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Heimatverlust und Fatalismus

Sehnsucht nach Heimat wird immer sein. Wer kennt das nicht:  Erinnerungen an die eigene Kindheit. Erinnerungen an die Nestwärme, die man von seinen Eltern erfahren hat. Die sorgsamen Eltern die uns Nestwärme gaben, damit wir uns entwickeln und entfalten konnten. Heimat-München-01Die lieben Eltern und Generationen vor uns, die ihren Alltag darauf ausgerichtet haben und dafür gesorgt haben dass wir behütet aufwachsen konnten. Heimat ist immer etwas Lokales und gleichzeitig Generationsübergreifendes. Heimat ist prägend, Heimat ist ein geistig, räumlicher und kultureller Bezugspunkt. Heimat sollte uns Heilig sein. Heimat sollte unseren Politikern heilig sein. Die Heiligkeit unserer Heimat drückt sich seit jeher tief in der Musik aus.  Nicht ohne Grund hat der Heimatbezug in Volksliedern eine feste Verankerung.

Der Ausdruck ist immer die Heimat bewahren zu wollen. Trotz angloamerikanischen Radioprogrammen hierzulande ist Volksmusik die am meist gehörteste Musik. Von Norden bis in den Süden. Weil die Sehnsucht nach Heimat fortlaufend existiert. Je älter die Menschen werden, desto lieber hören sie volkstümliche oder echte Volksmusik (s. GfK-Statistik).

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Rotofenmusi;    Quelle: Facebook

Wie Gedichte und Lieder müssen die Lieder immer und immer wieder zum Leben erweckt werden und  von jeder Generation für sich wieder entdeckt werden. Eltern geben in der Regel diesen kulturellen Schatz, ihre kulturelle Prägung ihren Kindern in der Familie weiter. Wer älter wird erinnert sich in der Regel gerne an seine Heimat.

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Heimat;         Foto: Der Weiss

Heimatgefühle setzen in der Regel in Familien-Gründungsphasen verstärkt wieder ein. In dem Augenblick bekommt Heimat, der Schutz der Familie einen neuen und vor allem persönlichen Stellenwert. Damit das geschehen kann haben Politiker die Rahmenbedingungen zu schaffen. Was tut unsere Elite? Sie setzen groteske Prioritäten, kümmern sich in geradezu pathologischem Altruismus um Flüchtlinge und erklären dies zum höchsten Gut.

Unsere Heimat wird politisch mit Füßen getreten

Nicht nur von Menschen die erst neuerdings hier leben. Bisher brauchten wir kein Heimatministerium um Heimat zu schützen und sie zu empfinden. Seit 2015 ist alles anders. Das was wir momentan erleben ist das Treten unserer Heimat mit Füßen. Wann gingen die hier schon länger Lebenden mit Messer und Macheten auf Familienangehörige, Frauen und Mädchen los? Politisch ist der Begriff „Heimat“ bestenfalls rudimentär und zu einem PR Begriff verkommen. Folklore und Abstellgleis. Um der Bevölkerung lediglich das „Gefühl von Heimat“ zu vermitteln. Horst Seehofer unterlief in einer Pressekonferenz der Freudsche Fehler, indem er in bester Stoiber-Manier irrtümlich „Heimatmuseum“ statt Heimatministerium heraussprudelte. Die CSU reduziert den Heimatbegriff nur noch auf Heimat-Ministerium und Heimatminister der mit Angela Merkel gemeinsame Sache macht. Politisch wird unsere Heimat gerade Preis gegeben (Im Volksmund: verraten). Markus Söder: Islam gehört zu Bayern,  Angela Merkel: Jetzt sind sie halt da. Sie sagen uns: Es ist so wie es ist. Ohne uns zu fragen. Diese Haltung ist fatal. Verhängnisvoll.

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STOPPT DEN WAHNSINN KEINE FLÜCHTLINGE MEHR INS LAND!

Diese Politik provoziert Bürgerkrieg

Globalisierer erklären uns den Weltbürger. Der überall und nirgends zuhause ist. Sie erklären uns den globalisierten Menschen, der irgendwo hingeht und dort seine Zelte aufschlägt wo es im gerade gefällt. No border no nation. Eine Heilige Kuh. Auf dem Altar der Weltoffenheit lösen sich Jahrhunderte alte sinnstiftende Gemeinsamkeiten, vertraute Landschaftsbilder, Werte und Traditionen in Rauch auf.

