenbar nichts entgegengenommen). Das war etwa einst bei Alois Mock der Fall. Auch bei der CDU-Affäre von Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble blieb manches im Dunkeln. Und die europäische Linke versucht seit Jahr und Tag der AfD- und der Le-Pen-Partei unkorrekte Finanzierungen nachzuweisen. Es hat ja auch die SPÖ nie erklären können, wie es ihr unter Gusenbauer gelungen war, die schwere Verschuldung über Nacht loszuwerden (das die kleinen Mitglieder alles aufgebracht hätten, hat ja nicht einmal der „Standard“ geglaubt).

Aber die Menschen wissen, dass im Bereich Parteifinanzierungen immer manches im Dunkeln bleibt und nehmen das daher gar nicht so dramatisch.

Das nunmehrige Megaproblem für Strache ist auch nicht sein Gerede über offenbar letztlich nicht geflossene Parteispenden. Sein Problem ist seine total unakzeptable Dummheit, die Art, wie er bei dem Zusammentreffen mit der angeblich spendenwilligen, ihm aber bisher unbekannten Russin gesprochen hat:

  • Der FPÖ-Chef und sein Adlatus Gudenus sind gleich sechs Stunden im Hause der ihnen bis dahin unbekannten extrem attraktiven Frau geblieben.
  • Das lässt auch stark die Annahme zu, dass Böhmermann mit seinen stänkernden Andeutungen auch noch in jenem einzigen Punkt Recht hatte, der (noch?) nicht durch das Video bewiesen worden ist, nämlich den Kokain-Konsum.
  • Die Offenheit, mit der sie über unzählige Details der österreichischen Politik gesprochen haben, macht Strache und Gudenus zu einem lebenden Sicherheitsrisiko.
  • Genauso schlimm ist, dass Strache der angeblichen Oligarchin Staatsaufträge in Aussicht gestellt hat. Dass er angedroht hat, dass dafür der Strabag-Konzern keine Staatsaufträge mehr bekomme. Das bleibt – bei allem Ärger über die linken Methoden – ein unerträglicher Skandal und geplante Mega-Korruption.
  • Ein ganz übles Charakterbild von Strache zeigt auch jene Passage, wo er davon spricht, dass man kompromittierende Details aus dem Privatleben politischer Gegner suche, die man über das Ausland lancieren könnte. Dann würde niemand wissen, dass eigentlich die FPÖ dahinterstecke. Vielmehr würden sich Sozialdemokratien und Konservative gegenseitig verdächtigen.
  • Das zeigt nicht nur mieses Denken, sondern damit stellt sich Strache auch exakt auf die gleiche Ebene wie die schon vor zwei Jahren aufgedeckten Silberstein-Methoden der SPÖ.
  • Geradezu himmelschreiend ist auch, einer offensichtlich bis dahin unbekannten Fremden vier konkrete österreichische Unternehmer als angebliche geheime Finanziers der FPÖ namentlich zu nennen (Gaston Glock, Rene Benko, Novomatic, Heidi Horten).
  • In die gleiche Kategorie gehört auch die Enthüllung (es dürfte keine substanzlose Enthüllung Straches sein), dass Parteispenden an einen gemeinnützigen Verein fließen, damit sie nicht vom Rechnungshof kontrolliert werden.
  • Fast ebenso schlimm ist die Aufforderung, sich irgendwie an der Kronenzeitung zu beteiligen, damit diese besser über Strache schreibt (die damals ja noch komplett im von der Gemeinde Wien finanzierten SPÖ-Fahrwasser gefahren ist).
  • Nach dem, wie Strache über einzelne Kronenzeitungs-Journalisten gesprochen hat, wird in dieser Zeitung kaum noch jemals ein Journalist bereit sein, so relativ positiv über die FPÖ zu schreiben, wie sie das zuletzt getan hat. Noch dazu wenn er einen davon positiv genannt hat.
  • Es ist auch politisch selbstmörderisch, dass Strache gegenüber einer Ausländerin Sätze sagt wie „Journalisten sind sowieso die größten Huren auf dem Planeten“.

Wenn Strache halbwegs bei Sinnen ist, sucht er jetzt einen raschen ehrenvollen Abgang. Sonst würde er einen fremdbestimmten politischen Tod erleben.

Auch in der FPÖ müsste ihm das jeder ehrliche Parteifreund dringend raten. Immerhin hat die Partei drei Politiker, die durchaus einer Parteiführung und dem Vizekanzleramt gewachsen sind. Das sind die Herren Kickl, Hofer und Heimbuchner.

Genauso dringend wäre der Abgang des Herrn Gudenus. Denn dieser ist zweifellos überhaupt der Schlüsselmann gewesen, der Strache zu diesem Treffen gebracht hat. Er hat dabei auch alles übersetzt, weil die Russin angeblich nicht deutsch kann. Er wäre deshalb auch der erste gewesen, der die Echtheit der angeblichen spendenwilligen Dame zu bewerten gehabt hätte.

