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Hisbollah-Verbot: Innenminister setzt außenpolitische Zeichen

Die im Libanon mitregierende iranfreundliche und israelfeindliche „Gottespartei“ Hisbollah wird in Deutschland „verboten“. Die Hisbollah ist eine wichtige Stütze der säkularen Regierung von Baschar Al Assad in Syrien, als dessen Teil sie den Libanon sieht. Ohne den militärischen Arm der Hisbollah, dem später der Iran und dann Russland zu Hilfe kamen, würden die Fahnen des aus westlicher Intervention geborenen Islamischen Staates (IS) wahrscheinlich über Damaskus wehen (und vielleicht 2006 die Israels über Beirut). In Deutschland hat man von Hisbollah-Aktivität bislang wenig bemerkt. Mehr als eine Art diplomatischer Vertretung ist nicht zu erwarten. Die Reaktionen der Politik zeigen aber, dass es hier weniger um Schutz Deutschlands als um Symbolpolitik geht. Es werden Zeichen gesetzt.

Als neulich der iranische Politiker und Divionskommandeur Qassem Soleimani beim Staatsbesuch im Irak durch eine US-Drohne gemeuchelt wurde, brauchte man das Etikett „Terror-Organisation“ dringend zur Rechtfertigung, und man fand es nur in angestaubten EU-Dokumenten, die Hisbollah aus den gleichen politischen Gründen so etikettierten. Allerdings hatte es kurz vor dem Mordanschlag auf Soleimani bereits allerlei westliche Initiativen zur Erneuerung und Verschärfung der Stigmatisierung von Hisbollah gegeben. Diese Stigmatisierung mag noble Ziele verfolgen, aber sie ist unehrlich. Wir können an diesem Fall wieder das Wirken einer gewissen Lügenpresse beobachten. Immerhin bleibt die FAZ halbwegs auf dem Boden der Tatsachen. Den Missbrauch der Sicherheitsbehörden für Symbolpolitik behobachten wir auch beim „Verfassungsschutz“, und allzu oft sind CSU-Größen an vorderster Front dabei. Hisbollah-Verbot: Innenminister setzt außenpolitische Zeichen weiterlesen

Werde kein Kopftuch anziehen – Le Pen bricht Treffen mit Großmufti ab

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Unterwerfungsrituale beim islamischen Glauben

Die Kandidatin der der ersten Partei Frankreichs Front National Marine Le PEN hat bei ihrer dreitägigen Libanon-Reise ein Treffen mit dem Großmufti abgebrochen. Die Reformpolitikerin weigerte sich, ein Kopftuch zu tragen.

„Ich habe vorher gesagt, dass ich mich nicht verschleiern werde“(..)Daraufhin kam keine Absage des Treffens – also dachte ich, dass sie meine Entscheidung akzeptieren.“

erläuterte die französische Präsidentschaftskandidatin Le Pen am Dienstag vor Journalisten im Libanon. Zudem hatte nicht einmal die höchste sunnitischen Autorität der Erde, der ägyptische Großmufti diese Anforderung an Sie gehabt. Auch bei diesem Treffen hätte sie  bereits kein Kopftuch getragen.

Trotzdem wurde Marine Le Pen nun bei ihrer Ankunft im Büro des Großmuftis Scheich Abdel-Latif Derian ein Kopftuch gereicht.

Die Dar-al Fatwa Verantwortlichen – der höchsten religiös-rechtlichen Instanz der Sunniten im Land – waren darüber überrascht, daß Marine Le Pen sich nicht an die bekannten Regeln hält. Sie hätte vorher gewußt, daß es nötig sei, sich zu bedecken.

Die so genannte Fatwa dient zur Klärung rechtlicher und religiöser Probleme unter Muslimen.

Marine Le Pen bevorzugte es somit, daß Treffen abzubrechen und  sich auf ihr Treffen mit dem maronitischen Patriarchen Béchara Raï und dem christlichen Politiker Samir Geagea vorzubereiten, daß nun zum Ende von ihrer Reise noch geplant ist.

Anhang:

  • Münchner Zeitungen „nazifizieren“ gern. Bei Migranten ist das allerdings schwerer. Die Münchner Abendzeitung sah sich  veranlasst, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen, in der mitgeteilt wird, daß die in der Abendzeitung getätigten Aussagen zu dem Thema nicht den Tatsachen entsprechen.abendzeitung
  • Auf der Facebook-Seite wird bereits diskutiert zum Le-Pen „Skandal“:

    und hier: