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Gleichheit als soziales Konstrukt

Gleichheit ist die neue Religion oder das, was von den alten übrig blieb. Es gehört zum guten Ton, soziale Unterschiede insbesondere zwischen ethnischen Gruppen auf „Benachteiligung“, „Vorurteile“ oder „Diskriminierung“ zurückzuführen und die Beseitigung von Ungleichheiten durch Quoten und Aktionsprogramme für „Integration“, „Inklusion“, Transferleistungen, Entwicklungshilfe etc zu verlangen. Für deren Scheitern macht man sodann „Rassismus„, „Sexismus“, „Homophobie“, „Heteronormie“, „Speziesismus“ etc, kurz „Rechts“, verantwortlich, und schon kann man erneut üppige Steuermittel für den gerechten Kampf locker machen.  In Hochschulen, wo ohnehin schon Frauen regieren, wird nach immer neuer Frauenunterdrückung gefahndet. GleichstellungsbeauftragtInnen werden durch ein Netz von ProfessXen unterstützt, die nachweisen, dass die Unterschiede zwischen Menschen soziale Konstrukte seien und dass das menschliche Gehirn als Tabula Rasa (blank slate) zur Welt komme, d.h. als eine von der Evolution emanzipierte Seele, auf der Sozialingenieure den Neuen Menschen nach dem Bilde der Leitkultur schaffen. Oder eine abstrakte Turing-Maschine, auf der das Bildungswesen neue Deutsche programmiert, so dass das Versprechen „Made in Germany“ mit beliebigem Menschenmaterial eingelöst wird. Insbesondere der Begriff der „Rasse“ sei von Übel, hören wir, da mit Mythen verbunden, die vor 100-200 Jahren einmal als Rechtfertigung für die Weltherrschaft des weißen Mannes dienten.  Damit wir so böse Dinge erst gar nicht mehr denken können, müssen Wörter wie „Neger“ und „Zigeuner“ aber auch das Wort „Rasse“ selbst aus unserem Wortschatz verschwinden.  Erstere weil sie angeblich die Bezeichneten beleidigen, letzteres weil es in Mythen begründet und wissenschaftlich überholt sei.
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