Archiv der Kategorie: Allgemein

Kalte Dusche für Vielfliegerin Katharina Schulze

Katharina Schulze ist nicht nur für ihren Stinkefinger sondern auch als Vielfliegerin berüchtigt. Gerade erst war die exaltierte Klima-Retterin exhibitionistisch zum Eis schlürfen in Kalifornien.

Für einen Becher Eis mit Plastiklöffel jede Menge Kerosin und 19.000 Kilometer – da darf ein armer Dieselsünder zur Kür schon mal mit einen Kavalierstart ausrasten.

Laut ihrem Instagram-Account düste die Stinkefinger- und pogromlustige Denkmalschänderin Katharina Schulze innerhalb weniger Jahre nach West und Ost gleichermaßen: nach Kuba, Bangalore (Indien), Arkansas (USA), Mongolei, China, Moskau, Washington und Portugal.

Um diese horrende Umweltverschmutzung wieder wett zu machen, fordern grüne Politiker im Gegenzug volkspädagogisch Fahrverbote für arme Schlucker und Bürger der niederen Kasten.

Der Aberglaube Klimaschutz grassiert und zirkuliert und als Evangelium von Bonusmeilenbetrügern wie Cem Özdemir und Konsorten.  Im Namen dieser Pseudo-Religion missionieren Baerbock, Göring-Eckardt, Schulze und Hofreiter bis die Birne glüht.

27458927_1745634605489440_5607526827488008624_n
Anton Hofreiter (Grüne) Renaissance der Glühbirne

Doch der Klimaschutz ist in Wirklichkeit Feigenblatt und Ablenkungsmanöver zugleich. Lässt man das Klima weg, entpuppen sich viele GRÜNE als  dubiose Linksextreme, Linksradikale, Demagogen und Denunzianten. Eine Partei, für die der Verfassungsschutz reichlich neues Personal einstellen könnte. Zum Wohle aller vernünftigen Bürger.

Katharina Schulze kokettiert vordergründig mit der Klima-Folklore, flirtet aber heimlich mit linksdrehenden Dumpfbacken und Sumpfbewohnern aus dem Milieu der Antifa und ähnlichen Gestalten reduzierter tageslichttauglicher Provenienz.

Katharina Schulze unterstützt gewaltaffine Gruppierungen und sympathisiert mit Aktivisten der Kategorie „Feuer und Flamme den Abschiebebehörden“. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer hat in diesem Zusammenhang folgenden Brandbrief an die skandalbehaftete Grüne gerichtet: https://www.csu-landtag.de/index.php?ka=1&ska=4&idn=1393&fbclid=IwAR0awfOQPohMFWHaVGgvXC-6Ubgh13eKxsGY9tMy-DhSPsELd5vC3pIcC_o

Katharina Schulze (GRÜNE) als „Gegendemonstrantin“

Als die GRÜNEN im Vorfeld der Bayerischen Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 in Umfragen gehörig Aufwind verspürten, dürfte das besonders dem Allüren nicht abgeneigtem Frollein mächtig zu Kopfe gestiegen sein.  Eine Art Popeye-Effekt. Ausgerechnet das sich als Antifa-Groupie geoutete gewaltverherrlichende  („Nazis auf´s Maul) Frollein Schulze („Liebe Antifa“) meldete offenbar im bewußtseinserweiternden Machtrausch robuste Ansprüche auf das Amt des Bayerischen Innenministers an.

Was Spekulationen nährt, daß sich Katharina die Blonde an Söders Seite bereits auf Augenhöhe gesehen haben mußte.

Innenministerin in spe
Katharina Schulze (GRNE)

Diese Fata Morgana beseitigte der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer am 27.9.2018 mit einer hörenswerten Rede und einer kalten Dusche für Katharina Schulze im Express-Verfahren:

Thomas Kreuzer (CSU)
(c) Wikipedia

„Wir wollen den wachsenden Rechtsextremismus massiv zurückdrängen, genauso wollen wir aber auch den Linksextremismus bekämpfen.

Leider muss ich feststellen, dass sich zum Linksextremismus im Unterschied zum Rechtsextremismus im Wahlprogramm der GRÜNEN kein einziges Wort findet.

Sie sind auf dem linken Auge vollkommen blind.

bildschirmfoto-2019-01-16-um-20.28.18.png
Katharina Schulze (GRÜNE): auf dem linken Auge vollkommen blind;  screenshot YOUTUBE BR

Die schlimmsten Krawalle und die meisten Verletzten gibt es bei linksextremen Auseinandersetzungen. Ich erinnere mich an die EZB-Eröffnung in Frankfurt und die gewalttätigen Ausschreitungen beim G-20-Gipfel in Hamburg, wo jeweils auch bayerische Polizisten verletzt worden sind. Das alles ist für Sie überhaupt kein Thema. Sie haben es nicht im Programm, und Sie reden nie darüber, Frau Schulze.

Katharina Schulze (GRÜNE) fühlt sich sichtlich wohl im Dunstkreis von Antifa und Buntstasi. Links: Markus Buschmüller (a.i.d.a.)

„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“ Sie von den GRÜNEN veranstalten Polizeikongresse im Landtag und verbünden sich mit Linksradikalen und Verfassungsfeinden wie der DKP, dem Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD und anderen. Sie unterschreiben Erklärungen und bilden Bündnisse mit Verfassungsfeinden. Sie laufen nicht nur neben denen her, sondern bilden Bündnisse mit denen. Das bedeutet, Sie grenzen sich vom Linksradikalismus nicht ab. Meine Damen und Herren, das verurteile ich.

ka5kvghqejc
GAME OVER KRAUTS Linkksradikale Gegendemonstranten aus dem Dunstkreis grüner Politiker

Das ist der Unterschied zwischen dem Anspruch und der heuchlerischen Wirklichkeit grüner Politik. Das gilt ganz besonders auch für Sie, Frau Schulze.

Kürzlich haben Sie in Dachau erklärt, Sie wollen bayerische In-nenministerin werden.

(Mechthilde Wittmann (CSU): Gott schütze das Land!)

Katharina Schulze (GRNE)
als „Gegendemonstrantin“ vorm „Hohenschwangauer Hof“ 2017

Das haben wir vernommen. Das kann jeder fordern. Um ein solches Amt bekleiden zu können, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Sie beteiligen sich nicht nur an Demonstrationen – das ist Ihr gutes Recht –, sondern sie marschieren im Bündnis mit, wo auch Verfassungsfeinde mit marschieren, die für die Ausschreitungen beim G-20-Gipfel in Hamburg mitverantwortlich sind. Das nehmen Sie in Kauf, und Sie grenzen sich nicht ab.

Antifa

Wenn Sie, Frau Schulze, bei Demos schreiend mitlaufen und anderen Menschen den erhobenen Zeigefinger,

(Mechthilde Wittmann (CSU): Den Mittelfinger!)

den erhobenen Mittelfinger zeigen – davon gibt es zumindest Bilder –, dann sage ich Ihnen:

Egal, wer Ihnen gegenübersteht, das ist eine Beleidigung. Nor-malerweise müsste der Polizeibeamte, der danebensteht,  gegen Sie Ihre Personalien aufnehmen und prüfen, ob Sie einen Straftatbestand verwirklicht haben. So etwas trägt nicht zur Deeskalation und zur freien Meinungsäußerung bei, vielmehr eskalieren Sie bewusst solche Situationen.

Wer so auftritt, wird doch nicht ernsthaft glauben, dass er als Innenminister Vorgesetzter von Polizeibeamten sein kann.

Sie wären in dieser Funktion aufgrund Ihres Verhaltens völlig untragbar, Frau Schulze. So sieht es aus.

(Lebhafter Beifall bei der CSU)

33019f72-358c-4107-aca3-1c16c7e52c12
Screenshot BIF

Quellen: Sitzungsprotokolle des Bayerischen Landtags

YOU TUBE – BR

 

weitere links:

https://bayernistfrei.com/2019/01/03/katharine-schulze-gruene-wasser-predigen-und-wein-trinken/

https://bayernistfrei.com/2017/08/06/buntbloedel/

http://www.metropolico.org/2017/03/30/gruene-fraktionsvorsitzende-bei-extremisten-demo-mord-folter-deportation-das-ist-deutsche-tradition/

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/katharina-schulze-live-im-bild-talk-scheitert-die-csu-an-dieser-jungen-gruenen-56890070.bild.html

https://www.csu-landtag.de/index.php?ka=1&ska=4&idn=1393&fbclid=IwAR0awfOQPohMFWHaVGgvXC-6Ubgh13eKxsGY9tMy-DhSPsELd5vC3pIcC_o

 

 

 

Gerd Müller (CSU): Wär´ er doch in Afrika geblieben …!

von Isabella Klais

Der Hackschreiberling vom Handelsblatt meint, Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) wäre auf seiner Afrikareise vom Pech verfolgt. Weit gefehlt: Vom Pech verfolgt ist Deutschland mit Versagern wie ihm. Dabei ist er nur einer von vielen und noch nicht einmal der größte unter ihnen.

Wenn inzwischen einem wie Müller schon auffällt, wie erbärmlich sich Deutschland auf allen Gebieten derzeit präsentiert, ist die Botschaft wirklich überall angekommen.

1024px-mosmetro_komsomolskayakl_img3_asv2018-01
Metro Moskau Haltestelle Komsomolskaja (c) Wikipedia

Rußland, ein Land mit riesigen geographischen Dimensionen, extremen klimatischen Bedingungen, elf Zeitzonen und unterschiedlichen Ethnien, bewältigt diese Herausforderungen auf eine Weise, die Deutschland beschämen muß.

Flughafen Moskau-Domodedowo
(c) Wikipedia

Moskau verfügt über vier funktionierende Flughäfen. Der letzte davon wurde innerhalb von zwei Jahren erstellt. In Berlin fliegen über dem Großflugpleiteprojekt nur die Geier an und ab. Auch bestehende Flughäfen in Deutschland können sich in ihrer Leistung nicht mit den russischen messen.

800px-train_stop
Transsibirische Eisenbahn Haltestelle Mogotsch -40°C (c) Wikipedia

Neun von zehn Zügen verkehren in Rußland planmäßig – sogar bei Eis und Schnee. In Deutschland ist dies bei keinem einzigen der Fall, denn sogar die als „pünktlich“ geltenden Züge fahren erst zu den angegebenen Abfahrtszeiten in die Bahnhöfe ein. Aber selbst dies stellt die Ausnahme dar. Die von der Deutschen Bahn angegebene Rate von 25% für Züge mit zum Teil erheblicher Verspätung entspricht nicht den Tatsachen und liegt weitaus höher, wie der Praxistest täglich beweist. Unrentable Strecken werden in Deutschland von der Deutschen Bahn nicht mehr bedient. Unter solchen Bedingungen verlöre man in Rußland den Kontakt zu und die Kontrolle über ganze/n Landesteile/n.

1024px-transib_novosibirsk
Transsibirische Eisenbahn Novosibirsk (c) Wikipedia

Das Klima löst in Deutschland zu allen Jahreszeiten Chaos aus. Im Sommer verbiegt die Hitze die Gleise. Der Winter pflegt in Deutschland ohnehin immer überraschend einzutreffen. Selbst im Januar / Februar rechnet man mit allem, nur nicht mit dem Winter. Und so sind Pannen bei Flügen, Zügen und auf den Straßen ein immer wiederkehrendes Ereignis.

Der Ausbau des Internet und das WLAN-Angebot in Rußland lassen Deutschland als Kommunikationswüste erscheinen.

Die Ladenöffnungszeiten an sieben Tagen pro Woche, und dies zum Teil während 24 Stunden, weisen Deutschland als Land von Leistungsverweigerern aus.

Bei größeren Herausforderungen, als Deutschland sie zu bewältigen hätte, kann Rußland mit mehr Erfolgen punkten. Seine Bodenschätze können dabei außer Betracht bleiben, denn Deutschlands Rückfall in die Steinzeit liegt nicht an einem Mangel an natürlichen Ressourcen, sondern an der Mißwirtschaft seines unsäglich unfähigen und illoyalen Regimes.

Doch es ist nicht nur Rußland, das Deutschland mittlerweile den Rang abgelaufen hat. Auch andere Staaten haben Deutschland schon abgehängt, wie Albanien bei der Internetausstattung.

Jetzt haben zwei der ignoranten Schergen, IM Erika und Gerd Müller, in jüngster Zeit selbst erfahren, wohin sie das Land gebracht haben. Leider ging diese Lektion viel zu glimpflich aus. Wenn Müller sich dann auch noch darüber ereifert, daß der Ruf der deutschen Wirtschaft bei solchen Pannen Schaden nehme, entbehrt das nicht der Groteske. Zum einen gilt: Ist der Ruf erst ruiniert, patzt es sich ganz ungeniert. Zum anderen sei die Frage in den Raum gestellt: Wer regiert denn fatalerweise das Land seit 2005 und fährt es seither gegen die Wand?! Bedauerlicherweise haben Unschuldige dafür schon mit ihrem Leben bezahlt, wie die deutschen Soldaten in Mali als pars pro toto. Es trifft einfach immer die Falschen; und diese erdreisten sich auch noch, sich zu beklagen.

Afrika Indigene

Liebe Afrikaner! Da wir schon so zahlreiche von Euch bei uns aufgenommen haben, wäre es eigentlich ein Akt der Freundschaft gewesen, Müller im Gegenzug zu behalten. In Euren Weiten fällt doch solch ein Wicht nicht weiter auf. Wir hätten da auch noch mehr Material dieser Art im Köcher. Ein Vorschlag zur Güte: Wir schicken Euch einige Flugzeugladungen unserer Schrottstücke. Die Flugzeuge dürft Ihr samt Inhalt natürlich behalten. Was Ihr mit dem Inhalt anstellt, bleibt Euch überlassen. Wie werden nie wieder nachfragen. Versprochen! Nur ein Rückgaberecht können wir bezüglich des Inhaltes leider nicht gewähren. Aber die Flugzeuge werden Spitzenklasse sein. Ehrenwort!