Freilich: Gudenus hat sich immer wieder als extrem anfällig für langbeinige slawische Blondinen gezeigt. Und er war vor allem der Mann, der seit Jahren die FPÖ immer wieder in peinliche, überflüssige und schädliche Nähe zum Putin-Imperium gebracht hat. Da konnte sich ein Agent durchaus ausrechnen, wo man am besten ansetzt.

Sollten Strache und die FPÖ jedoch auf Hart und auf Durchhalten setzen, dann sind wohl Neuwahlen unvermeidlich. Dabei hat zwar die ÖVP ganz gute Chancen. Nur hat auch sie danach kaum mehr Chancen, eine arbeitsfähige Koalition zu finden. Denn dann kann sie nicht mehr mit einer Strache-FPÖ weitermachen. Sie kann aber genauso wenig eine Koalition mit den Sozialdemokraten eingehen, die nun endgültig als Rekordmeister in Sachen Dreck dastehen.

Und ob sich eine österreichische Jamaika-Koalition mit Linksliberal und Grün ausgeht und vor allem einen Sinn hat, ist mehr als offen. Das hat schon in Deutschland nicht geklappt. Und dazu fehlt vor allem bei den Neos der Parteigründer Matthias Strolz.

Link: SPÖ und Strache: Dumm und widerlich

 

Auf https://www.andreas-unterberger.at/spannend finden Sie täglich meist mehrere kurz erläuterte Hinweise (samt Links) zu interessanten und lesenswerten Texten in anderen Medien.

 

Kommentar dazu

von Erasmus Konsul

  1. Vielen Dank für die Analyse! Unterberger hat wohl recht hinsichtlich Straches Dummheit. Als Spitzenpolitiker muss er sich mehr im Griff haben. Und ein solcher war er auch schon vor zwei Jahren als Parteiführer, allerdings noch nicht Vizekanzler.Trotzdem ist es ein Skandal! Aber nur ein Teil des Skandals, der ja eigentlich mit dem Rücktritt konsumiert worden wäre!
  2. Die “andere Seite” ist aber, dass nach meinem Verständnis – so sagen es auch Zeitungen wie “Presse” und “NZZ” – Strache/Gudenus mittels eines langfristig aufgebauten Kompromats gezielt eine Falle gestellt wurde. Für die beteiligte Dame musste eine Legende aufgebaut werden, anscheinend ein mehrere Monate dauernder Kontakt mit Gudenus unterhalten und dann ein entsprechender Treffpunkt zur richtigen Zeit präpariert und operativ betreut werden. An dem Projekt muss eine Ganze Gruppe von Leuten gearbeitet haben, einschließlich technischer Überwachung der Kommunikation und des Bewegungsprofils der Zielpersonen sowie deren Sozialverhaltens. Da bieten m.E. sowohl Unterberger als auch beispielsweise die NZZ  – dies dürfte aber auch ähnlich in anderen Zeitungen zu finden sein, nur etwas “komisch”anmutende Tätervarianten (die SPÖ mit ihrem ehemaligen Wahlhelfer Silberstein/ den Komiker Böhmermann) an, eher die übliche innenpolitische „Hausmannskost“. Es dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit um eine Geheimdienstaktion gehandelt haben und das ist der erste Teil der anderen Seite des Skandals.
  3. Cui bono (die Analyse, die Unterberger vermutlich in eigenem Interesse nur teilweise macht): Das gibt es m. E. nach drei “Interessenlagen”:

= Befürchtungen zur Außenpolitik Österreichs: Der “Westen”, also die USA/Israel und ihre Epigonen wie Großbritannien oder Deutschland, nicht auszuschließen auch weitere betroffene, aber weniger wahrscheinlich, als “Interessenten”. Die Begründung für diese “Atlantiker”: Naheverhältnis der FPÖ zu Russland, Gerüchte über Ersetzen der parteilosen Außenministerin durch den Parteimann (und jetzigen neuen Vorsitzenden) Hofer und ggf. nicht linientreues Abstimmungsverhalten Österreichs bei Verlängerung bestehender oder Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland, Iran u.a., Erschwerung der Geheimdienstzusammenarbeit mit dem österreichischen Verfassungsschutz durch die FPÖ (ist der wirklich so wichtig?).

