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Strache zieht sich aus der Politik zurück

Wien, 1. Oktober 2019

Eine Implosion in Raten. Am 18. Mai hatte HC Strache nach der Ibiza-Affäre postwendend seinen Rücktritt als österreichischer Außenminister und Partei-Chef erklärt. Heute um 10.30 Uhr erklärte HC Strache seinen Rückzug aus der Politik.

Die Verbitterung seiner Anhänger ist riesig. Die Schadenfreude seiner Gegner ebenso. Dennoch scheint es angebracht, die Kirche im Dorf zu lassen. Bei aller Enttäuschung gilt das Bonmot von Thomas Morus (1478-1535) auch für HC Strache:

Erlittene Übeltaten meißeln wir in Marmor. Empfangene Wohltaten schreiben wir in Sand.

Nach dem Fiasko der FPÖ bei den Nationalratswahlen am 29. September 2019 flattern die billigen Antworten wie Flugblätter vom Himmel. Nach einer Serie hinterhältiger Diffamierungs- und Dämonisierungs-Kampagnen gegen den ehemaligen Außenminister und FPÖ-Chef ist die Saat linker Bazillen aufgegangen. HC Strache steht vor allem nach dem kompromittierenden Ibiza-Video – nicht ganz unverdient – mit dem Rücken zur Wand. Der kurz vor den Wahlen neuerlich inszenierte rotgrünbunte Denunziations-Reigen gegen Strache hat die in Umfragen auf immerhin noch über 20% rangierende FPÖ um eine signifikante Zahl an potentiellen Wählern gebracht.

So perfide die Machenschaften und Methoden linker Strippenzieher auch waren, um HC Strache in eine Falle zu locken und ihn bis zum Gesichtsverlust zu demontieren ist für Selbstmitleid oder Lamentieren kein Platz.

Es war HC Straches Verdienst, nach der Spaltung zwischen FPÖ und BZÖ den Kahn wieder flott gemacht zu haben, und die FPÖ aus dem einstelligen Bereich zu einer potentiellen 35% Partei geführt zu haben, die auf dem Sprung war, die ÖVP als führende Kraft abzulösen.

Macht aber hat flache Wurzeln. Bismarck hat es verstanden, in den entscheidenden Momenten besonnenen zu bleiben und die Macht zu konsolidieren, statt nach den Sternen zu greifen. Das Ibiza-Video illustriert beispielhaft, daß Strache mit Vabanque-Visionen und pubertärem Imponiergehabe all seine früheren Verdienste für expandierende Allmachtsphantasien auf´s Spiel gesetzt hätte.

Matteo Salvinis Manöver, angesichts der euphorisierenden Umfragewerte seiner Partei, die Regierung platzen zu lassen, hat ihn den Posten des Innenministers gekostet.

Wie gewonnen so zerronnen.

„Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.“ (Bertolt Brecht, 1951)

Unkluge Schachzüge in der Politik fallen den eigenen Wählern und Anhängern letzten Endes auf die Füsse. Auch in der AfD mangelt es nicht an Maulhelden, die ähnlichen Versuchungen erliegen und es dem politischen Gegner unnötig leicht machen. Dies gilt für alle Flügel, aber je weiter rechts, desto höher sind die zu erfüllenden Anforderungen an Intellekt und Integrität. Tabubruch ist im allgemeinen eher eine Aufgabe für Schriftsteller als für Politiker. Maulhelden müssen beim Aufstand der Vernünftigen leider draußen bleiben. Wer sich einfach nur empören oder über andere erheben will, ist beim Aufstand der Anständigen bestens aufgehoben.

Um Niedergang aufzuhalten: Österreichs Sozis fressen Kreide

HC Strache von der FPÖ überreicht dem SPÖ-Kanzler Christian Kern ein Geschenk, es sind Bücher aus der Ideenschmiede der freiheitlichen Partei. Dieser verspricht diese zu lesen, und der Kanzler revanchiert sich beim  Chef der freiheitlichen Partei FPÖ HC Strache mit einer Candle-light-Dinner Einladung ins Restaurant für ihn und seine Frau.  So geschehen im TV-Duell:

Undenkbar in der BRD, wo die Vereinigte Bunt-Fraktion unter Federführung der SPD Wirte unter Druck setzt, doch solche Leute nicht zu bedienen. Auch in einer TV-Mitteilung verbreitet  Kern das Gegenteil vom dem, was die Sozis in Deutschland mit ihrer Hass-Hetze gegen die AFD verbreiten.  Um Niedergang aufzuhalten: Österreichs Sozis fressen Kreide weiterlesen