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/unfallbericht-legt-tödliche-fehler-offen/ar-BBRX5cc?ocid=spartandhp

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/schon-wieder-flugzeug-panne-deutscher-minister-steckt-in-afrika-fest/ar-BBRWGcb?ocid=spartandhp

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/peinliche-pannen-flieger-minister-müller-ist-empört-über-flugbereitschaft/ar-BBS39gq?ocid=crossde

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/entwicklungshilfeminister-eine-reise-zwei-pannen-–-minister-müller-kommt-per-linienflug-aus-afrika-zurück/ar-BBS69O6?ocid=spartandhp

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/entwicklungshilfeminister-der-pannenflug-des-gerd-mueller/23855298.html

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/weltgeschichte-flughäfen-internet-bahnverkehr-wo-russland-uns-deutsche-überrascht/ar-BBS0oo5?ocid=spartandhp

https://www.russlandjournal.de/russland/zeitzonen/

https://vk.com/@-163464132-scherbenhaufen-deutschland

Schneefrei. Das kann sich nur der Staat als Arbeitgeber erlauben

Wehe, wenn die Eltern mal entscheiden wollen, einen Tag früher mit den schulpflichtigen Kindern in den Urlaub zu fliegen. Dann steht die Polizei am Flughafen und fängt die Kinder ab. Wenn der Unterricht aber dann gleich 2 Wochen ausfällt, weil versalzener Puderzucker auf dem Boden und den Straßen liegt, dann ist die Schul- und Arbeitspflicht auf einmal nicht mehr so wichtig.  Dazu wird halt kurzerhand dann der „Katastrophenfall“ ausgerufen. Ein Katastrophenfall, der für die meisten anderen nicht gilt. Die meisten Arbeitnehmer müssen ganz normal zur Arbeit erscheinen. Selbstständige und Freiberufler kennen ohnehin das Wort „Urlaub“ nicht. Die staatlichen Lehrer hingegen müssen nicht zur Arbeit erscheinen, sie haben schneefrei. Wir können es uns ja leisten.  Schneefrei. Das kann sich nur der Staat als Arbeitgeber erlauben weiterlesen

Kardinal Marx: Der Begriff „Deutsche Bischofskonferenz“ ist ausgrenzend

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, hat bekanntlich den Begriff „christliches Abendland“ kritisiert und die Abhängung christlicher Kreuze gefordert. In beiden Fällen möchte er selber mit gutem Beispiel vorangehen. Unsere Bezeichnung seines Universalglaubens als „Buntabrahamismus“ hat Marx allerdings noch nicht übernommen. Ein Kirchensatiriker hat einen anderen Vorschlag.

Messe in Moll

Gegen den Begriff „Deutsche Bischofskonferenz“ wendet sich der Vorsitzende der gleichnamigen Organisation, Kardinal Reinhard Marx. „Der Begriff ist ausgrenzend, weil er alle Menschen, die weder Deutsche noch Bischöfe sind, von vorneherein ausschließt“, erläutert Marx. Dies verkenne die große Herausforderung, innerhalb der katholischen Führung dafür zu sorgen, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und diverser religiöser Überzeugungen ihre Positionen einbringen können, damit auf keinen Fall der Eindruck entstehe, die katholische Kirche hätte eigene Überzeugungen, die es sich zu verteidigen lohne.

Als Alternative schlägt Marx den weniger diskriminierenden Namen „Gruppe von Menschen ohne Amt oder religiöse Identität“ vor.

Ursprünglichen Post anzeigen

May verliert krachend, London geht mit Brüssel auf Kollisionskurs

Ab 19.00 wird Theresa May wohl eine Niederlage einstecken, aber eine Alternative zu ihrem schmählichen Pseudo-Austrittsabkommen ist nicht in Sicht, denn wer keinen Mut zum Bruch mit der EU hat, kann von der EU auch keine akzeptablen Konditionen bekommen.
Angesichts dieser Lage hat May jetzt (18:45) mit ihrem leidenschaftlichen Plädoyer zwar eine gewisse politische Logik auf ihrer Seite, aber dennoch werden die Abgeordneten bis 20:00 wohl mehrheitlch davor zurückschrecken, für ihre Verantwortungsscheu die Verantwortung zu übernehmen.

EU-Lobby ruft obligatorisch „Wolf!“

Die britischen Wirtschaftsverbände und Politiker haben seit den 1970er Jahren bei jeder Entscheidung über die EU vor allem mit Schreckensszenarien operiert.
John Major drohte sogar beim Votum über Euro-Mitgliedschaft mit einem Absturz der britischen Wirtschaft im Falle der Nichtteilnahme. Außer konformistischer Angstmache gab es regelmäßig kaum ein Argument, und immer wieder trat das Gegenteil ein. Man war gewohnt, dass die Pro-EU-Lobby „Wolf!“ schreit.
2016 ließ sich das Volk daher mehrheitlich von der obligatorischen Angstmache nicht beeindrucken, und sowohl die Regierung als auch die Opposition versprachen, das Brexit-Votum umzusetzen.
Allerdings taten sie dies erneut unter der Voraussetzung, dass ein Schreckensszenario eintritt, wenn Großbritannien ohne Brüsseler Segen aus der EU austritt.
Diese Angst nutzte die EU erbarmungslos aus, um eine klare Botschaft an alle Nationen zu senden, die aus der EU austreten möchten.

Weichen Brexit schafft nur, wer sich mit hartem anfreundet

Theresa May konnte einen Austritt nur unter inakzeptablen Bedingungen aushandeln.
Großbritannien soll 39 Milliarden GBP dafür zahlen, dass es weiterhin zur EU-Zollunion gehört, den EUGH als oberstes Gericht anerkennt, eine Grenze zwischen sich und Nordirland zieht und das Recht auf einen wirklichen Austritt von der Gnade der EU abhängig macht.
Für diese Bedingungen gibt es keine Mehrheit.
Zugleich gibt es aber auch keine Mehrheit für einen mutigen „harten Austritt“.
Stattdessen pflegen die meisten Politiker und Wirtschaftslobbyisten weiterhin Schreckensszenarien.
Genau diese Ängstlichkeit wird aber verhindern, dass Großbritannien das bekommt, was seine politische Klasse angeblich anstrebt.

Maßgeschneiderte nationale Handelspolitik birgt gewaltige Vorteile

Die Proponenten eines „harten Brexit“, allen voran der überaus beliebte Hinterbänkler Jacob Rees-Mogg, haben andererseits hochgerechnet, dass gerade im harten Brexit enorme Chancen auch für die Wirtschaft liegen, die sie mit 1 Billion (trillion) GBP beziffern.

Die britischen Unternehmen müssten nicht mehr französische Bauern subventionieren sondern könnten überall, wo dies den britischen Handelsinteressen entspricht, billigste Waren importieren, was den Ärmsten zugute käme. Zugleich könnten sie dort Zölle erheben, wo sie das wirklich brauchen. Sie könnten eine maßgeschneiderte nationale Wirtschaftspolitik betreiben. Der Nachteil ist, dass ihre Verhandlungsposition gegenüber Partnern schwächer wäre als die der EU. Doch allzu katastrophal scheint z.B. die Lage der Schweiz nicht zu sein, die ein Freihandelsabkommen mit China geschlossen hat. Auch ein Abkommen, wie Kanada es mit der EU hat, sollte man für GB mittelfristig anstreben können. Dies besonders dann, wenn man die Trümpfe nicht aus der Hand gibt. Schließlich ist die Handelsbilanz Großbritanniens mit der EU heute massiv im Minus. Großbritannien importiert z.B. viele deutsche Autos. Warum sollte es 39 Mrd vorab dafür zahlen, dass es dies weiter tun darf? Und selbst wenn Merkel, Macron, Barnier und Juncker alles tun sollten, um den Schaden für die Briten zu maximieren, gelten immer noch die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). Dies bedeutet voraussichtlich, dass GB zunächst gegenüber allen Ländern in etwa die Importtarife von 5-15% erheben wird, die jetzt die EU nach außen erhebt, um dann von dieser Basis aus Konzessionen und Handelsabkommen auszuhandeln. Dies erzeugt zwar vorübergehend Anpassungsschwierigkeiten, aber in einer Marktwirtschaft sollte man schlimmere Turbulenzen („kreative Zerstörung“, „Disruption“, „Change Management“) für tägliche Routine halten, ebenso wie das Angstgeblöke (FUD: Fear, Uncertainty and Distrust) von Arbeitgeberverbänden wie CBI (in Deutschland BDI) eine gewohnte politische Routine ist.
Hier versucht ein führender leitmedialer Brexit-Angstmacher vergeblich, Rees-Mogg im Dialog bloßzustellen:

Weibliche Konfliktscheu oder verkappter Verrat?

In der parlamentarischen Debatte scheint sich erneut zu zeigen, dass die teilnehmenden weiblichen Abgeordneten sich besonders leicht von ängstlichem Konformismus treiben lassen. In der Konservativen Partei ist es Anna Soubry, die unbedingt ein zweites Referendum will, in dem nur zwischen dem Pseudo-Austrittsabkommen von Theresa May und einer Rückabwicklung des Brexit gewählt werden darf. Gleiches fordern Caroline Lucas von den Grünen und mehrere Labour-Abgeordnete.
Theresa May setzte zuletzt ganz darauf, dass ihr Abkommen die einzige Möglichkeit darstelle, in den nächsten Monaten ohne Risiken über die Runden zu kommen, wobei die Risiken vor allem ein Ergebnis der eigenen Angstpropaganda sind. Manch einer fühlt sich an Merkels Beharren gegenüber Seehofer erinnert, dass man unbedingt Abkommen mit Transitländern brauche, bevor man Sekundärmigranten („Asyltouristen“) nach Spanien oder Italien abweisen darf. Auch diese Abkommen funktionieren nicht. Wer unter allen Umständen Multilateralismus will, scheut vielleicht einfach die Verantwortung, die mit Souveränität einhergeht. Der Ausgang aus der selbstverschuldeten politischen Unmündigkeit scheint diesen Leuten einfach weh zu tun.
Dass Premierministerin May als verkappte Brexit-Gegnerin die Sache sabotiere, muss man nicht unterstellen. Aber mit ihrer konfliktscheuen konformistischen Methode konnte es May nicht gelingen, ausgerechnet der EU das abzutrotzen, was die Mehrheit der Briten unter „Wiedererlangung unserer Souveränität“ oder „take our country back“ versteht.

Krachende Niederlage, demnächst auch für die EU?

May erlebte trotz der Leidenschaft und Logik ihres Schlussplädoyers tatsächlich eine krachende Niederlage.

Ihrer Logik zufolge kann der nächste Schritt nunmehr nur darin bestehen, zum 29. März einen „harten Brexit“ anzusteuern und zugleich auf eine konziliante EU zu hoffen. Darauf hat sich Mays Kabinett bereits vorbereitet, und auch Rees-Mogg, der die parteiinterne Revolte anführte, wird das Kabinett jetzt weiter unterstützen. Auch der EU steht angesichts einer drohenden Rezession das Wasser bis zum Hals, und wenn die EU sich jetzt destruktiv verhalten sollte, könnte manch einer in London könnte Lust bekommen, von Donald Trump siegen zu lernen. Alle haben daher ein Interesse daran, auf der WTO-Basis fair und ohne Schikanen nach Arrangements zu suchen, die Turbulenzen minimieren.





Bunte Republik setzt VS auf AfD an

Ralf Stegner: Dafür musste Maaßen gehen.
https://vk.com/wall-113930409_13488

Es ist schnell gekommen, wie es kommen musste. Nachdem die Groko den aufrechten Präsidenten weggeboxt hat, weil er ihren Lügen über Chemnitz widersprochen hatte und weil er den pausenlose Forderungen der SPD nach publikumswirksamer „Beobachtung“ der AfD entgegentratmacht sie sich an die Zerschlagung der AfD. Da keine Anhaltspunte für Verfassungsfeindlichkeit vorliegen, erklärt man Zweifel am Asylrecht zu einem Delikt und brandmarkt die AfD auf dieser Basis als „Prüffall für den Verfassungsschutz“.    Die neusten Doktrinen des Baer-Voßkuhle-Gerichtes (BVG), wonach Bestrebungen zur Erhaltung des Deutschen Volkes gegen die „Menschenwürde“ verstoßen und damit verfassungswidrig sind, werden von Haldewangs Schnüfflern ebenfalls bemüht.  Der Verfassungsschutz wird zu einem Instrument der gleichen Kräfte, die auch den Antifa-Terror für ihre Ziele benutzen, indem sie inmitten einer Welle des militant bunten Terrors diesen ideologisch unterfüttern und gemeinsam mit Cem Özdemir gewissermaßen  „#Nazisraus ja, aber mit rechtsstaatlichen Mitteln“ rufen.

Ein Großteil der Beamten und Lehrer, die eine Karriere zu riskieren haben, wird die Partei nun vielleicht bald verlassen müssen.   Übrig bleiben dann vielleicht politisch unerfahrene, undisziplinierte Maulhelden, die sich schnell zerstreiten und dann wie ein Hühnerhaufen auseinanderlaufen.

In einer gerechten Welt müssten wir alle diesen Stern tragen oder zumindest unser Wahlrecht verlieren, meint die Mopo.

Es kommt jetzt darauf an, dass die Partei jedwedes Maulheldentum proaktiv vermeidet und zugleich das unvermeidliche gelassen hinnimmt. Sie kann dabei viel von der Identitären Bewegung lernen. Wenn die AfD ihren eigenen inneren Kompass stärkt, sich weiter professionalisiert und proaktiv die Maulhelden rauswirft, die vor allem Spaß suchen, aber zugleich jede Panik und jeden vorauseilenden Gehorsam meidet und in ein paar wesentlichen prinzipiellen Fragen (z.B. beim Volksbegriff und den Volksrechten) hart bleibt, kann sie aus Sieger aus dem Nervenkrieg hervorgehen, ähnlich wie es auch der IB bisher weitgehend gelungen ist. Denn die Bunte Republik riskiert mit ihrem unlauteren repressiven Vorgehen noch mehr als die AfD. Martin Sellner hat kann dabei durchaus ein paar wertvolle Erfahrungen vermitteln.
Auch Judo-Großmeister Wladimir Putin zeigt seit Jahren, wie man gegen die Propaganda und Sanktionen bunter Superdemokraten besteht und dabei immer stärker wird. Er versteht es, aus den gegnerischen Angriffen Kraft zu beziehen. Dieser Kampf ist nichts für aufbrausende Amateure, aber man muss auch nicht verzagen, wenn man ein paar Mitstreiter (bei der AfD z.B. Honoratioren aus der oberen Mittelschicht) verliert. Nur derjenige kann den weichen Brexit heraushandeln, der sich auch mit dem harten Brexit anzufreunden versteht, ohne dabei übermütig zu werden. Das Glück ist den Mutigen und zugleich Besonnenen vorbehalten. Genau wie Großbritannien von der EU nichts erwarten kann, kann auch die AfD von der Bunten Republik auch bei noch so eilfertigem Wohlverhalten keine Gnade erwarten. Es hilft nur der eigene Kompass.