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Jetzt sind sie halt da

Sie erklären uns, dass sei in Ordnung. Keineswegs. Es ist keinesfalls in Ordnung, wenn man ungebeten und rücksichtslos in andere Lebensräume eindringt. Das ist auch nicht egal. Das ist schlicht illegal!  Ohne die schon länger hier Lebenden zu fragen ist das schlechterdings Landnahme. Im Linkssprech wird uns erklärt: „kein Mensch ist illegal“ und wir hätten die moralische Pflicht, uns in der moralischen Sülze der Willkommenskultur zu suhlen. Das erklären uns ausgerechnet die, die unser Geld und nicht ihres dazu verteilen. Sie erklären es uns ohne Kultur- und  Heimat-Bezug. Stattdessen zwingen sie uns ihren Weltbürger-Heimatbegriff auf. Vom Weltbürger aus Nordafrika oder Syrien, von dem wir nicht wissen aus welchem Land er kommt, was er vorher gemacht hat und wie alt er ist.   Er darf uns auch anlügen. Und wir, die wir schon länger hier leben, haben uns darauf einzustellen. Wer so eine Politik unterstützt provoziert Spannungen, Chaos, Bürgerkrieg und Anarchie.

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Der Weltbürger wird geschützt, nicht der hier schon länger Lebende

Weil sich der Weltbürger an dem Ort, wo er gerade ist, sich seine Regeln selbst macht. Er bringt seine Messerkultur mit. Seine ausgrenzenden Ideologien und religiösen Vorstellungen (Islam) ohne Rücksicht auf die hier schon länger hier Lebenden. Erfährt der Weltbürger nicht die Toleranz, die er sich anmaßt, wird gekämpft. Gemessert, gemordet, vergewaltigt und geraubt. Der Weltbürger wird politisch geschützt, während der hier schon länger Lebende seinen Lebensraum anfangen muss zu verteidigen. Da die Deutschen sehr gutmütig sind, ziehen sich die Deutschen eher zurück. Geben Raum, sind arglos und fahrlässig und lassen sogar Weltbürger an ihre Töchter heran.

Jetzt sind sie halt tot

Kardinal Reinhard Marx fordert uns sogar dazu auf, auf die Menschen zuzugehen. Mia, Maria, Mireille, Ebba, Pamela haben die Weltbürger sogar an sich heran gelassen. Jetzt sind sie tot! Mia ist tot, Maria ist tot, Mireille ist tot, Eba ist tot, Pamela ist tot.

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Mia und ihr Mörder (c) Islamnixgut

Und unzählige andere, die Weltbürger in ihren Lebensraum an sich heranlassen erleben einen Albtraum.

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Maria L. (+) aus Freiburg

Für unsere GroKo-Kanzlerin Angela ist alles gut.

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Merkel GroKo bringt uns Fatalismus und den Verlust unserer Heimat

Heimat bedeutet auch etwas bewahren wollen. Fatalismus bedeutet ein passives Verhalten, das im Glauben wurzelt, das eigene (unausweichlich Vernichtung bedeutende) Schicksal sei nicht zu verändern oder zu vermeiden.

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Merkels Medien und Paladine erklären uns die Flüchtlingswelle wie ein Naturereignis. „Das hat sich so ergeben“. „Das ist halt jetzt so“. Ohne Rücksicht auf das Volk Schaden von ihm abzuwenden.

Die Regierung sollte nicht die Regierung der Flüchtlinge sein, sondern in erster Line die Regierung des Volkes. Der SPD dominierende GroKo Vertrag bringt mit sich, dass die Eckpunkte so festgeschrieben sind, dass ein Einfluss durch die Bevölkerung oder Opposition im Sinne einer demokratisch politischen Gestaltung nicht mehr möglich ist. Der GroKo Vertrag wird abgearbeitet wie die Plan-Erfüllung einer Kolchose in der DDR. Das Plansoll soll erfüll werden. Und damit erfolgt auch der Abbau unserer bisher sicheren Heimat.

Fazit

Die hier schon länger Lebenden müssen die nächste Zeit tapfer sein.

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München OEZ: Dieses Denkmal das Attentat durch einen Merkelgast. Münchner Junge Menschen. Jetzt sind sie halt tot (In Anlehnung an Angela Merkel: Jetzt sind sie halt da)

Anhang

Bunte Demokratiefachkräfte bemühen sich seit geraumer Zeit verstärkt darum, sich des Begriffs „Heimat“ zu bemächtigen und ihn so umzubiegen, dass auch mehr hier schon länger lebende irgendwie in neuen virtuellen Welten „beheimatet“ werden können.

Demokratiefachkräfte für Volksfreie Republik der Vereinigten 50 Heimatländer von Europa

Ulrike Guérot für volksfreie Heimatländer Bayern und Brandenburg-Westpolen

Eine hohe europäische Autorität befürwortet die Unabhängigkeit Bayerns.
Die Demokratieforscherin Prof.Dr. Ulrike Guérot sitzt im Lenkungsausschuss der Spinelli-Gruppe und betreibt auch von Berlin und Krems, Österreich, aus das „European Democracy Lab“, eine Art Europäische Fachstelle für Demokratie.

Guérot will aus 50 europäische Länder der Größe Bayerns, Österreichs, Schottlands, Ungarns oder Kataloniens die Vereinigten Heimatländer von Europa formen, die einander durch einen europäischen Länderfinanzausgleich unterstützen.  Notfalls will sie auch neue Länder am Reißbrett bilden, indem sie etwa Brandenburg mit Teilen Westpolens zusammenlegt:

«
Da müssten wir uns drüber verständigen – genau wie 1945 als die Bundesländer geschaffen wurden. Damals wurde ja mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelt: Nordrhein-Westfalen zum Beispiel. Was habe ich als Rheinländerin mit den Westfalen zu tun? Aber es funktioniert nun doch. Für ein Europa der Regionen bräuchten wir circa 50 Einheiten mit je zehn Millionen Menschen – damit das Parlament der Regionen nicht zu groß wird. Ich könnte mir vorstellen, ein Stück des westlichen Polens zu der Region mit Berlin und Brandenburg hinzuzunehmen. Aber es kommt gar nicht so darauf an, was ich denke – ich würde mir wünschen, dass viele Leute mitreden bei der Frage, wie die Grenzen der Regionen verlaufen sollen, wenn wir ein neues Europa aufbauen. Wichtig ist dabei, dass wir nicht strukturschwache und strukturstarke Regionen gegeneinander ausspielen: die Reichen für sich, die Armen für sich. Das kann es nicht sein. Innerhalb einer Europäischen Republik müsste man teilen. Es müsste einen Länder-Finanzausgleich geben.
»

Von einer Verbindung der Ex-DDR zu einem Euroland hält sie nichts, da dort zu viele ökonomisch abgehängte Menschen leben, die falsch wählen. Letzteres natürlich aus rein ökonomischen Gründen:

Natürlich kenne ich diese Wahlkarten: Westdeutschland hat mit der Zweitstimme viel Rot gewählt, der Osten dagegen eher Blau. Das ist problematisch, und wir können uns lange darüber unterhalten, aus welchen ökonomischen Bedingtheiten dieses Wahlergebnis herrührt. Aber ich muss zurückfragen: Welches Ostdeutschland? Wenn man in die Geschichte schaut, dann war Sachsen schon sehr lange Sachsen. Im Mittelalter war es schon Kurfürstentum und 1945 gab es 42 Tage lang die Bestrebung, eine eigene sächsische „Republik Schwarzenberg“ im Erzgebirge zu gründen. Regionen wie Böhmen, Mähren oder Schlesien – das ist Kulturgut. Aber Ostdeutschland insgesamt hat keine nationale Tradition.

Andererseits hat es Ulrike Guérot ohnehin nicht so mit „nationaler Tradition“:

Ich bin nicht für die Unabhängigkeit europäischer Regionen im Sinne von: Bayern oder Katalonien können es auch allein, raus aus dem Staatsverband – wir wollen für die anderen nicht zahlen. Das ist nicht die Position, die ich vertrete. Ich benutze auch gar nicht diese Begriffe „Unabhängigkeit“ oder „Nicht-Unabhängigkeit“. Dieses Gegensatzpaar ist der falsche Ansatz.
ch schlage vor, dass wir genau hinschauen und uns fragen: Sind diese Wünsche nach regionaler Selbstbestimmung eigentlich so unnatürlich? Oder ist der Nationalstaat einfach ein Korsett, das jetzt ungefähr 200 Jahre lang gehalten hat, aber das jetzt überholt ist? Bevor es Spanien in seinen heutigen Grenzen gab, gab es ja schon Katalonien, das Baskenland oder Andalusien. Aus der Geschichte kommt die regionale Identität. Meine Frage ist: Können wir aus dieser neuen regionalen Bewegung etwas Konstruktives für ein anderes Europa machen? Ich glaube, das geht.

