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Der entnazifizierte Radetzkymarsch – die Jagdsaison 2020 ist eröffnet!

Noch ist die Serie linksextremistischer Übergriffe und Anschläge im Dezember 2019 nicht aufgeklärt und publizistisch angemessen dokumentiert. Doch zum Verdruß von Manuela Schwesig (SPD), die den Linksextremismus als „aufgebauschtes Problem“ definiert – berichtete die ARD-Tagesschau vom 1.1.2020 über das „Neujahrs-Konzert“ der Antifa in Leipzig-Connewitz.

Im Gegensatz zu Leipzig-Connewitz gab es bei Wiener Neujahrskonzerten weder Mordversuche noch schwerverletzte Polizisten. Aber die Noten und Partituren wurden politisch korrekt nach deren Gesinnung durchleuchtet. Das schildert nun unser geschätzter Autor

 

Notan Dickerle

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen “Bunt”

 

Das Wiener Neujahrskonzert, das achtzigste seiner Art, seit es im bösen Jahr 1939 unter der Leitung des braunen Dirigenten Clemens Krauss aus der Taufe gehoben wurde, hat uns eine deutliche Marschrichtung für das Neue Jahr 2020 vorgegeben: nicht nur alles Private ist politisch sondern auch alles Musikalische. In diesem vergangenheitspolitischen Jubiläumsjahr wird es noch einmal richtig rund gehen!

Der Radetzkymarsch ist endlich gereinigt worden, gereinigt von seinen braunen Flecken. Zwar hat ihn Johann Strauß Senior bereits im Revolutionsjahr 1848 geschrieben, als es noch gar keine Nazis gab. Die Fassung, welche die Wiener Philharmoniker seit 1946 (erstmalig unter dem völlig unbraunen Dirigenten Josef Krips) einem begeistert mitklatschenden Publikum präsentierten, war aber von einem gewissen Leopold Weninger arrangiert worden, der nach Ansicht des Politologen Oliver Rathkolb (von der linken österreichischen Reichshälfte) ein „glühender NS-Propaganda-Komponist“ gewesen sei. Weninger hat den berühmten Marsch zwar bereits 1914 entsprechend arrangiert, als braune Umtriebe auch noch kein wesentliches Thema waren, aber später tatsächlich menschenverachtende Kompositionen wie die Hymne „Gott sei mit unserem Führer“ in die Welt gesetzt, bevor er Anfang 1940 im Alter von 60 Jahren verstarb. Seit über 70 Jahren also wurde das Publikum in aller Welt mit musikalischen Hakenkreuzen traktiert, ohne daß jemand diesen unhaltbaren Zustand bemerkt hätte! Zwar hatten sich in der Vergangenheit besonders sensible Dirigenten wie Carlos Kleiber gegen das militante Mitklatschen des Publikums ausgespochen. Sie konnten sich gegen diese populäre Tradition aber nicht durchsetzen, da sie rein ästhetisch und nicht im Sinne umfassender politischer correctness argumentierten. Bei Rathkolb, Teil eines spätestens seit der Waldheim-Affäre bestehenden antifaschistischen Netzwerks rund um seine Lehrerin Erika Weinzierl und das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands, das den angeblich unpolitischen Landsleuten seither regelmäßig den Nazi-Zerrspiegel vorhält, war das anders. Ab heute, 1.1.2020, ist der Radetzkymarsch sauber.

Wurde ja auch Zeit! Am 27. Januar gibt es einen runden antifaschistischen Gedenktag zu feiern, die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee, bevor dann nach mehreren Zwischenetappen am 8. Mai 2020 zum moralischen Halali geblasen und mit dem 75. Jahrestag des Alliierten Endsiegs über das germanisch Böse die wahrscheinlich letzte Gelegenheit wahrgenommen wird, Deutschen und Österreichern offene Rechnungen zu präsentieren. Da gibt es dann kein Relativieren mehr, wie es noch 1985 anläßlich des „Vierzigers“ in der berühmten, nicht unumstrittenen Rede Richard von Weizsäckers enthalten war, von wegen der 8. Mai sei „für uns Deutsche kein Tag zum Feiern“ oder gar „Die meisten Deutschen hatten geglaubt, für die gute Sache des eigenen Landes zu kämpfen und zu leiden.“

Mein Gott, wenn das heute jemand von der AfD sagen würde! Oder gar den Kommentar von Franz Josef Strauß wiederholen:

„ewige Vergangenheitsbewältigung als gesellschaftliche Dauerbüßeraufgabe lähmt ein Volk!“

  • Ja wenn dem so ist, dann sollte es eben verschwinden, das Volk! Jedenfalls dieses Volk, das derzeit mit Migranten bis zur Unkenntlichkeit geflutet wird, auf daß es sich in der bunten Zuckerwatte westlicher Werte und universaler Menschenrechte auflöse. Vorher sollte es allerdings noch einige kleine Forderungen abarbeiten als da wären: massive Erhöhung des Verteidigungsetats, Verzicht auf Nordstream 2, strikte Beachtung von den USA ausgesprochener Sanktionen gegen Schurkenstaaten wie China, Russland oder Iran, konsequentes Vorgehen gegen „Hate-Speech“ und „Fake News“, Zustimmung zu einer Banken- und Schuldenunion, Reparationszahlungen an Polen, weitere Rettungspakete für Griechenland usw.

Für diese im beginnenden Jahr zu erledigenden Hausaufgaben muß der moralische Druck aufrechterhalten und möglichst erhöht werden, damit niemand auf den Gedanken kommt, die genannten Forderungen seien in Wahrheiten Unverschämtheiten.

Da kann die Musik ungemein behilflich sein, wie ja soeben auch das WDR-Lied von der Oma als Umwelt- bzw. Nazisau gezeigt hat.

Tattoo Jagdsaison

Dabei sind doch die Omas von heute die 68-er von gestern – von wegen gute Kuchen backen, kiffen können sie, die „Omas gegen Rechts“, und am Hintern sind sie tätowiert. Aber das ist ein anderes Thema…

Anhang

In Berlin fackelte derweil die Buntstasi das Auto des Journalisten Gunnar Schupelius ab.  In Bagdad gab es einen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt, den die USA sofort zu einem Angriff auf Iran in Syrien nutzten, zu dem der scheidende Außenminister Pompeo martialische Wahlkampfrhetorik lieferte.  Er will Senator werden.  Das irakische Parlament hat die USA immer wieder aufgefordert, seine Stützpunkte abzuziehen, und es gefällt in der ganzen Gegen kaum jemanden, wenn sie zum Spielball amerikanischen hochmodern bewaffneten innenpolitischen Theaters wird.  Daher wirkt auch der innerhalb von Minuten durchgezogene Gegenangriff auf den Iran wie eine Inszenierung.   Inzwischen wissen wir überdies sicher, dass der Giftgasangriff von Dhouma bei Damaskus, auf den USA und Frankreich mit Raketenangriff reagierten, von ihren Schützlingen inszeniert war.  Auch hierzu lieferte Wikileaks zum Jahresende letzte brisante Erkenntnisse (über Fälschungen der OPCW).

Terror in London. Maas sieht keine Verbindung zwischen Terror und Flüchtlingen.

Europa ist und bleibt der Import-Weltmeister von Kriminalität. Offiziell nennt sich dieser Vorgang in den Relotius-Medien plakativ „Seenotrettung“ oder „Refugees Welcome“.

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ARD und Relotius/Orwell-Messe (c) Kurt Klarsicht

De facto aber schafft die sorglose Seligsprechung und grenzenlose Humanitärbigotterie das Fundament für die Ausbreitung arabischer Clans, die Basis für die Vermehrung von Fachkräften wie Antänzern, Gleisschubsern, Gruppenvergewaltigern, Ehrenmördern, somalischen Piraten, der nigerianischen oder tschetschenischen Mafia, Drogenhändlern, Macheten- und Messermännern, Salafisten, Islamisten, Cockpit-Terminatoren, Kindergeld-Fetischisten oder Geldwäschern aus dem Dunstkreis der Hawala.

Unser Ex-Justiz- und der jetzige Außenminister hat zwar davor gewarnt, Schutzsuchende mit Terror-Allüren in Verbindung zu bringen, aber lange bevor sich Heiko Maas mit seinem extrem messerscharfen Intellekt in die SPD einbrachte galt schon das Bonmot

„Irren ist menschlich

aber immer irren ist sozialdemokratisch“ (Franz Josef Strauß)

Gestern tötete der 28 jährige Pakistani Usman Khan im vom moslemischen Bürgermeister Sadiq Khan regierten London am helllichten Tag zwei Menschen und verletzte dabei mehrere Passanten mit dem Messer. Couragierte Passanten verhinderten Schlimmeres, indem sie den Sprenggläubigen überwältigten, bis ihn die Polizei aus nächster Nähe erschoss.