= Innenpolitische Präzedenzwirkung für Deutschland: Der Westen und insbesondere Deutschland als “Interessent”: Die türkisblaue Koalition als trotz aller Querelen funktionierendes Projekt rechts-bürgerlicher Zusammenarbeit und damit auch Vorbildfunktion für den großen deutschsprachigen Bruder. Kurz als Fernsehstar 2015 und Folgejahren, als Wahlkampfhelfer der CSU-Widerständler gegen Merkel (vor der Zersöderung der Partei!), vielleicht sogar persönliche Animositäten der sozialdemokratisierten CDU gegen Kurz als Promotor dieser rechtsbürgerlichen Orientierung. Demnach wäre die Hauptstoßrichtung des Kompromats eigentlich Kurz, aber natürlich auch die Schwächung und Diffamierung der Rechten wie der FPÖ. Dass SPD/SPÖ und andere in diesem Geleitzug mitschwimmen versteht sich von selbst, da sie letztlich einen linksbürgerlichen Koalitionspartner brauchen. Österreich ist hier als deutschsprachiges Land für Berlin ein “ernsterer Fall” als etwa das sprachlich  isolierte Ungarn oder die als notorische wirtschaftliche “Kostgänger” verschrieenen Italiener!

= Abschreckungswirkung:  Keiner der genannten Interessentengruppen im Westen ist an einer außenpolitischen Debatte in Europa, vor allem nicht in Deutschland interessiert. Die außenpolitische Anästhesierung Deutschlands ist geradezu Voraussetzung für seine Anbindung an Amerika. Die nationalkonservative Orientierung an Interessenlagen rührt an den Fundamenten des Auschließlichkeitsanspruchs der westlichen Moderne und damit auch der Führung durch die USA. Deshalb müssen Parteien dieser Art entweder aus dem “Bogen der politischen Korrektheit” ausgeschlossen oder zur Verhaltensänderung gezwungen werden. Anders dürfen sie nicht an die Macht kommen. Die FPÖ ist hier ein Präzedenzfall für Leute wie Salvini, Le Pen oder auch Meuthen. Die gerade in Mailand versammelte europäische Rechte wird wohl jetzt in Gedanken die letzten Jahre durchgegangen sein und sich fragen, was eventuell bei ihnen aufgezeichnet worden ist. Der Einsatz wird erhöht! Dies auch vor dem Hintergrund der verstärkten politischen politischen Risikoaffinität der Trump-Regeierung! Der Block der Gerechten muss geschlossen bleiben.

  1. Das ist der zweite Teil der “anderen Seite des Skandals”: Das Kompromat stammt vermutlich von – oder ist in Zusammenarbeit mit einem westlichen Geheimdienst vorbereitet worden. Russland dürfte gemäß der cui bono – Analyse daran kaum beteiligt gewesen sein, selbst die NZZ konzediert dies, die ansonsten bereit ist, den Russen alles denkbare vorzuwerfen. Im Gegensatz zu dem Maßnahmen gegen “Schwarz-Blau” (ÖVP/FPÖ-Koalition unter BK Schüssel) in 2000 (Verhängung von Sanktionen der EU) hat man diesmal gar keine Berufung auf “universelle oder europäische Werte” mehr versucht, man geht einfach und letztlich mit Anwendung von Zwangsmitteln vor. Venezuela lässt grüßen, aber vielleicht auch schon Syrien u.a.: Der “Westen” ist kraft seiner “überlegenen Zivilisation” berechtigt, zu bestimmen, wer wo regieren darf und sei es auch – bei Abweichlern – in den eigenen Reihen! Und da wird eine funktionierende Regierung mit Geheimdienstmitteln aus dem Amt geschossen! Diesen Skandal darf aber der systemtreue Journalismus nicht wirklich zugeben und präsentiert deshalb auch mögliche  Ersatzleute als Schuldige (neben – zugegebenermaßen – Hinweisen auf geheimdienstliche Verwicklungen, die aber eher journalistisch zweitrangig hinter dem Skandalon Strache behandelt werden) !
  2. Wie geht es weiter: Kurz hätte trotzdem weiterregieren können, ist aber vermutlich äußerem und innerem Druck gewichen. Der Skandal wurde also fortgesetzt. Der u.a. Autor Unterberger hat in einem Vortrag nach dieser Entscheidung bezweifelt, dass Kurz sich damit einen Gefallen getan hat. Er werde vielleicht zwei bis drei Punkte dazu gewinnen. Dies dürfte m.E. vermutlich nicht zu einer Koalition jenseits von SPÖ oder FPÖ langen: Die drei großen Parteien ÖVP, SPÖ und FPÖ vereinigen über 80% der Wähler auf sich (2017), oder es wird zumindest knapp. Vor allem, wenn Kurz dann wieder in eine starke Konfrontation mit der FPÖ gehen muss. Deshalb steht m.E. auch bereits der Fortbestand der Ära Kurz auf dem Prüfstand. Denn einiges spricht für die Rückkehr zum “immerwährenden status quo” der österreichischen Politik, der großen Koalition! Und für dieses mutige Unterfangen werden sich schon ein paar erfahrene Artisten der Schwarz-Roten-Zunft aus der jetzigen zweiten Reihe der ÖVP zu Wort melden. Aber ich lasse mich wie immer gern eines anderen belehren…

weitere Kommentare aus dem Blog von Andreas Unterberger

  • „Das Volk liebt den Verrat, nicht den Verräter“ – man kann nur hoffen, daß das Volk bei der kommenden Wahl sich in diesem Sinne äußert und jetzt erst recht VILIMSKY die Stimme gibt, während es den Verräter, nämlich „SILBERSTEINS SPÖ“ ächtet!

