Schlagwort-Archive: Pogromlust

Hymne der Bunten Republik

Die mit bunten Preisen gekrönte Rap-Combo „Fettes Brot“ zeigt klare Kante für die Menschenwürde und gegen Etabliertenvorrechte derer, die hier schon länger leben.
Im Stück „Du driftest nach rechts“ rappen die hippen Hip-Hopper ganz im Sinne der gruppenbezogenen Menschenfreundlichkeit, derer sich standardmäßig pogromlustige SPD-Oberbürgermeister befleißigen, wenn sie ihre Rathäuser abdunkeln und rechtswidrig gegen Rechts kämpfen.
„Refugees Welcome, Nazis raus.“ Und zwar Refugees im aller weitestens denkbaren Sinne und „Nazis“ im aller weitesten denkbaren Sinne.
„Versteht doch, wir sind München, wir brauchen Euch nicht“ (OB Dieter Reiter zu PEGIDA).
Damit das auch ganz unmissverständlich rüberkommt, ist der Nazi im Text die eigene in die Jahre gekommene Freundin oder Ehefrau.
Die Geliebte hat sich sehr zum Mißfallen ihres Freundes seit ihrer Jugend politisch weiterentwickelt. Deshalb gilt, es sie zu verstoßen.
Der Text geht hier noch ein Stück weiter als zahlreiche Artikel in feministischen Mädchenzeitschriften wie Missy-Magazin, Neos, Bento etc, bei denen es stets die junge hübsche Missy ist, die ihrem Freund den Laufpass gibt, sobald sie merkt, dass dieser irgendwie ansatzweise patriotisch und somit männnlich-strukturiert („patriarchalisch“) denkt.
Im Gegensatz dazu lässt sich der konsequente zivilcouragiert-feministische Mann von Welt lässt sich das Lilyfee-Fee-Paradies seiner Jugend nicht nehmen.

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Frankfurter Grüne verteidigt buntes Stammesrevier


Grünen-Politikerin Daniela Cappelluti erklärt Alexander Gauland im „internationalen“ Frankfurt auf einem Fest des Fußballvereins Eintracht Frankfurt zu Persona Non Grata und erhält dafür Applaus von Breitem Bündnis einschließlich CDU. „Den habe ich erfolgreich aus der Altstadt vertrieben, dieser Arsch darf heute nicht dabei sein“, triumphierte sie danach unter tosendem Applaus.

Normalerweise ist derartiges Kernkompetenz der Spitzel, Pöbler und Denunzianten (SPD), aber zwischen die Parteien des Breiten Bündisses (Vereinigte Bunte) passt hinsichtlich ihrer rohen Pogromlust kaum ein Blatt. Immerhin fand ein Sprecher der Frankfurter Grünen gegenüber Cappelluti vorsichtige Worte der Distanzierung. Cappelluti selbst löschte ihren Facebook-Beitrag, in dem sie zunächst stolz von ihrer Leistung berichtet hatte.
Wolfgang Hübner berichtet noch mehr aus Frankfurt.

Saat der Bürgerkriegs-Reaktivierung von 1968

In Berlin drohen militante Bunte, die Stadt zu „zerstören“, falls die AfD dort übermorgen „aufmarschieren“ darf. Nicht nur Berlin schrumpft Hirn.
In Genua, der Hauptstadt des roten Ligurien, aus dem Cappelluti dem Namen nach stammen könnte, begann 1960 das Vorspiel der 1968er Bewegung in Form einer Kampagne zur gewaltsamen Verhinderung von Auftritten von Politikern, die personell und kulturell in der Nachfolge des Faschismus verortet wurden, wenngleich ihr Programm ein anderes war. Zweck der Übung war die Pflege der im Bürgerkrieg vor 1945 gebildeten politischen Stammesidentitäten. Auch in Berlin ging es wenige Jahre später darum, sich über die bloße Anwesenheit von Politikern des In- und Auslands zu empören, die man irgendwie dem Faschismus zuordnete. Die Kommunistische Partei Italiens, die unter ähnlichem Druck stand, profilierte sich als buchstabengetreue Verfechterin der linksutopistisch angehauchten Nachkriegsverfassung. Humanitärfrömmelei wurde als Waffe gepflegt, und Antifaschismus ermöglichte die bequeme eigenmächtige Ausrufung des Ausnahmezustands. Im Ergebnis errang die linke Bürgerkriegspartei in den 1960er Jahren eine kulturelle Hegemonie, die erst heute wieder wackelt. 50 Jahren nach dem Kulturbruch hängen viele unserer Probleme damit zusammen, dass man damals nationalstaatliche Normalität erfolgreich ausgrenzte. Während man das Eigene gerne publikumswirksam austrieb, schrieb man 1967 mit dem Nichtzurückweisungsprinzip die bedingungslose Aufnahme des Fremden vor. Daniela Cappelluti erinnert uns pünktlich zum Jubiläum daran, welche Weichenstellungen es heute zu korrigieren gilt.