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Fridays for future läuft sich tot

„Der Frosch im Brunnen weiß nichts vom großen Ozean“ (fernöstliches Sprichwort)

Schon zwei Tage vor dem großen Klima-Aufstand posaunte die „tz“ am 27. November 2019 im gewohnten Einpeitscher-Sound

„München steht auf fürs Klima! Schüler, Eltern & Firmen streiken. Die Riesendemo am Königsplatz“

TZ trommelt für Klimastreik
Es reicht. Klimaschutz Foto: BIF

Trotz der gigantischen Mobilisierung durch die Relotius-Medien, Plakat-Aktionen, e-mails an Arbeitgeber und Appelle durch linientreue Kunstschaffende kamen in der Millionenstadt München gerade mal soviel Sinnsuchende wie zu einem Rumpelkicker-Match. Andere drängten sich am Black Friday an den Wühltischen oder verstopften das Netz bei Amazon. Einige ausgemergelte Deserteure konvertierten am CO2-Buffet zur Völlerei mit Känguru- und Zebra-Steaks.

Konkret: Fridays for future leidet zusehends an Symptomen wie Muskelkater, Erschöpfung und Kniaschwammerl.

Im Blätterwald des Boulevards ähnelten sich die Reportagen über die Weltuntergangsstimmung und die unmittelbar bevorstehende Endzeit in SUV-City. Einer davon lautete wie folgt:

„Mit einem Appell eröffnete Antonia Messerschmitt (20) den vierten globalen Klimastreik in München. „Um die wichtigsten Weichen für eine lebenswerte Zukunft zu stellen, bleiben uns nur noch wenige Jahre“, rief die Fridays-For-Future-Aktivistin. Laut Polizei waren rund 18.000 Menschen auf den Königsplatz gekommen.“

Das Breite Bündnis der Leitmedien, Kirchen, Parteien, Konzerne, Universitäten und Besten der Guten hatte zum Mega-Event getrommelt und mindestens 40.000 Teilnehmer angekündigt. Laut Polizei kamen 18.000, laut Veranstalter 33.000.

Bildschirmfoto 2019-12-01 um 15.41.12
Fridays for future

„Weniger als bei der Rekord-Demo im September – doch diesmal war’s genauso laut und fast noch wütender. Eltern, Omas, Wissenschaftler, Ärzte, Unternehmer – der Klimastreik ist inzwischen über die einstige Schülerbewegung hinausgewachsen“, jubelt der Merkur. Trotz Frust: „Sie haben es geschafft, die Politik zu bewegen“, lobte die TU-Professorin Miranda Schreurs die jungen Leute. Das Europäische Parlament habe den Klimanotstand ausgerufen. Jetzt ….
https://www.merkur.de/lokales/muenchen/zentrum/muench..
Merkur weiter:
«Die Wut auf die Politik ist groß, auch in München. Die Menge johlte, als Kabarettist Claus von Wagner (ZDF-Show Die Anstalt) mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) abrechnete. „Warum hat er beim Abgasskandal nichts gemacht? Sein Verlangen nach frischer Luft hätte immens sein müssen in Anbetracht dessen, wie tief er im A*** der deutschen Automobilindustrie steckt“, ätzte von Wagner.
»

Ich gebe zu: ich habe die „Riesendemo“ ohne Gewissensbisse grob fahrlässig geschwänzt. Meine Angestellten ebenso. Aber nicht ohne vernünftigen Grund. Erstens hatten wir die ganze Woche Sinnvolleres getan – nämlich gearbeitet. Zweitens ist nicht jeder dafür empfänglich, danach noch unter der Monstranz des Ablaßhandels nach Canossa zu pilgern und bei der Weltuntergangs-Prozession mit Klugscheißern und Messdienern herum zu eiern. Zuviel Popanz, zuviel Hokus Pokus, zuviel C02-Fußabdruck für Firlefanz.

