Archiv der Kategorie: Allgemein

Berlin: Fast 8400 nicht vollstreckte Haftbefehle – Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat keine Ahnung warum.

Berlin: Fast 8.400 nicht vollstreckte Haftbefehle: Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat keine Ahnung, warum

17 Nov

EschmarerMuehle_SonnenuntergangBy Ralf Berger – Sonnenuntergang – CC BY-SA 3.0

Alleine in Berlin bewegen sich fast 8.400 Menschen auf freiem fuß, die von Rechts wegen hinter Schloss und Riegel gehörten. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat keine Ahnung, warum die Haftbefehle nicht vollstreckt werden.

Bei Polizeimeldungen oder Berichten über Straftaten häufen sich in der jüngeren Vergangenheit die Hinweise darauf, dass gegen den oder manchmal auch gleich gegen mehrere Täter Haftbefehle vorliegen. Bei konsequenter Anwendung des in Deutschland geltenden Rechts hätten diese Person(en) also hinter Schloss und Riegel gesessen und wären somit nicht in der Lage gewesen, weitere Straftaten zu begehen.

Quelle:  https://nixgut.wordpress.com/2018/11/17/berlin-fast-8-400-nicht-vollstreckte-haftbefehle-justizsenator-dirk-behrendt-grne-hat-keine-ahnung-warum/

Grüne Schnapsidee: Bedingungsloses Grundeinkommen

Zu den hervorstechenden Errungenschaften der Sozen, Grünen und Piraten gehört die Neidkultur. Ein Feuerchen, das mit abgedroschenen Phrasen wie „mehr soziale Gerechtigkeit“ geschürt wird und mit unrealistischen Vorstellungen leicht außer Kontrolle gerät.

Wenn sich ein Silberrücken und Pippi Langstrumpf in einer konzertierten Aktion zu einer Attacke auf die Leistungsträger zum Wohle der Transferleistungempfänger zusammenschließen kann das nur in einem Desaster wie im rotgrün regierten Berlin enden. Links-Populisten wie Robert Habeck und Andrea Nahles versprechen das Blaue vom Himmel, solange die Würde ihres eigenen Geldbeutels unangetastet bleibt.

Der Autor von „Journalistenwatch“ präzisiert:

von Max Erdinger

„Beflügelt von den Wahlerfolgen in Bayern und in Hessen fangen Grüne an, von einer unglaublichen Welt zu phantasieren. Allen voran prescht Parteichef Robert Habeck mit seinem Vorschlag, eine Garantiesicherung ohne Arbeitsverpflichtung möge das bisherige Hartz IV – System ersetzen. Das Grundeinkommen müsse seiner Höhe nach von der individuellen Bedürftigkeit abhängen, Hartz IV aber deutlich übersteigen, es soll bessere Zuverdienstmöglichkeiten geben und auch die Höhe der Schonvermögen soll angehoben werden.

Aus der SPD kommen ähnliche Töne. Auch dort will man Hartz IV hinter sich lassen und denkt in dieselbe Richtung wie die Grünen. Die Menschen hätten einen „freundlichen, zugewandten, echten Sozialstaat“ verdient, hieß es seitens der roten Parteichefin Nahles, wie die „Welt“ berichtet.

Bildschirmfoto 2018-11-18 um 14.01.34

Es handelt sich aber wieder um einen jener rotgrünen Reformvorschläge, die nicht richtig durchdacht sind. Und zwar sowohl in wirtschaftlicher, als auch in kultureller Hinsicht.

Ist-das-bedingungslose-Grundeinkommen-eine-gute-Sache
Quelle: http://ichfragmich.eu/2016/01/28/waere-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-wirklich-gut/ (Abhängigkeit statt Anhängigkeit)

Wer zahlt?

Bezahlen soll das Ganze natürlich der Steuerzahler, wer auch sonst? Steuerzahler sind in aller Regel solche Menschen, die sich neben ihrer Plackerei für den Staat auch noch ihren eigenen Lebensunterhalt erarbeiten. Bei einer durchschnittlichen Steuern- und Abgabenquote von mehr als 50 Prozent steht die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts schon heute lediglich an zweiter Stelle.

