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Europa unter dem Joch deutscher Hypermoral. Steinmeier stützt die Greta der Meere.

von Daniel Matissek

Wir erleben in diesen Tagen einmal mehr, wie ungeheuerliche und klar ungesetzliche Handlungen einzelner zu christlichen Opfertaten verklärt werden: Deutsche Hypermoral stellt sich in Person einer selbstgerechten Kapitänin über geltendes Recht eines befreundeten Staates – und in Deutschland stärkt man ihr verzückt den Rücken, sichert ihr Solidarität zu und feindet die Regierung eines EU-Partnerlandes an, weil sie die Gesetze befolgt. Nach Außenminister Heiko Maas und den gewohnheitsmäßigen twitternden Sonntagsrednern der politischen Betroffenheitskultur meldete sich heute das deutsche Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier zu Wort („Wer Menschenleben rettet, kann nicht Verbrecher sein“) und rückt damit die italienische Polizei, den Küstenschutz und die EU-Grenzpolitik ins Zwielicht krimineller Vereinigungen. Deutsche Prominente rufen zu Spendensammlungen und Solidaritätsaktionen für die Sea-Watch-Seenotrettung auf. Was passiert hier eigentlich? Sind wir alle im falschen Film?

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Steinmeier – Patron der Hypermoral

Perverser läßt sich der Double Standard pseudohumanitären neudeutschen Brigantentums nicht verdeutlichen als am Beispiel von Carola Rackete, Kapitänin der „Sea Watch 3“: Ja, sie hat Menschen „gerettet“– und zwar aus einer freiwillig herbeigeführten Notlage durch kalkulierten Schiffbruch, der als fester Bestandteil des von deutschen Bessermenschen in Gang gehaltenen Schleppersystems von vornherein Teil der Reiseplanung der Geretteten war. Wie das ZDF am 13.6. berichtete, war der von ihr kommandierten „Sea Watch 3“ – konform mit dem internationalen Seerecht – ein sicherer Hafen an der libyschen Küste zugewiesen worden. Dieser wäre keine 30 Meilen vom Rettungspunkt entfernt gewesen. Das Schiff hatte ausdrücklich die Instruktion erhalten, die Aufgenommenen unter internationaler Aufsicht zu verpflegen, medizinisch versorgen und dort abzusetzen.

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Carola Rackete sieht sich über dem Gesetz

Doch Rackete entscheidet stattdessen eigenmächtig – nach Rücksprache mit ihrer NGO –, ihre Menschenfracht, darunter Schwerverletzte, Kinder, Kranke – nicht an die nordafrikanischen Küste, sondern nach Lampedusa zu schippern, rund 400 Kilometer weiter nördlich. Zynisch nimmt sie Leben und Gesundheit ihrer notleidenden Passagiere in Kauf, denn sie weiß, dass Italien – wie zuvor auch Malta – eine Einfahrt der Sea Watch 3 in seine Häfen strikt untersagt hat. Nach kurzer Wartezeit pfeift sie auf das Anlegeverbot, rammt bei der Hafeneinfahrt andere Schiffe, verursacht Sachschäden und riskiert dabei noch Tote und Verletzte. Vorsätzlich will diese verantwortungslose Schiffsführerin eine humane Katastrophe provozieren, um der Weltöffentlichkeit die angebliche Unmenschlichkeit der italienischen „Faschisten“ (R. Polenz) zu zu demonstrieren. Die ihr anvertrauten Migranten sind ihr dabei völlig egal – sie sind letztlich Geiseln, Erpressungsmasse, Hebel zum Zelebrierung eines „heldenhaften“ zivilen Ungehorsams. Für dieses perverse Schauspiel wird man dann in Deutschland abgefeiert – auf dem Kirchentag, im Parlament und im Schloss Bellevue.

Wollte man diesem Wahnsinn ein Ende bereiten, so müsste in einer normal gepolten Welt jetzt das Folgende geschehen: Die Flüchtlinge müssten – schon aus Legalitätsgründen und zur Verringerung des Pull-Effekts- nach Afrika zurückgebracht werden. Die „SeaWatch 3“ müsste nicht nur beschlagnahmt, sondern in die Luft gejagt werden – vor den Augen der Weltöffentlichkeit und so bildgewaltig, dass es jeder der auf gepackten Smartphones und Schleppergeldbündeln hockenden Wartenden an den Gestaden in der Großen Syrte auch nachhaltig kapiert: You will never make Europe home!

