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Trend Landtagswahl: Umbruch der bayerischen Wählerlandschaft

CSU 42, AFD 13, SPD 13, Grüne 12, FDP 5, Linke 2, Freie Wähler 7 und Sonstige 6% sagt eine aktuelle Umfrage des GMS im Auftrag von Sat1 Bayern. Befragt wurden 1005 Personen. Eine Umfrage, über die sich die CSU eigentlich freuen müsste. Denn zur Landtagswahl 2008 haben 43.4% CSU gewählt, laut Umfrage hätte die CSU also nur ein Minus von 1,4% Punkten, was innerhalb der Fehlertoleranz von Umfragen liegt. Da die AFD damals nicht angetreten ist, zeigt sich damit, das der Aufstieg der AFD nicht bzw. kaum zu Lasten der CSU geht. Auch die manchmal rechten Freien Wähler scheinen kaum zu Lasten der AFD Stimmen zu verlieren. Viel mehr kann die AFD offenbar im Spektrum der Bunten Stimmen abgraben. So verliert die SPD rund 5% Punkte im Vergleich zur letzten Landtagswahl, und auch die FDP muss gut 3% federn lassen. Dies ist ein Indiz dafür Trend Landtagswahl: Umbruch der bayerischen Wählerlandschaft weiterlesen

Mehr Mut und Intellekt bei den Konservativen nötig

Immerhin gibt es in der CDU eine Werte-Union, die den Weg zurück zur alten CDU sucht und sich nicht, wie zuletzt der CSU-Generalsekretär Markus Blume, als Blockflöte in der „linken“ Volksfront des Humanitärstaats positionieren mag. Der Vorsitzende der Werte-Union, Alexander Mitsch will die CDU/CSU auf ihren alten Kurs zurückbringen und lehnt Dämonisierung der AfD, die jetzt frühere CDU/CSU-Positionen vertrete, ab. Mitsch lobt einige von Alexander Dobrindt (CSU) formulierte Positionen und bringt ihn als einen Protagonisten möglicher personeller Erneuerung ins Spiel. Mit der neuen braunen Schmutzkampagne von CSU-Generalsekretär Markus Blume schneidet sich die CSU hingegen ins eigene Fleisch. Sie wird zur Bekämpferin der „konservativen Revolution der Bürger“ (Dobrindt) und zur Blockflöte des autoritären Humanitärstaats.

Die inzwischen parteilose CDU-Veteranin Erika Steinbach gab aus Empörung über Blumes „braunen Schmutz“  ihren Bayrischen Verdienstorden zurück.  Alexander Mitsch vertritt vielleicht eine Minderheitsposition innerhalb der CDU, aber er ist nicht der einzige. Peter Helmes versucht, Mut zu mehr Mut zu machen, aber wo „Eier“ fehlen, hat das oftmals seinen Grund im Schwächeln ebendieser konservativen Revolution der Bürger. Um schlagkräftig zu werden, genügt es ja nicht, von der Stimmung einer wachsenden Echokammer getragen zu sein. Man braucht nicht so sehr nibelungenhaften Wagemut wie einen gerüsteten und geübten Geist, um in Slomkas feindseligem Studio seinen Standpunkt geschliffen und schlüssig darzulegen. Auch damals wurde Dobrindt defensiv und rechtfertigte sich mit seiner Blockflötenrolle. Diejenigen, die Seehofer „Eierlosigkeit“ vorwerfen, machen sich ebenfalls in der Regel keine Vorstellung davon, in welcher Umgebung Horst Seehofer kämpfen muss, und sie übersehen in der Regel die Verantwortung, die jeder von uns für die „Konservative Revolution der Bürger“ trägt. Eine Revolution die nur durch Intellektualisierung mutig werden kann.