Über die eigentlich angezeigten Steuersenkungen für die Ausgepressten läßt sich eine bedingungslose Grundsicherung ohne Arbeitsverpflichtung für die Empfänger aber nicht finanzieren. Folglich werden wohl eher weitere Steuererhöhungen ins Auge zu fassen sein. Wo das für den arbeitenden Steuerzahler ein freundlicher, dem Menschen zugewandter und echter Sozialstaat sein soll, weiß der Kuckuck. Vielleicht sind Steuerzahler einfach keine Menschen. Dem freizeitreichen Empfänger der bedingungslosen Grundsicherung stünde, mehr als zuvor, der vom Fiskus zwangsversklavte Malocher gegenüber, der nicht mehr für sich, sondern für Andere arbeitet. Für den sozialen Frieden ist das nicht förderlich, sondern extrem abträglich.

Es wird daher nichts anders übrig bleiben, als auch zukünftig den Bezug von Sozialleistungen seiner Idee nach von temporärer Bedürftigkeit abhängig zu machen, anstatt ein bedingungloses Recht auf den Bezug von Sozialleistungen zu etablieren. Es kann nicht sein, daß sich Teile der Gesellschaft aussuchen dürfen, ob sie arbeiten wollen oder nicht, während diejenigen,welche die Ressourcen erwirtschaften sollen, ganz zweifellos arbeiten müssen. Zudem wird eine bedingungslose Grundsicherung dazu führen, daß sich im Niedriglohnsektor viele Beschäftigte fragen werden, ob sie für das bißchen Differenz zwischen der theoretisch ebenso gut erhältlichen Grundsicherung und ihrem Lohn 8 Stunden Arbeit am Tag wirklich noch lohnen. Tankstellenpächter, Schnellrestaurants und Taxiunternehmen werden Personal verlieren und so leicht keinen bezahlbaren Ersatz mehr finden.

Arbeit, Lohn und Brot

Es gibt einen kulturprägenden Zusammenhang von Arbeit und Lohn. Jemanden in „Lohn und Brot“ zu bringen, ist nicht umsonst eine stehende Redewendung. Der bedingungslose Bezug von Leistungen durch die Allgemeinheit würde diesen kulturprägenden Zusammenhang erodieren lassen und eine ohnehin schon ausgeprägte Anspruchshaltung des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft weiter verstärken. Ohne Gegenleistung etwas zu bekommen, ist kein etablierungswürdiger Normalzustand.

Schon bisher wurde dem Steuerzahler seitens des Empfängers zu wenig gedankt, was einen bedauerlichen Verfall der guten Sitten darstellt. Schön wäre daher gewesen, wenn vor der Diskussion über eine bedingungslose Grundsicherung der Steuerzahlerdanktag eingeführt worden wäre, ähnlich dem Erntedankfest. Einmal im Jahr bekommt der Empfänger von Sozialtransfers die Adressen von zehn fleißigen Steuerzahlern mitgeteilt. Diese hat er abzuklappern und an den Haustüren der Mildtätigen artig ein Dankgedicht aufzusagen, auf daß niemand vergesse, wer im Lande wem den Dank schuldet. Mit dem Hut in der Hand kommt man durchs ganze Land. Warum fordern, was man auch erbitten kann?

Von nichts kommt nichts. Geber und Nehmer sind ungleich und können daher nicht behandelt werden, als seien sie Gleiche. Anstatt den gesellschaftlichen Status des Empfängers von Sozialtransfers immer mehr demjenigen des Leistungsträgers anzugleichen, müssen Anreize zur Statusverbesserung aus eigener Kraft gesetzt werden. Ein denkbarer Schritt wäre beispielsweise, für die Dauer des Bezugs von Sozialleistungen das Wahlrecht auszusetzen, um zu verhindern, daß die Bezieher von Sozialleistungen diejenigen wählen, die ihnen am meisten davon auf Kosten anderer Leute versprechen.