Systemkritische Recherche ist ein Entlassungsgrund – Entlassung beim Münchner Heise Verlag

München, 14.01.2019 – Nachdem ein Journlist an dem Allerheiligsten des bundesdeutschen Zwangsgebühren- Fernsehens gerüttelt hat, nämlich an den maßlosen Gehältern, wurde er kurzerhand vom Heise Verlag gefeuert. Wie kam es dazu? Der Jornalist Dr. Viktor Heese veröffentlichte im vergangenen Jahr, zuletzt im Dezember 2018 bei Telepolis (Heise) mehrere Beiträge. In denen berichtete Heese über Durchschnitts-Vergütung von 9.400 EUR (höher als bei DAX-Konzernen). Das wurde Dr. Heese jetzt zum Verhängnis. Daraufhin folgten rufschädigende Artikel und die Kündigung. Interessant, diese Beiträge riefen auch ver.di auf den Plan. Wieso ausgerechnet die Gewerkschaft ver.di? Journalismus-Gewerkschaftler sahen sich in der Pflicht, einen Brief an Heise zu verfassen, um Dr. Heese unter Rechtspopulismusverdacht zu stellen. Er hat es gewagt, die öffentlich-rechtlichen Medien in einer Weise anzugreifen, die der AfD in die Hände spielt. An diesem Fall sehen wir die Auswirkungen in unserer Bunten Republik. Eine Denunziation, sei sie noch so haltlos, genügt, um einem Kritiker die Existenz zu entziehen, und ausgerechnet Journalisten-Gewerkschaftler bekämpfen die Pressefreiheit. Die Bandagen werden im neuen Jahr noch härter, und gerade die von Heese kritisierten öffentlich-rechtlichen Medien tun sich als Zerstörer der freien Meinungsbildung hervor. Dabei kämpft die Vierte Gewalt als eine verschworene Gemeinde, die in einer Weise Willkürherrschaft ausübt, wie es der Politik verwehrt ist. Dr. Viktor Heese veröffentliche eine Reihe von hervorragenden Publikationen, aber sie nützen den Falchen. Eine Diskussion über die Thesen des Autors erübrigt sich damit. Viktor Heese kann es sich vielleicht leisten, nur noch in alternativen Medien zu publizieren, aber wer eine politische Einflussposition erreicht hat, überlegt sich in der Bunten Republik in der Regel zwei mal, ob er sich mit der Vierten Gewalt anlegt.

Der prominente Jurist Professor Vosgerau berichtet erst gerade vom Verlust eines Lehrauftrages aufgrund des bloßen Umstandes, dass er in Cicero die Rechtmäßigkeit von Merkels Flüchtlingspolitik angezweifelt hatte . Vosgerau erklärt hier auch aus juristischer Sicht, warum die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland die Demokratie gefährden. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die polnische Regierung, die sich mit ihnen anlegt, Recht haben könnte.

Das Publikum des Heise-Verlags ist in den letzten Jahren von links nach „rechts“ gewandert, wobei vielleicht der migrationskritische Flügel der Linken dort noch immer besser ankommt als die AfD. Ein Autor, der dem heutigen Heise-Publikums aus dem Herzen spricht, ist Wolf Reiser, der sich neulich bravourös mit Schwabings „scheinlinker“ Schickeria befasste, was bei den Kommentatoren großen Applaus und bei einer zurückgebliebenen Minderheit heftige Beißreflexe auslöste. Diese Beißreflexe dürften es sein, die sich diesmal wieder in der Telepolis-Redaktion durchgesetzt haben, aber auch hier zeigt die Kommentarsektion, dass das Publikum weiter ist als die Redaktion.

zwangszuschauer

EU-Wahl 2019: US-Demokraten kandidieren mit „StrongerTogether“ Manfred Weber (EVP/“CSU“)

Als „gemeinsamen“ Kandidaten der „konservativen“ Kräfte der US-Demokraten EU-Länder für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten wurde Manfred Weber bestimmt. Als bisherige vorzügliche „Leistung“ des möglichen künftigen EUDSSR-Führers M.Weber  gilt die Billigung des Sargentini-Berichtes, auf deren Grundlage ein Art.7- Verfahren gegen Ungarn wegen der  Verletzung der „Grundwerte“ der EUDSSR eingeleitet wurden.  Sargentini ist Mitglied der Europäischen Grünen Partei.  M. Weber kann allerdings auch als Kandidat der US-Demokraten gesehen werden, weil sein ständiger Twitter-Slogan „StrongerTogether“ der gleiche ist, den auch die US-Demokraten bei den Midterm-Elections verwendeten.  EU-Wahl 2019: US-Demokraten kandidieren mit „StrongerTogether“ Manfred Weber (EVP/“CSU“) weiterlesen

13. Januar 2017 – Wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Udo Ulfkotte (56) stirbt

von  Hans-Peter Car

Ein Hochkaräter hat uns viel zu früh verlassen. Heute vor zwei Jahren starb Udo Ulfkotte, ein begnadeter Journalist.  Die Meldung von seinem Tod traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Als ich Ulfkotte im Juni 2015 bei einem Vortrag in München zuhören durfte, war ich tief beeindruckt. Er sprach aus dem Stegreif und ohne Manuskript. Die Stringenz seiner Gedanken einerseits, das Unprätentiöse seines Wesens andererseits faszinierte.  Ulfkotte führte das Publikum durch eine hochinteressante Tour d´horizon über die Niederungen des sogenannten Qualitätsjournalismus, in welchem sich bereits damals – und nicht erst seit Relotius – Abgründe auftaten.

bildschirmfoto 2019-01-13 um 15.18.49
Facebook screenshot Car

Ulfkotte erläuterte, wieso er sich nach so vielen Jahren als Reporter und Auslandskorrespondent der FAZ aus diesem Metier ausklinkte und als Maverick und Freelancer neue Wege ging.

Als Ulfkotte sich seines Damaskuserlebnisses gewahr wurde, handelte er konsequent und publizierte seine Erfahrungen in einer Reihe Aufsehen erregender und nonkonformistischer  Bücher. Und das bereits Jahre vor Thilo Sarrazin.

bildschirmfoto 2019-01-13 um 15.59.15
Ulfkotte Auswahl seiner Bücher

Der Deutsche hält die Lüge nur aus, wenn er an sie glaubt

Der so plötzlich (und rätselhaft) verstorbene Udo Ulfkotte (*20. Januar 1960; + 13. Januar 2017), wechselte daher nach 17 Jahren als FAZ-Redakteur (1986-2003) die Seiten und wirkte danach hauptsächlich als Kritiker der Leitmedien, Aufklärer und Redner und hinterließ als Buchautor ein unschätzbares Vermächtnis.

Eine Dokumentation über die Jahre einer entfesselten Schleppermafia, einer militanten Anti-Abschiebe-Industrie und einer atemberaubenden Doppelmoral im sogenannten „Qualitätsjournalismus“ – siehe Relotius & Konsorten.

Im Gegensatz zur so unbedarften wie indoktrinierten und daher in Unmündigkeit gehaltenen Steuerkartoffel, verfügte Ulfkotte über einen imposanten journalistischen Erfahrungsschatz im Recherchieren und Einblicke vor und hinter die Kulissen der Leitmedien und Fassaden des Potemkinschen Dorfes von Halbwahrheiten.

10471267_1506091282979451_2682807882843461327_n
Udo Ulfkotte (1960-2017) als Kriegsberichterstatter der FAZ Quelle: Facebook Udo Ulfkotte (+)

Asylrecht macht Einheimische zu Menschen zweiter Klasse

Wenige Monate vor seinem plötzlichen Tod postete Ulfkotte am 1. Juni 2016 auf seiner Facebook-Seite als Antwort auf eine e-mail folgende Zeilen:

Mal ein ehrliches Wort: Ich bekam eine Mail, in der ein Leser aufrichtig danach fragte, warum ich bei Facebook etc häufig „so negativ gegen traumatisierte Asylbewerber poste“…. meine ehrliche Antwort zum Nachdenken auch für alle Gutmenschen: Einer von vielen Gründen – wirklich nur mal einer:
Ich war 17 Jahre als Kriegsberichterstatter in afrikanischen und islamischen Ländern und bin dort in Kriegen und Bürgerkriegen häufig verletzt oder verwundet worden, wusste häufig nicht, ob ich lebend wieder in die Heimat komme, habe grausamste Dinge gesehen, die mich auch heute noch regelmäßig nachts in Albträumen hochschrecken, mir Angst machen, mich quälen. Die entsetzlichen Bilder lassen mich nicht los. Aber da bin ich ganz sicher nicht alleine, es geht zB auch vielen deutschen Soldaten so, die aus Afghanistan und von anderen Auslandseinsätzen aus beschissenen Kack-Staaten zurückkommen. Uns alle vereint, dass wir weder vom deutschen Staat noch von irgendeiner Organisation auch nur die geringste Unterstützung/Hilfe bekommen. Heißt: Die Albträume etc sind unser Privatproblem. Ist ja auch so in Ordnung.

Aber was soll ich dazu sagen, wenn ich nach meinen 17 Jahren Krieg und Bürgerkrieg sehe, dass ein Asylant hier mit seinem Smartphone antanzt und ein ganzes Heer von Psychologen, Ethnologen, Soziologen, Pädagogen etc sich auf jene stürzt, die angeblich fast alle „traumatisiert“ sind und sofort die Hilfe unserer Gesellschaft brauchen. Wo bitte waren diese ganzen Helfer, als deutsche Soldaten oder ich sie gebraucht hätten…??

Na, frag doch mal einen traumatisierten deutschen Bundeswehrsoldaten, was er davon hält. Wie ich das meine? Nur so am Rande: Es gibt nicht EINEN deutschen Bundeswehrsoldaten, bei dem schwerste traumatische Kriegserlebnisse als PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) anerkannt sind – das würde die deutschen Steuerzahler ja Geld kosten für Behandlung und mögliche Rente…. Aber wieviele Asylanten gibt es, die pauschal sofort als traumatisiert anerkannt werden…? Heißt im Klartext: Die Ungleichbehandlung, bzw die Bevorzugung von Asylanten… finde nicht nur ich zum Kotzen… Wir Deutschen sind jetzt Menschen zweiter Klasse… und das finde ich … sorry… extrem Scheiße… und das sage ich auch ganz offen… Und das ist nur EINER von vielen Gründen…

Zur Klarstellung: Es geht nicht um Geld, sondern darum, wie die Politik uns Deutsche behandelt…als Menschen zweiter Klasse…

Ulfkotte hinterfragt mit gutem Grund die Überhöhung alles Fremden und die Diskriminierung der Steuerkartoffel.

C7trk_OWsAIFO0N
Die Patin der Einladungspolitik Angela Merkel hat gerufen. Die Schlepper machen Kasse. Die Geschleppten auch. In einem Land, in dem wir auf Kosten der Steuerkartoffel gut und gerne leben.

Bereits im Vorfeld von Angela Merkels katastrophalen Blackout 2015 („wir schaffen das“) fluteten die sattsam bekannten hiesigen Leitmedien alle Kanäle mit der Verheissung und frohen Botschaft von den „Fachkräften“ und dem publikumswirksamen Melodram von den „schwer traumatisierten Flüchtlingen“.

Kos-597632
„Flüchtlinge“ posieren selbstverliebt im Selfie-Fieber

Gleichzeitig war das die Sternstunde für die Besten der Guten im Lande, um ihre moralische Überlegenheit und Unfehlbarkeit als Bahnhofsklatscher geradezu exhibitionistisch ausleben zu können.

900-0002 Ostpreussische Fluechtlinge im 1. Weltkrieg
deutsche Flüchtlinge aus Ostpreußen

Während es in der Republik über Dekaden zum guten Ton gehörte, im Kielwasser der 68er die eigenen Flüchtlinge als „Revanchisten“ zu verunglimpfen oder als „Ewiggestrige“ in Bausch und Bogen zu verdammen und zu verhöhnen, haben sich die Vorzeichen nun drastisch geändert. Bunte Meinungsmacher haben durch die ideologische Hintertüre der Steuerkartoffel den Begriff von der Willkommenskultur wohldosiert infundiert.

Die den eigenen Vertriebenen vorenthaltene Willkommenskultur brach anno 2015 um so heftiger über das Land herein. Im Geiste des weltoffenen Arsches sozialisierte und dressierte Teenager empfingen Massen an Menschen aus wildfremden Kulturen an Bahnsteigen unter frenetischem Applaus ganz im Stile einer an Massenhysterie erinnernden Beatlemania.

12741878_1702674430006003_1321013865414793915_n

Kaum auszumalen, was diese naiven an Cheerleader und Groupies erinnernden Gören den überwiegend koranischen Testosteron-Fachkräften an pornographischer Empathie und bereitwilliger Verfügbarkeit signalisierten. Pathologischer Altruismus Individuen gegenüber, von welchen man nicht wissen konnte, in welchen Milieu sie verkehrten: Antänzer, Diebe, Räuber, Betrüger, Analphabeten, Schulabbrecher und Ausbildungsverweigerer, Müßiggänger, Drückeberger, Umwelt-Vermüller, Autoraser, Waffenfetischisten, Psychopathen, Identitätsbetrüger, Zuhälter, Drogendealer, Hütchenspieler, Nepper, Schlepper, Schleuser, Plünderer, Piraten, Kriegsverbrecher, Folterknechte, Serienmörder, Kannibalen, korrupte Elemente, Schutzgeld-Erpresser, Clan-Mitglieder, Gewalttäter, Tierquäler, Genitalverstümmler, Vergewaltiger, Träger gefährlicher Infektionskrankheiten, Kleptokraten, Gotteskrieger, Gefährder, Extremisten,Terroristen usw. Dass sich unter den Migranten nicht wenige befinden, denen es nur um´s schnelle Geld geht, Luxus ohne zu arbeiten, Leute zu bescheissen passt Egalitärfrömmlern nicht in ihr naives Weltbild.

Anders als unsere Landsleute, die als vertriebene, gedemütigte, ausgemergelte und entrechtete Flüchtlinge nach 1918 und 1945 mit ihren Habseligkeiten ein Bild des Jammers boten, entsprechen die heute wider allen medialen Ankündigungen vom „schwer traumatisierten Flüchtling“  unwiderlegbaren Vorstellungen von  Luxus-Flüchtlingen. Häufig bestens oder sogar extravagant und schrill gekleidet, versorgt mit Smartphones, Fahrrädern, protzigen Uhren, anspruchsvoll, unbeschwert, wohlgenährt als Medizin-Touristen in Arztpraxen, mit vollen Einkaufstaschen in Einkaufszentren oder in den Abendstunden in angesagten Vergnügungs-Tempeln oder Partymeilen.

44603364_277392846239220_7757263930795229184_n
Alassa M. Beruf: Flüchtling Luxus-Flüchtling

Raab: Asylanten in der 1. Klasse

Petra Raab beschreibt in einem FB-Posting vom Mai 2015 die erlebte deutsche Wirklichkeit, die in manchmal krassem Widerspruch zu den Bildern steht, die uns die Idylle der Willkommensmedien weis machen wollte.