Seyran Ates kommentiert die Situation auf ihrer Facebook-Seite ganz nüchtern und unverblümt so:

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Seyran Ates screenshot FB

Eine andere Facebook-Nutzerin meint dazu

Usman Khan – *islamischer Terrorist, Pakistani, auf freiem Fuß. Vorzeitig entlassen auf Bewährung. (Freiheit für Alle-Justiz)

In London, auf der London Bridge, ging gestern wieder der Messer-Einmann um, der auf Passanten einstach, zwei davon tötete und weitere Opfer schwer verletzte. Um den Bauch trug er eine Bombenattrappe. Zuvor nämlich besuchte der Honk eine Resozialisierungsverantsaltung für Häftlinge, wo er drohte, das Gebäude in die Luft zu sprengen und sich danach auf Stechtour ins Freie begab. Dort wurde er dann von Polizisten erschossen.

Usman Arschgesicht, der Eroberer. Jetzt bei Manitou.

Usman Khan

Zur selben Zeit messerte in Den Haag (Niederlande) ein „Mann“ mehrere Personen und verletzte dabei zwei 15 jährige Mädchen und einen 13 jährigen Jungen, die in eine Klinik eingeliefert wurden. Der mutmaßliche Geflüchtete befindet sich noch auf der Flucht.

Derweil demonstrieren in Braunschweig Bessermenschen für mehr Messermenschen aus Anlaß des Parteitags der AfD.

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Massive Proteste gegen AfD-Parteitag in Braunschweig screenshot BR 30.11.2019

Der Bayerische Rundfunk vermeldete hierzu:

„An der Volkswagen Halle, in der die AfD tagt, demonstrierten schon vor Beginn des Parteitags mehrere hundert Menschen. Sie riefen unter anderem

„AfD Faschistenpack – wir haben Euch zum Kotzen satt“.

Michael Klonovsky hat diesen Umstand sarkastisch untermalt

„Ein Faschist ernährt zehn Antifaschisten“

Dem gibt es kaum noch was hinzu zu fügen.

CSU-Führung droht sich mit 5 Jahren Knast

Freie Radikale, bisher eher konnotiert als aggressive Zwischenprodukte des Stoffwechsels  diffundieren in letzter Zeit bevorzugt ins Rückzuggebiet der C-Parteien. Söder, Tauber, Ziemiak oder Joachim Herrmann setzen verstärkt auf die Rhetorik der rauchenden Colts und des Rüpel- und Rowdytums.

Kein Wunder, der Verschissmus greift nun auch in den C-Parteien Platz. Peter Tauber, seines Zeichens abgehalfterter Generalsekretär der CDU ätzt in einem Beitrag in der WELT „für die Werteunion sei kein Platz in der CDU.“

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Peter Tauber (CDU) screenshot WELT 19.11.2019

Auf dem Parteitag der CDU in Leipzig keilte Gastredner Markus Söder gegen die AfD, die er als die „neue NPD“ hochjazzte, und somit nicht als einen fair zu behandelnden Konkurrenten sondern als den „Feind“, den es zu „bekämpfen“ gelte. Es gebe „keinen richtigen Unterschied zwischen Höcke und Hitler“ erklärte der bisher nicht als Biograph hervorgetretene Franke. Söders präverschisstische Rhetorik erinnert frappierend an den Stil pöbelnder SPD-Statthalter vom Kaliber Kahrs oder Stegner.

Markus Söder
screenshot STERN

Söder scheint sich darauf versteift zu haben die Karriereleiter mit irrationalen Zerrbildern und Sündenbock-Narrativen schneller erklimmen zu können. De facto gewinnt man den Eindruck, Söder beginnt zu verzwergen. Der bekennende Steak-Fetischist wirkt bisweilen popelig als Tanzbär bei toxischer Kaffekränzchen-Kultur mit Merkel und AKK.  Der einstigen Hoffnungsträger hält einen Vergleich mit seinem Vorbild Franz Josef Strauß selten Stand. Strauß war immer dort, wo man ihn nicht erwartete: bei Mao, bei Honecker, bei Gorbatschow. Strauß gehörte zu den treibenden Kräften bei Projekten wie Airbus oder dem Münchner Flughafen. Söder glaubt mit Bombasmus wie „Bavaria One“ punkten zu können, scheitert aber an reellen Herausforderungen, die unter den Nägeln brennen wie dem Brenner-Basis-Tunnel. Strauß dachte im Gegensatz zu seinen Epigonen in großen Dimensionen.