Es bleibt dabei: Der Einzelne ist zunächst für sich selbst verantwortlich. Ist er in Not, so soll ihm geholfen werden. Aber nur dann. Sinnvoll wäre daher auch eine verstärkte Umstellung von Geld- auf Sachleistungen. Es muß alles getan werden, um die Bezieher von Sozialleistungen zu motivieren, ihren Status des Hilfsbedürftigen hinter sich zu lassen, anstatt eine realitätsferne Gleichberechtigung von Gebern und Nehmern zu etablieren. Die Selbstachtung des Menschen speist sich viel eher aus dem, was er sich selbst geschaffen hat, als aus dem, was er von anderen leistungslos bekam.

Der Sozialstaat lebt von denen, die die Gelder erwirtschaften, nicht von denen, die sie umverteilen. Die freundliche Zugewandtheit des Sozialstaates hat deswegen zuerst ihnen zu gelten und dann erst den Bedürftigen. Eine bedingungslose Grundsicherung ist abzulehnen.“

 

Nach „Ehe für alle“, „Cannabis für alle“ befinden sich Grüne und Rote bereits auf dem nächsten Trip: „Moos für alle“. Ein Paradies für Drückeberger, Nassauer und Trittbrettfahrer. Aber auch ein Wirtsorganismus ist endlich und verfügt nur über begrenzte Ressourcen. Die Partei der Schröpfer, Pogromfreunde und Denunzianten (SPD) zehrt noch von ihren Beutezügen vergangener Jahre und der Propaganda ihrer Medien-Imperien.

 

Daß der Vorstoß der GRÜNEN und SPD auf wenig Gegenliebe stößt zeigen andere Stimmen:

46474560_2326154634078875_5680959925388312576_n
Bayernkurier

Im Fishing for compliments und nach Wählerstimmen im Pool der Kiffer und Stümper zeigen Grüne wie Habeck oder Spezialdemokraten wie Nahles keine Skrupel die Dichter und Denker weiter zu schröpfen.

Erhard Thomas und Volker Everts zweifeln daran, daß das Geld auf den Bäumen wächst und im Speziellen an den prickelnden Visionen von Habeck und Nahles:

Bildschirmfoto 2018-11-18 um 15.20.59
Erhard Thomas

Volker Everts sinniert:

Bildschirmfoto 2018-11-18 um 15.20.12
Volker Everts

.

 

 

Macrons einsame Rede zu 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs. Deutsche Medien verzerren Inhalt.

Macrons einsame Rede zu 100 Jahre Ende des WK I: Dreiste Fake News in den deutschen Medien

(www.conservo.wordpress.com)

Von Niki Vogt *)

Die Welt schaut zu und das Medium „Die Welt“ schreibt. Das 100jährige Ende des ersten Weltkrieges wurde in Frankreich gefeiert. Präsident Emanuel Macron hält eine sehr emotionale, patriotische und teilweise höchst pathetische Rede. Die Mächtigen bleiben unter sich, der Platz um den Arc de Triomphe bleibt gähnend leer.

Unsere Mainstreammedien werten diese Rede des französischen Präsidenten Emanuel Macron aber offenbar nach eigenem Gusto und gemäß eigener Interessen aus. Es ist wirklich interessant, die Rede des Präsidenten anzuhören und dann die Beiträge der Mainstreampresse darüber zu lesen.

Die WELT zum Beispiel titelt zu der Rede Macrons „Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand zu teilen“.

Das hat Macron überhaupt nicht gesagt. Nicht einmal andeutungsweise. Man kann es auch nicht herausinterpretieren. Es ist schon eine ziemliche Chuzpe zu glauben, man könne dem treudoofen deutschen Michel alles weismachen, denn der hört sich ja die Rede wahrscheinlich sowieso nicht an.Ich bin nun wirklich kein Fan des französischen Posterboys, aber Wahrheit muss Wahrheit bleiben. Präsident Macrons Rede war in der Tat mit etwas zuviel Pathos gewürzt, etwas zu französisch-heldisch, die Schrecken des Ersten Weltkrieges wurden extrem anschaulich beschrieben, die Notwendigkeit aber, aus den fürchterlichen Kriegen zu lernen, ist jedoch unbestritten und vollkommen zu Recht das große Anliegen und das große Thema seiner Rede gewesen. Darum ging es, das waren 95% seiner Rede.