Als ich heute früh mit der Bahn zur Arbeit fuhr waren alle Abteile überfüllt, außer in der 1. Klasse, da saß niemand. Ein schwarzafrikanischer männlicher junger Asylant ging an mir vorbei und setzte sich mitten in die erste Klasse.
Niemand sonst außer ihm saß dort.
Ich stand am Flur, war noch müde und wollte mich eigentlich auch hinsetzen, nur leider war da kein Platz mehr.
Ich stand da also und schaute immer wieder zu dem Asylanten, wie er da saß als King Louie gegenüber der arbeitenden deutschen Bevölkerung, die sich mit den zweiten Plätzen begnügen mussten während sie zur Arbeit fuhren und für ihn mitarbeiteten.
Ich dachte mir nur, dass dieses Bild wirklich bezeichnend ist für den momentanen Zustand in unserem Land.
Den Asylanten wird hinten und vorne alles in den Allerwertesten geschoben, gerade dass deren Helfer keinen Orgasmus bekommen, wenn sie einen Aslyanten sehen und mit einer übertriebenen Affektiertheit und einer zur Schau gestellten Toleranz wird dem Asylanten jeder Wunsch von den Augen abgelesen.
Sie kommen hierher, haben sich selbst in ihrem Land bis zum heutigen Tage nichts aufgebaut, sind die absoluten Verlierer, denn nur solche Menschen kommen, die anderen bleiben da, stellen sich mitten in Deutschland hin und verlangen, dass sie ab hier und heute vom deutschen Volk rundum versorgt werden.
Das muss man sich mal reinziehen, mit was für einer Dreistigkeit und Unverschämtheit diese Menschen die Geisteskrankheit unserer Regierung ausnützen. Da haben sich zwei gefunden.
Selbst zu nichts fähig, gehe ich einfach mitten in ein Land, in dem die Einwohner schuften bis zum Umfallen, stelle mich mitten rein und sage: “So, jetzt versorgt mich mal richtig ordentlich mit”.
Kein Wunder, dass unsere Politiker zu solchen Menschen eine Affinität haben, dass scheinen auch die Asylanten zu spüren. Dieses Land wird ihnen von unseren Politikern auf dem Silbertablett serviert.
Wenn ihnen der zugeteilte Wohnraum nicht gefällt oder das Essen nicht schmeckt, wird sich sofort darüber aufgeregt und die Asylantenindustrie springt sofort.
Unzählige Organisationen wurden nur für die herrschaftliche Behandlung der Asylanten in einer Kürze aus dem Boden gestampft. Die Deutschen wären froh, wenn sie auch nur einmal halbwegs so gut in ihrem Land von der eigenen Regierung so behandelt worden wären.
• Was für ein Deutscher bekommt von diesem Staat schon einen täglichen dreimaligen Lieferservice?
• Was für ein Deutscher bekommt vom diesem Staat schon eine Putzfrau spendiert und
• was für ein Deutscher muss sich hier um nichts kümmern und bekommt von einer ganzen Helferindustrie sofort ein Dach über dem Kopf zugewiesen, den nötigen Strom und wird in ausgesuchten Pensionen in Deutschland durch die Pensionswirte gehätschelt und getätschelt.
In Deutschland müsste kein einziger Deutscher mehr Not leiden, wenn er nur ansatzweise so behandelt werden würde wie die Asylanten in diesem Land.
Was für ein Deutscher würde sich nicht gerne einfach mitten auf den Marktplatz seines Ortes stellen und schreien, dass er ab jetzt nicht mehr arbeitet und die Gemeinde ihm ein adäquates Haus zur Verfügung stellen soll, in welchem er mit allem drum und dran so lange dort leben kann wie er will, ohne auch nur einen einzigen Finger mehr krumm zu machen.
Als Leckerbissen bekommt er noch eine Putzfrau gestellt, damit er sich in seinen Räumen so richtig wohl fühlt.
Möchten nicht alle Deutschen in Deutschland so leben?
Wäre das nicht ein Leben wie Gott in Deutschland?
Keine Existenzsorgen mehr, immer ein Dach über dem Kopf und dreimal am Tag Essen das
einem gebracht wird, bei gleichzeitigem Wegräumen des eigenen Drecks durch einen Putzdienst.
Alles was man irgendwie zu einem Wohnraum umfunktionieren kann, wie Turnhallen, Kasernen, sämtliche leerstehenden öffentlichen Gebäude, alle Pensionen dieser Nation, Hotels, Häuser, Wohnungen, werden einfach vom deutschen Staat gekauft oder angemietetund dann dürfen dort alle Deutschen kostenfrei wohnen.
Selbstverständlich mit so viel Strom wie jeder will, einem ordentlichen Taschengeld von mindestens 400 Euro im Monat zusätzlich für die privaten Wünsche und fehlt einem Deutschen noch ein Fahrrad oder ein Handy, kein Problem, der deutsche Staat zahlt.
Bedingungslos und ohne auch nur eine einzige Leistung zu fordern.
Wäre das nicht mal ein wirklich schönes Leben in Deutschland?
Davon kann der Deutsche jedoch noch lange träumen.
So ein Leben ist nur den Asylanten in Deutschland beschieden.
Die dürfen sogar kostenlos in allen öffentlichen Verkehrsmitteln mitfahren, sogar 1. Klasse. Natürlich nicht offiziell, doch egal ob im Bus oder in der Bahn, erkennt der Busfahrer, Schaffner oder die Kontrolleure einen Asylanten, schauen sie einfach weg, so wie heute in der Bahn.
Ich konnte mich nämlich dann nach einiger Zeit doch durchringen mich auch in die 1. Klasse zu setzen, weil ich mich sonst einfach zu gedemütigt gefüllt hätte durch diesen Aslyanten, für den in Deutschland andere Gesetze gelten.
Also setze ich mich ein Abteil über ihn und dachte mir, wenn jetzt der Schaffner kommt, dann verweise ich auf den Asylanten.
Mich hat noch nie in all den Jahren ein einziger Schaffner in diesem Doppeldeckerzug kontrolliert, doch anscheinend müssen sie irgendwo Kameras haben, denn von weitem sah ich ihn das erste Mal Tickets kontrollieren. Normalerweise kontrollieren sie bei einem R-Zug die letzte Station nicht mehr.
Ich hatte das Gefühl, er machte sich nur wegen mir auf diesen Kontrollgang.
Ich verließ aber noch rechtzeitig die 1. Klasse und stand dann ganz unschuldig im Gang, als er mich kontrollierte. Nun wartete ich darauf, dass es dem Asylanten an den Kragen geht. Doch wie schon gesagt, er kontrollierte einfach nicht in dem Abteil, sondern ging oben weiter.
Normalerweise wäre doch die 1. Klasse am Interessantesten um dort zu kontrollieren, aber er ließ das untere 1. Klasse Abteil einfach ausfallen. Mir ist das auch schon öfters bei Busfahrer aufgefallen. Jeder Deutsche zeigt seinen Fahrschein, doch wenn Ausländer einsteigen, fragt weder der Busfahrer nach der Karte, noch zeigen sie einen Fahrschein.
Es ist erstaunlich wie viele Sonderrechte Ausländer in Deutschland gegenüber Deutschen genießen.
Es ist deshalb auch kein Wunder, dass sie sich sofort wie Herrenmenschen gegenüber den Deutschen aufführen und mit Gewalt und Drohungen kommen, wenn es nicht nach ihrem Willen geht.
Diese Menschen haben keine Demut und Bescheidenheit innewohnen, sondern einfach nur absolute Forderungen und Respektlosigkeit gegenüber dem deutschen Volk. Das ist aber auch kein Wunder, wenn man gewaltbeladene primitive Menschen wie Könige behandelt, dann flippen sie vollends aus und kennen keine Grenzen mehr.
Wenn ich auf jedenfall in einem fremden Land wäre, in dem alle Einheimischen um mich herum sich nicht in die 1. Klasse setzen, dann würde ich mich nicht als Ausländer, der von ihnen alles bezahlt bekommt und wegen dem sie gerade in die Arbeit fahren, noch demonstrativ vor ihnen in die erste Klasse setzen und so auf King Louie machen. So viel Demut, Anstand und Moral hätte ich.
Es kann aber auch nicht jeder ein Deutscher sein.

Verweise

Burkhard berichtet: „Wie ich obdachlos wurde.“

Seit 1991 ist Burkhard, geb. 1962, mein Arbeitskollege und Freund. Einst war er mein Chef im Ressort Programmierung der DOS International, dem heutigen PC Magazin. Jetzt braucht er dringend eine Wohnung. Nach Monaten Schweigen hat er mir am 8. 1. 2019 ein Zeichen gesendet. Zwei Tage hatten wir über Facebook Verbindung. Danach schweigt er wieder. Telefonnummer und Adresse hat er mir nicht mitgeteilt. Wer meinem Freund eine Wohnung vermitteln kann, soll mich bitte kontaktieren. 

Bett in Notunterkunft: In dieser Bruchbude lebe ich zusammen mit zur Zeit 8 weiteren Menschen, die meisten sind Araber. Die Matraze ist durchgelegen, praktisch ruiniert, der Rest der Einrichtung vom Sperrmüll.

Wie er in seine jetzige unerträgliche Situation gekommen ist, berichtet Burkhard bei Facebook. Von dort stammt auch dies Bild seiner jetzigen Schlafstätte in einer Notunterkunft.

In den letzten Jahren haben wir uns immer wieder getroffen. So sind wir 2004 gemeinsam auf den Blomberg gewandert.

Der Autor mit Burkhard 2005 auf dem Blomberg

Auf einer mehrstündigen Bootsfahrt 2005 im Altmühltal teilten wir ein unvergessliches Naturerlebnis.

Mai 2005: Vor der mehrstündiger Bootsfahrt im Altmühltal

Burkhard ist Dipl. Chemiker. Ab 1991 hat er Hunderte Seiten für Computer-Zeitugen und elf Bücher geschrieben.

Als Microsoft System Engineer hat Burkhard große Netzwerke verwaltet und hochkarätige Fachbücher geschrieben..

In den letzten Jahren haben wir uns immer wieder getroffen und Erfahrungen ausgetauscht. Seine erschütternde Geschichte hat er über Facebook veröffentlicht. Meine Veröffentlichung seiner Facebook-Geschichte in diesem Blog soll Burkhard helfen, endlich wieder eine eigene Wohnung zu finden.

18. November 2018: Wie ich obdachlos wurde


Es gibt nicht viele Wege in die Obdachlosigkeit. Eigentlich sind es nur Mietrückstände oder eine Eigenbedarfskündigung. In beiden Fällen verliert man früher oder später seine Wohnung und wird obdachlos, sofern man Transferleistungen wie Hartz IV bezieht. Denn kein Vermieter vermietet eine Wohnung an einen Hartz-IV-Bezieher, wenn er auch solvente Mieter bekommen kann, die das 3- oder 4-fache oder mehr der verlangten Miete verdienen.

Bei mir war es die Eigenbedarfskündigung, die nach 5 Jahren Entmietungsterror gerichtlich durchgesetzt wurde. Aber der Reihe nach.

Es begann im Januar 2013 mit einer E-Mail eines mir unbekannten Mannes. Er stellte sich als Herr Böck vor, wäre Makler und wollte mal in meiner Wohnung nach dem Rechten sehen. Damals wohnte ich schon 15 Jahre dort. Natürlich habe ich diese E-Mail gelöscht. Es stellte sich heraus, dass dieser Mann tatsächlich im Auftrag meiner Vermieterin handelte.

2013 hatte ich einen Rohrbruch im Badezimmer. Zusammen mit den Handwerkern schlich sich Herr Böck in meine Wohnung und begann sofort im Wohnzimmer die Schubladen aufzuziehen. Ich stellte ihn zur Rede und wollte wissen, wer er ist. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich ihn noch nie gesehen.

Er fing sofort an zu poltern: „Sie müssen sofort ausziehen! Was ist denn das für eine Unordnung hier?“ Offenbar entrüstete er sich über die Unordnung im Wohnzimmer. Ich dachte mir, wer sich heimlich einschleicht, der kann nicht erwarten, dass aufgeräumt ist. Die Handwerker kommen ja nur ins Bad, nicht in den Rest der Wohnung. Jedenfalls wurde er immer ausfallender: „Sie müssen sofort ausziehen!“ war sein Lieblingssatz, den er ständig wiederholte. „Dann kommen alle Ihre Sachen auf den Müll und Sie sitzen auf der Straße!“ brüllte er weiter rum. Ich sagte erst mal nichts, wollte sehen, wie weit er geht.

Schließlich verließ er die Wohnung. Auweh, das gibt Ärger, dachte ich. Und so kam es dann auch.

Wenige Tage später begann der Terror in Form von Telefonterror. Morgens gegen Vier klingelt das Telefon. Genau einmal, das reicht um aufzuwachen. Wenige Minuten später das Gleiche. Wenn man es nur einmal klingeln lässt, wird das Gespräch nicht von der Telefonanlage gespeichert, man erfährt also nicht die Telefonnummer des Anrufers. Die Telekom kann da wohl auch nichts machen. So ging das eine Weile: Einmal klingeln und gleich wieder auflegen. Schließlich habe ich den Stecker aus der Dose gezogen. In den folgenden Nächten das gleiche Spiel. Schließlich habe ich das Telefon überhaupt nicht mehr eingesteckt. Dann war Ruhe.

Ein paar Tage später ging ein Brief ein, worin ich aufgefordert wurde, die Wohnung zu einem bestimmten Tag zu räumen. Ich dachte mir, jetzt drehen sie völlig durch. Tatsächlich, am besagten Tag klingelte es abends. Ich sah durch den Spion, Herr Böck stand vor der Tür. Ich zog es vor, erst einmal nicht zu öffnen. Es verging einige Zeit und ich dachte, irgendwann wird er schon verschwinden. Aber so einfach war es diesmal nicht. Plötzlich ertönten irrsinnig laute Hammerschläge im Treppenhaus. Da fing der Typ doch an, mit Hammer und Meißel das Türblech abzuschlagen, vermutlich um dann das Schloss rauszuziehen. Jetzt musste was geschehen. Wenn er die Tür aufbricht, sitze ich ohne Tür da, das ist zunächst mal mein Schaden. Also musste ich wohl oder übel öffnen.

Als ich öffnete, stellte Herr Böck sofort den Fuß in die Tür und keifte: „Sie müssen sofort ausziehen!“ Ich erwiderte: „Sie müssen sofort das Haus verlassen!“ So ging das hin und her, über eine Stunde lang. Ich drückte die ganze Zeit von innen gegen die Tür, so dass sie ja nicht aufgehen konnte. Er hatte die ganze Zeit seinen Fuß zwischen Tür und Rahmen. Schließlich gab er auf und verließ unter wüsten Beschimpfungen das Haus. Ich hatte ihn zum zweiten Mal abgewimmelt.

