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Wer ist eigentlich ein Populist?

Und wir sind es doch, das Volk.  Unsere Eliten tun sich indes mit diesem Wort enorm schwer.  Sie tun alles, um nicht den Nutzen eines Volkes mehren und Schaden von ihm abwenden zu müssen.  Sie üben sich in der Flucht vor dem Souverän (vgl Richterflucht)  und denken sich tausend Gründe aus, warum das Volk nicht existiert oder nur ein menschenrechtsfeindliches und somit demokratiegefährdendes Konstrukt ist.

Einer davon ist die Figur vom „Populisten“, der einen nicht-existenten Volkswillen bündeln wolle, statt einfach nur mithilfe eines von Richterpriestern zu findenden sakralen Prozesses tausend sakrale Menschenrechte und ethnoreligiöse Gruppenbefindlichkeiten auszutarieren.

Der Begriff „Populismus“ bezeichnete im 19. Jahrhundert die russische Bewegung der „Narodniki“ (Volkstümlichen/Völkischen), die sich auf das gesunde Volksempfinden bezog und gegen verdorbene Eliten und Adlige wetterte. Sie galt als links und wird selten negativ dargestellt. Heute wird der Begriff hingegen als ein Surrogat für die Nazikeule gebraucht. Dort, wo man diese Keule zu toxisch findet, verwendet man die legere Variante, die einen ähnlichen Vorwurf meint, nämlich den der Gefährdung der Demokratie durch unkultivierte Großmäuler. Umgekehrt kann man den Populismus als den „Schrei der Völker, die nicht sterben wollen“ verstehen, wie es Zemmour und De Villiers tun.

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