„Republik“ als Staat ohne Volk aber mit Graswurzelbewegungen zur fachgerechten Beheimatung

Es geht also darum, in alter Geschichte gegründete Heimatgefühle zu nutzen, um „nationale Korsette“ zu sprengen und einen Weg zu den Vereinigten 50 Heimatländern von Europa zu bahnen.
Genau diesen „Heimat“-Begriff kultivieren neuerdings grünbunte VordenkerInnen in Deutschland lautstark, nachdem letztes Jahr in Österreich Alexander Van der Bellen und sein Berater-Team erfolgreich zeigten, wie es geht.

Es geht darum, dass die Europäer als Bürger ohne den Umweg über bisherige Staaten eine Europäische Republik und somit eine neue Vermögens- und Bevölkerungstransfergemeinschaft jenseits gewachsener Zusammengehörigkeitsgefühle und folglich ohne Identifikation, ohne Formulierung eines Gemeinwillens (volonté générale) und diesen tragenden „Volkes“, nur auf der Basis individualistischer kosmopolitischer Regeln, wie sie sich in den „Menschenrechten“ niederschlagen, gründen sollen. Träger dieser Bemühung sollen somit nicht die in der Spinelli-Gruppe verbündeten Brüsseler Politikveteranen sondern eine von diesen irgendwie zu simulierende Graswurzelbewegung sein. Hier kommen Gönner wie George Soros ins Spiel, die Guérots Projekte ebenso wie zahlreiche andere angebliche Graswurzelbewegungen zu finanzieren helfen.

Die Bürger Europas sollen in eine volksfreie Gesamtrepublik „eingebunden“ und irgendwie „beheimat werden„, wie es neuerdings auch in hiesigem amtlichem Jargon heißt.

Der in Österreich mit viel Staatsgeld geförderte antivölkische Schriftsteller Robert Menasse verfasste neulich mit Prof. Ulrike Guérot (von der österreichischen Europa-Universität Krems) zusammen das «Manifest zur Gründung einer Europäischen Republik». Aufhorchen ließen Menasse und Guérot darin mit Sätzen wie „Weg mit den Grenzen. Her mit den Flüchtlingen, egal wie viele, egal woher sie stammen.“ und: „Jeder Mensch muß in Zukunft das Recht haben, nationale Grenzen zu durchwandern, und sich dort niederlassen zu können, wo er es will.“ Von ähnlichem Kaliber war eine späteres Manifest von Guérot, welches die FAZ  als „Gedankenlose Abrissarbeit“ bezeichnete, da es die in Brüssel angesagte Spinelli-Ideologie ebenso geist- wie gnadenlos durchdekliniert:

„Mein verständlicher Fehler war, lange Zeit zu glauben, man müsse die nationalen Demokratien verteidigen, solange die supranationale europäische so viele Defizite hat. In Brüssel habe ich aber gelernt, dass der Grund, warum es die demokratiepolitischen Defizite auf europäischer Ebene gibt, genau daran liegt, dass die Nationen ihre Systeme verteidigen und sich weigern, weitere Souveränitätsrechte an Europa abzutreten.“ „Man darf die Nationaldemokratien nicht verteidigen, sondern muss sie bekämpfen“

Der DLF zitiert aus dem «Manifest für die Begründung einer Europäischen Republik» der mit Ämtern und Geld überhäuften EU-Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, die auch im Lenkungsausschuss der Spinelli-Gruppe sitzt:

„Weg mit den Grenzen“ schreiben sie. „Her mit den Flüchtlingen, egal wie viele, egal woher sie stammen.“ Die Autoren, das sind der österreichische Schriftsteller Robert Menasse und die deutsche Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot.

Erst dieses Jahr verfasste die Direktorin der Europäischen Fachstelle für Demokratie (European Democracy Lab) und Spinelli-Lenkungsausschussmitglied Prof. Ulrike Guérot die Streitschrift «Der neue Bürgerkrieg — Das offene Europa und seine Feinde», in der sie ähnlich wie Liane Bednarz gegen Gefährliche Bürger vom Leder zieht. Die SZ reagiert begeistert, die FAZ verreisst das Buch am 10.06.2017 als «Gedankenlose Abrissarbeit» fulminant und erklärt prägnant, warum normative IndividualistInnen Thomas Hobbes nicht verstehen und aus der Geschichte nichts lernen:

Eine Streitschrift ist keine differenzierte Analyse, aber intellektuelle Mindeststandards sollte sie erfüllen. Schon der Titel von Ulrike Guérots Essay „Der neue Bürgerkrieg“ ist weit von der Wirklichkeit entfernt, der Text gibt nicht Denkanstöße, sondern Anlass zum Kopfschütteln. Als neuen – bisher natürlich nicht gewaltsam ausgetragenen – Bürgerkrieg bezeichnet Ulrike Guérot den Aufstieg des Populismus in der westlichen Welt, für den sie die verfehlte neoliberale Wirtschaftspolitik und die von ihr verursachten sozialen Spaltungen verantwortlich macht.
Natürlich mag die Autorin, Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Universität Krems in Österreich, die Rechtspopulisten nicht, aber sie hält sie für nützliche Idioten bei der Überwindung der Nationalstaaten in Europa: „Lassen wir also die Populisten Abrissarbeit leisten. In einem demokratischen Europa (…) haben Nationalstaaten keinen Platz. Europa ist ohne die entschiedene Ablehnung des Nationalstaats (…) gar nicht denkbar.“ Was die Populisten tun werden und wer sie bremsen kann, wenn ihre Abrissarbeit dann getan ist, darauf verschwendet die Autorin keinen Gedanken. Was danach kommen soll – die „europäische Republik“ – und wie man dorthin gelangt, wird nur in Umrissen angedeutet.
Das einzige konkrete Instrument, das Guérot nennt, ist ein allgemeines, gleiches europäisches Wahlrecht, mit dem die bisherigen Nationalstaaten samt der europäischen Institutionen ausgehebelt werden sollen. Von den davor nötigen Vertragsänderungen ist bei Ihr keine Rede, wie man die nationalen Verfassungen verändern oder gar aufheben könnte – auch darüber kein Wort. Ein Riesensatz nach vorn für Guérot, in Wahrheit ein „Zurück in den Naturzustand“, wie man seit Thomas Hobbes, den sie mehrfach zitiert, wissen kann: Das würde ins europäische Chaos führen oder im Nichts enden.

Nach dem Verständnis der grünbunten VordernkerInnen stehen sowohl „Heimat“ als auch „Demokratie“ im Gegensatz zum Nationalstaat, der eine von Natur aus autoritäre Fiktion sein soll. Letztere Linie hat auch im Januar 2017 das Bundesverfassungsgericht auf Zuruf der buntschen parlamentarischen Elite sich zu eigen gemacht.

Demokratie-Vigilanten greifen nach der Macht

Die überall aus dem Boden gesprossenen „Fachstellen für Demokratie“ und Netzwerke für Demokratiepädagogik, die sich diesem Konzept verschrieben haben, nannten sich früher „Fachstellen gegen Rechtsextremismus“. Beides ist das gleiche. Die Fachstellen lieben die Demokratie nur insowie wie diese sich zur „Wehrhaftigkeit“ gegen angebliche Antidemokraten berufen fühlt. Hieraus leiten die Demokratielaboranten und Demokratiefachkräfte à la Guérot, Menasse, Heigl und Kahane ein Recht ab, sich die Demokratie anzueignen und Diskursgegnern wehrhaft zu begegnen, was wiederum eine Verengung des Demokratiebegriffs zwecks Ausweitung des Kreises der Demokratiegefährder erforderlich macht.

Der Frankfurter SPD-OB demonstrierte erst gerade auf der Frankfurter Buchmesse noch einmal eindrucksvoll, wie das funktioniert.

Fachstellen für Demokratie sind in Wirklichkeit Fachstellen für Demokratie-Vigilantentum. Heigl, Kahane und viele andere Demokratie-Laboranten und -Vigilanten betreiben eine Demokratie-Bürgerwehr, ein selbstermächtigtes und mit Steuergeldern gefüttertes Verfassungsschützer-Netzwerk (Buntstasi), das auf 3D-Technologie gestützt mit rechtswidrigem Kampf gegen Rechts zum Generalangriff auf die Sicherheitsorgane ansetzt und nach der Macht im Staate greift, um vom Reißbrett aus eine neue europäische Republik im Geiste früherer Räterepubliken zu gründen.

Das alte Narrativ, an dem Guérot ebenso wie die Spinelli-Gruppe anknüpft bleibt letztlich das alte neokommunistische Projekt von Altiero Spinelli, auf das ein polnischer Regisseur neulich Licht warf.


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