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Kardinal Höffner: Vaterlandsliebe hat mit Gott zu tun, ist sittliche Verpflichtung

Der verstorbene Erzbischof von Köln, Josef Kardinal Höffner erklärte in einer Grußbotschaft an katholische Studentenvereinigungen am 2. November 1983:

„Der Christ hat kein gebrochenes Verhältnis zu seinem Volk und Vaterland […] Bei uns ist seit der Katastrophe des 2. Weltkriegs und seit dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus die Liebe zum Vaterland in Verruf geraten.
Der Patriotismus wurde schändlich missbraucht. Deshalb ist es fast verpönt, überhaupt noch vom Vaterland zu sprechen. An die Stelle der Vaterlandsliebe trat die Vaterlands-Schelte.
Mir scheint, dass die Zeit gekommen ist, sich auch bei uns wieder auf die christliche Botschaft zum Verhältnis des Menschen zum Volk, zum Vaterland und zum Staat zu besinnen. Nach christlichem Verständnis gründet die Liebe zum Vaterland in der ehrfürchtigen Zuneigung jenen gegenüber, denen wir unseren Ursprung verdanken:
Gott, unseren Eltern und dem Land unserer Väter, wo unsere Wiege stand. Der christliche Patriotismus ist kein bloßes Gefühl, erst recht kein überzogener Nationalismus, sondern eine lebendige Anteilnahme am Wohl und Wehe unseres Volkes. Vaterlandsliebe ist mehr als Treue und Gehorsam; sie hat etwas mit Gott zu tun und sie wird sich als eine sittliche Verpflichtung vor allem in Zeiten der Not bewähren.“

Die Idee von der Überwindung der Nationen gibt es auch seit der Antike, aber sie hat sich erst in jüngster Zeit der katholischen Kirche bemächtigt. Früher waren Gedanken, wie etwa Reinhard Kardinal Marx sie gerade im Rahmen einer medialen Hetzjagd  gegen Horst Seehofer äußert, das Kennzeichen von gnostischer oder freimaurerischer Ketzerei und wurden oft mit dem Antichrist in Verbindung gebracht. Nach der Logik von Marx gibt es in osteuropäischen Ländern wie Polen keine Katholiken. Der Begriff „Nationalkatholizismus“ dürfte dem Müchner Zeitgeistlichen völlig unverständlich sein.
Bei der Römisch-Katholischen Kirche kann man eventuell einen Strategiewechsel unterstellen. Wenn man davon ausgeht, dass es sich bei ihr wie bei anderen Organisationen um einen Memoplex handelt, d.h. ein System, das ähnlich wie ein genetisches System vor allem sich selbst ausbreitet und zu diesem Zweck Ideologie produziert, und dass in Afrika das katholische Christentum eine lebendigere Kraft ist als in Europa, dann ergibt es Sinn, die Ausbreitung der Afrikaner zu fördern. Auch die Ausbreitung von Elend ist in diesem Sinne durchaus zielführend, denn verelendete Massen sind für die Kleriker eine bessere Klientel als heutige Wohlstandsbürger. Somit könnte man vermuten, dass eine unsichtbare Hand die von einem Südamerikaner geführte Kirche zur Unterstützung der Völkerwanderung führt.
Aber wie sollen wir uns erklären, dass die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) sich ebenfalls auf dem gleichen Terrain noch stärker engagiert? In diesen Tagen wird berichtet, die EKD wolle mit eigenen „Rettungsschiffen“ im Mittelmeer aktiv werden. Die EKD ist auch schon selber vor den Straßburger Menschenrechtsgerichtshof gezogen, um die letzten Verteidigungslinien südeuropäischer Länder zu zerschießen und diese dazu zu zwingen, sich überrennen zu lassen. Es mag sein,dass kirchliche Organisationen ein sich an den überbordenden karitativen Aufgaben, die sich aus der Aufnahme der „Verdammten der Erde“ (Fanon) ergeben. Denkbar ist auch, dass sie unter den Ankömmlingen ein paar Schäfchen gewinnen. Aber insgesamt ist Luthers Kirche stärker als die RKK vom Fortbestand der Nation abhängig. Die EKD kämpft offensichtlich um einer infantilen Komfortzone willen nicht nur gegen ihren Träger sondern auch gegen sich selbst.





Bunt-Liedermacher Konstantin Wecker nervt unerträgliche Fahnenschwenkerei

versager sind bunt; bevormundend, humorlos, mediengläubig, von gestern; Bayern ist frei
Wir wiederholen gern, womit Bunte selbst werben. Liedzeile von Konstantin Wecker in seinem Lied „An meine Kinder“:  „Ich habe ein großes Herz für Träumer und Versager“

Konstantin Wecker, der gern beim breiten Bunten Bündnis „München ist bunt“ aber auch auf Parteitagen der Linken auftritt, lehnt wohl die Symboliken „schwarz-rot-gold“  unseres demokratischen Rechtsstaates  ab.  Im AZ-Interview (Druckausgabe) jedenfalls gibt er am 10.07.2018 auf Seite 19 zu Protokoll:  Bunt-Liedermacher Konstantin Wecker nervt unerträgliche Fahnenschwenkerei weiterlesen