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Entwürdigende Menschenwürde, Entrechtende Menschenrechte: Weg mit Art. 1(2) GG!

Wer seine Mitbürger verpflichten will, allen Menschen der Erde eine unveränderliche, verhaltensunabhängige gleiche Würde zu garantieren, nimmt ihnen ihre wahre Würde.
Die wirkliche Würde des Menschen geht, wie Viktor Frankl in seinen Erinnerungen an Auschwitz klar macht, auch unter den entwürdigensten Bedingungen nicht verloren.
Andererseits können Menschen ihre Würde auch unter paradiesischen Bedingungen durch eigene Entscheidungen verlieren.
Die Würde ist ein Gut, das im Laufe des Lebens aufgrund des eigenen Lebenswandels wächst oder schrumpft, und dies hängt mit der Selbstbeherrschung und Verlässlichkeit des Menschen im Verhältnis zu Mitmenschen und Gesellschaftsvertrag zusammen. Wer gewisse rote Linien überschritten hat, wird irgendwann sogar zu einem unsozialisierbaren Raubtier, also gewissermaßen zu einer anderen Art. Der Mensch bewegt sich als Evolutionsprodukt in einem Kontinuum zwischen Schubser-Primat und Gott („Homo Deus“ nach Yuval Hariri, „Übermensch“ nach Nietzsche). Wir können nicht einmal ausschließen, dass jemand von Geburt mit weniger Menschenwürde ausgestattet ist. Wir können uns lediglich von einer Würde-Vermutung ausgehen und auf jedwede instrumentelle Entwürdigung verzichten.
Das bundesdeutsche Grundgesetz sprang 1949 von einem Extrem ins andere: von einem Staat, der vielen Menschen aufgrund ihrer unveränderlichen Merkmale die Würde ganz absprach, zu einem Staat, der der ganzen Menschheit eine unveränderliche Einheitswürde zuspricht und damit die Differenzierungen die dem Leben seine Würde geben, unterdrückt. Entwürdigende Menschenwürde, Entrechtende Menschenrechte: Weg mit Art. 1(2) GG! weiterlesen