Ich rief ihm noch nach, dass ich diesen unglaublichen Vorfall zur Anzeige bringen würde. Das war ihm egal. Tatsächlich wurde ich am nächsten Morgen bei der Polizei Poing vorstellig und wollte Anzeige erstatten! Das erwies sich als gar nicht so einfach. Die Beamtin glaubte mir nicht, erzählte was von unwahren Beschuldigungen, für die man bestraft wird usw. Schließlich rief sie doch bei unserem Makler an. Was jetzt folgte glaubt man nicht, es sei denn man hat es selbst erlebt. Mit zuckersüßer Stimme sprach sie mit Herrn Böck, hier sei ein Typ, der behauptete, er, Herr Böck, hätte versucht in seine Wohnung einzubrechen. Das Gespräch hörte sich an, als wenn sich zwei alte Bekannte zum Essen verabreden. Schließlich legte die Beamtin den Hörer beiseite, legte aber nicht auf, und sagte: „Herr Böck sagt, sie haben einen Auflösungsvertrag unterschrieben und müssen deswegen sofort ausziehen.“ Ich war wie vom Donner gerührt. Eine unglaubliche Unverschämtheit. Schnell entgegnete ich, er soll diesen angeblichen Vertrag mal gerade durchfaxen. Das konnte er natürlich nicht. Schließlich legte sie auf und sagte: „Hmm ich werde ein paar Beamte bei ihm vorbeischicken.“ Dann nahm sie die Anzeige routinemäßig auf. Böck hätte tatsächlich einen solchen Vertrag fälschen können, meine Unterschrift hätte er leicht vom alten Mietvertrag durchpausen können. Das kann jedes Kind. Allerdings ist das gewerbliche Urkundenfälschung und dafür gibts zwei Jahre Knast ohne Bewährung!

Das Verfahren wurde wenige Wochen später eingestellt, wobei der Staatsanwalt aus „versuchtem Einbruch“ „Hausfriedensbruch“ gemacht hatte. Zufriedenstellend war das nicht. Der Telefonterror, der versuchte Einbruch, die versuchte Urkundenfälschung, nichts hatte irgendeine Konsequenz. Rechtsstaat stelle ich mir anders vor.

Es kam nun, wie es kommen musste. Wenige Tage später kam erneut ein Brief: Fristlose Kündigung der Wohnung! Dilettantisch einfach in den Briefkasten geworfen, habe ich diese Kündigung natürlich nicht beachtet. Die Zeit verging, der Telefonterror ging derweil täglich weiter, und es kam eine ordentliche Kündigung unter Einhaltung der Kündigungsfrist von neun Monaten, auch wieder einfach so in den Briefkasten geworfen. Diese Frist verstrich und nichts passierte. Natürlich bin ich nicht ausgezogen, weil es zu dem Zeitpunkt bereits keine Wohnungen weder in Poing noch im Landkreis gab, und für Hartz-IV-Empfänger schon gar nicht.

Eins sei noch erwähnt. Wird einem Hartz-IV-Empfänger die Wohnung gekündigt, so muss er das Kündigungsschreiben unverzüglich beim Jobcenter abgeben! Sonst werden die richtig böse, schreien rum usw.! Der Hintergrund: Das Jobcenter geht einfach davon aus, dass die Kündigung durchgesetzt wird und überweist keine Miete mehr! Man muss dann beim Jobcenter anrufen und klarstellen, dass weiter Miete überwiesen werden muss, solange man noch da wohnt! Das ist oft mühsam, weil das Jobcenter einem einfach nicht glaubt! Auf jeden Fall können sich dadurch die ohnehin zeitlich knappen Mietüberweisungen noch weiter verzögern, wodurch man die Miete nicht pünktlich an den Vermieter weiterleiten kann. Schon ein einziger Mietrückstand kann zu einer fristlosen Kündigung führen! Die Mietüberweisungen des Jobcenters können also leicht missbraucht werden, um Hartz-IV-Empfänger unter Druck zu setzen. Sieht so Hilfe aus?

Nach dem versuchten Einbruch passierte eine Weile nichts. Inzwischen war es 2014 geworden. Irgendwann im Sommer meldete sich ein Herr Väth. Er sei der neue Besitzer und wollte mich kennen lernen. Also kam er mich besuchen. Er stellte sich raus, dass Herr Väth einen Sohn hatte, welcher der neue Besitzer war. Zunächst verlief alles friedlich, die Väths halfen sogar die Schäden in der Wohnung zu beseitigen wie eine verkalkte Spüle und einen defekten Herd. Diese und noch andere kleinere Schäden hatte ich dem alten Vermieter gemeldet, der hatte aber nichts unternommen.

Was war eigentlich passiert, überlegte ich. Das war so: Die alte Vermieterin, Frau Maier-Solgk, hatte mehrere Wohnungen, so dass ihr eine Kündigung wegen Eigenbedarf kaum gelingen dürfte. Deswegen griffen sie zu einem Trick: Sie schenkte die Wohnung ihrem Enkel und das war jener junge Herr Väth. Der konnte nun Eigenbedarf anmelden und sie waren mich los! Der alte Herr Väth sagte bei unserem ersten Treffen zwar, ich müsste irgendwann mal ausziehen, schließlich hätte er die Wohnung GEKAUFT und es wäre jetzt seine, aber schließlich ist das egal. Vor dem Verlust der Wohnung hätte mich diese Lüge auch nicht bewahrt.

Natürlich zog ich nicht aus. Es gab ja keine Wohnungen, ein Zustand, der inzwischen täglich schlimmer zu werden schien.

Schließlich kam erneut eine Kündigung, diesmal von einem Anwalt. Nach Ablauf der Kündigungsfrist konnte ich erneut nicht ausziehen, weil es keine Wohnungen gab. So kam es im Sommer 2017 zu einer Räumungsklage vor dem Amtsgericht Ebersberg, die ich natürlich verlor. Ich sollte bis zum 31.12.2017 die Wohnung räumen. Ich könne allerdings auch eher ausziehen, wenn ich eine Kündigungsfrist von vier Wochen einhalten würde. Das alles war absehbar. Zwei Dinge sind mir aber aufgefallen: Ich sagte zu meiner Anwältin, ich wurde anwaltlich vertreten, dass ich Angst vor den Notunterkünften habe, wegen der vielen Krankheiten und der Kriminalität. Ich bin schwer herzkrank und muss eine weitere zusätzliche Krankheit unbedingt vermeiden. Darüber gibt es Atteste und inzwischen auch ein amtsärztliches Gutachten. Sie entgegnete, so schlimm wirds schon nicht werden. Die Gemeinde würde mir sicher helfen. Was für eine Fehleinschätzung! Auch der Richter hat wohl den Ernst der Lage unterschätzt: Sagte er doch, ich könne auch früher ausziehen, wenn ich die Kündigungsfrist von vier Wochen einhalten würde! Er ging offenbar davon aus, dass man sich als Wohnungssuchender einfach eine neue Wohnung sucht und dann umzieht. Ich habe ihm erklärt, dass Hartz-IV-Bezieher keine Chance auf dem freien Markt haben, und dass sich die Wohnungssuche heute extrem verschärft hat. So werden in Mietangeboten schon länger keine Telefonnummern mehr angegeben, weil das Telefon sonst nicht mehr stillstehen würde, so groß ist die Nachfrage. Stattdessen wird fast immer ein Webformular verwendet, wo man nicht mal den Empfänger erkennen kann. Man bewirbt sich also über so ein Formular und erhält, meistens recht zügig, eine Selbstauskunft sowie weitere Anweisungen. In dieser Selbstauskunft muss man seinen Verdienst angeben, hier trage ich also Hartz-IV-Empfänger ein. Dann sendet man das Formular zurück und… erhält keine Antwort mehr. Auf dutzende solcher Fragebögen habe ich noch nie eine Antwort erhalten. Die Auflösung ist: Niemand vermietet an Hartz-IV-Empfänger, wenn er auch an solvente Mieter vermieten kann, die also ein viel höheres Einkommen haben. Das wusste der Richter nicht.

Was ist überhaupt Obdachlosigkeit?


Entgegen weitläufiger Annahme leben Obdachlose nicht unter Brücken, jedenfalls nicht zwangsweise. Es heißt eigentlich nur, dass man keine Wohnung hat. Da die Gemeinde eine Unterbringungspflicht hat, muss sie dem Obdachlosen irgendeine Unterkunft zur Verfügung stellen, da sonst erhebliche Gefahr für Leib und Leben besteht, wie es so schön heißt. Das kann die letzte Bruchbude sein und meistens ist es das auch. Auch sind solche Unterkünfte keinesfalls kostenlos: Zum Beispiel zahlt der Obdachlose 5 Euro pro Tag, solche Preise schwanken aber von Gemeinde zu Gemeinde. Die Gemeinde, geldgierig wie sie ist, holt sich dieses Geld vom Landkreis zurück. Dafür gibt es eigene Formulare, die vom Wohnungsamt zum Jobcenter gehen, welches dann die Miete auf das Konto der Gemeinde überweist. christliche Nächstenliebe ist das nicht gerade, sondern eher Pfennigpfuchserei, denn kleinere Gemeinde haben üblicherweise keine oder nur wenig Obdachlose. Und selbst die paar Gestalten wollen sie möglichst nicht bezahlen.

Es sei noch angemerkt, dass Wohnungsämter gern versuchen, Obdachlose zu vertreiben: Sie sollen in eine andere Gemeinde ziehen, möglichst weit weg, weil es da ja mehr Wohnungen gibt! Ein mieser Trick, um den Obdachlosen loszuwerden! Nein, die Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet, den Obdachlosen in der Gemeinde, wo er angemeldet ist, unterzubringen. Wer besonders gut vertreibt, hat am wenigsten Obdachlose und spart am meisten Geld! Meines Erachtens ist das ein wesentlicher Grund dafür, warum es in Bayern so wenig Obdachlose gibt! Die werden regelrecht weg geprügelt! Auch das ist keine christliche Nächstenliebe, sondern schlicht Menschenverachtung. Zumal wenn man behauptet, bei uns gibt es so wenig Obdachlose, weil wir so ein reiches Land sind und es allen gut geht! Zynischer gehts nicht mehr.

München Freimann, Samstag 12. 1.2019: Niemand muss also auf der Strasse leben. Tut er das doch, so ist das freiwillig

Niemand muss also auf der Strasse leben. Tut er das doch, so ist das freiwillig. Es gibt viele Gründe, nicht in einer Notunterkunft leben zu wollen: Diebstahl, Gewalt, Drogenmissbrauch, Ungeziefer und – in den letzten Jahren vermehrt – auch Krankheiten. Krätze, TBC und andere oft längst ausgerottete Krankheiten halten mit den Migranten wieder Einzug in Deutschland, auch in die Notunterkünfte. Wer schon krank ist, hat sicher wenig Lust auf zusätzliche Krankheiten. Das kann zu einer Überlebensfrage werden.


Meine Wohnung wies seit Jahren schon teils unangenehme Schäden auf. Die verkalkte Spüle und den defekten Herd hatte ich erwähnt. Die Toilette war seit Jahren halb verstopft, das Ausflussrohr kalkt mit der Zeit zu. Anfang 2017 ließ sich der Ausguß der Badewanne nicht mehr öffnen, das Wasser lief nicht mehr ab. Damit war die Badewanne nicht benutzbar. Es blieb nur noch das Handwaschbecken, wo im Sommer der Siphon abbrach, er war einfach durchgerostet. Seitdem stand ein Eimer drunter. All das teilte ich dem Eigentümer mit, der aber nichts unternahm, teils über Jahre nicht. Die defekte Badewanne war besonders übel, weil ich nun nicht mehr duschen oder baden konnte. Eigentlich ein unhaltbarer Zustand. Davon und von dem kaputten Handwaschbecken hat der Hausmeister auch Fotos gemacht, angeblich damit der Eigentümer Bescheid weiß, der hat sich aber nicht gekümmert.

Auch hatte sich seit ca. 2014 Schimmel in der Wohnung breit gemacht, so ziemlich an allen Außenwänden. Die Bekämpfung des Schimmels erwies sich als schwierig: Kaum hatte man ihn abgewaschen, war er schon wieder da. Es musste etwas geschehen, denn Schimmel ist gesundheitsschädlich. Aber der Eigentümer reagierte erneut nicht und unternahm nichts.

Atteste schützen nicht vor Willkür


Um die drohende Obdachlosigkeit ab dem 1.1.2018 abzuwenden, erzählte ich meinem Hausarzt die Geschichte, woraufhin er das folgende Attest ausstellte:

„Es liegen schwerwiegende Erkrankungen vor, so eine massive Herzvergrößerung (Kardiomegalie) bei arterieller Hypotonie, Hypercholesteranämie, Adipositas (BMI: 38,8), nutritiv-toxischer Genese und Hyperurikämie.
 Bei dem Patienten liegt eine Räumungsklage Ende dieses Jahres vor. Anhand der geschilderten Erkrankungen und Behinderungen ist diese Maßnahme aus ärztlicher Sicht nicht durchführbar, weil eine drohende Verschlimmerung zu einem lebensbedrohlichem Zustand führen kann.“


Dann sagte er noch: „Frau Karisch wird ihnen dann schon helfen!“

Dieses Attest reichte ich im November beim Wohnungsamt ein. „Was sollen wir damit?“ war die für mich unvermutete Frage. Ich sagte: „Mein Hausarzt hat mir geraten, dieses Attest abzugeben.“ Es hatte keinerlei Auswirkungen und so kam es schließlich zur Räumung gegen ärztlichen Rat.

Laut Gerichtsbeschluss musste ich meine Wohnung zum 31.12.2017 räumen. Also packte ich meine Habseligkeiten in 30 Umzugskartons, baute die Möbel ab soweit es ging und wartete ab dem 2.1.2018 auf den Möbelwagen. Der sollte meine Sachen in ein Lager bringen, wo ich sie dann später auslösen könnte. Dachte ich zumindest.