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Schiffbruchwillige

Es ist wahr, ohne Frage: Afrika darf, soll uns nicht gleichgültig sein. Wir müssen helfen. Aber nicht auf so, nicht durch Schleppermafia, die mit einer Gutmenschen-Kamarilla gemeinsame Sache machen. Die „Seenotrettung“ muss, wie alle illegalen Fluchtkorridore, ausgetrocknet werden, denn sie ist es, die Menschenleben erst gefährdet.

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Carola Rackete

Für jeden einzelnen der Migranten von Lampedusa, der jetzt nach Deutschland gebracht wird , sollten fortan die aufkommen, die dieses Spektakel „fordern und fördern“: Die Verantwortlichen der NGOS. Die Städte, in die sich als „sicheren Häfen“ anpreisenden. Politiker, die einen billigen moralischen Lohn einstreichen wollen. Vor allem aber Funktionäre der Evangelischen Kirche Deutschland, die am lautesten nach der Aufnahme ausnahmslos aller „Geretteten“ rufen. Schluss mit diesem deutschen Wahnsinn der korrekten Haltung zu Lasten Dritter!

Ich bin noch immer Mitglied der evangelischen Kirche, obwohl ich mein Christentum nicht „liturgisch“ lebe, nicht kirchlich praktiziere. In den letzten Jahren habe ich bereits eine zunehmend kritische Haltung zu diesem Verein eingenommen. Doch wenn die EKD mit ihren Kirchentagsbeschluss „Schicken wir ein Schiff“ ernstmacht, wie Heinrich Bedford-Strohm ankündigte, und tatsächlich ebenfalls aktiv in die Seenotrettung einsteigt, werde ich austreten.

Nochmals zu Carola Rackete, dieser unwürdigen Kapitänin: Ihr muss aus generalpräventiven Gründen der Prozess gemacht werden. Sie muss eine besonders harte Abschreckungsstrafe erhalten. Das Kapitänspatent sollte ihr auf Lebenszeit entzogen werden. Diese Frau ist keine Heldin. Sie hat sich selbstherrlich über das Gesetz gestellt – aus genuiner Gesinnungsethik. Es ist eine bequeme, anmaßende Rechtfertigungslehre, wie sie von den zehntausenden verblendeten Evangelen geteilt wird, die im grünen Schal auf der Dortmunder Erweckungsmesse gebetet haben: „Christlich handeln heißt, sich im Zweifel gegen die Herrschenden und ihre Gesetze zu stellen“. Allen diesen möchte man zurufen: Es stimmt, Jesus hätte niemanden ertrinken lassen. Aber Jesus hätte sich auch nicht so dreist verarschen lassen.

 

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Ekkehart & Carola Rackete Böhmermann, Staatskünstler

 

Anhang:

Sie nennen ihren Hass „Menschlichkeit“

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Schäuble – selber drauf gekommen?

Mike Remmert, unabhängiger Journalist :
* Zum Fall Rackete: Der „Sea Watch“ wurde laut ZDF vom 13.6.2019 ein – dem internationalen Seerecht entsprechender – lybischer Hafen zugewiesen (der 34 Seemeilen entfernt war), mit der Zusicherung die Schiffbrüchigen aufzunehmen, zu versorgen und medizinisch zu betreuen, unter internationaler Aufsicht. Dem hat sich die Kapitänin widersetzt und hat dann Kurs auf das über 250 Seemeilen entfernte Italien genommen. Zu einem Zeitpunkt, als bereits schwer Kranke und Sterbende an Bord waren. Selbst wenn man Italien auf dem schnellsten Weg erreicht hätte, wäre die dringend nötige medizinische Versorgung über einen Tag später erst möglich gewesen. Italien hat von Beginn an die Einfahrt in seine Häfen verweigert, genau so wie Malta. Es war also klar, daß die medizinische Versorgung erheblich länger als mit einem Tag Verspätung kommen würde. In Lybien standen Retter und Ärzte bereit. Die Kapitänin hat damit Tod und Verderben sowie großes Leid billigend in Kauf genommen. Dessen völlig ungeachtet hat sie bei der illegalen Einfahrt in den italienischen Hafen völlig Unbeteiligte in Lebensgefahr gebracht und, fast schon Nebensache, mit einem unfachmännischen Anlegemanöver riesigen Sachschaden verursacht. Und da gibt es immer noch Leute, die in die Hände klatschen und diesen TV Narren nach dem Maul reden. Man kann sich dafür nur noch schämen. Die Welt schaut mit Ekel auf Deutschland herab.“