Schlagwort-Archive: Hongkong

Australischer Premier: Zurückweisung schützt vor Invasion

An Britanniens Stränden kommen derzeit Tausende Flüchtlinge aus Frankreich an, die nicht zurückgebracht werden dürfen. Tony Abbott ist der australische Premierminister, der Australiens Politik der Zurückweisung von Migrantenbooten („No Way“) etablierte. Der Vater des Brexit Nigel Farage bittet Abbott aus gegebenem Anlass um Rat. Abbott erklärt, dass vor seinem Amtsantritt 2013 eine weiche Willkommenspolitik zum schnellen Anschwellen des Stroms aus Afrika geführt hatte, der auf eine „Friedliche Invasion“ („peaceful invasion“) hinauslief, woraufhin er die Migranten in der Nähe der indonesischen Küste aufgegriffen und in Schlauchboote gesetzt habe, die nur für eine Rückfahrt nach Indonesien ausgerüstet gewesen seien. Davon habe auch Indonesien letztlich profitiert. Zwar habe es Ärger mit Afrikanern bekommen, die jahrelang Djakarta verunsicherten, aber letztlich sei der Zustrom aus Afrika versiegt und das sei auch für Indonesien das ideale Ergebnis. Wer gutes tun will, dürfe sich nicht von den Emotionen leiten lassen, mit denen die MenschenrechtlerInnen in Australien jahrelang Abbotts Zurückweisungspolitik zu sabotieren versuchten.
Australischer Premier: Zurückweisung schützt vor Invasion weiterlesen

Hongkong identifiziert sich mit Racaille

Der Film „Die Wütenden — Les Misérables“ des afrofranzösischen Regisseurs Ladj Ly beschreibt rassistische Ungerechtigkeit, die der humanitärmigrantischen Jugend von Pariser Vorstädten wie St. Denis, Chanteloup und Clichy-Sous-Bois seit 2005 widerfährt, und wurde dafür mit Preisen überhäuft. Ähnlich wie der Autor von „Les Misérables“, Victor Hugo, stellt Ly in Kriminalität verstrickte aber herzensgute postkoloniale Protagonisten dar, denen koloniale Bullen mit ebenfalls halbwegs menschlichen Zügen gegenüberstehen. Verbrecherversteher Hugo predigte im gnostischer Tradition, dass es „kein Unkraut, kein schlechten Menschen, sondern nur schlechte Gärtner“ gebe. D.h. wenn Menschen massenweise verelenden, muss man an der Spitze der sozialen Pyramide nach Schuldigen suchen. Es sind in der Regel Alte Weiße Männer (Kapitalisten, Kolonialisten, Juden), die es versäumt haben, die Elenden (misérables) zu „integrieren“. Korrekter gesagt ihnen zu ihrem Menschenrecht auf Teilhabe zu verhelfen. Der gnostische Geist, der im Verbrecher den besseren Menschen sieht, hat sich heute durchgesetzt. Nicolas Sarkozy lernte seine Lektion 2005, als er das altehrwürdige Wort „racaille“ (Gesindel) in den Mund nahm. Hongkong identifiziert sich mit Racaille weiterlesen