Er betonte die deutsch-französische Freundschaft.

Er hat mit keinem Satz auch nur angedeutet, Deutschland die Schuld geben zu wollen.

Er kritisierte indirekt den Versailler Vertrag und sein „schreckliches Scheitern“.

Er adressierte nicht einmal die Nazizeit oder deutsche Verbrechen.

Er spricht von Massengräbern von Soldaten, in denen deutsche und französische Gefallene Seit‘ an Seit‘ liegen.

Er spricht davon, dass alle Seiten nach dem Krieg ihre Opfer betrauerten und entsetzt waren, über den Schmerz und das Leid, was er verursacht hat.

Er endete seine Rede mit dem Satz: „Frankreich grüßt mit allem Respekt und aller Ernsthaftigkeit die Gefallenen aller Nationen und verbeugt sich vor ihnen!“

Lesen Sie davon etwas in den Beiträgen der deutschen Massenmedien? Nein.

Ja, er sagt an einer Stelle, Nationalismus sei der Verrat am Patriotismus. Über den Satz kann man sicher trefflich diskutieren, aber man versteht schon, was er meint.

a5a29df1-e194-4b08-b3a1-3ba61ce24bd9
Macron

Und so fährt er auch fort und sagt: Nationalismus bedeute, sich über die anderen zu stellen und zu sagen: „Wir zuerst!“ und die eigenen Interessen über alle anderen zu stellen. Das war ganz eindeutig eine Spitze gegen den US-Präsidenten Donald Trump.

Was machen unsere Qualitätsmedien daraus? Sie werten es um als Kampfansage gegen den sogenannten „Populismus“, der Europa zu spalten drohe und natürlich unter „Nationalismus“ falle.

Frau Bundeskanzlerin Merkel ist es, die Europa zutiefst gespalten hat, indem sie eine Zuwanderung in einem Maße verursacht hat, dass die Länder der Reihe nach die Grenzen dicht machen oder gar austreten.

Aber ausgerechnet Frau Merkel mahnt im Nachgang zur Feier, dass 70 Millionen Menschen aufgrund 220 gewaltsamer Konflikte weltweit auf der Flucht seien, schreibt die Zeit, ohne jedoch auch nur einen Satz der Tatsache zu widmen, dass es die Politik der Atlantiker und Globalisten ist, die diese Konflikte entzündet und schürt – aus geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen. Ob es der Jemen oder die Ukraine, Syrien oder Libyen ist – überall mischt außer den USA, Großbritannien und Frankreich auch gerne die deutsche Regierung mit. Präsident Macrons und Bundeskanzlerin Merkels Hände sind – all der frommen und edlen Worte zum Trotz – dunkelrot vor Blut.

Und das ist es, was das Zuhören bei dieser vor Edelmut, Pathos und Emotionen triefenden Rede Präsident Macrons so quälend schmerzhaft macht: Die dreiste Heuchelei.

Die Heuchelei der Politiker, die sich hier als hehre Visionäre einer besseren Welt gerieren und sich anschließend herumdrehen und Waffen an Massenmörder verkaufen, Länder mit bezahlten Soros-NGOs und selbst herangezogenen Terroristen ins Chaos stürzen, Millionen von Toten in Kauf nehmen, um geostrategische Ziele und globale Handelsvorteile zu erreichen.

Die Nomenklatura der EU sind nämlich genau die „Nationalisten“ im Sinne der Rede Präsident Macrons: UNSERE Interessen über alles, und wenn in Syrien, Afghanistan, Libyen und Jemen die Menschen zu Hunderttausenden verrecken. Anschließend aber schamlos die Opfer von Vertreibung und Gewalt zu beschluchzen und mit „Wir schaffen das“ den eigenen Bevölkerungen zur Verpflegung und Beherbergung aufzuzwingen, während man draußen und drinnen die Konflikte fleißig weiter schürt.

Wenn Präsident Macron diese Unterscheidung zwischen dem Patriotismus als das gute, solidarische „Wir“ und dem Nationalismus als das böse, sich selbst überhöhende „Wir“ kennzeichnet, sollte er vielleicht nicht gerade kurz vorher behaupten, dass Frankreich alles das repräsentiere, was gut und tugendhaft ist in der Welt.

