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Ein Lehrstück für die Diplomatenschule

Deutschland, das Land der Dichter und Denker degeneriert zu Buntland, dem Land der Kiffer und Stümper. Der einst klangvolle Name „Made in Germany“ wird heute durch Projekte wie den Flughafen BER Utopia, Stuttgart 21 oder das Maut-Desaster in Frage gestellt. Unterdessen träumt Minister Altmaier angesichts des Fiaskos unter den Wolken wie Markus Söder von einem „Weltraum-Bahnhof“ für Deutschland. Während Österreich und Italien zügig am Brenner-Basis-Tunnel arbeiten, kämpft man unter der Schirmherrschaft von Landesvater Markus Söder auf bayerischer Seite gegen die Spinnweben und die Politik der eingeschlafenen Füsse. Die Politik der „Mitte“ ist kein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Kein Wunder, daß einflussreiche Staatenlenker die ulkigen Ideen der buntesdeutschen Kriegsministerin AKK für gelinde gesagt „überflüssig“ halten. Erdogan befehligt die zweitstärkste Armee der NATO und moquiert sich über AKK und Maas. Zu allem Übel fühlt sich der buntesdeutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) – von einem Politiker der Linkspartei als „NATO-Strichjunge“ ertappt – durch sein Markenzeichen  – den erhobenen Zeigefinger – dazu auserwählt, im Griff nach der moralischen Weltmacht die Welt an seinem humanitären Wesen genesen zu lassen.

Welche drastische Pannen dem Vielflieger und verkappten Klimaschützer Heiko Maas (SPD) bei der Rettung der Welten dabei konkret unterlaufen erfahren wir nun genauer

von Isabella Klais


In einem Seminar für angehende Diplomaten gäbe er ein Musterbeispiel für einen Tölpel ab, der wie der Elephant im Porzellanladen durch die internationale Szenerie trampelt, ohne einen einzigen Fehler auszulassen. Die Metapher „hinkt“ nur hinsichtlich der Größenverhältnisse, denn der Protagonist zeichnet sich eher durch Zwergenhaftigkeit aus: Heiko Maas.

Fehler Nr. 1:

Eine Drohung sollte gut überlegt werden, ehe man sie auf den Weg schickt. Wird sie nicht in die Tat umgesetzt, verliert man an Glaubwürdigkeit und macht sich lächerlich.

Heiko Maas hatte der Türkei mit Sanktionen gedroht wegen ihres Einmarsches in Nordsyrien.

  1. Die Türkei jedoch stellt derzeit das Bollwerk gegen die Migrantenflut dar. Gerade für Deutschland ist die diesbezügliche Kooperation mit diesem Lande von vitaler Bedeutung. Daß Deutschland dadurch erpreßbar wird, darf man nicht der Türkei anlasten, die nur ihre berechtigten Interessen vertritt.
  2. Ein gegen die Türkei verhängtes Waffenembargo stellt die Verläßlichkeit deutscher Lieferanten gerade in dem Falle in Frage, in dem die Güter benötigt werden. Diese Erfahrung wird sich die Türkei als bedeutender Abnehmer deutscher Rüstungsgüter nur einmal gestatten. Die sich gerade auf dem Wege in die Rezession befindliche deutsche Wirtschaft wird sich für diese Art der „Exportförderung“ bei ihrem Kostgänger Maas bedanken.

Fazit: Der türkische Staatspräsident hat mit seinem Urteil über Maas exakt ins Schwarze getroffen:

„ein politischer Dilettant, der seine Grenzen nicht kennt“.

Es wäre noch hinzuzufügen: ein Landesverräter oder Ignorant, der die Interessen seines Landes nicht vertritt, weil es ihm an Loyalität oder Intelligenz mangelt.

Fehler Nr. 2:

Man äußert Kritik an anderen Staaten nicht öffentlich, ehe man nicht bilateral in vertraulichem Rahmen diese seinem Adressaten überbracht hat.

Nach oben beschriebenem Fehltritt lädt er sich selbst nach Ankara ein. Sein dortiger Kollege heißt ihn jedoch nur unter dem Vorbehalt nicht mit erhobenem Zeigefinger vorstellig zu werden willkommen, weil Maaslos schon wieder im Fettnapf sitzt.

Er verbreitete als Grund seiner Vorsprache in Ankara im Vorfeld, er wolle die humanitäre Lage im Grenzgebiet der Türkei und Nordsyriens ansprechen.