Erstmal passierte gar nichts. Der 2.1.2018 war ein Dienstag. Ich rechnete damit, dass die Umzugsleute früh kommen würden und wartete ab 8 Uhr, aber niemand kam. Um die Mittagszeit gab ich das Warten auf. Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Ab Donnerstag sagte ich mir, diese Woche würde es wohl nichts mehr werden. Die folgende Woche verlief ähnlich. Erst Ende Januar erhielt ich eine Mail von meiner Anwältin, sie hätte nun endlich den Gerichtsvollzieher, Herrn Volkmann, erreicht. Dieser sei aber so beschäftigt, dass die Räumnung nicht vor Ende Februar stattfinde könne. Jetzt hatte ich plötzlich vier Wochen Zeit, der Druck ließ nach. Ende Februar kam endlich ein Brief von Herrn Volkmann, das einzige Stück Paper, das ich je von ihm bekommen habe. Darin teile er mir mit: Die Räumung findet am 29.3.2018 statt. Das war der Gründonnerstag. Na Mahlzeit! Das würde ein schönes Ostern werden. Bis dahin lebte ich also weiterhin zwischen meinen Kartons und abgebauten Regalen.
Und tatsächlich am 29.3. morgens klingelte es an der Tür. Es kamen Herr Volkmann sowie der Eigentümer mit seinen Eltern. Nach einer äußerst kühlen Begrüssung begann Herr Volkmann Fotos zu machen. Ich hatte größte Mühe, diese Leute davon abzuhalten, meinen Besitz gleich in den Müll zu werfen, wo er sich wahrscheinlich inzwischen befindet. Nach ca. einer halben Stunde musste ich die Schlüssel an Herrn Volkmann abgeben und durfte mich dann trollen. Mein gesamter Besitz wurde tatsächlich an den Eigentümer übergeben, der nun nach Belieben darüber verfügen konnte. Man muss sich das vorstellen: Nicht nur Möbel, Kleidung, Computer, auch Papiere, Unterlagen, jede Menge privater Sachen, alles befand sich nun in der Gewalt von Menschen, die mir ans Leder wollten! Die waren nämlich inzwischen ziemlich sauer, weil ich ja so böse war, und die Wohnung nicht frei machte. Dass ich auch irgendwo wohnen muss, war ihnen natürlich egal, dem Staat leider auch. So verliess ich dann meine Wohnung nur mit einer Tasche mit ein paar Kleidungsstücken. Nach 22 Jahren ohne einen Cent Mietschulden. Ich fuhr mit dem Taxi zum Wohnungsamt und meldete mich obdachlos.

 

6. Dezember 2018: Das Wohnungsamt – Der Terror beginnt


Am Morgen des Gründonnerstag 2018 kam ich also mit dem Taxi am Rathaus an und ging direkt ins Wohnungsamt, wo man mich bereits erwartete. „Sie konnten die Obdachlosigkeit also nicht verhindern, wie ich sehe?“ Nein konnte ich nicht, das war aber vorher klar, allein schon durch die dreimonatige Verzögerung bei der Räumung. Ich meldete mich um, unterschrieb ein paar Formulare und hatte dann Zeit bis 14 Uhr, dann sollte die Einweisung in die Notunterkunft erfolgen.

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel

Die Obdachlosenunterkünfte selbst sind immer schlecht. 3 qm pro Kopf sind eine übliche Größe, das ist wenig mehr als ein Bett, Mehrbettzimmer sind die Regel. Alles sind Gemeinschaftsräume: Toilette, Waschraum, Küche, teilen sich bis zu 20 Menschen, bei mir waren es 6 bis 10. Die Hygiene ist schlecht, alles klebt und ist schmuddelig, weil niemand saubermacht. In der Einweisung heißt es zwar, es handele sich um eine vorübergehende Unterbringung, weil die Unterkunft nicht den allgemeinen Wohnstandards entspricht, Verweildauern von mehreren Jahren kommen aber durchaus vor. Kein Wunder, dass man in so einem Loch zum Alkoholiker wird oder Suizid begeht.

Nachmittags kam ich an und – welch ein Glück – es war ein Zweibettzimmer für mich allein! Trotzdem saß die Frustration tief, wie die ganzen letzten Wochen schon. Auf die Straße gesetzt, enteignet, obdachlos! Das macht keinen Spaß.

Außer mir wohnten noch zwei junge Afghanen in der Wohnung, von denen der eine ein wenig Deutsch sprach. Nichts zu essen und nichts zu trinken brachte ich Karfreitag irgendwie rum. Am Samstag hatte ich zu tun: Am Donnerstag hatte ich im Wohnungsamt zugesagt, mir sofort ein Handy zu besorgen, obwohl ich die Dinger hasse, weil sie extrem teuer sind und man sie eigentlich nicht braucht. Das besorgte ich gleich Samstag morgen und ging anschließend Lebensmittel einkaufen. Mit dem Einkauf hatte ich mir aber zu viel zugemutet. Kaum aus dem Aldi raus konnte ich nicht mehr weiter gehen. Das verdammte Herz. Ich schaffte es bis zu einem Kiosk, wo man mir ein Taxi rief. Fix und fertig kam ich „zuhause“ an. Wenigstens hatte ich etwas zu Essen und zu Trinken über Ostern und Klopapier. Es war der Horror, aber was sollte ich machen?

Am Dienstag begann der Terror. Vormittags meldete ich mich im Wohnungsamt wie befohlen. Das liegt so 15 Minuten zu Fuß von der Notunterkunft entfernt, aber ich brauchte dafür fast 30 Minuten, das kaputte Herz erlaubt es mir nicht schneller zu gehen. Ohne die starken Medikamente, von denen ich täglich fünf Sorten schlucke, würde es überhaupt nicht mehr gehen, ich wäre wohl bettlägrig oder längst tot.

„Bisher haben Sie nichts gemacht, jetzt MÜSSEN Sie“! keifte Murad rum. Ich verstand erst nicht, dann fiel der Groschen: Sie dachte wohl, ich hätte mich bis jetzt nicht um eine Wohnung gekümmert, dabei suche ich seit 2013. Einigermaßen irritiert ob der Aggression erklärte ich ihr die Situation, dass ich seit 5 Jahren erfolglos suche und dass das kein Wunder sei, weil niemand an Hartz-IV-Empfänger vermietet. Sie glaubte mir kein Wort, obwohl sie das natürlich genau wusste. Stattdessen gab sie mir einen Zettel: Da sollte ich die Anrufe eintragen, die ich bei den Vermietern zwecks Wohnungssuche gemacht habe. Jeden Dienstag und jeden Donnerstag sollte ich im Amt vorsprechen und den Zettel mit meinen Bemühungen vorzeigen. Ein Handy hatte ich ja jetzt.

Anfangs wusste ich noch nicht, was mir alles blühen sollte, aber ich wollte es noch einmal versuchen, obwohl die jahrelange erfolglose Suche schon deprimierend war. Es war und blieb erfolglos. Telefonnummern werden sowieso schon länger nicht mehr in den Immobilienportalen veröffentlicht, nur Formulare. Sobald man in der Selbstauskunft schreibt, dass man Hartz-IV-Empfänger ist, kommt keine Antwort mehr. Das kannte ich schon. Trotzdem quälte ich mich irgendwie über die Runden und brachte ein paar Kontakte zustande, alle erfolglos.

Schließlich beschwerte ich mich im Wohnungsamt über die hohen Kosten für mobiles Internet und mobiles Telefonieren, die 10-Euroscheine gingen nur so weg ohne den geringsten Erfolg. Die monatlichen Kosten beliefen sich etwa auf 100 bis 150 Euro, zu viel für einen Hartz-IV-Empfänger. Auch ist das in keiner Weise mit dem Regelsatz gedeckt. „Ja, wie haben jetzt Gratis-Internet“, sagte Murad. Das ist eine lustige und traurige Geschichte zugleich, die ich gleich erzählen werde.
Zunächst berichte ich noch über die ziemlich harten Methoden, wie sich das Wohnungsamt die Obdachlosen vom Halse schafft.

 

Bett in Notunterkunft: In dieser Bruchbude lebe ich zusammen mit zur Zeit 8 weiteren Menschen, die meisten sind Araber. Die Matraze ist durchgelegen, praktisch ruiniert, der Rest der Einrichtung vom Sperrmüll.

6. Dezember: Abschieben in Betreutes Wohnen

Man könnte ja auf die Idee kommen, dass es Aufgabe des Wohnungsamtes sei, Wohnungen zu vermitteln. Am Anfang dachte ich das tatsächlich, aber weit gefehlt.

Die erste „Lösung“ von Murad lautete: Betreutes Wohnen. Da bekommt man eine schöne Unterkunft, ist unter Gleichgesinnten und wird rund um die Uhr ärztlich betreut. Das Ganze hat natürlich seinen Preis, über den sich die Träger und Behörden meistens ausschweigen. Im Netz findet man Preise um 100 Euro pro Quadratmeter in NRW, in Oberbayern, der teuersten Region Deutschlands wird das sicher noch höher sein. Als Obdachloser bekommt man also schätzungsweise 2-3 Quadratmeter in einem Mehrbettzimmer zusammen mit Patienten, die wahrscheinlich wirklich krank sind. Ich bin ja nicht wirklich krank, sondern soll nur abgeschoben werden. Murad präsentiert mir einen schönen Flyer der Diakonie mit lauter alten glücklichen Menschen! Das muss das Schönste auf der Welt sein! Misstrauisch nehme ich das Ding und sehe im Internet nach, worum es dabei wirklich geht.

 

 

Es geht darum, dass die Diakonie ihre Bettenburgen gerne gefüllt hätte. In diesem Fall ist es die Diakonie, aber es könnte genau so die Caritas, die AWO oder eine andere Organisation sein. Die Methoden sind sicher überall die gleichen. Dazu suchen sie sich Opfer, die entweder selbst zahlungskräftig sind, die werden dann heftigst zur Ader gelassen. Aber man nimmt natürlich auch gerne Transferempfänger, für die dann der Staat zahlt. Die wohnen natürlich entsprechend schlechter.

Bei der nächsten wöchentlichen Beschimpfung im Wohnungsamt herrscht mich Murad an: „Was haben Sie unternommen, um in Betreutes Wohnen zu kommen?“ Nichts natürlich, weil ich da nicht hin will. Mühsam setze ich ihr auseinander, dass ich keine rundum ärztliche Versorgung benötige, mich sehr gut selbst versorgen kann und ein selbst bestimmtes Leben führen möchte.

Ja das wäre ja alles möglich, ich sollte es mir noch mal überlegen. Alles sei besser, als die Notunterkunft in Poing.

So ging das eine Weile. Jeden Donnerstag wurde ich von Murad angeschnauzt, wann ich endlich in das Betreute Wohnen gehen würde! Daneben der übliche Terror, warum ich immer noch keine Wohnung gefunden habe.

Der nette Herr von der Diakonie


Nach einigen Wochen hetzte Murad mir schließlich einen Herrn von der Diakonie auf den Hals, Herrn Wicker. Ich konnte mir natürlich denken, was der wollte. Wir machten einen Termin und trafen uns in der Notunterkunft. Er erzählte, was es alles gibt, wie Trinkerheilanstalt usw. Ich erzählte ihm von der schlechten Unterkunft und den üblen hygienischen Bedingungen. Es war kein schlechtes Gespräch, keine Spur von einem Zwang in das Betreute Wohnen, sondern eher etwas, dass man tatsächlich Hilfe nennen könnte. Nur, dass ich eben keine brauchte, jedenfalls nicht diese. Das hat Herr Wicker sicher sofort verstanden. Murad allerdings nicht. Denn bei der nächsten wöchentlichen Beschimpfung fauchte sie wieder, warum ich nicht endlich in das Betreute Wohnen gehen würde. Es war nicht zum aushalten.

Es ist klar, was hier gemacht wird: Murad schafft sich ein Problem vom Hals, nämlich einen Wohnungssuchenden, den sie in ein Betreuungsangebot eines Sozialträgers zwingt. Damit tut sie SICH einen Gefallen, nicht mir. Und der Sozialträger verkauft ein weiteres Bett, das ohne mich erst einmal leer bliebe. Womit er SICH einen Gefallen tut. Und wo bleibt das Opfer?

Das kann funktionieren, wenn das Opfer mitspielt, sowas solls ja geben. Vielleicht gibts ja Menschen, die sich gern ins Bett legen und auf krank machen. Nur zahlt das dann der Steuerzahler! Wie in meinem Fall. Natürlich gibt es auch Menschen, für die so etwas tatsächlich gut ist, nur um die geht es hier nicht.

Vertreibung aus der Heimat


Nach einigen Wochen wurde es ruhiger um das Betreute Wohnen, ich musste nicht mehr jede Woche erklären, warum ich da nicht hin will. Stattdessen kam eine neue Schikane: Vertreibung!

Bei der üblichen wöchentlichen Beschimpfung wollte Murad wissen, wo ich denn eigentlich herkomme. Aus Wolfenbüttel. Und ob ich da noch Freunde hätte. Nein, das ist zu lange her. Aber ich könnte doch mal überlegen, vielleicht gibts ja doch einen. Den könnte ich dann anrufen und fragen, ob ich bei ihm wohnen könnte! Mit fiel glatt der Unterkiefer runter! Ich bin seit bald 30 Jahren aus meiner Heimatstadt weg, seitdem lebe ich in Poing. Alle meine Freunde, Schulkameraden usw. sind seit vielen Jahren in alle Welt verstreut, einige sind aus Altersgründen bereits verstorben. Ich fragte Murad, ob ich nicht besser in Poing von Haus zu Haus gehen und um Obdach betteln sollte. Das würde vermutlich eher funktionieren. Nein, das war keine gute Idee.

Ob ich denn nicht Eltern hätte? Ja, Vater ist verstorben, Mutter ist zu alt. Ja aber ich könnte es mir doch noch einmal überlegen, die eigenen Eltern würden mich doch sicher aufnehmen. Nein würden sie nicht. Also ich sollte noch einmal darüber nachdenken und bis nächste Woche.

Ab jetzt ging es Woche für Woche: Warum haben Sie sich nicht eine Wohnung in Wolfenbüttel gesucht? Weil ich da nicht hin will. Was ist mit ihren alten Freunden? Warum rufen Sie die nicht an? Warum können Sie nicht bei Ihrer Mutter wohnen? Haben Sie sie gefragt? Woche für Woche. Dazu immer das übliche Genöle: Haben Sie sich nun endlich für Betreutes Wohnen entschieden? Warum nicht? Soll ich Ihnen noch mal Herrn Wicker schicken? Warum haben Sie immer noch keine Wohnung? Bei diesem Blödsinn soll man noch normal bleiben.

Das BayernWLAN, das Smartphone, der Computer und ich


Am Anfang meiner Obdachlosigkeit stand das Handy-Problem. Ich sage Handy, obwohl es eigentlich Smartphone heißen müsste, weil es sich so eingebürgert hat. Die ersten Handys kamen anfang der 90er in den Handel. Klobig, teuer, dysfunktional. Schrott für Angeber. So blieb das bis zum iPhone 2007. Bis dahin hatte ich nicht das geringste Interesse an den Dingern, die ich für Schrott hielt, heute noch halte. Warum? Ganz einfach: Dazu muss man sich nur die Tarife für mobiles Telefonieren und besonders für mobiles Internet ansehen: 13 Euro pro GB bei der Telekom. Mahlzeit! Da sieht man doch gleich, wem das Handy wirklich nutzt! Alles ein einziger Schmuh. Für Hartz-IV-Empfänger ist so etwas ein bisschen zu teuer.