Interessanterweise ist das so empathisch besungene, heldenhafte, französische Volk aber gar nicht zugelassen worden zur Feier. Aus Sicherheitsgründen. Rund um den Triumphbogen gähnende Leere im tristen Regen. Haushohe Bildschirme, auf die niemand schaut. Man feiert einsam seinen Friedenswillen, seine Visionen, Tugenden und Edelmut vorsichtshalber fernab vom Volk, was ja schon immer die Kriege, die die Mächtigen entzünden, ausfechten musste.

(Quelle: https://dieunbestechlichen.com/2018/11/macrons-einsame-rede-zu-100-jahre-ende-des-wk-i-dreiste-fake-news-in-den-deutschen-medien/)
*****
Niki Vogt ist Mitglied im Redaktionsteam des Blogs „Die Unbestechlichen“ (https://dieunbestechlichen.com), mit dem conservo in regem Artikel-Austausch steht.
www.conservo.wordpress.com    17.11.2018

Zensur hat Konjunktur

In der vermerkelten Zensur- und Lügen-Republik verschwinden immer mehr Bücher und Publikationen im Giftschrank.

12439095_10153958546102752_2478679935377503544_n

Asylkritiker genießen politische Verfolgung.

Auch diejenigen, die dem Kartell aus Medien und Merkelistischer Einheitspartei mit abweichenden Meinungen auffallen.

facebook_1508958204606
Voltaire

Peter Helmes berichtet in unserem Partner-Blog CONSERVO über die Doppelmoral der Krake SPD und deren willigen Helfern:

27336773_1866125256753265_8563899873784655259_n
Lincoln

Zensur gegen Helmes-Buch über die Finanzaffairen von SPD, DGB und PDS

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

DGB-SPD-PDS: Macht Kasse, Genossen! Ein Dossier

***

Nun hat auch Google zugeschlagen. Mein Taschenbuch über die verschlungenen und versteckten Finanzen der SED/PDS sowie die abenteuerlichen Finanzwege bei SPD und DGB wurde zensiert – obwohl es bereits seit dem Jahre 2003 auf dem Markt ist.

(Leider kann bei mir nur noch eine pdf-Version bezogen werden, da wir nach der 5. Auflage (100.000 Ex.) keine Neuauflage mehr geplant hatten. Bei einigen Buchversendern finden sich aber noch Restausgaben, z. T. zu „traumhaften“ Preisen.)

AfD-„Peanuts“ gegen Sozi-Millionen

Allerdings, viele der im Buch angesprochenen Tatsachen gelten auch heute noch und haben nichts an ihrer Aktualität verloren. Am Beispiel des von den Gegnern dieser Partei ausgerufenen „AfD-Spendenskandals“ wird deutlich, wie sehr die Alt-(gewordenen) Parteien jedes billige Manöver einsetzen, um von eigenen Verfehlungen abzulenken.

Ich rede aber hier nicht von einzelnen dubiosen Spenden-Eingängen – da müßte ich noch viel mehr Bücher schreiben – sondern von Tricks, Umwegen, Schleichwegen und, ja auch, Fälschungen, um verschobene oder fingierte Millionenbeträge zu verschleiern oder als „nicht vorhanden“ deklarieren zu können. Dagegen sind die von der AfD zurückgezahlten (!) Spenden eher „gesegnetes Weihwasser“. Die Kübel Schmutz kommen nicht von der AfD, sondern von anderen, deren Kassen z. T. heute noch stinken.

SED-Vermögen „aus den Augen, aus dem Sinn“

Ganz unglaublich sind z. B. die Finanztransaktionen von ehem. SED-Vermögen, deren Herkunft und Verbleib in wichtigen Teilen noch immer unklar sind. Trotzdem lassen die im Buch aufgegriffenen Beispiele für Phantasien aller Art sehr viel Spielraum. So findet sich in meinem Buch neben anderen Dokumenten z. B. das Faksimile einer höchst aufschlußreichen Gysi-Zahlungsanweisung an den damaligen PDS-Schatzmeister Dieter Bartsch (Gysi war damals PDS-Vorsitzender).