Einer dieser Klugscheißer hat mir im Vorfeld ein mail geschickt, um mir mit drastischen Parolen Panik einzujagen:
o Australien brennt lichterloh
o wir erleben ein Artensterben biblischen Ausmaßes
o der Permafrost taut 70 Jahre früher
o das Überschreiten der Kipppunkte droht
o Wissenschaftler sind erschüttert
o bis zur Mitte des Jahrhunderts droht uns der Verlust der Zivilisation

Horror ist der Treibstoff psycholabiler Halbgebildeter. Mit weniger Bildungslücken würde der gute Mann nicht so schnell aus der Haut fahren.

Zum Zwecke der Dokumentation hier der überschwappend theatralische Brief des Herrn Überall im Wortlaut:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Münchnerinnen und Münchner,

wir haben Ihre E-Mail-Adresse in den Gelben Seiten gefunden. Heute laden wir Sie ein, es den bislang über 400 Münchner Organisationen nachzumachen und sich mit Ihrem Unternehmen dem Bündnis München muss handeln und damit den Forderungen von Fridays for Future anzuschließen. Werden auch Sie aktiv am Freitag, den 29.11., beim Global Climate Day of Action (Klimastreik) in München.

Es reicht. Klimaschutz Foto: BIF

Warum ist das wichtig?
Am letzten globalen Streiktag hatte in Berlin das Klimakabinett getagt und 1,4 Millionen Menschen richteten allein in Deutschland einen Aufruf an die Regierung: „Setzt endlich um, was Ihr bereits 1992, 2002, 2006 und 2015 (Paris) beschlossen habt!“ Heraus kam ein Klimapäckchen und kein Klimapaket, das geeignet wäre, die Klimaziele von Paris einzuhalten.

In Australien brennt es lichterloh, wir erleben ein Artensterben biblischen Ausmaßes, der Permafrost taut 70 Jahre früher als erwartet. Durch das Überschreiten derartiger Kipppunkte, droht uns die Kontrolle zu entgleiten. Nichts wird so bleiben, wie es ist. Wissenschaftler sind erschüttert, denn dies könnte den Verlust der Zivilisation, wie wir sie kennen, bis zur Mitte des Jahrhunderts bedeuten. Die Politik unterschätzt neben den wirtschaftlichen Auswirkungen vollkommen die Dringlichkeit zu handeln und scheut die erforderlichen Maßnahmen, die erforderlich wären. Und ganz nebenbei wird der weitere Ausbau bei den erneuerbaren Energien zu Grabe getragen. Zukunftsfähige Arbeitsplätze wurden und werden in sechsstelliger Zahl vernichtet.

Streik am 29.11., 12:00 Uhr am Königsplatz
Daher ist nun unmittelbar vor der nächsten Klimakonferenz am 02.12.2019 in Madrid ein Global Day of Climate Action nötig. Je mehr Menschen die Einhaltung des Pariser Abkommens fordern, desto höher wird der Handlungsdruck auf die Regierungen. Allein in Deutschland werden am 29.11. in hunderten Städten und Gemeinden Veranstaltungen stattfinden. Wer in München mitstreikt oder den Streik unterstützt, ist hier kartiert: www.muenchen-muss-handeln.de/streik

Sie wollen mitstreiken oder unterstützen den Streik? Dann lassen Sie sich auf die Übersichtskarte setzen. > Hier geht’s zum Formular

München muss handeln
Wir sind ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus aktuell über 400 Unternehmen und Organisationen und stehen hinter der jungen Generation mit ihren Forderungen. Klimaschutz ist die Aufgabe aller Generationen.

Wenn auch Sie möchten, dass München – vertreten durch die gewählten Stadträtinnen und Stadträte – endlich der Situation entsprechend handelt, können Sie sich mit Ihrem Unternehmen in unser Bündnis einreihen. Dadurch treten Sie öffentlich für die Umsetzung der geforderten Maßnahmen von Fridays for Future München ein. Als zivilgesellschaftliches Bündnis nehmen wir das Heft des Handelns in die Hand und haben einen (Klima)Krisenstab eingerichtet. Ab dem 26.11. arbeitet der (Klima)Krisenstab auf dem Tollwood (Video | AZ-Artikel).

Wir machen die Kommunalwahl im kommenden Jahr zur #klimawahl2020.