Einen solchen Urian empfängt kein Gastgeber mit offenen Armen. Allein der genannte Grund der Reise impliziert unverhohlene Kritik. Davon abgesehen, kann sich Deutschland diesen Vorstoß nicht leisten, weil die Türkei infolgedessen einfach Abhilfe schaffen kann, indem sie die Migrantenflut nach Europa durchwinkt.

Fazit: Siehe oben.

Fehler Nr.3:

Man trägt innere Konflikte nicht nach außen.

So deplatziert, unausgegoren und unprofessionell AKKs Idee mit der Einrichtung einer Schutzzone unter UNO-Mandat in Nordsyrien sein mag, Maas hat sie jetzt noch übertroffen.

Es gilt die eiserne Regel, wonach man Differenzen intern beläßt und Amtskollegen nicht im Ausland desavouiert.

Fehler Nr. 4:

Mediatoren müssen Neutralität wahren.

Wer vermitteln will, schließt sich durch einseitige Parteinahme selbst aus, da er so von einer Seite von vorne herein als inakzeptabel abgelehnt wird .

Diese Lektion scheint einfach zu schwierig für Maasens Minihirn zu sein. Er lernt sie einfach nie.

Hätte er nicht permanent gegen diese Regel durch unsubstantiierte Kritik an der syrischen, türkischen und russischen Regierung verstoßen, säße er nun nicht zwischen sämtlichen Stühlen. Wäre dies nicht der Fall, hätte sich ihm eine interessante Möglichkeit angeboten, Deutschland einzubringen:

Die USA befanden, daß die Kurden ruhig „von China oder Napoleon“ beschützt werden könnten, und daß in Syrien im übrigen, außer „viel Sand für Spiele“, wenig Interessantes zu finden sei, weswegen sie sich zurückzogen. In ihrer übergroßen Güte aber wollen sie mit Restbeständen militärisch präsent bleiben, um die Ölfelder (!) zu „beschützen“. Es überrascht wenig, daß dieses Vorhaben in Rußland Mißtrauen hervorruft. Der eigentliche Anlaß für das US-Engagement bei den Ölfeldern besteht darin, sie dem Zugriff des rechtmäßigen Eigentümers zu entziehen. Dieser ist das syrische Volk, vertreten durch seinen Präsidenten. Stattdessen erfolgt durch die unrechtmäßigen US-Besatzer Diebstahl an dem Rohstoff in großem Ausmaße.

Hier hätte sich für Deutschland die Chance ergeben, sich als ehrlicher Makler zu betätigen. Als solcher aber ist Maas verbrannt.

Fazit: Siehe oben.

Nachdem die deutsche Diplomatie sich mit dem Schulversager, Kriminellen und Landesverräter Josef Fischer bereits – unter Preisgabe ihrer Interessen – in Grund und Boden blamierte, ist sie derzeit einem in jeder Hinsicht zwergenhaften Schandfleck überantwortet.

Ein Beispiel dafür, welche Erfolge bei der Besetzung des obersten Postens im Außenministerium mit einem Berufsdiplomaten möglich sind, liefert ein Blick nach Moskau, wo Diplomatie der Spitzenklasse stattfindet.

Anhang

Die französische Regierung äußerte sich zuletzt geringschätzig über die deutschen Initiativen zu Syrien. Die Lage in Syrien habe sich geändert und die deutschen diplomatischen Vorstöße seien unabgesprochen und dienten innenpolitischen Zwecken, Frankreich komme dafür nicht auf, erklärte ein Regierungssprecher. Auch beim Thema Brexit ging Macron auf Konfliktkurs mit Merkel, die den Brexit verschleppen will. Ebenso bei den Fragen des von Merkel gewollten EU-Beitritts von Albanien und Mazedonien, den Macron verhinderte. Merkel antwortet jeweils mit Drohungen und Versprechungen, über deren Halbwertszeit David Cameron neulich in seinen Memoiren spottete.
Russland schreibt die Regeln für den Frieden in Syrien.

Deutschland räsonniert im NATO-Paralleluniversum mit AKK darüber, wie der Wertewesten kurdische Menschenrechte garantieren könnte, und auch ein JW-Autor schimpft von dieser Warte aus auf Heiko Maas, der aber in diesem Fall der Realität einen Schritt näher ist als die anderen.
Vieles spricht gegen die amerikanische Erzählung von der Ausräucherung von Al-Baghdadhi in Idlib:

Der amerikanische Einsatz zur Sicherung syrischer Ölfelder vor einem möglichen Zugriff moderater Rebellen wird auch bald enden müssen, und wenn Russland den Verdacht/Vorwurf erhebt, dass die USA dort Öl stehlen, tut es das nicht ohne Grundlage.