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Das große Zittern – Höcke greift an!

Im heutigen Interview in DER WELT artikulierte der frühere Innenminister Otto Schily (SPD) seinen Mißmut über die desaströse Situation in seiner Partei. Die Doyens der SPD wie Thilo Sarrazin oder Dohnanyi werden angefeindet und können nur hoffen, von den Frontkämpfern der Willkommenskultur nicht kannibalisiert zu werden. Auch in der Union knirscht es. Ein Hauen und Stechen zwischen Strauß und Kohl, Stoiber und Merkel, Merkel und Merz, Seehofer und Stoiber ist dort Teil parteiinterner Plattentektonik. Die Werteunion verweigert sich Merkels No border No nation-Kurs und gerät dadurch in das Sperrfeuer von AKK. In der LINKEN zieht Sarah Wagenknecht den Zorn spätpubertärer Antifantinnen wie Ulla Jelpke, Martina Renner, Petra Pau oder Katja Kipping auf sich, wenn sie Prinzipien der linken Mottenkiste über Bord wirft.

Statt an einem Strang zu ziehen und dem politischen Gegner Habeck und R2G die Suppe zu versalzen, verlieren manche in der AfD das große Ziel, Deutschland nicht den Bunten zum Fraß vorzuwerfen, indem sie im Richtungsstreit zwischen dem Flügel und Mainstream zuviel Energie verschwenden.

Diogenes Lampe glüht für Björn Höcke, den Jan Weiler in seiner BR-Glosse im selben Atemzug mit einem Borkenkäfer nannte.

Die AfD braucht alle klugen und fähigen Köpfe. Geschlossenheit tut Not. Aber nicht, indem man gegen andersdenkende Generäle, die ihre Prägung durch die NATO und USA gewonnen haben, anpolemisiert, wie dies Diogenes Lampe streckenweise vehement tut. Die richtige Mischung aus Generälen, Geschichtslehrern, Philosophen und Pragmatikern hat bessere Erfolgsaussichten.

Hier das Plädoyer

von Diogenes Lampe

„Endlich ist es so weit! Der Abwehrkampf gegen den noch immer neoliberal dominierten Bundesvorstand der AfD, der nichts anderes ist als eine vom Transatlantischen Imperium kontrollierte Opposition, wurde keinen Augenblick zu früh eröffnet. Kommt es noch vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen zum längst überfälligen Bruch des mächtigen Flügels mit der transatlantischen Truppe von NATO-Pazderski, wird diese überfällige Klarstellung die Wähler in den sogenannten neuen Bundesländern eher beflügeln als davon abhalten, die AfD zu wählen.

 

Hier also wieder meine nicht unpolemische freie Meinungsäußerung zum Thema Höcke.

 

Pazderski im Endkrampf nach MerkelInnenart

Sie hat es schon wieder gemacht! Diesmal beim Empfang des neuen Ministerpräsidenten Finnlands, des Sozis Antti Rinne. Da ging das große Zittern wieder los. Nicht so doll wie neulich, als sie den Medien-Clown von Oligarch Kolomojskij empfing, der gerade den ukrainischen Präsidenten spielt. Eher so wie beim Gewohnheitsbeschädiger des Bundespräsidentenamtes, als die neue SPD-Justizverweserin Magistra Lamprecht von ihm ihre Urkunde überreicht bekam. Aber es genügte, um wieder ein Medienereignis der besonderen Art zu sein, über das RT-Deutsch auch gleich an prominenter Stelle und nicht ohne eine gewisse Süffisanz folgendes berichtete: Es ist der dritte Anfall innerhalb von ca. drei Wochen und jetzt wird Merkel auch noch 65 Jahre alt. Was wollen uns die Russen damit sagen? Zeit für die Rente?

 

Er hat es schon wieder gemacht! Pole-Position-Pazderski, der nur schlecht getarnte Vertreter der NATO in der AfD und nach eigenem Selbstlob enge Vertraute des Kriegsverbrechers und ehemaligen Bush-Generals Petraeus hat sich erneut mit der „Jungen Freiheit“ von Graf Zahl verbündet. Zum Angriff nummero zwo auf Höcke. Es gilt nun erst recht die größte Gefahr für „seine“ Partei abzuwenden, vor der er schon seit geraumer Zeit so zittert wie Merkel vor der Nationalhymne.

 

Nein, nicht nur vor Herrn Höcke an sich zittern und vibrieren die Hirne von Stein und Pazderski, sondern vor allem vor dem immer stärker werdenden Flügel und dem mit diesem einhergehenden Risiko, dass die einzig noch relevante Oppositionspartei womöglich schon bald auf die Berliner Stimmungskanone mit permanenter Ladehemmung verzichten wird, sollten immer mehr von den an ihm irre gewordenen Parteifreunde zum Flügel überlaufen. Denn auch die zahlreichen Deutschrussen, die in der Reichshauptstadt die AfD gewählt haben und ihr womöglich sogar beigetreten sind, würden lieber heute als morgen diesem deutsch-polnischen bzw. polnisch-deutschen Versager aus Leidenschaft kräftig in den Breitgesessenen treten, auf dass er über Warschau, Moskau, Peking direkt bis ins Pentagon von Washington DC zurück fliegen möge. Da gehört er nämlich hin!

 

Pazderski und sein Kumpan, Chefredakteur Graf Zahl, leiden offenbar unter schlaflosen Nächten, seit ihre erste Angriffswelle auf den kommenden AfD-Chef kurz vor der EU-Wahl über die Medien ziemlich kläglich in sich zusammenfiel. Und so ist dieser neue, zweite Angriff als beste Verteidigung – kurz nachdem der Thüringer AfD-Chef verbal in aller Öffentlichkeit zum ersten Mal wirklich ungemütlich zurückgedonnert hat – auch eher so ein müdes Angriffchen; -ein trotziges Nachtreten allenfalls.

 

Deshalb mussten auch BILD und Focus nochmal ordentlich nachlegen, nicht nur, um ihr heiß gelaufenes Mütchen zu kühlen sondern vor allem, um dem gefallenen Oberst a.D., dem wohl noch immer der Schreck in den flotten Knochen sitzt, wieder auf die Beine zu helfen. Die Luft ist wohl schon ziemlich raus aus der Anti-Höcke-Koalition im Bundesvorstand, diversen Landesvorständen und Landesschiedskomissionen. Was da nicht einmal mehr als Blähungen beeindrucken kann, ist in der Tat nur noch geistiges Vakuum. Das passt prima zur FDP oder Union, aber eben nicht mehr in die AfD, wie es ausschaut.