 

  • pressburger
  • 18. Mai 2019 18:10Strache ist nur ein Bauernopfer. Das eigentliche Ziel sind die konservativen Rechtsparteien, die das Machtmonopol der Linken aktuell gefährden.
    Das Drehbuch für diese Aktion ist bereits vom KGB oder MfS geschrieben, und wiederholt realisiert worden. Reine Routine Angelegenheit.
    Mit anderen Darstellern, aber mit dem gleichen Ziel. Vernichtung des Klassenfeindes. Mit allen Mitteln.
    Die ganze Aktion trägt die Handschrift des MfS. Nicht die Durchführung selbst, Technik, Mikrophone, Wanzen, Kameras, Prostituierte, Alkohol. Sondern der Umgang mit den gewonnenen Daten.
    Die Auftraggeber waren die einheimischen Sozis. Kontakte zum willigen, ideologisch gleich ausgerichteten Geheimdienst. Möglich der BND, evtl. eine Seilschaft aus dem
    MfS, innerhalb des BND.
    Die Daten wurden vor den Wahlen in Österreich gewonnen. Frage, warum wurden sie nicht im Wahlkampf gegen die FPÖ eingesetzt ? Wäre im Interesse der SPÖ gewesen. Warum nicht ? Wahrscheinlich unterschiedliche Lagebeurteilung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Der Auftraggeber wollte einen kurzfristigen Vorteil. Der Auftragnehmer plante einen langfristigen Erfolg.
    Voll erreicht. Die Diskreditierung Straches, der FPÖ, trifft im negativen Sinne, auch das Image der anderen konservativen Parteien im EU Wahlkampf.
    Zwei Fakten sprechen dafür, dass dieses Vorgehen von einen Geheimdienst durchgeführt wurde. Die Langfristige Planung und der richtige Zeitpunkt des Zuschlagens. Voll in tschekistischer Tradition.
    Straches Persönlichkeit wurde vor dem Treffen beurteilt. Das Ergebnis: Einfaltspinsel. Für die geplante Aktion der Richtige.
    Die Sozis haben bei der Erteilung ihres Auftrags, die Zustimmung und die Unterstützung des Dienstherrn, des Beauftragten gehabt.
    Wer profitiert ? Kurz, sowie alle seine linken EU Kumpane.

Anhang:

Die hübsche junge Blondine, mit der Strache auf dem Ibiza-Video redet, sei keine Russin sondern eine Lettin, sagt der staatsnahe russische Sender Vesti. Die englisch untertitelte Sendung zeigt auf, dass Österreich hier von ausländischen Geheimdiensten konditioniert werden dürfte. Besonders herrisch gebärden sich dabei deutsche Meinungsbildner und Politiiker.

https://www.youtube.com/watch?v=aYuhSIKWp20
YouTube9:08
German Media Launches Sting Op! Right-Wing Austrian Politician Snared in “Russian” Honey Pot!
Weitere links:

Recht bleibt Recht, auch wenn es die Falschen verkünden

von Isabella Klais

Es scheint, daß an der Austro-Gate-Geschichte um das Komplott gegen Heinz-Christian-Strache (FPÖ) überseeische Geheimdienste nicht unbeteiligt waren. Vieles erinnert auch an die seinerzeitige Demontage Kurt Waldheims, die auf schmutzige Machenschaften der SPÖ zurückging.

Das sollte aber nicht dazu verleiten, von den Verfehlungen Straches abzulenken. Schließlich war das Ganze nur mit seiner Beteiligung möglich. Er ist nicht nur Opfer, sondern auch Täter – noch dazu ein erbärmlich dämlicher.

Angetreten als Vertreter des rechten Weges, propagierte er heimlich dieselben krummen Touren, der sich die Verräter des Volkes bedienen. Bisweilen heiligt zwar der Zweck vorübergehend die Mittel, wenn der Gegner einem keine andere Wahl läßt, und er anders nicht zu besiegen ist. Gegen einen unfair kämpfenden Gegner kann man nicht mit Fairneß obsiegen. Der Vorwurf gegen Strache besteht vielmehr in seiner persönlichen Unfähigkeit, mit der er zum Sicherheitsrisiko wurde.