Nicht viel besser als Söders Rüpelein wirken die Entgleisungen des amtierenden Generalsekretärs der Zombie-Union Paul Ziemiak oder die unbeholfenen Sticheleien der Großen Vorsitzenden AKK.

Im „rundentischdgf“ werfen die Autoren die Frage auf

CSU Minister will hohe Knaststrafen für Beleidigungen, übler Nachrede und Verleumdung. Will er die eigene Parteiführung hinter Gitter bringen?

Gerade am Wochenende gab es auf dem CDU Parteitag wieder große Hass und Hetzreden von Söder, Ziemiak und AKK gegen die AfD. Meint der CSU Justizminister die eigenen Funktionäre?

FÜNF JAHRE HAFT FÜR „HASS UND HETZE“

„Unser Rechtsstaat muss sich gegen die zunehmende Verbreitung von Hass und Hetze mit aller Entschlossenheit zur Wehr setzen. Wer Extremismus wirksam bekämpfen will, muss bei den Worten anfangen“, so der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CSU).

Dazu möchte der CSU-Minister das Strafrecht „anpassen“: Bei Beleidigungen soll es eine Höchststrafe von zwei Jahren (bisher ein Jahr) und bei übler Nachrede von bis zu drei Jahren (bisher ein

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Georg Eisenreich heißt der CSU-Minister, der jetzt mit drakonischen Strafen für sogenannte „Hetzer“ der Gesinnung nun den Weg in die Verfassung ebnen will.

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Georg Eisenreich (CSU) screenshot vkBIF/BR

Justizminister Eisenreich (CSU) fordert in seinem Entwurf für ein Bundesgesetz exzessive Strafen für üble Nachrede, Beleidigungen und Verleumdungen. Erstes Opfer wäre damit seine eigene Partei. Von Markus Söder, Tauber, Ziemiak, Polenz, Röttgen oder Manfred Weber liegen damit genügen Zitate vor, um sie in die Bredouille zu bringen. Eisenreich hat das Zeug zum Dolchstoß oder humorvoll formuliert: zu Trick 17 mit Selbstüberlistung.

Die Union befindet sich schwer auf dem Holzweg. Was früher exklusiv für die Genossen galt

Irren ist menschlich, aber immer irren ist sozialdemokratisch.“ (Franz Josef Strauß)

erfasst nun in beängstigender Weise zusehends die führenden Vertreter der C-Parteien.

Anhang

Während die Polizei und Justiz mit der Kriminalität und sonstigen Herausforderungen der Humanitärmigration völlig überfordert sind, wollen Politiker üble Nachrede im Netz zu einem Offizialdelikt machen. Zugleich werden die Rufe nach Zerschlagung von Facebook, Twitter etc immer lauter. Mit der Zerschlagung müsse man drohen, um Zuckerberg & Co zu Bittstellern zu machen und zu vorauseilendem Gehorsam zu zwingen, ließ etwa „Satiriker“ Jan Böhmermann verlautbaren, und ein Breites Bündnis aus ARD und Zeitungen fordert die Wiedereroberung des Internet. Bei der UNO erhielt gerade ein russischer Antrag eine überwältigende Mehrheit, der den USA allerlei Vorrechte als Verwalter des Internets entzieht. Genau das selbe strebt Buntschland aus anderen Gründen an.

Es ist für jeden deutschen Faschisten schon eine harte Arbeit, zehn Antifaschisten ernähren zu müssen.
Auch die „Junge Freiheit“ berichtet über Eisenreichs vorauseilenden Gehorsam. Besonders von den Lesern bekommt Eisenreich – 10 Jahre Haft – sein Fett weg.

Eine türkische Stadt sucht nach den Schuldigen, die Koranzitate an Bushaltestellen anbrachten. Die kognitiven Dissonanzen ähneln den Problemen derer, die neulich in GB und US mit „hetzerischen“ Plakaten des Inhalts „Islam is right about women“ für Aufruhr sorgten.
Die Klimabewegung ist weitgehend eine feministische Bewegung gegen den sündigen Wohlstand der Alten Weißen Männer. Dies sagt jetzt auch das Kinder-Sturmgeschütz ziemlich offen.
soeder_bedford_strohmBezüglich der Notwendigkeit, sich gegenüber dem  reptiloiden Feind als empathiefähiger Bessermensch zu profilieren, passt zwischen den evangelischen Christen Markus Söder und die Führung seiner linksgrünen Schleppersekte, wie er auf deren Bamberger Synode demonstriert,  kein Blatt.