 

Und so machte sich also der Zahlenvampir Graf Stein und sein Lieblingsgeneralissimus sogleich wieder ans Zählen, womit sie allerdings noch nie so recht Glück hatten. Da haben also nicht etwa so um die 100 transatlantische Neoliberale, die sich mit immer weniger Erfolg als Nationalkonservative in der AfD tarnen, zu diesem „Appell“ mit Ausrufungszeichen gegen Höcke entschlossen. Nein! Es sind sage und schreibe 35 000 „überwiegend bürgerliche“ Mitglieder (in Worten: fünfunddreißigtausend!), die, so zitiert Herr Stein in seiner Hauspostille aus diesem Manifest der Zitteraale, den „exzessiv zur Schau gestellten Personenkult um Björn Höcke“ ablehnen.

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/die-afd-ist-und-wird-keine-bjoern-hoecke-partei/

 

Das sind immerhin mehr, als die AfD überhaupt Mitglieder hat. Oder es sind auf Wunsch von Pole-Position-Pazderski noch tausende Höckehasser hinzugekommen, seit Wikipedia das AfD-Bürgertum das letzte Mal gezählt hat. Alle Wetter! Und auch die Unterzeichnerliste ist bemerkenswert. Am liebsten hätten Bernd Lucke und Frauke Petry samt ihren Henkels und Pretzells auch noch unterschrieben. Aber aus bekannten Gründen ging das leider nicht.

 

Doch dafür haben sich ihre engsten Kampfgenossen, die die AfD noch immer auf transatlantischem Kurs halten wollen, nun zu Wort gemeldet. Darunter das Triumvirat aller drei stellvertretenden Bundessprecher, also NATO-Pazderski, Ex-SPDler Gottschalk und der alte CDU-Burschenschaftler Glaser. Viel Feind viel Ehre, könnte man meinen, wenn solche Feinde Ehre einbringen könnten. Aber es sieht wohl eher nach „Gemeinsam zittern gegen Höcke“ aus, wobei dieses Appellchen womöglich schon die letzten Zuckungen sind.

 

 

Weidel und ihre Milliardäre bei Kubitschek – Gauland und Meuthen lassen Höcke machen

 

Die beiden Bundessprecher Meuthen und Gauland haben dagegen den Zählappell der verbliebenen Neoliberalen in der Partei, die sich nach wie vor als Nationalkonservative tarnen, genausowenig unterschrieben wie die Wunschfee von Goldmann-Sachs im Beisitzerkollektiv; -die kühle Blonde Alice Weidel. Ja, das sind drei wirklich kluge Köpfe. Weidel, als professionelle Taktikerin mit sicherem Bauchgefühl für Gewinner und Verlierer ganz Frau, wechselt nun also offen die Fronten. Sie hat die kommenden drei Landtagswahlen von ihrem Posten aus scharf im Blick und schnappte sich denn auch gleich nach dem Angriff von Panzer-Pazderski sofort den Chef der „Jungen Alternative“ Lohr. Gemeinsam dozierten sie nun scheinneutral: „Gräben aufreißen ist der falsche Weg.“

 

So machte sie sich denn also auf, um sie erst richtig aufzureißen. Denn halbe Sachen sind nicht ihr Ding. Was könnte da folglich wirksamer sein, als zu Höckes „Freund“ und „Vertrauten“ ins idyllische Schnellroda zu pilgern, zum Verleger Götz Kubitschek, Chefredakteur der Zeitschrift „Sezession“, um ausgerechnet in der viel gescholtenen rechtsintellektuellen Sommerakademie seines ganz sicher nicht jesuitenfreien Instituts für Staatspolitik (IfS) nun auch mal ein Referat zu halten. Egal, was sie dort referieren wird; -allein die Tatsache, dass sie das tut, dürfte Pazderskis Appellationstruppe viel zu denken geben. Es sieht also ganz danach aus, dass nun auch die Führung der Bundestagsfraktion dem Herrn Kubitschek als langjährigen externen Höcke-Berater inzwischen eine Bedeutung zumisst, die ihn geradezu in eine Vermittlerrolle drängen muss, die ihm gewiss nicht so missfällt, wie er bei Tichy zu Protokoll gibt.

 

Nun mag man von Antaiosverlag und Sezession halten, was man will. Als Intellektueller findet man dort in der Tat vom amerikanischen Blödsinn bis zur hochintellektuellen Schule des Nationalkonservatismus alles, was das patriotische Herz mit und ohne Hirn bewegt und begehrt. Da, wo Höcke schon bange die Neger schnackseln ließ, wo schwule amerikanische Bodybuilder verzagten AfD-Schlappschwänzen Vorträge über die Rückgewinnung herzhafter Männlichkeit halten müssen, kann eine lesbische Parteitherapeutin mit Sympathien bis in die deutsche Geldaristokratie hinein nur eine Bereicherung sein. Buchstäblich sogar!

 

Hier kann sie versöhnliche Töne des in die Defensive gerateten Bundesvorstandes anschlagen. Sie kann auch raffiniert zu spalten versuchen und sich dem andienen, den sie für den kommenden Chef der AfD hält. Auf mich macht diese neue Vertrautheit nach der Kyffhäuserrede Höckes aber auch den Eindruck, dass ein deutlicher Machtumschwung innerhalb der Partei im Gange ist, dem die kluge Wahlschweizerin Rechnung trägt. Das ist besonders interessant, da sie, ihrer Spendenaffäre nach zu urteilen, sogar den Schwarzen Adel in Gestalt des milliardenschweren Barons von Finck, der schon der FDP zur Mövenpickaffäre -und vermutlich sogar einem Herrn Westerwelle schon zum Außenministerposten verholfen hat, für sich – pardon, für die AfD natürlich – gewinnen konnte.