Damit lud er schwere Schuld auf sich in einen Moment, als seine Partei als Hoffnungsträgerin in Europa galt. Die Eigendiskreditierung Straches strahlt unvermeidlich auf seine Partei aus, die nun unverdient in den Strudel der Ereignisse hineingezogen wird, obwohl sie für die Entgleisungen zweier Exponenten nicht verantwortlich zeichnet.

Die ÖVP zeigt mit dem sofortigen Ausstieg aus der Koalition, daß es ihr nicht inhaltlich um die Sache geht, sondern nur um ihre eigene Machtstellung. Unter Ausschluß der Person Straches wäre der Koalitionsbruch nicht zwingend gewesen. Das inhaltliche Ziel sollte immer Vorrang vor persönlichen Befindlichkeiten genießen. Doch die ÖVP handelte bisher nicht aus Überzeugung, sondern taktisch, und wurde nur durch die FPÖ auf Linie gehalten.

Die bisher von der österreichischen Koalition verfolgte Politik wird jedoch nicht falsch, weil die falschen Leute sie aus falschen Motiven betrieben haben.

Europa steht am Abgrund mit Deutschland in vorderster Linie. Nur ein drastischer und sofortiger Paradigmenwechsel hat eine Chance, dem Desaster eventuell noch Einhalt zu gebieten. Österreich befand sich damit bisher auf erfolgreichem Kurs. Die Feinde der gerechten Sache sahen sich daher veranlaßt, die Reißleine zu ziehen, denn ihnen drohten allmählich die Felle davonzuschwimmen. Das Kompromat gegen Strache war geschmiedet und auf Konserve gehalten worden, bis es jetzt als Bombe gezündet wurde zu einem Zeitpunkt, in dem es größtmöglichen Schaden anzurichten versprach.

Aus dieser Sache ergibt sich einmal mehr die Lehre, daß Veränderungen innerhalb des Systems immer nur bis zum Erreichen eines kritischen Punktes Fortschritte machen. Dann setzen die systemimmanenten Maulwürfe mit den ihnen kraft ihrer Position zur Verfügung stehenden Mitteln zur Sabotage an. Angriffsfläche bieten ihnen dabei ihre in der Opposition platzierten U-Boote oder Charakterschwächlinge und Toren vom Schlage eines Strache. Ergo müssen Veränderungen von außerhalb des Systems ansetzen.

Irren ist menschlich. Solange man sich aber noch in der Defensive befindet, ist jeder Irrtum tödlich. Daher darf die Opposition sich keine Versager in ihren Reihen leisten, wie sie anderenorts in der Politik üblich sind und dort auch nur durch die Machtstrukturen gehalten werden.

https://steemit.com/euro/@isabellaklais/die-luege-von-der-notwendigkeit-des-euro

https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastbeitrag-von-marc-friedrich-und-matthias-weik-das-maerchen-vom-reichen-land-nach-der-eu-wahl-kommt-bei-uns-das-grosse-beben_id_10683838.html?fbc=fb-shares&fbclid=IwAR3JCkWUm7UplbQ-bxyKYdy3f77X6YApP5ZDIsCeScoP4LgBovks_GExUlo

https://www.oliverjanich.de/strache-ruecktritt-ein-geheimdienstkomplott-boehmermann-wusste-bescheid

https://steemit.com/deutsch/@isabellaklais/die-neuen-10-gebote-besser-als-die-alten

Geisterbeschwörung mit Dr.jur.-theol. Absurd. Delirium ante portas.

Lauscht man den Videobotschaften von Heribert „Ayatollah“ Prantl, beschleicht den besorgten Zuhörer regelmässig ein Gänsehautgefühl. Mit geradezu exorzistischer Rhetorik beschwört ein Gespenst mit Krawatte in erlkönighaftem Ton den virtuellen Ansprechpartner aus den Redaktionsräumen der „Süddeutschen Zeitung“.

Heribert „Ayatollah“ Prantl ist leicht entflammbar. Vor allem, wenn ihm jemand das Kraut ausgeschüttet hat. Dieses Mal waren es die Wahlen in Österreich.

Das Abschneiden der AfD in Niedersachsen mag Prantl in seiner Rage noch ein wenig besänftigt haben. Die Wahlerfolge diverser Populisten bei den Wahlen am 15.10.2017 in der Alpenrepublik aber dürften von Prantl wie Dantes Inferno rezipiert worden sein.

Nach vermutlich unruhigem Schlaf ließ Prantl am Tag danach in den Redaktionsräumen der „SZ“ via Videobotschaft seine Bannstrahl-Qualitäten aufblitzen und wetterte wie der Leibhaftige nach einer Sturzgeburt. In manchen Passagen so halluzinogen, daß man sich des Eindrucks nicht immer erwehren konnte, ein Relikt aus der Voodoo-Epoche nimmt wieder Fahrt auf.