Dem überraschten und kritischen Leser wird schnell klar, daß das Vermögen der SED nicht einfach verschwunden – also ein „Opfer der Wende“ – ist, sondern durch raffinierte Methoden „aus den Augen, aus dem Sinn“ gebracht wurde. Eingedenk eines klagefreudigen Gregor Gysi, der für etliche Transaktionen die Verantwortung trägt –– bin ich hier zur Zurückhaltung verpflichtet, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann…

SPD und West-LB – eine beein- und Geld-druckende Liaison

Würde ich die Geschehnisse rund um SPD und DGB heute politisch unbedarften Menschen erzählen, geriete ich mit einiger Gewißheit in den Ruf eines Märchen-Erzählers. Sie sind aber wahr. Hier aber ein paar wahre Stichworte:

Geradezu unglaublich ist, wie SPD und DGB, salopp ausgedrückt, mit Geld umgingen und sich wechselseitig „befruchteten“. (Der geneigte Leser wird bestimmt verstehen, was gemeint ist.) Ludwig Poullain und Friedhelm Neuber (als Beispiel für viele andere) sind Namen, die damals jeder kannte und die für das „SPD-WestLB-gate“ stehen. Neuber – ehem. Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes (sein Vorgänger im Amt war Ludwig Poullain!) – wurde z. B. insbesondere durch die Verknüpfung seiner parteiübergreifenden politischen Kontakte und seinem wirtschaftlichen Einfluss von vielen – auch „Parteifreunden – als „roter Pate“ kritisiert (mit enger Anbindung an „Bruder“ Johannes Rau).

1 Mio. DM für Beratervertrag

Ludwig Poullain (Vorstandsvorsitzender der WestLB) war auch kein Kind finanzieller Traurigkeit, das zeigt schon sein Name, der der „Poullain-Affaire“ gegeben wurde:

1977 wurde in der Öffentlichkeit ein 1972 geschlossener Beratervertrag Poullains mit dem späteren WestLB-Kunden und Unternehmer Franz Josef Schmidt (Konstanz) bekannt. 1 Mio. DM und später noch einmal 100.000 DM hatte Poullain aus diesem Vertrag erhalten. Nachdem Schmidts Ratio-Gruppe in Schieflage geraten war, übernahm die WestLB Ende 1976 seine Schulden in Höhe von ca. 33 Mio. DM. Seine Kreditwürdigkeit war von Ludwig Poullain selbst geprüft und bestätigt worden.

DGB-Spitzenfunktionäre: „Magere Gehälter, hohe Tantiemen“

Als ich die Recherchen zu meinem Buch begann, war es z. B. so gut wie nicht möglich herauszufinden, wie hoch die Bezüge von AG-Vorständen, erst recht von Aufsichtsratsmitgliedern, waren. Wenn überhaupt, wurden sie in den Bilanzen lediglich als „Gesamtkosten“ verschleiert – also ohne personenbezogene Einzelaufstellung.

Ich darf – der gütige Himmel mag mir verzeihen – mit einigem Stolz darauf verweisen, daß insbesondere durch meine Publikation(en) zu diesem Thema nicht nur Licht in die Bezüge kam, sondern sich die juristische bzw. bilanzielle Seite erheblich verbesserte: Heute sind Aktiengesellschaften (AG) nicht nur verpflichtet, die Einzelbezüge der Vorstands- und der Aufsichtsratsmitglieder zu veröffentlichen, sondern auch deren Unternehmensverflechtungen offenzulegen – also z. B. anzugeben, welche Aufsichtsratsposten Vorstand Müller-Meyer-Schulze bei anderen AG wahrnimmt.

Von dieser Gesetzeslage konnte ich nur träumen; denn wie gesagt, bekannt waren allenfalls die Jahresgesamtbezüge eines Organs in einer zusammengefaßten Summe.

Durch einen Weg, den ich nicht preisgebe, ist es mir gelungen, für die meisten AG´s den „Aufteilungsschlüssel“ für Vorstand und Aufsichtsrat herauszufinden. Der Rest war Rechenarbeit. Ein Aufschrei ging nicht nur durch Deutschlands Gazetten, sondern brachte große Unruhe in den DGB.