 

„Dino Gauland“ (O-Ton BILD) aus der Bankenmetropole Frankfurt, jetzt Preusse in Potsdam, ist sicher der klügste und erfahrenste von den dreien, dem man sogar einen gewissen Grad an Weisheit nicht absprechen kann, wenn es darum geht, die Strategie und wenigstens bis zu den kommenden Landtagswahlen die Einheit der Partei im Auge zu behalten. Also kriegen beide Seiten der streitenden Parteien in der Partei von ihm ihr Fett ab.

 

„Ich halte die Rede von Björn Höcke genauso wie den Fahneneinzug auf dem Kyffhäuser-Treffen für unangebracht. Den Appell habe ich nicht unterschrieben, weil ich ihn in Wahlkampfzeiten für ähnlich unangebracht halte.“

 

Was sagt er damit aber wirklich? Er hält die Rede Höckes für unangebracht, was nicht heißen muss, für falsch dem Inhalt nach. So, wie er auch Fahnenaufzüge nicht als solche verdammt, sondern sie eben nur in bestimmtem Rahmen für unangebracht hält. Also z.B. beim Palio von Siena passen bunte Fahnen einfach besser, könnte er uns damit sagen wollen. Darüber kann man also unterschiedlicher Meinung sein, da die Geschmäcker nunmal verschieden sind. Seinen Geschmack haben sie da in Leinefelde nicht getroffen. So würde ich „angebracht“ interpretieren. Welchen Rahmen er in Bezug auf Höckes Rede für angebrachter gehalten hätte, ließ er offen, was jeder schönen wie missgünstigen Phantasie Raum gibt. Profi eben!

 

Aber auch der Weltmeister im Saure-Eier-an-die-Wand-nageln, Parteisprecher Meuthen, ist wie immer beeindruckend beim Beschwichtigen der Kampfhähne, wenn er sich lieber von Höcke dieses oder jenes „wünscht“ und dabei „zuversichtlich“ ist, dass dieser seinen Wünschen künftig besser willfährt. So setzt man sich erfolgreich zwischen alle Stühle und muss sich später nicht wundern, wenn man bei der Reise nach Jerusalem kein Sitzmöbel mehr unterm Hintern hat.

 

Aber was ist eigentlich passiert?

 

Eigentlich nichts Besonderes. Das Übliche halt! Nur diesmal nicht ganz. Björn Höcke lud, wie alle Jahre wieder, zum Kyffhäuser; jenem architektonischen Monstrum aus Kaiser Wilhelms Zeiten, das bezüglich seiner Häßlichkeit nur noch vom Völkerschlachtdenkmal in Leipzig übertroffen wird. Politik braucht Symbole und die sind zu allen Zeiten nicht immer geschmackssicher gewesen. Insofern war es sicher besser, dass die Veranstaltung etwa 50 km entfernt, in einer schlichten Halle in Leinefelde stattfand und nicht direkt unter Kaisers Bart.

 

Mit Fahnen herumwedeln ist auch nicht mein Ding, aber Patrioten sind nunmal stolz auf ihren Staat; gerade dann, wenn wenig Grund dazu besteht, weil er vom politisch herrschenden Soros-Pöbel in ein Irrenhaus verwandelt wurde, in dem Patienten Ärzte und Ärzte Päpste sind, die den antifastarken Wächtern suggerieren, dass Schwarz-Rot-Gold ein Rotes Tuch ist. Somit wurde die deutsche Trikolore also auch in Luthers Thüringen und seinem erzkatholischen Eichsfeld sowas wie eine identitätssolidaritäre Trotzfahne. Und die getroffenen Krokodile ziehen daraufhin natürlich jaulend die Rotzfahne.

 

Mir ist auch die ganze Show mit pseudosymphonischer Billigmusik a la 1492 von Vangelis zuwider, die mit deutscher Veranstaltungskultur soviel zu tun hat, wie Beethoven mit Helene Fischer. Wäre ich Höckes musikalischer Berater, würde ich für die fulminante Rede, die er dann dort gehalten hat, wenigstens „Will der Herr Graf ein Tänzchen nun wagen“ empfohlen haben. Denn die erfolgreichste Waffe im Kampf gegen was auch immer ist nie das Pathetische, nie die Sentimentalität, sondern kraftvoll intelligenter Humor! Vor allem der, den man hat, nicht aber der, den man sich nur zugelegt hat. Der beste Witz ist also immer noch der Mutterwitz. Schönen Gruß von Franz Joseph Strauss.

 

Da kann man jede bayerische Blaskapelle fragen. Aber für „Höcke tanzt Menuett“ oder „Höcke tanzt Schuhplattler“ war die Lage zugegebenermaßen zu ernst. Und Höcke ist nicht gerade der Figaro unter den Rednern. Geschweige, der Mozart. Und jodeln kann er bestimmt auch nicht. Aber das ist gut so. Denn Pazderski ist nicht mal Graf, geschweige General, bloß Oberst a.D., der politisch sowieso nur Polonese kann. Doch dieses ganze Krönungsmessegehabe vom Band wie jetzt in Leinefelde kann man – will man als Alternative zu den Kartellparteien gerade auch im Authentischen punkten – bei solchen Veranstaltungen auch ganz weglassen. Keiner muss in melodramatische Kreuzfahrtstimmung gebracht werden, bevor Höcke auf Große Kaperfahrt geht.

 

Da bin ich übrigens mit Kubitschek völlig einig, dass solche Inszenierung politischer Figuren der gefährlichen Demagogie näher ist. Da ist es also für Höckes Feinde ein Leichtes, ihn mit dieser zu verbinden. Mit so einem grotesken Nationalritualrummel schießt man sich nur ins eigene Knie. Kubitschek in seiner Sezession:

 

„Es war wie auf einem Konzert: Moderation, Vorband, Wartenlassen, Erregungssteigerung, Hauptband, große Zufriedenheit.“

 

„Für die AfD und innerhalb der AfD gilt das Prinzip der Diskursherrschaft qua Machtdemonstration und Überwältigung nicht, und zwar aus drei Gründen:

 

  1. Die Grünen sind eine durchgekaderte Partei, ausgestattet mit hypermoralisch aufgeladenen Mobilisierungsthemen, mit verlogenen Utopien samt Heiligenpersonal (Greta, Rackete) und mit „den Rechten“ als einem politischen Feind, den es – unterstützt von den Meinungsmachern und den zivilgesellschaftlichen Gruppen – zu markieren, zu kriminalisieren und mundtot zu machen gilt. Aber niemand zieht von Habeck und Baerbock eine Parallele zu totalitären Führungsfiguren der linken Unheilsgeschichte, und zwar aus dem einfachen Grund, weil man ihnen nicht über mitspielen will. Von Höcke zu den Demagogen der dunklen Jahre ist es für die unfairen Berichterstatter (und im Nachgang: für die seit Jahrzehnten durchkonditionierten Leser und Zuschauer) hingegen nur ein denunziatorischer Assoziationsschritt. Darüber kann man sich die Haare raufen: Es ändert an der Lage nichts, und in ihr muß man leben und agieren.

