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Die Protokolle der Weisen von Entenhausen. Merkels angebliche „Hetzjagden“ entpuppen sich als Wolpertinger.

von Daniel Matissek

zuvor publiziert auf FB Daniel Matissek und Jouwatch

Pünktlich vor der Sachsenwahl am 1. September kommen deutsche Qualitätsjournalisten mit brandneuen Erkenntnissen über die behaupteten „Hetzjagden“ von Chemnitz vor genau einem Jahr heraus. Angeblich belegen neu aufgetauchte „Chat-Protokolle„, dass es „Verabredungen zu Hetzjagden“ gegeben habe.

Die vermeintlichen Chemnitzer Menschenjagden, offiziös zur „Realität“ geworden sogar durch die Kolportage Kanzlerin Merkels persönlich, gleichen einer Geistererscheinung:

Ganz Deutschland spricht davon, doch keiner hat sie je zu Gesicht bekommen. (Yeti-Effekt)

Außer dem damals von „Antifa Zeckenbiss“ verbreiteten Videoschnipsel, der eine (Singular, nicht Plural!) Auseinandersetzung zwischen ein paar Deutschen (Hintergrundtext: „Hase, du bleibst hier!“) und einem Schwarzen mit migrantischer Begleitung zeigt – und selbst mit viel Phantasie nicht als irgendeine Form von „Hetze“ geschweige denn als „Jagd“ interpretiert werden konnte -, gibt es: NICHTS. Keine belastbaren Zeugenaussagen, keine Opfer, auch keine staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen.

Auch der Verfassungsschutz hatte keine Erkenntnisse zu „Hetzjagden“; weil sein damaliger Chef Maaßen der Kanzlerin offen widersprach, musste er letztlich den Schlapphut nehmen. Nüchternheit und Objektivität sind nicht gefragt, wenn der rechtsextreme Popanz an die Wand gemalt werden soll.

Ein Jahr später wird jetzt also der nächste Anlauf unternommen, Fiktion zum Fakt zu wenden: Die Auswertung von Chats, die auf den Handys „bekannter Rechtsextremer aus dem Großraum Chemnitz“ ausgelesen wurden, hätten angeblich „Formulierungen und Dialoge“ beinhaltet, welche die Ermittler als „Verabredungen zu Gewalt gegen Migranten und Prahlereien über angeblich erfolgreiche Jagd auf Ausländer deuten.“

„Deuten“ – das ist hier das Schlüsselwort; denn außer Spekulationen und wilden Mutmaßungen gibt auch das vertrauliche LKA-Papier, aus dem zitiert wird, nicht wirklich irgendetwas her, das auf Pogrome oder Vergleichbares hindeutet.

Definitionsgemäß sind solche Vorfälle auch nichts, was sich vor einer breiteren Öffentlichkeit ernstlich verbergen ließe: Reale „Hetzjagden“ müsste man nicht erst mit der Lupe oder dem Mikroskop suchen, man brauchte sie auch nicht vielen Monaten später mühsam durch dubioses Quellenstudium per Zufallsfund zu ermitteln. Sondern hätte es sie tatsächlich gegeben, dann wüsste die ganze Stadt davon; hunderte oder tausende Augenzeugen hätten sie miterlebt, massenweise hätten Bild- oder Tonaufnahmen vorgelegen, und vor allem hätten die Anklagebehörden zahllose Tatverdächtige oder Betroffene ermittelt.

Von alledem existiert – nichts.

Stattdessen wird wieder im Trüben gefischt.

Die jetzt als Sensation präsentierten „neuen Erkenntnisse“ beziehen sich konkret auf Chat-Dialoge weniger einzelner rechtsextremer Wirrköpfe, alle aus der Zeitspanne von 26. bis zum 28. August 2018. Darin sei doch tatsächlich – noch vor den angeblichen Ereignissen – der Begriff „Jagd“ verwendet worden!

Was soll das beweisen?

Entsprechende Whatsapp- oder Telegramchats ließen sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt mehrfach in ganz Deutschland ermitteln – wenn man nur suchen würde.

Absichtserklärungen von Spinnern sind noch kein Beweis für irgendwelche konkreten Planungen. „Tage bevor die mediale Debatte über die Frage der Hetzjagden angestoßen wurde“, schreibt „Focus“, seien dann „eindeutige Äußerungen“ von „künftigen Demonstrationsteilnehmern“ ruchbar geworden. Einer habe geschrieben, es gäbe „übelst aufs Maul hier“, und er hätte „Bock, Kanaken zu boxen“. Und der spätere „mutmaßliche Rädelsführer der Gruppe ‚Revolution Chemnitz‘, Christian K.“, habe versucht, „weitere Teilnehmer für die Demonstration zu mobilisieren„, und soll dabei um Informationen darüber gebeten haben, „ob noch eine Jagd ist“. Nach den Demonstrationen habe dann besagter braune Chat-Bruder Christian K. mit der angeblich „erfolgreichen Jagd auf vermeintliche Migranten“ geprahlt: Er habe einem Bekannten geschrieben, ihm gehe es gut, aber dem „neu Zugewanderten“ nicht, den er „erwischt“ habe. Und einer seiner Gleichgesinnten, ein „Sten E.“, habe behauptet, gemeinsam mit einem Freund an der Zentralhaltestelle „drei Kanaken, drei Rotzer weggeklatscht“ zu haben. Seine Opfer hätten Messer in der Hand gehabt.

Diese Farce also soll jetzt, nach knapp einem Jahr, den „Beweis“ dafür darstellen, dass es tatsächlich irgendwelche ausländerfeindlichen Verfolgungsjagden durch Chemnitz gegeben habe?

Im Vorfeld jedes Bundesligaspiels finden sich mehr Verabredungen, konkrete Planungen und Absprachen zu strafbaren Zusammenrottungen, Landfriedensbruch oder Gewaltdelikten als in diesen paar armseligen, aufgebauschten Fundstücken, die aus irgendwelchen LKA-Kassibern abgeschrieben wurden. Und bei einer Auseinandersetzung zwischen messertragenden Arabern und ostdeutschen Nazis von „Hetzjagden“ zu sprechen, wäre selbst für linke Wächtermedien eine neue Qualität von Begriffs- und Bedeutungsverschiebung.

Recherchiert hatten die angeblich aus vertraulichen Ermittlungsakten des Dresdner Landeskriminalamts stammenden „Protokolle„, auf die sich die heutigen „Enthüllungen“ stützen, übrigens Presse- und Rundfunkjournalisten aus Medienhäusern, die für ihre strikte politische Neutralität und Ausgewogenheit geradezu legendär sind: Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR. Keine weiteren Fragen.

(Link zum Originalartikel auf jouwatch: siehe Kommentarbereich)

„Hetzjagden“ von Leitmedien frei erfunden, denn Sachsen-Anfeindung ist Pflicht

Die Humanitären Hetzmedien hatten landauf landab unentwegt berichtetet, es sei nach den tödlichen Messerangriffen von Orientalen auf Deutsche in Chemnitz zu „Hetzjagden auf Menschen aufgrund ihres fremdländischen Aussehens“ gekommen. Jetzt dringt die Erkenntnis, dass diese Geschichten frei erfunden sind, auch in die Leitmedien durch. Der Chefredakteur der Chemnitzer Regionalzeitung „Freie Presse“ Torsten Kleditztsch konnte dies in einem Interview mit dem „Deutschlandradio Kultur“ ausführlich darlegen. „Hetzjagden“ von Leitmedien frei erfunden, denn Sachsen-Anfeindung ist Pflicht weiterlesen