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Kleber (ZDF) zieht bei Kurz den Kürzeren

Sie können es nicht lassen: die deutschen Besserwisser, Oberlehrer und Tugendwächter: der designierte Kanzler Sebastian Kurz ließ sich am Wahl-Abend auf ein Interview mit dem exponierten ZDF-Sittenwächter Piefke Kleber ein. Sebastian Kurz reagierte gefasst aber sichtlich not amuzed auf die unerbetenen Ratschläge des bei sich selbst hoch im Kurs stehenden Anchormans mit dem blasierten Zungenschlag und der linksäugigen Ptose.

Daniel Matissek kommentierte auf Jouwatch:

Nachdem die größte Euphorie abgeebbt war und bevor die Wahlparties der ÖVP allmählich in die Latenight-Phase wechselten, erfüllte Sebastian Kurz eine lästige Pflicht – und stellte sich dem ZDF-„Kurz“-Interview mit Claus Kleber, Deutschlands journalistischer Oberlehrer und personifizierter erhobener Zeigefinger der Nation. Dieser übertraf sich wieder einmal selbst: Dreist maßte er sich an, Kurz klarzumachen, wie – und vor allem: mit wem – er gefälligst zu regieren habe.

Vom ersten Moment an interessierte sich Kleber, mit gewohnt altklug-paternalistischem Habitus, nicht für Kurz‘ politische Ziele oder die historische Bedeutung des ÖVP-Erfolgs, sondern nur für eine einzige Frage, die er nicht müde wurde, dem designierten nächsten Kanzler penetrant zu stellen: Wieso sich dieser nicht klar von der FPÖ distanziere und sogar eine mögliche Regierungsbeteiligung mit den blauen Ösis nicht ausschließen mochte.

Kurz konterte mit inhaltlichen Sachthemen, verwies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit und erklärte, seinem Wahlversprechen gemäß ergebnisoffen mit allen anderen Kräften über Bündnisse sprechen und „Schnittmengen“ finden zu wollen – eben auch mit den Freiheitlichen. Kleber jedoch ließ dies nicht gelten, hörte Kurz anscheinend gar nicht zu und fing immer wieder mit der „Ibiza-Affäre“ an: Kurz spiele diese zur „kleinen Blessur“ herunter, obwohl diese doch zwingend einen Kontaktausschluss nach sich ziehen müsse. „Es hat ja mit Ibiza nicht aufgehört, die Skandale gingen weiter!“, steigerte sich der „Heute“-Anchor immer wahnhafter in sein FPÖ-Bashing – ohne zu realisieren, dass die an der Affäre beteiligten längst politisch erledigt sind und die neue Führung um Norbert Hofer auch für einen personellen Neuanfang steht.

Schließlich wurde es Kurz zu bunt:

„Also, vielleicht würden Sie ja besser wissen, was ich tun soll, als ich das selbst weiß?“,

fragte er süffisant zurück – Eins zu Null für den schlagfertigen Österreicher, der nicht nur wegen seiner Jugendlichkeit den Empörungsonkel vom zwangsgebührenfinanzierten deutschen Staatsfunk alt aussehen ließ.

Verbohrte Medienvertreter jenseits der Grenze

Was dann folgte, war eine ungeheuerliche, selbstentlarvende Gegenfrage Klebers, die den Verdacht nährt, dass die öffentlich-rechtlichen Meinungssoldaten inzwischen zu Kommandoempfängern des Bundeskanzleramts degeneriert sind:

„Sie wissen, dass die deutsche Regierung sehr darauf hofft, dass die zweifelhafte Allianz mit den Rechtsnationalen aufhört!“
Es klang wie eine Drohung. Ob dieser Aspekt bei seinen Überlegung denn gar keine Rolle spiele? Kurz gab messerscharf zurück:
„Nein. Ich bin meinen Wählerinnen und Wählern verpflichtet, nicht dem Ausland und auch nicht irgendwelchen Medienvertretern“.

Er brauche im übrigen „keine Tippgeber„.

An Klebers Interviewführung wurde sie erneut sichtbar, die Verbohrtheit einer deutschen Journalistenkaste, die sich vom Berichten und kritischen Hinterfragen zunehmend aufs moralische Scharfrichten verlagert hat und mit zunehmend verengterem Blickwinkel aufs Ausgrenzen und Spalten schielt, nicht mehr auf das demokratisch-pluralistische Konzept einer Vielzahl legitimer und nützlicher Meinungen.

Das letzte Wort hatte natürlich auch gestern wieder der ZDF-Mann. Mit staatstragend-selbstbeweihräuchernder Miene schloß er das Gespräch: „Da ist es ja gut, dass die Österreicher mit der gegenwärtigen österreichischen Expertenregierung, ohne politische Parteien, so zufrieden sind“ – angesichts des gestrigen Wahlergebnisses ein geradezu unverschämter Affront. Zwischen den Zeilen trieft hier genau die Geisteshaltung durch, die im Milieu juste Deutschlands insgeheim herrscht: Am besten gar nicht wä

Feministinnen beschuldigen Vergewaltigungsopfer, sie wollten von Oktoberfest und Brüderle ablenken

Dr. Miriam Heigl und ihr Breites Bündnis der Münchner Frauenverbände warnen schon lange: Nicht Flüchtlinge sondern Männer sind das Problem.
Sie verwahren sich gegen Instrumentalisierung der Nachrichten über humanitärmigrantische Rohheitsverbrechen gegen Frauen und behaupten, dergleichen habe es auch schon immer auf dem Oktoberfest gegeben und überhaupt seien gewalttätige Ehemänner und sexistische alte Herren insgesamt ein viel größeres Problem, das verdrängt werde, weil sich die Leute stattdessen zu intensiv mit den Rohheitsverbrechen der Migranten beschäftigen.
„Nicht in unserem Namen“ dürfe man dies tun, warnen die Feministinnen.  Wer sich über eine qualtitativ und quantitativ auffällige humanitärmigrantische Sexualkriminalität beklage,  könne nicht im Namen von Fraueninteressen sprechen, mahnen sie. Feministinnen beschuldigen Vergewaltigungsopfer, sie wollten von Oktoberfest und Brüderle ablenken weiterlesen