 

  1. Diesen denunziatorischen Assoziationsschritt sind auch die Höcke-Gegner in der eigenen Partei zu gehen bereit, denn der NS-Vergleich ist die billigste und zugleich zahlungskräftigste Münze unserer Zeit. Es mag denjenigen Parteifreunden, die sie in den Erregungsautomat werfen, bewußt sein, daß sie die Münze des Gegners verwenden, aber sie liegt nun einmal bereit, liegt nahe, ist rasch bei der Hand. Und parteiinterne Gegner werden umso ungeduldiger, je länger der zuvor geradezu spielend eingefahrene Erfolg zu bröckeln beginnt oder sogar in erste Mißerfolge umschlägt. In solchen Lagen wird der Zusammenhalt lockerer, werden Schuldige gesucht und markiert, und Risse, die gekittet waren, werden zur großen Sache erklärt. Auch darüber kann man sich die Haare raufen: Keinesfalls aber darf man selbst die Risse vergrößern oder dem anderen Lager in der Partei einen Anlaß dafür bieten.

 

  1. Zuletzt das Bitterste: Jeder von uns, ob in der Partei oder davor, hat eine Szene-Geschichte, ein Image, hat eine Rolle zugewiesen bekommen, spielt sie gern oder lehnt sie ab, spiegelt sich in den Rollen seiner Mitstreiter, wird plastisch, hat den ihm zugemessenen Aktionsradius und – das ist das Entscheidende – „kommt aus der Nummer nicht mehr raus“. Ich selbst (um ein Beispiel von außerhalb der Partei zu geben) bin niemals wieder in denselben Kreisen vermittelbar oder für dieselbe Ausweitung des Resonanzraums hilfreich, in denen sich ein Karlheinz Weißmann, ein Dieter Stein oder ein Michael Klonovsky bewegen oder an der sie mitwirken können, und dies, obwohl ich mit den ersten beiden zwei Jahrzehnte lang eng zusammenarbeitete und mich mit dem dritten gut verstehe. Meine Profilierung hat ihren Preis, die Attribute, die mit mir in Verbindung gebracht werden (ob ich es wollte oder nicht), verbieten es mir geradezu, Felder zu betreten, in denen ich Abwehrreaktionen auslöse. Höcke geht es nicht anders: jeder von uns muß wissen, daß er auch zu einem roten Tuch geworden ist.“

 

https://sezession.de/61385/fluegeltreffen-erklaerungen-gespraeche

 

Nur könnte Kubitscheks Aufforderung an beide Kontrahenten, jetzt vor der Wahl besser die Füße still zu halten, leider auch als eine zum Leisetreten durchgehen. Doch dazu ist es längst zu spät. Diese Strategie ist längst obsolet und hat, schaut man sich die Kommentare zahlreicher alternativer Medienangebote im Internet an, der AfD mehr geschadet als genützt.

 

Die ganze Anbiederei an den Mainstream hat solche wie Pazderski überhaupt erst möglich und dann stark gemacht. Gerade jetzt, noch rechtzeitig vor den drei so entscheidenden Landtagswahlen in Mitteldeutschland, würde der offene Kampf gegen das neoliberale Gelichter im Bundesvorstand, das dem Flügel immer nur Knüppel zwischen die Beine werfen will, dem an der AfD verzweifelnden Wähler endlich signalisieren, dass nun Schluss damit ist. Gerade jetzt war der richtige Zeitpunkt, den offenen Kampf mit den Feinden des Flügels aufzunehmen. Da bin ich ganz bei Höcke.

 

Je klarer er und seine Mitstreiter nun Kante zeigen, umso stärker wird die „Ost-AfD“ und umso mehr werden die Flügelanhänger im Westen ermutigt, sich den Besserwessis in der Partei, deren Wählerausbeute in den alten Bundesländern aufgrund des ständigen Liebäugelns mit der CDU/CSU und FDP mehr als kläglich ist, entgegenzustellen.

 

Mit Doris von Sayn Wittgenstein, die sich aufgrund ihrer Hartnäckigkeit gegen den von Pazderski und seinen Kumpanen unterminierten Bundesvorstand nun wieder auf den Chefposten des AfD-Landesverbandes Schleswig Holstein zurück gekämpft hat, ist dem Flügel nicht nur eine starke Mitsteiterin wiedergegeben worden, sondern auch eine kampfstarke West-Zonen-Germania, die nun auch einen westlichen Landesverband gegen den Berliner Groß-Polen und seine NATO-Bunzelwehrhalunken ins Feld führen kann. Das dürfte jetzt gerade auch in Bayern denjenigen Mut machen, die gegen die dortigen Machenschaften im Landesvorstand und Landesschiedsgericht schon beinahe den Aufstand proben.

 

Je eher es also zur Entscheidungsschlacht um den Bundesvorstand kommt, umso deutlicher wird der Sieg Höcke ausfallen. Zwar werden die Mainstreammedien genüßlich eine zerstrittene und somit nicht wählbare AfD vorführen wollen, aber je rigoroser Höcke Pazderski als willfährigen NATO-Oberst der Siegermächte und Spalter der Partei stellt, der selbst an führender Stelle mit dazu beigetragen hat, dass die Bundeswehr zu einer Söldnertruppe der US-Bushisten verkommen ist, umso eher kann dieses falsche Subjekt der Transatlantiker samt seiner Kamarilla aus der Partei gedrängt werden.