Manfred Weber vermerkelt die CSU

Der politische Aschermittwoch lockte zu den Zeiten von Franz Josef Strauß Scharen an Unterstützern, früher in die Bierzelte, und als diese aus allen Nähten platzten in die Passauer Nibelungenhalle.

Franz Josef Strauß lebt weiter in unserer Erinnerung, die Nibelungenhalle gibt es nicht mehr.

Manfred Webers Versuch, in die Fußstapfen von Strauß zu treten, ist in Anbetracht seiner heutigen Rede beim Politischen Aschermittwoch gründlich mißlungen.
Manfred Weber vermerkelt die CSU weiterlesen

Franz Josef Strauß: Liberal samma scho, aber deppert samma net!

„Liberal samma scho – aber deppert samma net!“  so süffisant kommentierte der frühere bayerische Landesvater und CSU-Chef Franz Josef Strauß das Ansinnen der FDP, bei der nächsten Wahl doch FDP zu wählen. Das geschah anläßlich einer Flugblatt-Aktion der FDP zu Beginn der 1980er Jahre.

Franz Josef Strauß ist seit 30 Jahren tot, und seine so hellseherischen wie weisen Prophezeiungen im Hinblick auf die GRÜNEN sind fatalerweise eingetroffen: Franz Josef Strauß: Liberal samma scho, aber deppert samma net! weiterlesen

Dröges Duell: Weltkanzlerin gegen EU-Kapo

Noch bevor heute Abend um 20.15 Uhr vier Sender gleichzeitig (ARD/ZDF/RTL/SAT.1) das TV-Duell Angela Merkel (CDU) gegen Martin Schulz (SPD) übertragen, unterlief den Propaganda-Strategen der SPD eine äusserst peinliche Panne: im Internet lancierten sie bereits Stunden vor Beginn der Live-Übertragung: „TV-Duell: Merkel verliert klar gegen Martin Schulz“. CDU-Politiker Jan Günther twitterte einen screenshot, auf dem eine bezahlte SPD-Anzeige auf Google zu sehen war.

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Screenshot von Jan Günther (CDU)

Der Parteivorstand der SPD entschuldigte sich mittlerweile für die Panne mit der Erklärung, daß einem Dienstleister ein Fehler unterlaufen sei.

Ein Forist kommentierte „Die Schuld auf andere zu schieben, zeugt von Nichtregierungsfähigkeit“.

Eine Peinlichkeit in dieser Dimension ist bei der SPD keineswegs eine Ausnahme. In der SPD regierten Stadt Berlin wurde die Eröffnung des Flughafens BER bereits mehrmals großspurig angekündigt. Aber bei der SPD stirbt bekanntlich die Hoffnung zuletzt. Verglichen mit den Rochaden und Peripetien der SPD war sogar die Selbstversenkung der Kaiserlichen Hochseeflotte in Scapa Flow am 21. Juni 1919  ein höchst ehrenvoller Husarenstreich.

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Ein Duell zwischen Merkel und Schulz ist wahrlich kein Cliffhanger. Sogar die BILD-Zeitung moniert, daß es dröge werden wird, auch weil Merkel dem TV-Duell ihre Bedingungen aufgezwungen hat. Was zwangsläufig den Demokratrieverdrossenheit fördere. Jürgen Fritz spottet süffisant, daß Martin Schulz das Handtuch wirft, und die SPD Merkel als SPD-Kandidatin usurpiert. Obwohl Martin Schulz seine Babysitter engagiert und von acht „Coaches“ einstudiert wurde.