Auszüge aus Prantls krasser Videobotschaft und ungewollter freakshow:

„Die zwei führenden Parteien sind in krassem Maße populistisch, in krassem Maße fremdenfeindlich, xenophob und rassistisch.“

P.S. Prantl konnte möglicherweise nicht wissen, daß „fremdenfeindlich“ und „xenophob“ gleichbedeutend sind. Aber eine alte oberpfälzer Bauernregel besagt, daß wer mit dem Darm denkt, dem Gesagten mehr Schubkraft verleiht.

Um dann fort zu fahren (in mehrdeutiger bairischer Semantik):

„die SPÖ hat sich davon anstecken lassen. Die Wahlerfolge der Rechtsaußen Parteien, der Parteien mit profund fremdenfeindlichem Charakter, sind in Österreich in der Mehrheit. Es ist etwa so in diesem schönem Land, als ob in Deutschland die AfD die Macht übernommen hätte.“

Dann schwurbelt und poltert Prantl in quartalsdemagogischem Eifer über „Erdbeben, Erdrutsche und Lawinen.“ Vermutlich in Unkenntnis sedierender und gesundheitsfördernder Effekte von Ausnüchterungszellen.

„Die großen Parteien haben diese Fremdenfeindlichkeit mit aufgepäppelt. Sie haben die Politik der FPÖ übernommen, sie haben sich „haiderisiert„. Sie haben sich selbst vergiftet. Und nun hat sich ein ganzes Land vergiftet.

Die ÖVP, eine traditionsreiche Partei, und partiell auch die SPÖ, hat solange die Formeln der FPÖ nachgebetet, sich injiziert, diese inhaliert, bis sie selber der FPÖ immer ähnlicher geworden sind.

Das ist eine schlimme Entwicklung für ein schönes Land. …..

Es ist, das lehrt Österreich, es ist ein Fehler, Menschen aufzuhetzen. ….

Es wird schwierig sein, Österreich wieder zu enthetzen, die Hetze aus dieser Politik wieder heraus zu nehmen und das Land zu entgiften.

Man frägt sich momentan, wer soll das leisten, wer kann das Land wieder entgiften, und wie soll das gehen?

Hoffen wir für Deutschland, daß das österreichische Beispiel abschreckend ist. Daß diese CSU nicht etwa Lust verspürt, sich in eine FPÖ/ÖVP zu verwandeln. ….

Eine quasi haiderisierte CSU wäre kein Koalitionspartner in Berlin mehr.

Deutschland braucht keine Österreichisierung.“

So weit, so gut. Prantl hat Dampf abgelassen und schwarzer Rauch ist aufgestiegen. Ayatollahs Fatwa gegen die Alpenrepublik war Schmarrn vom Feinsten. Kaiserschmarrn sozusagen. Prantl, selbsternannter Kommissar für Entgiftung, brilliert einmal mehr mit haarsträubenden Phantasmagorien.

Kaiserschmarrn aus Edelfeder

Prantl, der bei linksextremen Gewalttaten durch dröhnendes Schweigen notorisch in der pole position ist, und RAF-Verbrechern wie Rolf Pohle (2004 in Athen verstorben) ziemlich irrlichternde Nachrufe klammheimlicher Bewunderung widmet, taugt wenig als Kompaß des common sense. Im Gegenteil, seine übergriffige Videobotschaft kommentierten erstaunlicherweise sogar die gewohnt linksorientierten SZ-Leser mit wenig Zustimmung – um es diplomatisch zu formulieren.

Prantl scheint Bodenhaftung und Erdung verloren zu haben. Er faselt von „injizieren, inhalieren, selbst vergiften, haiderisieren, entgiften“ wie ein aus der Zeit gefallener Junkie. Andererseits entbehrt seine Suada nicht einer unfreiwilligen Komik, wenn er als Entgiftungs-Experte schwurbelt und schwadroniert.

Sozialisiert durch Individualrechtsdogmatik, Nationalmasochismus und naiv-aggressive Buntblödelei hält sich Prantl anscheinend selbst immer noch für die Speerspitze der Avantgarde. Dass er am Ende der Fahnenstange trommelt und marschiert, die rote Laterne trägt und am Widerhaken zappelt, da bedürfte es wohl reinigender Aufenthalte in  Ausnüchterungszellen, um sich dessen gewahr zu werden.

Hört man statt Prantl einem der selben Generation angehörigen Juristen Dr. Peter Gauweiler (CSU), dann ist das im Gegensatz zu Prantl, nicht nur ein intellektueller Genuß. Im Gegensatz zum ideologischen Luftikus Prantl haben Gedanken und Aussagen von Gauweiler Format.