 

Jeder echte Patriot kann sich nur schütteln, wenn er solche Typen an der Spitze der einzig relevanten Partei deutscher Patrioten ertragen muss, die in ihrer Vergangenheit als Militärs eben nicht den Interessen Deutschlands gedient haben sondern denen der westlichen Besatzer, die unser Land noch immer in einen Agrarstaat und unsere Armee zum Söldnerheer zurückstufen wollen. Für mich ist dieser Kolaborateur jedenfalls in keiner Beziehung vertrauenswürdig, zumal auch der von ihm geführte Landesverband in Berlin im Unterschied zu allen anderen Landesverbänden im östlichen Teil der BRD eine mehr als klägliche Vorstellung abliefert. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn der Herr Oberst auf der Gehaltsliste von CIA und MAD stünde. Ich persönlich traue ihm jedenfalls jeden Verrat zu.

 

Daher halte ich ein herzhaftes „Patzderski muss weg!“ neben „Merkel muss weg!“ für den kommenden Wahlkampf für weitaus angebrachter, als ein Leisetreten, um dem Wähler eine falsche Einigkeit innerhalb der AfD vorzugauckeln. Denn der ist nicht blöd. Hier geht es also um den alles entscheidenden Kampf um Glaubwürdigkeit und somit um nichts weniger, als die eigene Legitimität als echte Volkspartei. Ist die AfD etwa in der Wählergunst eingebrochen, als sie Lucke, Petry und Poggenburg los wurde? Nein! Im Gegenteil! Sie würde aber massivst einbrechen, wenn Höcke und der Flügel sie verlassen würde. So, wie sie massiv an Wähler gewinnen wird, wenn der Flügel endlich auch den Bundesvorstand dominiert.

 

Herr Kubitschek ist ein kluger, wenn nicht brillanter Kopf, aber vielleicht entschließt er sich gerade deshalb doch noch, Björn Höcke und seine Mitstreiter, darunter die führenden Köpfe wichtigster Landesverbände, die längst stark genug sind, um an der AfD-Spitze vor den anstehenden drei Landtagswahlen noch einmal gründlich aufzuräumen, hierbei nicht auch noch über weiter anhaltende Leisetretereien „kameradschaftlich“ auszubremsen, wie es sonst nur Jesuiten als Berater fertig brächten.

 

Wenn jetzt schon von westdeutschen Landesvorsitzenden wie dem von Rheinland-Pfalz – auch so ein Bunzelwehr-NATO-Veteran – die Flucht nach vorn angetreten wird; wenn jetzt schon dieser Oberstleutnant a.D. Uwe Junge mit auffälliger wilhelminischer Rotzbremse Höcke auffordert, für den Bundesvorsitz zu kandidieren, dann kann er zwar hoffen, dass der anvisierte Todfeind – pardon, Parteifreund – zum jetzigen Zeitpunkt noch scheitern würde, wenn er sich darauf einließe, weil die Mehrheitsverhältnisse im Bundesvorstand vor den drei Landtagswahlen noch immer zuungunsten des Flügels bestehen; muss aber auch riskieren, dass Höcke trotzdem gewinnt. Garantiert aber wird er gewinnen, wenn er selbst den richtigen Zeitpunkt für seine Bewerbung bestimmt und den sich nicht von solchen Bunzelhelden bestimmen läßt. Und die ist natürlich nicht vor sondern nach der Wahl. So hat er es denn auch in seiner Rede angekündigt.

 

Das weiß dieser schlaue Fuchs aus Rheinland-Pfalz natürlich auch. Insofern können wir aber feststellen, dass inzwischen wohl jeder in der AfD fest damit rechnet, dass Björn Höcke nach den Landtagswahlen, die einen Triumph des Flügels erwarten lassen, den Bundesvorsitz anstreben wird; dass sich selbst NATO-Pazderski mit dieser Lage abgefunden hat und es jetzt dem Bundesvorstand eigentlich nur noch darum geht, dem Landeschef von Thüringen ordentlich Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

 

Die Rede seines Lebens

Also was hat Björn Höcke eigentlich mal wieder verbrochen? Ganz einfach! Er hat die Rede seines Lebens gehalten! So jedenfalls würde ich sie beurteilen, weil ich denke, dass es seine bisher wirkungsmächtigste sein wird. Erstaunlich nur, dass der Inhalt selbst in Kubitscheks Medien eher heruntergespielt wird; so als hätte man Angst vor der eigenen Courage. Aber vielleicht kommt ja noch eine Analyse nach?

 

Ich bin wirklich nicht leicht zu beeindrucken, aber was ich da schon abgesehen vom Inhalt wahrnahm, war ein Björn Höcke, der mich als Rampensau diesmal wirklich überzeugt hat. Auch bezüglich Auftritt, Jeans, Hemd ohne Krawatte, Jackett, Mimik und Gestik und selbst stimmliche Dynamik. Alles Daumen hoch!

 

Diesmal passte der Ton zu seinen echten Emotionen, war nicht künstlich überzogenen. Selbst crescendo und fortissimo wirkten nicht überspannt. Der ewige Knabe schien diesmal einem gereiften Politiker gewichen zu sein, mit dem im politischen Deutschland demnächst stark zu rechnen ist. Der pathetische Volkserzieher in ihm ist zurückgetreten. Keine Spur mehr von Selbstmitleid. Auf mich wirkte er zum ersten Mal wirklich souverän. Seine Bismarck-Lektüre hat ihm offensichtlich gut getan. Denn das Wichtigste, das bei seinen Auftritten jetzt rüber kommen muss, ist auf keinen Fall Großtuerei bis hin zur Großmäuligkeit, sondern seine Intigrität, die ebenso Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen kann wie sie auf kämpferische Worte entsprechende Taten folgen läßt. Wenn das gelingt, ist Höcke nicht mehr aufzuhalten.

 

Aber nun zum Inhalt! Also ich kann nur empfehlen, sich mal für die ganze Rede Zeit zu nehmen. Ich langweilte mich jedenfalls diesmal keine Minute. Schließlich handelte es sich um nichts weniger als um einen entschlossenen Übergang über den Rubikon. Jetzt gibt es kein Zurück mehr! Das hat wohl selbst Kubitschek erschreckt.