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Das Land der Dichter und Denker profitiert immer noch vom Fleiß und den innovativen Schöpfungen vergangener Generationen. Wenn sich heute Abend die beiden anämischen Epigonen, die letzten Reste Hirnschmalz mobilisierend, zum medial hochgejazzten Showdown treffen, dann muß man kein Hellseher sein, um die Quintessenz „armes Deutschland“ zu prophezeien.
Der Herausforderer, ein Quastenflosser in der Abwärtsspirale der Kompetenz, ein Dampfplauderer und Phrasendrescher, der am liebsten mit Worthülsen, Illusionen und Seifenblasen jongliert, hat seine Versagerqualitäten bereits hinreichend in Brüssel untermauert.
Die Titelverteidigerin, Chefideologin der Banalität, setzt als Metapher der Schlaftablette auf Allgemeinplätze, ihre narkotisierende Wirkung und den Mut zur Lücke. Im Strudel der Trivialität hat einmal Merkel, dann wieder Schulz die Flossen vorne.
Phantomschmerz stellt sich ein, wenn man zurückdenkt an die Feuerwerke der Rhetorik mitreissender Protagonisten wie Strauß und Wehner. Sie zeichneten für politsche Glanzleistungen im Wettstreit der Meinungen. Großmeister in der Klaviatur von Ästhetik bis derbem Flegeltum. Mal leidenschaftlich, mal weihevoll akademisch, dann wieder wutentbrannt wie Wehner in der Rolle des „bösen Onkels“.
Herbert Wehner (SPD), inspirativer Stinkstiefel, kreativer Wüterich, Meister des Insults und Botschafter der Impertinenz, hatte Franz Josef Strauß (CSU) zu unvergesslichen Retourkutschen provoziert.
Strauß, unnachahmlicher Sprachakrobat mit außerordentlicher Schlagfertigkeit sowie intellektuellen Scharfsinn und Tiefgang, gleichzeitig rustikaler Jovialität, war ein Virtuose des Esprits und Steuermann der Phantasie. Spritzig, geistreich, unterhaltsam. Ein Schlagabtausch auf diesem Niveau ist bei Schulz und Merkel Utopie. Strauß und Wehner waren eine andere Liga.

Franz Josef Strauß und Herbert Wehner in Zitaten – in his masters voice:

„Die SPD erinnert mich an Christoph Columbus: Wie er losgefahren ist, hat er nicht gewusst, wohin er fährt. Als er angekommen ist, hat er nicht gewusst, wo er ist. Als er zurückkam, hat er nicht gewusst, wo er war, und das alles mit fremdem Geld.“ (Franz Josef Strauß)

„Konservativ sein heißt an der Spitze des Fortschritts zu marschieren.“ (FJS)

„Ich halte die Grünen nicht für eine demokratische Partei.“ (Franz Josef Strauß)

„Man muss einfach reden aber kompliziert denken. Nicht umgekehrt.“ (Franz Josef Strauß)

„Ich bin immer da, wo man mich nicht vermutet.“ (Franz Josef Strauß)

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„Das können Sie halten wie Du willst.“ – auf die Frage eines Genossen, ob dieser ihn duzen dürfe. (Herbert Wehner)

„Wir benötigen in der Ausländerpolitik einen breiten gesellschaftlichen Grundkonsens, der unser soziales Verhalten bestimmen muß, ausgehend von einer Position, die Augenmaß und Toleranz umfaßt.“ (Herbert Wehner, 1982)

Sciencefiles bringt einen lesenswerten Beitrag zu dieser Thematik. Hier ein Ausschnitt daraus:

„Man kann den Politikwissenschaftlern der Zukunft nur raten, ihren Vergleich auf die Jahre der Bonner Republik auszuweiten, auf die Zeit, als Parlamente noch Orte des politischen Streits und nicht Orte des politischen Anbiederns waren, als Politiker zu intellektuell zu Formulierungen wie, dass es eine normative Kraft des Faktischen, aber keine faktensetzende Kraft des Phraseologischen gebe, im Stande waren, als es Politiker aus Leidenschaft und nicht Politiker zum Broterwerb gab, Parlamente, wie Dieter Hildebrandt Herbert Wehner in den Mund gelegt hat, Orte der besten Köpfe und nicht Orte der strapazierfähigsten Gesäße sein sollten.

Vor diesem Hintergrund haben wir ein wenig in Archiven gewühlt und von dort zunächst zwei Ikonen der ideologischen Auseinandersetzung herausgesucht: Herbert Wehner und Franz-Josef Strauß. Beide hatten viel Spaß miteinander und sind keiner Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen.

Heute werden die Positionen, die Wehner und Strauß innehatten als ihr Streit seinen Zenit erreichte, von Thomas Oppermann (ja, wirklich!) und von Horst Seehofer eingenommen. Man stelle sich eine Auseinandersetzung zwischen beiden vor. Wandfarbe beim Trocknen zuzusehen, dürfte aufregender sein.