Aufschrei beim DGB

Der DGB und die Bezüge seiner Spitzenfunktionäre – das ist wie das Hüten des Hl. Grals. Offiziell verdienen diese Leute „normal“, jedenfalls keine unverschämten Gehälter. Daß sie z. T. pompöse Dienstwagen und ähnliche „fringe benefits“ (betriebliche Zusatzleistungen) einfuhren – Schwamm drüber. Nach außen waren sie alle „Normalverdiener“.

Waren/sind sie aber nicht! Den einfachen Funktionären mit damals so um die 3-4.000 DM Gehalt und erst recht den viel Geld zahlenden, braven Mitgliedern fielen die Augen aus dem Kopf, als sie sahen, wieviel Tantiemen, Sitzungsgelder etc. ihre „Oberen“ zusätzlich kassierten. Offiziell wird zwar vom DGB behauptet, daß ein Großteil dieser „Nebeneinnahmen“ an die dem DGB zuzurechnende Hans-Böckler-Stiftung abgeführt werden müßte. Daß dies aber – im „vorgeschriebenen“ Maße – tatsächlich erfolgt, darf bezweifelt werden. (Darüber werde ich zu ggb. Zeit ebenfalls publizieren.) Auffällig sind jedenfalls die Mahnschreiben des DGB-Vorstandes, doch die Tantiemen, wie vereinbart, abzuführen – was die Annahme rechtfertigt, daß eben nicht alles abgeführt wird. Ein spannendes Thema!

Aber zurück zu den „sonstigen Vergütungen“ der DGB-Vertreter: Die Nebeneinnahmen gingen und gehen bis zu einigen hunderttausend Euro, zu DM-Zeiten sogar bis über 1 Million DM – an von mir benannte Funktionäre.

In meinem Buch hatte ich die wichtigsten DGB-Funktionäre und ihre Bezüge in einem heraustrennbaren Sonderteil erfaßt. Da ich ein politischer Aktivist war, nutzten wir z. B. die Gelegenheit, anläßlich eines IG-Metall-Gewerkschaftstages diesen Sonderteil als Flugblatt zu verteilen. Leute, das war lustig! Viele Teilnehmer wollten die Zahlungen an ihre geliebte Führung einfach nicht glauben und beschimpften uns. Aber viele wurden auch sehr nachdenklich….

Was also soll die Zensur meines Buches?

Vermutlich gleicht sie einer Machtdemonstration unserer neuen Zensurbehörde. Denn Google schreibt:

„In den nächsten Monaten werden wir eng mit Datenschutzbehörden und anderen Stellen zusammenarbeiten und die Verfahren weiter verbessern. Das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union stellt für Suchmaschinen eine wesentliche Änderung dar. Obwohl wir die Konsequenzen des Urteils kritisch sehen, respektieren wir die Entscheidung des Gerichts und arbeiten intensiv an der Entwicklung eines rechtskonformen Prozesses.

Wenn Sie künftig online nach einem Namen suchen, werden Sie unter Umständen einen Hinweis sehen, dass die Suchergebnisse möglicherweise aufgrund europäischem Datenschutzrechts modifiziert wurden. Wir zeigen diesen Hinweis in Europa bei der Suche nach den meisten Namen an und nicht nur bei Seiten, die von einer Entfernung betroffen sind…“

Zum Schluß bleibt mir der Dank an meinen Leser „David“, der mich auf die Zensur aufmerksam gemacht hat:

Kommentator „David“ schreibt am 16. November 2018 um 13:44 auf conservo:

„Ich habe mal bei Google mit dem Suchstring „peter helmes macht kasse genossen pdf“ (ohne Anführungszeichen) geschaut, was mir da angeboten wird. Es gab zunächst 9.210 Ergebnisse. Am Ende der ersten Seite dieser Hinweis:

„Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt. Weitere Informationen“

Die „weiteren Informationen“ führen zu Google und der dort behandelten Frage: „Wie setzt Google die jüngste Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union zum „Recht auf Vergessen“ um? Ich kann mir schon was dabei denken: Zensur.