 

Von der ersten bis zur letzten Minute ist man Zeuge der wahrlich überfälligen klaren Kampfansage des Flügels gegen den für Deutschland wirklich gefährlichen Intrigantenstadl um Pazderski! Es war dazu eine Kampfansage an die CDU, die hoffentlich die Träume der CDU/FDP-Koalitionäre innerhalb der AfD zum platzen bringt. Es war eine Kampfansage an die Grünen und ihre durchschaubare Klimahysterie. Weniger eine an die Roten, denn die werden in beiden Farbschattierungen in Thüringen ohnehin schon bald so zukunftsrelevant sein wie die Grauen. Warum sich also noch an dieser Front unnötig verkämpfen?

 

Es war aber vor allem auch und endlich eine Kampfansage an den gegenwärtigen Bundesvorstand der eigenen Partei. Was Höcke da ablieferte, ist nichts weniger als seine Bewerbungsrede für den Posten des Bundeschefs; selbst wenn er den gar nicht anstreben würde. Jetzt hat er keine Wahl mehr, als seinen Hut in den Ring zu werfen. Und soll mich der Teufel holen! -er hat das Zeug dazu! Das dachte ich, als ich ihm zuhörte.

 

 

Da war ich mir bisher durchaus nicht sicher. Weil mir diese ganze unreflektierte Dom -und Burgromantik bei ihm schon immer auf den Wecker fiel. Lutter und Wegner -pardon – Luther und Wagner und Moritz von Schwind sind nunmal nicht zu toppen. Nicht mal von der Heiligen Elisabeth. Wer heute Deutschland retten will, braucht keine deutschen Wallfahrtsorte. Er muss auch nicht an erster Stelle Mittelalter, Barock und Rokoko retten. Noch weniger das feudale Christentum, dessen Kirchenfürsten gerade wieder an vorderster Front zusammen mit dem international marodierenden Kapital Deutschlands Untergang herbeiführen wollen. Wie stets in der Geschichte!

 

Er muss vor allem den Rechtsstaat retten, aus dem heraus der Deutsche wieder seine Sittlichkeit leben kann. Er muss, wie einst Bismarck, die Jesuiten aus dem Land werfen. Er darf nicht wieder aus Dummheit und Schläfrigkeit in die nächste Diktatur schlittern, die ihm vom Transatlantischen Imperium erneut aufgezwungen werden soll. Er muss sich vor ROM und seine NGO-Legionen retten, muss in sich wieder Innovation und Erfindergeist wecken. Und ja – da hat Höcke völlig recht! – er muss auch endlich wieder Solidarität mit sich selbst, der eigenen Identität üben, Freude an der eigenen Pflicht haben, die man für das Gemeinwohl übernommen hat. Man sieht doch überdeutlich bei den Grünlinksversifften, in welch gigantische Zerstörung Selbsthass und Rechtfertigungsüberdruck führt!

 

Also bitte alles zu seiner Zeit! Die Leute wollen heute erst mal wieder sicher in einem demokratischen Rechtsstaat Deutschland leben und jederzeit über die Straße gehen können ohne fürchten zu müssen, Opfer von Kriminellen aus aller Herren Länder zu werden. Dieser starke Bürgerwille – der ja im angerichteten Städte -und Gemeindechaos unter dem Merkelregime darunter leidet, dass Macht wieder vor Recht geht, weil Moral wieder vor Recht geht, muss sich angesichts des Überflutens der Demokratie mit archaischem Kultur -und Diktaturverständnis längst wieder zum blanken Überlebenswillen zurück entwickeln.

 

Unsicherheit und Angst bis hin zur Panik lassen ihn jedoch ganz von selbst auf die Instinktebene als Ausgangspunkt seiner individuellen Selbstbehauptung zurückkehren. Der braucht also durchaus nicht mit deutscher Romantik stimuliert werden, um sich zu verteidigen. Der Furor teutonicus braucht keine Geburtshilfe. Schon gar nicht in Form von romantischem Anschauungsmaterial. Wenn er dann ausbricht, braucht Deutschland vor allem besonnene Köpfe, die ihn wieder in zivilisierte Bahnen zurück lenken können. Wären das Köpfe wie Meuthen oder Weidel? Oder gar Sesselmilitärs wie Pazderski? Ganz sicher nicht. Flohzirkusdomteure können keine Löwen bändigen.

 

Um den Deutschen als Patrioten zu motivieren, taugt jetzt kein hehres sondern nur dieses selbstverständliche Ziel des Überlebens in einem von der eigenen Regierung erklärten Krieg, zu dem er sich selbst motivieren kann und wird, weil er muss, will er seinen zivilisatorischen Standart behaupten. Denn dieser Wille ist ein instinktiver und somit politisch nicht korrumpierbar. Das kann man gerade jetzt auch immer deutlicher bei jenen Linken beobachten, die immer mehr im eigenen kulturrevolutionären Faschismus aufwachen und merken, dass sie sogar vor sich selbst nicht mehr sicher sind.

 

Insofern fand ich es besonders erfrischend, dass Höcke sein Publikum mit gut aufbereiteten Fakten zu echten Zuhörern und Mitdenkern machte, indem er die Menge diesmal weitgehend damit verschonte, mit seinen patriotischen Eulen nach Athen offene Türen einzufliegen. Da sprach einer, der politisch gereift ist, der seine Energien nicht mehr aus der Nostalgie, dem Erinnerungsschmerz, dem Selbstmitleid bezieht. Da sprach einer, der sich nun anschickt, die AfD mit Hilfe seiner vielen vielen Mitstreiter als Rechtsstaatspartei mit zu übernehmen, weil er es kann. Da sprach einer, dem inzwischen bewußt geworden ist, dass die soziale Frage und das Wiederverpflichten der globalisierenden deutschen Wirtschaft auf den deutschen Staat zusammenhängen. Da sprach einer, dem klar ist, dass der antiliberalistische Flügel zur AfD an sich werden muss, will sie Volkspartei sein.

 

Der da redete, war ein starker Kämpfer, der sich nicht mehr nur als Einzelkämpfer darstellt, sondern als der Partei verantwortlicher Chef des Thüringer Landesverbandes mit starker Rückendeckung aus anderen mächtigen Landesverbänden. Wer ihm zuhörte, dem war klar: Mit dem wird nicht nur der AfD-Bundesvorstand künftig noch mehr rechnen müssen sondern vor allem auch das Parteienkartell der Merkelei. Wenn das nicht nur heiße Luft war – und danach fühlte es sich wirklich nicht an – dann könnte die AfD noch vor den Landtagswahlen von ihm und seinen Flügel-Kollegen in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Anhalt gründlich aufgemischt und übernommen werden. Dann hört die Anbiederung an die Union hoffentlich endlich auf.