So können Sie unser Bündnis München muss handeln unterstützen:•selbst Bündnispartner/in werden!
•finanzielle Beteiligung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten
•ehrenamtliches Engagement (selbst oder durch stundneweise Freistellung von Mitarbeiter*innen)
•Reichweite für das Bündnis und die Aktionen (Flyer, Plakate, Social Media etc.)
•Vergrößerung des Bündnisses: Leiten Sie die Mail weiter

Beste Grüße und eine erfolgreiche Woche,
Daniel Überall im Namen des http://www.muenchen-muss-handeln.de-Teams

Höchstrichter gegen sündigen Wohlstand der Alten Weißen Männer

Der 2007 in den Ruhestand versetzte Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Peter Vonnahme sieht die menschengemachte CO2-Apokalypse vor der Tür und fordert im Sinne der Klima-Bewegung den Kampf gegen den sündigen Wohlstand der Alten Weißen Männer. Vonnahmes Klima-Prognosen können wir schlecht beurteilen. Es fällt jedoch auf, dass der Elefant im Raum in seinen Kalkülen nicht vorkommt. Seine Aussagen orientieren sich ganz am humanitärfrömmlerischen Leitnarrativ von den euroamerikanischen Eliten, die alles beherrschen und an allem schuld sind. Narrativ scheint Vorrang vor Daten zu haben. Vonnahme fordert die Abkehr vom Wachstum und geißelt Markus Söder, weil dieser Klimaziele und Konjunktur gleichzeitig anstreben will. Was aber will der verehrte Herr Verwaltungsrichter von bald zehn Milliarden Menschen in der subtropischen Elendszone fordern? Verzicht auf reproduktive Gier offensichtlich nicht. Verzicht auf Wirtschaftswachstum etwa? Oder geht es darum, dass jetzt der Kampf gegen den sündigen Wohlstand der Alten Weißen Männer ins Grundgesetz geschrieben werden soll? Dabei bedient Söders mit seinem Vorstoß für Klimaschutz als Verfassungsziel die gleiche Notstands-Propaganda wie Vonnahme und wie das Umweltinstitut München und sein Breites Bündnis „München muss handeln“, die auf dieser Basis offenbar eine bunte Diktatur anstreben und auch tatsächlich mit Richter Vonnahme werben.
Peter Vonnahme äußert sich regelmäßig zu politischen Themen. Er kritisiert die Militarisierung unserer Politik und mahnt Durchsetzung internationalen Rechts an. Er steht, wie Interviewpartner Muslimmarkt treffend zusammenfasst „in allen Texten auf der Seite der Armen, der Unterdrückten, der Schwachen und Hilfsbedürftigen in Deutschland und in der Welt“. Er empört sich über die Verarmung viele Länder bei gleichzeitiger wachstumsorientierter Politik hierzulande, und sucht den Weg zur Weltrettung stets in der Beschuldigung des Abendlands und seiner nebulösen bis finsteren Eliten. Er erklärt, dass viele Richter so wie er denken. Letztes Jahr verurteilte er z.B. die Abschiebung des tunesischen „Gefährders“ Sami A. als klar rechtswidrig. Das mag stimmen wie manches andere auch. Vonnahmes Begriff des bestehenden und anzustrebenden deutschen Rechts scheint mit dem bunten Verfassungsziel (Kampf gegen den sündigen Wohlstand der A.W.M.) kompatibel zu sein. Wahrscheinlich gehören Vonnahme ähnlich wie Voßkuhle und viele weitere RichterpriesterkollegInnen zu dessen Vorreitern.

Gemeinnütziges Umweltinstitut München e.V. mobbt NH Hotel wegen EIKE-Tagung

Dr. Hauke Doerk droht im Namen des gemeinnützigen „Umweltinstitut München e.V.“ und des finanzstarken und militanten Breiten Bündnisses „München muss handeln“ dem NH Hotel München Ost implizit erheblichen Schaden für den Fall an, dass es seine vertraglichen Pflichten gegenüber einem Klima-Institut erfüllt, welches die Axt an Menschenrechte und Demokratie und sonstiges Allerheiligstes legt, indem es Zweifel an der einzig wissenschaftlichen Konsenslehre vom Klimanotstand sät:

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Umweltinstitut München e.V.

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