So ziemlich das Erste, das mir das Wohnungsamt aufzwang, war also ein Handy. Als erbitterter Feind dieses Milliardengrabs lenkte ich trotzdem sofort ein, mal will ja guten Willen zeigen. Gleich am zweiten Tag meiner Obdachlosigkeit ging ich also in den hiesigen Telefonladen und kaufte ein Handy. Ich hatte keine Ahnung von den Dingern, wollte aber ein billiges Android-Gerät, einfach weil ich Android-Tablets programmiere. Und weil die Dinger billig sind. Jedenfalls eigentlich. Die Verkäuferin drehte mir ein veraltetes Cool Pad für ca. 230 Euro an. Das Ding war nicht mal 100 Euro wert, aber das wusste ich da noch nicht und es musste schnell gehen. Dann noch schnell zum Aldi, eine SIM-Karte mit 10 Euro Guthaben kaufen. SIM-Karte rein, geht! Wie sich herausstellte, musste ich die SIM-Karte erst per Postident registrieren. Als das geschafft war, war es endlich soweit: Meine erste mobile Webseite! Nicht schlecht! Doch was war das? Nach ca. 10 Seiten ging nichts mehr. Es stellte sich heraus, dass das Guthaben verbraucht war! Ich machs kurz: Nach weiteren Versuchen kam heraus: Nachdem man Guthaben aufgeladen hat, muss man sofort einen Tarif buchen! Unterlässt man das, verfällt das Guthaben und nach einiger Zeit ist es völlig verschwunden! Auf diese Art habe ich mindestens 50 Euro verloren.

Weil ich zwischenzeitlich die Nerven mit dem Mist verlor, kaufte ich in München eine SIM-Karte der Telekom. Und siehe da, alles lief völlig reibungslos! Es geht also, das Problem liegt beim Aldi. Als Anfänger fällt man auf so etwas herein. Es hätte ja auch das Smartphone kaputt sein können oder weiß der Kuckuck.

Ein weiteres Problem besteht in der Identifizierung der eigenen Person. Seit 2017 müssen SIM-Karten mit dem Personalausweis registriert werden. Das geht im Telefonladen oder per Postident. Bei Aldi musste ich Postident machen, ein riesen Aufwand für einen Obdachlosen. Nach etwa einer Woche lief es dann. Puh.

Nun war ich also ein mobiler Obdachloser mit Notebook, Smartphone und Tablet!

Beim Wohnungsamt erzählte ich von den hohen Kosten. Wenn man sparsam ist, kommt man mit 100 Euro pro Monat hin, viel Geld für einen Obdachlosen. Ist das eigentlich üblich, dass der Obdachlose von heute wie die Smombies durch die Gegend läuft und nichts mehr von seiner Umwelt wahrnimmt?

„Ja natürlich müssen Sie ein Handy haben, wie sollen wir Sie denn sonst erreichen?“ Per Email oder Brief zum Beispiel. Das Jobcenter zum Beispiel kommuniziert grundsätzlich nur per Bief. Festnetzanschlüsse gibt es in der Obdachlosenunterkunft natürlich nicht. Dabei verlegt die Telekom diese kostenlos, die „Gäste“ schließen einfach wie jeder andere auch einen Vertrag mit dem Anbieter. Fertig. Aber das geht natürlich alles nicht.

Mit dem Smartphone kann man auch prima Immo-Seiten ansehen und nach Wohnungen Ausschau halten, heißt es. Ja, nur Obdachlose bekommen auf diese Art niemals eine Wohnung! Der Vermieter wäre ja dumm, wenn er einem obdachlosen Hartz-IV-Empfänger eine Wohnung vermieten würde, wenn doch gleichzeitig viele Bewerber vor der Tür stehen, die 3000, 4000 oder mehr Euro verdienen. Wem würden Sie eine Wohnung vermieten? Das sieht das Wohnungsamt alles nicht, genauer: Sie wollen es nicht sehen. Es ist ein Druckmittel in ihrer Zermürbungsstrategie, die den Obdachlosen auf den Friedhof bringen soll.

In meinem Fall gibt es nur eine einzige Situation, wo ein Handy tatsächlich einmal sinnvoll sein könnte, und der ließe sich auch noch umgehen: Wenn man zu einem Wohnungsangebot vom Amt den Vermieter kontaktieren soll! Also etwa um einen Besichtigungstermin zu machen. Das Wohnungsamt könnte allerdings auch schreiben: Kommen sie am xxx zu einer Besichtigung der Wohnung yyy. Aber das geht natürlich alles nicht.

Nein, das Handy ist natürlich vor allem dazu da, um seinen Besitzer zu quälen: „Warum sind Sie nicht gekommen? Ach Sie haben es vergessen, na gut.“ Warum muss ich mir so etwas anhören?

Also: Das Handy hilft anderen, nicht mir. Es hilft dem Wohnungsamt, Druck auf mich auszuüben. Deswegen zwingen sie einen dazu. Ist das überhaupt legal? Ich weiß es nicht. Das Jobcenter quält seine Kunden jedenfalls nicht per Telefon. Es geht also auch ohne.

Zurück zu den Kosten: Das Wohnungsamt bzw. das Rathaus gibt sich ganz fortschrittlich: Mit dem BayernWLAN! Im Rathaus geht es und an ein paar anderen Stellen im Ort auch. Dazu gleich mehr. Für das BayernWLAN ruft man eine bestimmte Webseite auf, drückt dort auf den Knopf „verbinden“ oder so ähnlich und schon ist man drin. Stimmt, geht. Aber: Natürlich geht nur Web, das ist nur ein Teil des Netzes, aber Schwamm drüber. Und das Web ist kastriert per Content-Filter! Das steht sogar in der Werbung für das BayernWLAN: Jetzt mit Content-Filter! Als wenn das etwas ganz Tolles wäre. In Wahrheit verhindern diese Filter die Benutzung des Web, und genau das ist tatsächlich ihre Aufgabe. „Schon eine Million Seiten gesperrt!“. Hieß es im April, wahrscheinlich sind sie jetzt schon bei 2 Millionen. Und natürlich sind alle Immobilienseiten gesperrt.

Da sagt Murad: „Ja Sie können doch jeden Tag hierher kommen und im WLAN nach Wohnungen suchen!“ Als ich ihr erkläre, dass die Immo-Seiten gesperrt sind, glaubt sie das nicht. Ich habe mein Notebook dabei und zeige ihr die Meldung. Sie holt einen Techniker. Der kommt angeschlappt und sagt nur: Die Leitung geht heute gar nicht, aber ich könnte ja in die neue Gemeindebücherei gehen, die hätten da Gratis-Netz! Schließlich habe ich mich da auch noch hingeschleppt. Das Netz ist nicht gratis, sondern kostet 2 Euro pro Stunde und… die Immo-Seiten sind natürlich auch dort gesperrt. Der gleiche Betreiber, die gleiche Software, das gleiche Netz…

Zum Schluss noch etwas witziges: Das BayernWLAN gibt es auch am neuen Marktplatz, damit die Migranten es dort nutzen können. In der Tat sitzen dort überall Migranten und tippen auf ihre Smartphones. Wer es überhaupt ins BayernWLAN schafft, wird garantiert am Content-Filter scheitern. Noch beliebter dürfte Skype sein, womit man theoretisch kostenlos in die ganze Welt telefonieren kann. Ich habe es nicht ausprobiert, aber es würde mich wundern, wenn das funktioniert. Die Datenmenge wäre gigantisch. Jetzt hat man die Migranten also alle auf den Marktplatz geschickt, aber funktionieren tut nichts.

Das BayernWLAN ist also nichts, nur weiß man das im Rathaus wohl nicht. Stattdessen sagt Murad zu mir: Gehen Sie hier ins Gratis-WLAN und suchen sie sich eine Wohnung! Alles klar, das werde ich ganz bestimmt so machen. Was soll man da noch sagen?
Man kann natürlich die Immo-Seiten ganz normal über Mobilfunk abrufen, nur dann entstehen eben diese hohen Kosten.

 

8. Dezember 2018: Der Fall Kolpingstrasse


Beim Fall Kolpingstrasse fiel mir zum ersten Mal auf, dass beim Wohnungsamt Poing irgend etwas ganz gewaltig schief laufen muss. Im November 2017, also kurz vor meiner Räumung, bekam ich aus Ebersberg einen Vorschlag für eine Wohnung, eben in jener Kolpingstrasse in Ebersberg. Frohen Mutes fuhr ich hin, vielleicht würde sich alles noch zum Guten wenden. Ich stand wegen der bevorstehenden Räumung gewaltig unter Druck. Die Wohnung erwies sich als nachträglich aufs Dach aufgesetzt, hatte keinen Balkon, war aber sonst OK. Und sie war in der vierten Etage, die ich aufgrund meines Herzleidens nur schwer erklimmen kann. Trotzdem meldete ich dem Wohnungsamt Ebersberg, dass ich die Wohnung gerne nehmen würde. Man muss sich jede Besichtigung schriftlich bestätigen lassen und dieses Formular an das Wohnungsamt senden. Auf dieses Formular schrieb ich dann auch drauf, warum ich lieber nicht höher als bis zum ersten Stock wohnen möchte, wenns geht. Nichts geschah. Die Zeit verrann. Schließlich rief ich bei der Wohnungsgesellschaft an. Die teilte mir nur mit, dass die Wohnung bereits weg sei. Es liege aber nicht an mir. Damit war erst einmal Ruhe. Das war die letzte Möglichkeit, die Räumung abzuwenden, das wussten auch alle, aber ich habe die Wohnung trotzdem nicht bekommen. Ich wurde dann geräumt und wurde obdachlos.

Ein halbes Jahr später, etwa im Mai 2018, trug sich folgendes im Wohnungsamt Poing zu: Ich liess die üblichen Beschimpfungen von Murad über mich ergehen, als plotzlich Karisch ins Zimmer kam und sagte: „Sie wollen ja gar keine Sozialwohnung haben!“ Ich dachte, was ist denn jetzt los? Mich kann sie ja wohl nicht meinen. „Doch natürlich suche ich eine Wohnung. Nur deswegen komme ich doch jede Woche hierher.“. „Das stimmt aber nicht. Denn Sie haben letztes Jahr die Wohnung in der Kolpingstrasse abgelehnt!“ sagt Karisch und blättert in einer Akte. “Steht hier.“ Ich denke, ich höre nicht richtig und sage: „Jetzt schlägts aber dreizehn! Wie kommen Sie auf diesen Unsinn?“. Jedenfalls sinngemä8 sagte ich das so. Da war schon Schärfe plötzlich im Raum. Ich bemerkte wie Murad immer kleiner wurde. Bis ich begriff: Die hatte einfach die Akten gefälscht und Karisch diesen gefälschten Mist vorgelegt. Die hatte das nur eben abgelesen und dann ihren Schluss gezogen!

Jetzt brannte die Luft. Noch ein Wort und ich wäre ernsthaft geplatzt! „Ja das steht hier so“, so ähnlich sagte sie das. Allmählich schien ihr auch zu dämmern, was da passiert war: Urkundenfälschung! Und dann: „Sie haben gar keinen gültigen Antrag auf eine Sozialwohnung gestellt.“ Natürlich hatte ich das. Aber wo war der? Verschwinden da etwa Anträge? Schnell schob mir Murad ein neues Formular zu. Als ich das Amt an diesem Tag verliess, war ich hochgradigst verärgert. Aber was sollte, konnte ich machen?

Sicher ist: Die Akte bezüglich Kolpingstrasse wurde von Murad gefälscht und Karisch vorgelegt. Nach dem Motto: Wer eine Sozialwohnung ablehnt, um den kümmern wir uns nicht mehr. Der verschwundene Antrag auf eine Sozialwohnung schien zu beweisen: Der Müller will keine Wohnung mehr! Ist das noch zu glauben? Nur, warum kommt er dann noch?

Was auch passierte: Während mein Antrag auf eine Sozialwohnung lief, wurde ich ja am 29.3.2018 obdachlos, damit änderte sich also die Priorität von 2 auf 1. Ein bedeutender Unterschied, so glaubte ich damals jedenfalls, weil man mir das immer so gesagt hatte: Man musst Prio 1 haben, sonst bekommt man nie eine Wohnung! Prio 1 heißt: Obdachlosigkeit! Heute weiß ich, dass das alles falsch ist. Kaspereien um Aktivitäten vorzutäuschen, wo gar keine sind.

Die Änderungen an der Priorität wurden jedenfalls nicht andere Wohnungsämtern in Vaterstetten und in Ebersberg übermittelt. Es geht noch ein kleines Stück weiter: Als ich wissen wollte, warum von meiner Obdachlosigkeit in Ebersberg nichts bekannt war, sagte Murad: „Da müssen Sie einen neuen Antrag ausfüllen.“ Auch das war falsch. Eine klare Falschberatung. Richtig ist: Der bestehende Antrag muss geändert werden. Über diese Änderung erhalte ich dann einen neuen Bescheid. So ist es dann auch passiert. Gemacht hat das aber Frau Gäßl. In Poing kennt man sich mit so etwas wohl nicht aus. Vorteil für mich: Ich spare die 12,50 Euro. Wo man hinguckt, stinkts.

Der Fall Bergfeldstraße 9a


Schon wenige Monate, nachdem ich obdachlos wurde, gab es erstaunlicherweise einen Lichtblick im Dunkel: Es wurden eine Reihe Sozialwohnungen verteilt, insgesamt mehrere Dutzend, und zwar in der Bergfeldstraße 9a in Poing. Wer hätte das gedacht? Sollte das Problem so schnell gelöst sein? Auf jeden Fall stieg die Laune!

Für die staatlich geförderten Wohnungen muss man ein umfangreiches Formular, das man vom Wohnungsamt bekommt, ausfüllen, quasi eine Art Bewerbunsscheiben.Natürlich muss man wissen, dass es das überhaupt gibt. Nichts ist leichter, als dem Suchenden diese Information vorzuenthalten! Da ich seit Jahren auf der Suche nach einer solchen Wohnung bin, und noch länger Hartz IV beziehe, haben sich inzwischen dicke Akten beim Jobcenter und auch beim Wohnungsamt angehäuft. Eigentlich wissen die bereits so ziemlich alles über mich. Aber wie auch beim Antrag auf eine Sozialwohnung, den man jährlich wiederholen muss, muss man auch bei diesem Antrag die bereits hinlänglich bekannten Informationen eintragen, den Antrag fristgerecht abgeben und dann… beten.

Als Grund, warum ich gern eine geförderte Wohnung hätte, gab ich an: „Ich bin obdachlos“, was natürlich der Wahrheit entsprach.

Das hat funktioniert! Nach kurzer Zeit bekam ich einen Brief von einer Frau Laura Hoffmann, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich zu den wenigen Glücklichen gehörte, die in die innere Wahl gekommen sind. Ich sollte mich doch telefonisch melden um einen Termin für eine Besprechung zu machen. So schnell habe ich noch nie eine Nummer gewählt!