Anhang

Humanitärrecht vom Berg Sinai

Nur wenige Tage vor seiner Österreich-Nazifizierungs-Philippika trat Humanitärtheologe Heribert Ayatollah Prantl bei Anne Will als personifizierter Rechtsstaat auf und stauchte Markus Söder zusammen. Der merkte trocken an „Wer schreit, hat Unrecht, sagte meine Mutter immer“. Unrecht hatte Ayatollah Prantl wie so oft vor allem deshalb , weil er „Rechtsstaat“ und Humanitärstaat gleichsetzte und behauptete, letzterer komme vom Berg Sinai und dürfe nicht von gewählten Gesetzgebern wie Söder angetastet werden.

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Heribert Ayatollah Prantl     Talkshow-Platzhirsch und als „King Kong des Feuilleton“ ambivalent-durchwachsenes Renomée genießend                                                                                                  „Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand“ (Ludwig Thoma)                                                                                                                                                    Nota bene:  Eventuelle Gemeinsamkeiten mit noch lebenden Personen wären reiner Zufall

Tertullian-Prantl: „Ich hoffe weil es verrückt ist“

Der Jurist und Journalist Heribert Prantl veröffentlichte 2015 die Streitschrift „Im Namen der Menschlichkeit“. Darin prangert er Europas unmenschlische Unlust an Mittelmeer-Völkerwanderung an und fordert die Ansiedlung der einwanderungswilligen Afrikaner als Fellachen in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Landstrichen, wo moderne Landwirtschaft europäischer Art unrentabel wird. Dirk Schümer bewertet Prantls Predigt in der Springer-Welt als weltfremd und „zynisch“.  Für Prantl selbst hingegen hat das Schönreden alternativloser Untergangsszenarien Methode.  Er nennt es mit einem neuen Buchtitel „Die Kraft der Hoffnung“ und vergleicht es mit den Illusionen eines Krebspatienten.  Er selber nennt diese alternativlose Methode „verrückt“. Damit erreicht seine Humanitärtheologie bereits methodische Höhen des Kirchenvaters Tertullian, der das christliche Glaubensbekenntnis gerade wegen seiner Absurdität für glaubwürdig hielt. Aus „Credo quia absurdum“ wird „Spero quia insanum“.

Prantl gegen Karlsruher Richter: „Dr.jur. Absurd“

Ayatollah Prantl führte 2012 eine Privatfehde gegen den Bayreuther Professor Konrad Löw, den er immer wieder von seinen Leitartikeln aus grob verleumdet hatte, und verlor durch alle Instanzen. In deren Verlauf verleumdete er Bundesverfassungsrichter Masing per Schlagzeile als „Dr. jur. absurd“, beging mithin als Medien-Goliath eine unter Journalisten verpönte Richterschelte und das aus purer Uneinsichtigkeit. Ein besonderer Dorn im Auge war Prantl, dass die Karlsruher Richter die Meinungsfreiheit verteidigten, die SZ und andere mithilfe einer Diffamierungsspirale gegen Löw einzuschränken versucht hatten. Das gleiche konnte man bei der SZ später immer wieder beobachten. Zuletzt nutzte die SZ immer wieder offensichtlich vorsätzliche Diffamierung von Akif Pirinçci, um Ausgrenzungskampagnen gegen alles, was mit Akif Pirinçci zu tun hat, zu fahren, wozu auch der Versuch der Vertreibung von Verlagen von der Frankfurter Buchmesse gehört, den die SZ ebenfalls bis zuletzt uneinsichtig befeuerte.

Autoritäre Menschenrechtler bilden Autoritären Humanitärstaat

Zwischendurch erregte Ayatollah Prantl mit Reportagen aus der privaten Küche des Verfassungsrichtspräsidenten Andreas Voßkuhle Aufsehen. Voßkuhle sah sich gezwungen klar zu stellten, dass er mit Prantl keinen privaten Umgang pflege und diesem nie Einblicke in seine Küche gewährt hatte. Denn genau um die Vorspiegelung besonderer Intimität mit Verfassungsrichtern, als deren verhinderter Kollege Prantl sich selbst sieht, war es Prantl offensichtlich gegangen. Aus der gleichen Einbildung heraus betreibt Prantl auch immer wieder Richterschelte oder zumindest übergriffige Urteilskritik, welche fast immer zu große Toleranz gegen „Rechts“ anprangert.
Ayatollah Prantl glaubt offenbar, er wäre nur deshalb kein autoritärer Charakter, weil die von ihm herrisch-aggressiv vertretenen unverhandelbaren höchstrichterlichen Normen und Schriften etwas mit Rechten des Individuums zu tun haben. Da liegt eine Verwechslung vor. Es ist genau umgekehrt: der Diedrich Weßling (Untertan) jeder Epoche reitet die in jener Epoche herrschenden Prinzipien tot, und auch mit „Menschenrechten“ lässt sich die Demokratie vortrefflich aushebeln.