 

Das aus FDP -und Unionsnostalgikern bestehende neoliberale Wessi-Hypodrom in der AfD, das noch immer nicht weiß, ob es nun nationalkonservativ oder nationalliberal sein will, wäre endlich wirklich Geschichte in einer AfD, deren einziger Sinn und Zweck nur der sein kann, das gesamte Machtkartell Merkels zu stürzen und nicht, mit Teilen dieses regierungskriminellen antideutschen Verbrechersyndikats zu koalieren; selbst wenn nach Merkel Maaßen kommt.

 

Die CDU/CSU ist und bleibt die Zentrumspartei der in der Weimarer Republik gestarteten „katholischen Aktion“ der Jesuiten. Wer dieser Union, die als Zentrumspartei Papens einst Hitler erst ermöglicht hatte und nach dem Mauerfall Merkel ermöglichte, als deutscher Patriot weiter unterstützen, gar mit ihr koalieren will, der ist eben eher ein Pater-Idiot, der weder aus der Geschichte noch aus der eigenen Gegenwart was gelernt hat.

 

Die Union ist und bleibt eine Partei ROMs! Insofern bin ich wirklich beruhigt, dass Höcke nun auch seinen Hang zu Preussen etwas konkretisiert hat, in dem er vor allem das Preussen Bismarcks – und nicht das der Hohenzollern, die nach Friedrich dem Großen auf ganzer Linie versagt haben – hervor hob. Bismarck war es vor allem, der kurz nach der Reichsgründung die Jesuiten aus Deutschland wieder hinausgeschmissen hat. Er wußte, warum! Wenn Höcke und seine Mitstreiter dieses Ziel auch verfolgen – was unabdingbar ist, soll Deutschland noch eine Zukunft haben – dann handeln sie wirklich geschichtsbewußt. Nicht aber, wenn sie lediglich deutsche Burgen, Schlösser und Kirchen als deutsche Kulturtaten anpreisen.

 

Von der Dresdner Bierzeltrede zur diesjährigen Kyffhäuserrede war Höckes Auftreten ein substantieller Quantensprung! Was da diesmal an Kraft rüberkam ohne zu kraftmeiern, war beeindruckend. Gegen diese jugendfrische Übermacht der persönlichen Intigrität ist die Anti-Höcke-Kampagne von Pazderskis NATO-Veteranenkriechertruppe in der AfD ein Zwergenaufstand; eine Nachtwächterparade, gemalt von Spitzweg. Die können sich bereit machen zum Flüchten! – zurück in die Freimaurer-FDP oder jesuitisch-maltesische Werteunion.

 

 

Neue Runde im Kampf gegen Rechts im Anmarsch

Für NRW-Innenminister Jäger (SPD) hat das Stöbern in Niederungen des Internets zwecks Aufspüren “widerlicher” Gedanken gerade jetzt “mindestens” die gleiche Priorität wie die Aufklärung der Kölner Taten:

Die Polizei hat nach den massiven Übergriffen auf Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof mehrere Verdächtige ermittelt. Das sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Mittwoch in Düsseldorf.

Jäger warnte auch vor Pauschalisierungen und einem Generalverdacht gegen Flüchtlinge: “Das ist Wasser auf den Mühlen bestimmter Personen, die glauben, jetzt schon die Täter zu kennen, das sind nämlich dann alle Flüchtlinge. Was in den rechtsgerichteten Foren und Chats zurzeit passiert, ist mindestens genauso widerlich wie die Taten derer, die da die Frauen angegangen haben. Das vergiftet das gesellschaftliche Klima. Flüchtlinge werden pauschal kriminalisiert und eine Differenzierung zwischen Personen findet nicht mehr statt.”

Eine bunte Satirezeitschrift behauptet ernsthaft, es seien “nicht Flüchtlinge sondern Arschlöcher” gewesen, und letztere hätten keine Nationalität. Dies wird sicherlich zum Standarddiskurs werden. Die Kölner Vorfälle werden zur Stärkung des Kampfes gegen Rechts führen, prophezeit auch JF-Chefredakteur Dieter Stein, der in seinem Leben das Scheitern von vielen rechten Oppositionsversuchen erlebt hat. In Situationen wie dieser fühlen sich stets viele Großmäuler in ihrem Element. Jeder kann sich in Gräuelberichten suhlen, und das Staatsversagen erzeugt Versuchung zur Selbstermächtigung, das Recht in die eigene Hand nehmen zu wollen oder vielmehr dies großmäulig anzukündigen. Die Steilvorlage, auf der die Bunten ihre nächste Kampagne reiten, wird nicht ausbleiben.

Alexander Gauland (AfD) sagt:

Es sind erstens viele Menschen mit Migrationshintergrund gewesen und zweitens hat die Polizei offensichtlich versucht durch eine Presseerklärung zu vermitteln, (…) dass es ein friedliches und fröhliches Silvesterfest gewesen ist, und versucht zu verhindern, dass es überhaupt Anzeigen gibt.
Das ist die Schande des Rechtsstaates!

Der jüdische Pegida-Bayern-Unterstützer Mathew Cohn, der dieses Jahr aus dem islamischen Orient zu den Wurzeln seiner traditionsreichen Familie nach Deutschland zurückkehrt, schreibt:

Ich kann kaum sagen wie sehr ich Deutschland liebe. Es ist das Land vieler vieler Generationen meiner Familie. Ich bin schlichtweg am Boden zerstört über die Geschehnisse. Ich kenne die Kultur der Vergewaltiger, ich war mit solchen hier über 2 Jahre lang im Gefähgnis. Ich habe das kommen sehen. Ich bin am Boden zerstört.