Am Tag des Termins fuhr ich in die Kreisstadt, wie immer etwas zu früh, um auf gar keinen Fall zu spät zu kommen. Ich war fast eine Stunde zu früh, also vertrieb ich mir die Zeit mit einem kleinen Spaziergang in dem schönen oberbayrischen Städtchen. Ganz in der Nähe des Treffpunktes fand ich einen Italiener, wo man draussen sitzen konnte. Es war ein herrlicher Frühsommertag. Also setze ich mich und bestellte einen Salat und ein Bierchen. Es war lecker und tief zufrieden machte ich mich auf den Weg. Ich kam pünktlich an, klingelte, wurde eingelassen und schon begann das Gespräch.

Vor mir saß eine junge Frau Mitte-Ende 20, sonst schien das ganze Haus leer. Sie beglückwünschte mich noch einmal und sagte, sie wolle mir nun die Wohnungen vorstellen, es kamen zwei infrage. Ich betrachtete die Grundrisse, und konnte mein Glück kaum fassen: Neubauwohnungen! Groß genug, mit Aufzug, Balkon und Küche! Die richtige der beiden Wohnungen war schnell ausgesucht, dann stellte ich noch ein paar Fragen. Wie hoch ist die Förderung? Maximal 30% der Miete, die ohnehin schon sehr niedrig ist. Die Förderung wird geleistet nach dem Modell EOF, Einkommensorientierte Förderung, was man in Bayern öfter findet. Je nach Einkommen erhält man 10, 20 oder 30% Zuschuss vom Staat. Wie lange? Über 20 Jahre, wie lange genau, wusste sie nicht. Na, das reicht erst mal. Was passiert, wenn man Geld verdient? Dann ist die Förderung weg, man muss auf jeden Fall nicht ausziehen, sondern einfach eine höhere Miete bezahlen, die aber immer noch sehr gering ist. Vor allem kann man nicht wieder aus der Wohnung vertrieben werden, so wie mir das passiert war. Und das wars auch schon. Freundlich verabschiedeten wir uns, wir lassen in ca. 4 Wochen von uns hören. Eine Zusage war das zwar noch nicht, aber die Chance war immens hoch! Es gibt kaum Obdachlose in der Gegend, die Konkurrenz ist also eher gering. Warum sollte man den paar Leutchen keine Wohnung geben? Auf jeden Fall war das ein Grund zum Feiern! Seit Monaten endlich mal wieder.

Vier Wochen später dann die große Enttäuschung: Schriftlich teilte mir Frau Hoffmann mit, dass man mir die Wohnung leider nicht geben könne, wir haben uns für einen anderen entschieden. Ohne Angabe von Gründen. Was habe ich falsch gemacht? Ist der andere auch obdachlos? Sofort rief ich an und hatte eben jene junge Frau am Telefon: Ja es gibt auch andere Leute, sie sind krank, und dann druckst sie rum. Sind die auch obdachlos? Was soll ich denn jetzt machen? Ja, da kann ich leider nichts dran machen. Rumms. Ende des Gesprächs. Ratlosigkeit.

Bei meinem nächsten wöchentlichen Gang nach Canossa berichtete ich dem Wohnungsamt natürlich von der Absage. Ja da kann man nichts machen, erklärte mir Murad mit breitem Grinsen. Ich verstand kein Wort, das sollte sich aber bald ändern. Nach den üblichen Beschimpfungen trollte ich mich. Wieder ein Tag im Eimer.

Hier muss ich einen kleinen Einschub machen, da man sonst die Geschichte nicht versteht: Kurz zuvor war ich im Krankenhaus wegen meines Herzleidens, das ich schon lange habe und das mich stark einschränkt im täglichen Leben. Da die letzte Untersuchung schon einige Jahre her war, begab ich mich auf Anraten meines Hausarztes erneut für ein paar Tage ins Krankenhaus. Um es kurz machen: Dort lernte ich jemanden kennen, bei dem ich als Assistent für einen guten Lohn arbeiten konnte, nach Einarbeitung. Ein neuer Anfang? Schließlich suchte ich dringend Arbeit, seit Jahren schon. Man kann ja auch mal Glück haben. Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus begann das Arbeitsverhältnis zunächst als Maßnahme vom Jobcenter. Das heißt, ich bekam kein Geld, außer Hartz IV. Natürlich teilte ich das dem Wohnungsamt mit. Als die Sprache auf den Lohn kam, der wie gesagt recht ordentlich wenn auch nicht übermäßg war, entglitten Murad sichtlich die Gesichtszüge. Normalerweise hatte sie nur mit Leuten zu tun, die Harzt IV bezogen und die sie für den letzten Dreck hielt. Eine Einstellung, die dort übrigens alle haben. Und dann auch noch obdachlos. Klar, das ist der letzte Dreck. Und jetzt sitzt jemand vor ihr, der angibt, in Zukunft 5000 Euro zu verdienen, plus Dienstwagen. Da sind die innerlich wohl in die Luft gegangen, das passte so gar nicht in ihr krankes Weltbild. Und dann bezieht der auch noch eine Sozialwohnung! Das war dann wohl wirklich zuviel. Eigentlich war nichts passiert. Es handelte sich lediglich um eine Maßnahme des Jobcenters, die sowieso alle nutzlos sind. Alles andere waren Versprechungen. Ich hatte keinen Arbeitsvertrag, bekam kein Geld, nichts. Über all das wurde nicht geredet. Wenig später hatte man mir dann die in Aussicht gestellte Wohnung gekündigt.

Was war da wohl passiert? Aber nicht nur das. Etwa zeitgleich bekam ich eine Email vom Arbeitgeber, der mir das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung kündigte. Rumms! Was war passiert. Ja, was wohl.

Natürlich bekam ich jetzt Ärger mit dem Jobcenter, die behaupteten ich hätte die Arbeit von mir aus gekündigt! Ein Hohn! Warum sollte ich einen guten Job kündigen, auch wenn ich noch überhaupt kein Geld verdiente. Die Begründung des Arbeitgebers war ein Witz: Ich sei nicht erreichbar gewesen! Ich habe aber eine Mobilnummer, eine Email-Adresse und eine Postanschrift. Schließlich konnte ich das Jobcenter davon überzeugen, dass ich sehr wohl erreichbar bin und dass das keinesfalls ein ausreichender Kündigungsgrund ist. Das alles hört sich vielleicht lächerlich an, aber es hätte böse Sanktionen bedeutet, wenn man mir die Schuld in die Schuhe geschoben hätte. Schließlich konnte ich die Sanktionen abbiegen.

Tja, was war passiert?

Es folgte wieder ein wöchentlicher Gang nach Canossa. Ich erzählte dem Wohnungsamt von meiner Job-Kündigung, diesmal sah ich in die triumphierenden Augen von Murad! Da wusste ich, was passiert war. Ich will hier niemanden beschuldigen, aber nach Lage der Dinge hat sich jemand eingeschaltet bei der Wohnungskündigung, er hat sie veranlasst, und kurze Zeit später oder vorher hat vermutlich die gleiche Person dafür gesorgt, dass ich meine Arbeit verloren habe! Nun die Gretchenfrage: Wer kann das wohl gewesen sein?

Bei dieser Beschimpfung kam erneut die Sprache auf die Sozialwohnung in der Bergfeldstrasse. Diesmal teilte mir Karisch mit, dass ich mich nicht wundern bräuchte, da ich ja die junge Frau mit den Wohnungen harsch angegangen wäre! Ich sei unverschämt geworden und hätte sie bedroht! Mir viel der Unterkiefer runter! Mit soviel Frechheit hatte ich nicht gerechnet! Nach den üblichen Demütigungen und Beschimpfungen durfte ich mich schließlich trollen. Ich war sprachlos und wusste später nicht mehr, wie genau ich in meine Unterkunft kam. Das hat mich buchstäblich umgehauen.

Ich hatte ja mit viel gerechnet, war inzwischen viel gewohnt, die ganzen Lügen, Beschimpfungen, Erniedrigungen, und jetzt das!
Zum Abschluss dieses Dramas: Ich rief natürlich erneut Frau Hoffmann an, ob ich sie bedroht hätte und war sehr sehr freundlich, geradezu überfreundlich. Sie druckste zunächst rum und meinte dann, sie könne sich an nichts mehr erinnern! Das war gerade 4 Wochen her! Klar, man hatte sie unter Druck gesetzt. Keine Frage. Das war das Ende dieser Geschichte. Ist das zu glauben? Kann, darf es so etwas geben in Deutschland? Von Beamten ausgeführt?

 

9. Januar: Bürgermeister schmeisst Obdachlosen aus Notunterkunft 

 

Mitten im Winter:  Immer wenn man glaubt, es geht nicht mehr schlimmer, wird man eines besseren belehrt….

 

 Das ist lediglich ein weiterer leicht durchschaubarer Versuch, mich irgendwie zu diffamieren und dann abzuschieben. Genau so haben sie es schon verucht, als sie mich ins Betreute Wohnen zwingen oder aus Poing vertreiben wollten. Es sind ja auch Andeutungen enthalten, wie es weitergehen soll: Angeblich bin ich ja ein Säufer, damit gehöre ich in die Trinkerheilanstalt und ein Drogensüchtiger, damit sie mich in irgendeine Drogentherapie stecken können. Zur Zeit bin ich halt ein Bekloppter, der keinen eigenen Willen mehr hat. Und so geht das immer weiter. Der Steuerzahler zahlts ja.

 

 

Das wird so eine Sucht-Beratung oder psychologische Beratung sein. Ich war noch nicht da. Das braucht man, wenn man Alkoholiker ist oder psychische Probleme hat etc. Ich dagegen brauche nur eine Wohnung, und die soll ich auf gar keinen Fall bekommen. Das ist das dauerhafte Problem, deshalb werde ich hier festgehalten. Ich kann dieses Problem nicht lösen, das ist unmöglich.

Übrigens gibt es hier in der Unterkunft ein Kommen und Gehen. Die Leute, die wieder rauskommen, bekommen Gemeindewohnungen. Es gibt also Wohnungen, nur nicht für mich.

Hier ist die Wohnung, in die ich am 1.11.2018 einziehen sollte:

„Zurzeit läuft auf dem Nachbargrundstück die aktuelle Baumaßnahme der GWG. Unter der Adresse Bergfeldstraße 9 a und b entstehen 24 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Baubeginn war heuer im Mai. Nach Fertigstellung dieses insgesamt dritten Bauabschnitts an der Bergfeldstraße gibt es dann dort insgesamt 72 staatlich geförderte Mietwohnungen; und damit die künftig größte zusammenhängende Siedlung der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg.“

 

Ich habe auch einen Grundriss, den ich mal bei Gelegenheit posten könnte. Das wäre was gewesen! Von wegen, es gibt keine Sozialwohnungen. Es gibt Hunderte!

 


„Vermüllte“ Wohnung: Das sind Verleumdungen des ehemaligen Vermieters. In meinem ersten Posting hier habe ich das ausführlich beschrieben, was, wer und wieso. Das geht das Wohnungsamt auch überhaupt nichts an. Die reissen nur alles an sich, was mich in einem schlechten Licht darstellt.

Ob ich psychologische Beratung brauche? Ja, aber wegen Mobbings durch das Wohnungsamt und wegen Einpferchens in ein 3 qm großes Rattenloch auf Lebenszeit! Das macht einen kaputt! Ich hätte längst wieder Arbeit haben können, aber die Behörde verhindert es. Es ist ein regelrechter Krieg!

 


Die Hoffnung darf man nicht aufgeben, sonst müsste ich Selbstmord begehen. Das will ja das Wohnungsamt, das wäre für die der beste Weg. Der Bürgermeister wird auch nicht der letzte Schritt bleiben, es geht danach weiter. Irgend etwas wird passieren müssen und das endet hoffentlich nicht mit meinem Tod. Es ist ganz schlimm, dass es so etwas überhaupt gibt, aber Geld und Gier zerstört die Menschen.

Jeder, mit dem ich darüber spreche, sagt: „Das gibts nicht, du hast ne Macke“. Doch das gibts. Leider.

Den Umzug in die Bergfeldstraße hat es ja leider nicht gegeben. Es werden im W7, das ist nördlich vom Bergfeldsee, Hunderte neuer Sozialwohnungen in den nächsten 1-2 Jahren gebaut. Für die wäre ich natürlich berechtigt, aber wie immer werde ich auch hier mit Sicherheit nicht berücksichtigt, weil die nicht WOLLEN! Das ist das Problem..Ich habe überhaupt keine Chance.

Das ist ja kein Wunder, nachdem fast ein Jahr lang Krieg herrscht zwischen dem Wohnungsamt und mir. In dem Schreiben vom Bürgermeister stehen nur Lügen und Verleumdungen, die kann ich praktisch alle widerlegen. In meiner Antwort werde ich das auch tun und die wahrscheinlich Sonntag hier aushängen.

In den bisherigen Postings steht ja auch das meiste schon drin, der Rest folgt dann am Sonntag.

Lügen funktionieren leider, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Exremes Mobbing durch Behörden ist kein Einzelfall, im Netz habe ich dazu einiges gefunden. Wir werden sehen,wie es ausgeht.

 

„Sie verweigern die Mitarbeit“


ist der Standardspruch von denen. Das ist so eine dumme Floskel wie „Du Nazi“. Weil sie das ständig tun, ist das ein ganz stumpfes Schwert..

Ich werde mich jedenfalls nie mehr von diesen Leuten demütigen und verleumden lassen. Die wollen mich töten und das ist ihre Masche. Damit schaffen die das auch. Was ich mache, ist lediglich Notwehr um zu überleben.

Das jetzige Schreiben vom Bürgermeister ist ja die Antwort darauf, dass ich nicht mehr hingehe.

Wenn sie was von mir wollen: Brief genügt. Das Jobcenter macht das zum Beispiel auch so. Alles schriftlich.


Wenn jemand eine Wohnung für meinen Freund hat, wobei das Amt die Miete übernimmt, bitte eine Mail an

Mir war es gelungen, die Belastung im Ressort Programmierung 20 Jahre, acht Monate und 12 Tage auszuhalten. Mein Verdienst hat mich und das Studium meiner Tochter zur Volljuristin finanziert. Meine Ersparnisse in der Zwangsversicherung Presseversorgungswerk bessern noch meine Rente auf, um mir Reisen zu erlauben und meinen bescheidenen Standard zu erhalten.

 

Mein zweiter Kollegen Wolfhard im Ressort Programmierung, ein gestandener Mann mit Kapitänspatent, war wie wir alle damals Quereinsteiger in die IT-Branche. Er hat die Belastungen nicht ertragen

In diesem Blog berichtet Burkhard, dass er eine Wohnung braucht – und zwar schnell!