Standleitung in die Klapsmühle

Wenn es um die Verbreitung von skandalerzeugenden Falschmeldungen geht, mit deren Hilfe man Donald J. Trump nazifizieren kann, verhalten sich zahlreiche JournalistInnen ähnlich wie der Alpen-Ayatollah, und die Verbindung ins ARD-Studio mutiert zur Standleitung in die Klapsmühle.
Genau das gleiche geschah zuletzt anlässlich der Frankfurter Buchmesse. Bei den antivölkischen Sturmgeschützen verlassen eine LeitstürmerIn nach der anderen alle guten Geister.  Man vergleiche auch Fälle wie Ulrike Guérot, Eske Wollrad, Bim Adewunmi, Munroe Bergdorf, Hengameh Yaghoobifarah, Sonja Zekri, Eva Reisinger, VerfassungsrichtX Susanne Baer, Popper-Hipster Till Eckert, Bundesmenschenrechtlerin Beate Rudolf und viele weitere Quotilden, VaginalwissenschaftlerInnen und naiv-aggressive EgalitärfrömmlerInnen, deren Individualbefindlichkeits-Welten sich gerade unter lautem Geheul gegen die komplexere Welt der kollektiven Interessen aufbäumen, wobei hauptsächlich die AfD als Schnullerräuber wahrgenommen wird.
Prantls Reden von der „Verrücktheit“ seiner „Hoffnung“, an der es um der „Menschlichkeit“ willen um jeden Preis fest zu halten gelte, haben nichts mit Selbsterkenntnis zu tun. Solange die Steuerkartoffel den Preis dafür weiter zahlt, verteidigt Prantl seine Komfortzone der „Menschlichkeit“ weiterhin mit Zähnen und Klauen. Wer die eigene Komfortzone zu einem unverhandelbaren Menschheitswert erklärt, rechtfertigt natürlich jede „Verrücktheit“.   Eine regressivere Haltung als die des Humanitär-Ayatollahs ist kaum denkbar.  Die Humanitärstaat in seinem Lauf hält weder Blog noch Facebook auf, aber bevor er Endstation Klapsmühle erreicht, pflegen ihm  die Geldquellen zu versiegen.   Die SZ-Leserschaft schrumpfte im letzten Jahr nur um 1,5%.  Im Namen der Menschlichkeit sollte da noch was gehen.


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Um Niedergang aufzuhalten: Österreichs Sozis fressen Kreide

HC Strache von der FPÖ überreicht dem SPÖ-Kanzler Christian Kern ein Geschenk, es sind Bücher aus der Ideenschmiede der freiheitlichen Partei. Dieser verspricht diese zu lesen, und der Kanzler revanchiert sich beim  Chef der freiheitlichen Partei FPÖ HC Strache mit einer Candle-light-Dinner Einladung ins Restaurant für ihn und seine Frau.  So geschehen im TV-Duell:

Undenkbar in der BRD, wo die Vereinigte Bunt-Fraktion unter Federführung der SPD Wirte unter Druck setzt, doch solche Leute nicht zu bedienen. Auch in einer TV-Mitteilung verbreitet  Kern das Gegenteil vom dem, was die Sozis in Deutschland mit ihrer Hass-Hetze gegen die AFD verbreiten.  Um Niedergang aufzuhalten: Österreichs Sozis fressen Kreide weiterlesen

Bundespräsidentenwahl: Bessere Karten für Norbert Hofer

Wenn in Österreich bei der kommenden Wahl (4. Dezember) alles mit rechten Dingen zugeht und die Meinungsumfragen ausnahmsweise einmal richtig liegen, dürfte Norbert Hofer sich gegenüber den grüngefärbten Alexander Van der Bellen durchsetzen. So liegt der freiheitliche Kandidat Norbert Hofer in fast allen Umfragen mit 2-6 % vor Alexander van der Bellen. Die letzte von „Gallup Österreich“ vom 17.11.2016 bescheinigt Norbert Hofer 52%, während Van der Bellen bei 48% taxiert. Bundespräsidentenwahl: Bessere Karten für Norbert Hofer weiterlesen

Schock für Bunt: FPÖ in Wien bei 40%

Metropolen in Europa sind meistens noch von der Vereinigten Bunten regiert. Doch das kann sich offenbar ändern. In Wien beispielsweise kommt die SPÖ laut Umfrage nur noch auf 27%. Und die christdemokratische ÖVP kommt mit 7% gerade noch über die 5%-Hürde und landet noch hinter den Liberalen, die bei 8% liegen. Die Grünen liegen bei 15%. Die FPÖ alleine liegt bei 40%. Auf  Facebook wird bereits diskutiert:

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