Kommentare bei PEGIDA Bayern:

HPC: Ohrenbetäubendes Schweigen zu den Gewaltexzessen in Köln bei denen, die sonst immer am lautesten aufschreien. Kein Wort auf der FB-Seite von Imam Idriz, der sich sonst ungefragt immer überall einmischt. Die Kirchen schweigen. Wo ist das Gepolter von Kardinal Marx? Das Dauer-Grinsen von Bedford-Strohmann legt für Köln auch keine Extra-Haltestelle ein. Claudia Roth mußte man erst tausend mal auf die Füsse treten, bis ihre sonst allpräsente Inkontinenz diesmal nur in homöopathischer Dosis zu tröpfeln begann. Statt Tacheles ein Herumeiern bei Roth. Relativieren auch bei der sonst so vorlauten Lamya Kaddor. Und PRO ASYL? Keine Silbe.

PH: Ich bin es leid, titelt eine der Schweigsamen in der Zeit zum Thema der leidigen Erwartungen, sie sollten etwas sagen. Was soll sie auch sagen? Diese Realität ist im sozialkreationistischen Glaubensbekenntnis einfach nicht vorgesehen. Alle Bevölkerungen sind gleich, und wenn sie sich schlecht verhalten, haben wir, der Klassenfeind, sie ausgebeutet oder nicht genug Geld für ihre Integration ausgegeben. Punkt. “Mindestens” ebenso schlimm wie die Massenkriminalität sind laut NRW-Jäger die schmuddeligen Internet-Foren auf Facebook, wo irgendwelche ungezogenen Einheimischen die sozialkreationistische Leitkultur nicht vollständig verinnerlicht haben. Der Kampf gegen Rechts tritt in die nächsthöhere Gangart.

HPC: Özdemirs Antwort war interessant. Zuerst als lästige Pflichtübung ein politisch korrektes statement zu Köln. Um dann (was schon Özdemirs Mimik verriet) gegen räääächts los zu schlagen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Angenommen, es gäbe einen Terroranschlag irgendwo bei uns, die Özdemirs werden es stereotyp verurteilen, um dann vor räääächts zu warnen, vor welchem herbeigeschwafelten Hirngespinst auch immer. Nach dem Schema: wenn in Tröglitz ein Dachstuhl brennt, dann muß das wochenlang in Talkshows durchdekliniert werden. Wenn Köln in ein Freiluftbordell mit Gewaltexzessen durch Antänzerbanden verwandelt wird, dann lässt man die Katze erst widerwillig und mit 4 Tagen Verspätung aus dem Sack.

Es kursieren allerlei Gruselvideos, z.B.:

  • Johlende Kriegsflüchtlinge schießen Silvesterraketen in die Menge.

Schweigen im Walde bei Kirchen und Medien, jetzt erst recht Kampf gegen Rechts

Die Katholische Nachrichtenagentur beklagt ein Schweigen im Walde bei den Bischöfen. Kardinal Woecki fand zwar deutliche Worte der Verurteilung, abstrahierte aber in sozialkreationistischer Manier vom Kontext.

Roland Tichy schreibt zum Thema Warum versagen die Medien in der Flüchtlingskrise?:

Das eigentlich Problem liegt erst vor uns. Derzeit kommen weiterhin täglich 4.000 Zuwanderer nach Deutschland. Merkels Politik der Zuzugsbegrenzung greift nicht. Also liegt vor uns ein Jahr, in dem durch neue Flüchtlinge und Familiennachzug die Zahl von 3 bis 5 Millionen `Flüchtlingen´ nicht zu niedrig sein dürfte; rechnet man noch Zuzüge aus Euro-Land dazu, dann ist innerhalb von 3 Jahren jeder 10. hier Lebende ein Migrant; möglicherweise auch jeder Achte. Nach wie vor darf jeder einreisen, unbegrenzt, unkontrolliert. Köln zeigt dramatisch das Scheitern der Flüchtlingspolitik, wie sie von der Bundesregierung, aber auch von der Mehrheit der Medien gefeiert wird. Und weil es noch nicht reicht, hat der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner für betroffene Frauen nur Hohn und Spott übrig. Nein, ihm schlottern nicht die Knie.

Wolfram Weimer schreibt mit Bezug auf die Neujahrsgräuel, die Öffentlich-Rechtlichen Medien seien zu staatsnah:

Deutschlands Medien schlittern in eine Glaubwürdigkeitskrise. Fast die Hälfte der Deutschen fühlt sich in der Migrationsfrage fehlinformiert und mundtot gemacht. Vor allem die Öffentlich-Rechtlichen sind derzeit so staatsnah wie nie.

Ob Klimapolitik oder Euro-Rettung oder Pegida-Beschimpfung oder Ukrainepolitik oder Migranten-Willkommenskultur – zu viele Medien waren zu sehr damit befasst, der jeweils offiziellen Regierungspolitik nicht nur die Mikrofone zu halten, sondern die eigenen Verstärker voll aufzudrehen.

Hartmut meint:

Es ist genau umgekehrt. Der Staat arbeitet zu mediennah. Wenn die Regierung mal dazu ansetzt, Schaden vom Volk abzuwenden, erhebt die Vierte Gewalt sofort ihr hässliches Haupt gegen sie. Ich hätte gerne Szenen wie in Polen, wo diese ungewählten Prediger und pseudohumanitären Schaumschläger, die seit Jahren den Staat vor sich her in den Untergang treiben, ihren Hut nehmen müssen.

Focus interviewt einen Soziologen, der vor “extremen Reaktionen” warnt und die “Übergriffe in Köln” herunterzuspielen sucht. Damit könnte die Zielrichtung der Leitmedien vorgeben.

Die Springer-Welt moderiert einen Artikel einer ZDF-Moderatorin an:

“Vorgänge in Köln kein Auswuchs spezieller Kultur”

Die Übergriffe in Köln in der Silvesternacht nutzen viele Menschen, um ihre fremdenfeindliche Gesinnung zu rechtfertigen. Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali reagiert auf einen entsprechenden Kommentar.

Der Artikel erklärt indirekt, warum das ZDF tagelang schwieg.

Die Zeit rechtfertigt ihr langes Schweigen ausführlich und stellt sich hinter atemberaubende Rabulistik eines Lesers:

Wenn es zulässig wäre, angesichts der Übergriffe von Köln die Zuwanderungspolitik in Frage zu stellen, dann müsste es angesichts von über 800 Anschlägen auf Flüchtlingsheime auch zulässig sein, Pegida, AfD und NPD zu verbieten und die Anhänger zu inhaftieren.

Mehr neues im Gräueldossier http://a2e.de/ius/16/01/greuel/