Im Anschluss an den Clip featuring Herbert Wehner und Franz-Josef Strauß gibt es dann noch ein besonderes Schmankerl: Die Abschiedsrede von Herbert Wehner, die Wehner nie gehalten hat, schon weil sie Dieter Hildebrandt geschrieben hat. Wir haben uns für die Version entschieden, in der Hildebrandt und nicht Thomas Freitag die Rede hält.

Viel Spaß.

Die Pflicht:

Die Kür:

Dieter Hildebrandt hat dem rabulistischen Strategen und Detektor der Spitzfindigkeit eine fiktive Abschiedsrede gewidmet, in der auch Wehners synkopenverhagelter Sprachduktus schön zur Geltung kommt.

Anhang

Das Duell

Es war gar nicht mal so dröge. Die Frager sorgten dafür, dass weitgehend über Fragen geredet wurde, die den Wähler interessieren. Die Antworten bewegten sich im Rahmen der bunten Imperative und ließen sich mit „Weltkanzlerin gegen EU-Kapo“ recht gut charakterisieren, außer dass es mehr „mit“ als „gegen“ heißen müsste. Schulz ist sein Posten als Außenminister und Vizekanzler so gut wie sicher. Einige Kollegen schrien daher gleich auf und sahen die AfD als Gewinner. S. Video mit Analyse.

Mehr

Wie die Parteien der DDR 2.0 die Wähler einseifen, einschläfern und in der Wahlurne beisetzen, analysiert Fassadenkratzer.
Sowohl der Weltkanzlerin als auch dem EU-Kapo fehlt grundlegendes Verständnis ihrer Rolle als Wahrer der Interessen einer Nation, und sie verteidigen ihr Unverständnis in naiv-aggressiver Weise gegen ihr Volk, welches schon hinreichend idiotisiert (verprivatmenscht) wurde. Dazu gehören Wahlplakate, die private Sorgen („Sichere Lebensplanung“) ansprechen.  Die wesentlichen Themen, die die Bürger laut Meinungsforschung (GFK GmbH) am meisten interessieren, werden systematisch ausgeklammert, und die einzige Partei, die sie anspricht, wird übergriffig und vielfach gewalttätig am Kontakt mit dem Wähler gehindert.
Manche wollen es noch kindischer.  Reale Menschenrechte statt Realpolitik fordert die bayrische Grüne, die nicht weit vom Stamm fällt und der ihre GenossInnen noch nicht grün genughinter den Ohren waren.
Bettina Röhl portraitiert Merkel gekonnt.
Frauen sollen nicht mehr alleine joggen, rät die Polizei. Unser Leben wird sich drastisch ändern, und KGE freut sich auf noch viel mehr davon. Wir müssen schnell 2-5 Millionen Syrer nachholen, denn Syrien ist bald vollständig befriedet.
In 10 wichtigen Fragen unterscheidet sich die AfD von den Vereinigten Bunten.
SAT-1 hat eine Sendung mit Petr Bystron entsorgt und Schleichwerbung für Die Linke gemacht. Verblüffen ähnlich geht es beim MDR/ARD zu.
Tagesschau-Veteran Volker Bräutigam erklärt im Gespräch mit KenFM, die Nachrichten würden von einflussreichen politischen Schaltstellen in hohem Maße manipuliert.
Rumänien gehorcht den Straßburger Richtern und sorgt so für eine weitere anschwellende Völkerwanderungsroute. 2019 kommt es in die Schengenzone.
Die Steuerkartoffel lässt sich verhöhnen, weil sie von Volksvertretern keine Volksvertretung mehr erwartet.
Bei ihrem Versuch, den Anschein erwecken, sie würden nicht am Tropf der Steuerzahler hängen, hat sich die AAS immer mehr zu einer Buntstasi-Bank gemausert. Das ist mit ihrem Status als Stiftung nicht vereinbar.
Der Sonntag eignet sich gut als Tag der Ruhe, der Besinnung, der Facebook-Abstinenz und der Lektüre von Straßburger Todesurteilen gegen Italien und Ungarn. Zu wenige Leute wollen zur Kenntnis nehmen, dass Recht zu Unrecht geworden ist.  Solange wir den Ernst der Lage verdrängen, werden alle Maulhelden als Bettvorleger landen, und kein Schutzwall wird uns schützen.


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