Schlagwort-Archive: 8 Giorni in Niger

Hat Salvini zu hoch gepokert oder war das Kalkül?

Hat Salvini der Hafer gestochen, als er Neuwahlen forderte, weil die Cinque Stelle seine Projekte blockierten? Realistisch gesehen hatte die LEGA so gute Chancen wie noch nie, die Richtlinien der Politik als stärkste politische Kraft in Italien zu bestimmen. Satte Zugewinne in den Umfragen dürften für Salvini verlockend gewesen sein, die Gelegenheit am Schopf zu packen, um vom Innenminister zum Regierungschef aufzusteigen.

Politik ist die Kunst des Möglichen. Besonnene Politiker wie Putin oder früher Bismarck haben durch eine Politik der Konsolidierung der Versuchung widerstanden, den Bogen zu überspannen.

Wer den Bogen überspannt wie weiland Napoleon oder Hitler provoziert den Untergang.

Salvinis Kurs in der Asylpolitik war die adaequate Antwort auf die stümperhafte Politik humanitärbigotter Regierungen der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“, die de facto nur noch ein Destillat der Dekadenz darstellen.

Die Einschätzung von „Journalistenwatch“ zur Situation in Italien klingt plausibel:

„Rom – Die Linken triumphieren, glauben, Salvini hätte sich verzockt. Zumindest haben die Fünf-Sterne-Bewegung und die sozialdemokratische Partito Democratico (PD) in Italien eine Einigung über eine Regierungskoalition erzielt. An der Spitze der künftigen Regierung solle der bisherige italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte stehen, teilte Luigi Di Maio, der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, am Mittwochabend in Rom mit. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hatte den Parteien eine Frist bis zum Abend gesetzt, um Neuwahlen abzuwenden.

„Wir haben dem Staatspräsidenten heute gesagt, dass es eine politische Einigung mit den Sozialdemokraten gibt, damit Conte erneut den Regierungsauftrag bekommen kann“, so Di Maio weiter. Mattarella will noch am Mittwochabend die Konsultationen mit den Parteien beenden. Seine Partei habe den Vorschlag der Fünf-Sterne-Bewegung akzeptiert, wonach Conte abermals italienischer Regierungschef werden soll, sagte PD-Chef Nicola Zingaretti.

Die Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega von Italiens Innenminister Matteo Salvini war in der vergangenen Woche endgültig zerbrochen. Conte hatte daraufhin am 20. August seinen Rücktritt angekündigt.

Kann man für Europa nur hoffen, dass Salvini noch ein Ass im Ärmel hat, die Bürger Italiens wurden auf jeden Fall mit diesem neuen Bündnis total verarscht. Und so könnte das ein raffinierter Plan sein, denn wenn zwei sich hassende Parteien Italien in Grund und Boden regieren, gäbe es noch mehr Zuspruch für Salvini. (Quelle: dts)

Hier noch ein Facebook-Kommentar:

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Facebook-Kommentare screenshot FB Matteo Salvini

Ich fasse zusammen: Salvini verprellt die EU, verspricht Milliardengeschenke, dämmt die Migration ein – die Zustimmung bei den Wählern wächst. Salvini fordert Neuwahlen, wird durch einen überraschenden Deal zweier Parteien, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, aus dem Feld gekegelt, Italien wird wieder braver EU-Gläubiger, kassiert alte Wahlversprechen, öffnet seine Häfen und Carola Rackete in Marmor ersetzt Marc Aurels Reiterstandbild auf dem Capitol. In dieser Situation wäre ich in den nächsten Monaten lieber ein Soufflé bei Zugluft als „Cinque Stelle“ oder PD. Armes Italien, das hast du nicht verdient. All das nicht.“

 

Andere Stimmen:

Marco Gallina bewertet die Situation als Kenner der italienischen Politik so:

Italienkrise: Die alte Kaste greift nach der Macht

Der Autor von Pi-news rechnet mit einer Renaissance des Zustroms an Schiffbruchwilligen nach Italien und damit auch nach Österreich und Deutschland.

Neue Regierung in Italien: Häfen für Flüchtlinge bald wieder offen

COMPACT rechnet damit, daß mit der Horror-Koaltion Cinque Stelle-PD (die es vorher kategorisch abgelehnt hatte NO NO NO mit den Cinque Stelle zu koalieren) die Mittelmeerroute bald wieder offen sein wird:

https://www.compact-online.de/drohende-horrorkoalition-in-italien-ist-die-mittelmeerroute-bald-wieder-offen/

Aquarius: „Linksintellektueller“ dürstet nach toten Kindern

Der italienische „Linksintellektuelle“, wie er sich nennt, und bekannte Autor von Sachbüchern und Berichten über das Leiden afrikanischer Flüchtlinge, Eduardo Albinati, erklärte in diesen Tagen in einem Vortrag: „Ich wünschte mir geradezu, dass auf der Aquarius jemand sterben würde, am besten ein Kind“, auf dass die neue Regierung zur Raison gebracht werden könnte.

Er hat natürlich Recht. Bilder von leidenden Kindern sind der Rohstoff der humanitären Hetzmedien, mit dessen Hilfe in der Mediokratie die Politik bewegt wird, und je weiter die kollektive Intelligenz absinkt, desto mehr ist das so.  Wir kennen es besonders aus dem Orient, von der türkischen und hiesigen Hetze mit dem toten

Aylan Kurdi Monumental Frankfurt
Monumentalgraffitti Aylan Kurdi, tuerkishstammiger Künstler will damit AfD-Wähler beschämen

„Flüchtlingsjungen“ Aylan Kurdi im September 2015 und vom Al-Quds-Tag in Berlin, wo stets Israel als Kindermörder dargestellt wird. Kinder dienen besonders in nahöstlichen Kriegen und bei hiesigen „Linksintellektuellen“ als menschliche Schutzschilde.  Die Politik der konformistischen Weltkanzlerin dreht sich bekanntlich fast ausschließlich um das Vermeiden „hässlicher Bilder“, und genau über diesen Hebel wird sie von MenschenrechtlerInnen wie denen von der Aquarius bewegt. Es handelt sich dabei um eine sehr linke Form des „Intellekts“.
Das progressive Absinken der kollektiven Intelligenz im Zuge der fortschreitenden Audiovisualisierung konnten wir auch in Idomeni beobachten, wobei die progressive Medienstadt München eine führende Rolle bei der Inszenierung einer „humanitären Katastrophe“ spielte.