Am Ende der zweiten Seiten erneut Zensur, und zwar drei Einträge, die ich hier einfach mal aufliste:

.1.) Als Reaktion auf ein rechtliches Ersuchen, das an Google gestellt wurde, haben wir 1 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über das Ersuchen findest du unter LumenDatabase.org.

http://www.chillingeffects.org/notice.cgi?sID=815

.2.) Als Reaktion auf ein rechtliches Ersuchen, das an Google gestellt wurde, haben wir 1 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über das Ersuchen findest du unter LumenDatabase.org.

https://www.lumendatabase.org/notices/9415

.3.) Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt. Weitere Informationen

https://www.google.com/policies/faq

————–

Zensur von allen möglichen Stellen, mit Gewißheit bezahlt von EU und Merkel & Co. Das blöde Publikum soll sich nur auf Frau Weidel konzentrieren, ungestört von den vielen Spendenaffären der anderen Parteien (bei Frau Weidel ist das alles andere als eine Spendenaffäre!). So sagt der heutige Bundestagspräsident immer noch nichts über die verschwundenen 100.000 DM.

Aber das ist natürlich etwas GANZ anderes. Ich habe dann nicht weiter nach dem PDF gesucht….“

Danke, David, für den Hinweis! PH

(Original: https://conservo.wordpress.com/2018/11/16/afd-spendenaffaire-und-der-dreck-an-den-stiefeln-der-anderen/#comments)
www.conservo.wordpress.com     17.11.2018

Freie Wähler und Werte-Union gegen Migrationspakt

„Knackt den Pakt!“ fordert Bloggerin Sina Lorenz ihre Leser auf. Nach FPÖ, ÖVP und AfD hat nun auch die Werte-Union dazu aufgerufen, dem UN-Migrationspakt nicht zuzustimmen.

https://www.sag-uns-deine-meinung.de/

45191582_2765668830113697_2481402524741926912_n
Migrationspakt stoppen

Eine Allianz, die seit heute auch von den Freien Wählern unterstützt wird. Mit großer Mehrheit haben die Freien Wähler bei ihrem Bundesparteitag den UN-Migrationspakt abgelehnt.

Christian Eckl berichtet darüber im „Wochenblatt“ etwas ausführlicher:

„Die Freien Wähler haben auf ihrer Bundesversammlung den UN-Migrationspakt abgelehnt. Damit schließt sich die Wählervereinigung Ländern wie Österreich, Ungarn, Estland, aber auch den USA an, die dem Pakt nicht beitreten wollen. Fraglich ist indes, ob das überhaupt Auswirkungen hat.

MÜNCHEN/BERLIN „Der Bundesparteitag der Freien Wähler hat sich mit großer Mehrheit gegen die Unterzeichnung des UN-Migrationspaktes ausgesprochen. Wir fordern Nachverhandlungen – und sprechen damit einen differenzierten, sachlichen Klartext, den die Debatte dringend braucht“, sagte der Regensburger Landtagsabgeordnete und Bundesvorstandsmitglied, Tobias Gotthardt. „Der Migrationspakt hat in seiner vorliegenden Form zahlreiche Konstruktionsfehler, die man nicht einfach mit einem diplomatischen Federwisch bei Seite schieben darf.“

Erst kürzlich hatte sich Gotthardt vor allem über die Passagen kritisch geäußert, die vorsehen, dass Migration und die öffentliche Wahrnehmung davon positiv gefördert werden soll. Gotthardt kritisierte dabei vor allem die Passagen im Migrationspakt, die vorsehen, dass negative Äußerungen über Migration nicht gefördert werden sollen, während positive Äußerungen gefördert werden sollen. Gotthardt äußerte seine Bedenken bezüglich einer Einschränkung der Pressefreiheit.

Die Kritik der Freien Wähler geht weiter: „Der Pakt ist selbst als unverbindliches Referenzdokument ungeeignet – Bedenken hinsichtlich des Entstehens eines völkerrechtlichen Gewohnheitsrechts teile ich, auch aus meiner beruflichen Erfahrung im Europaparlament. Die von der Bundesregierung gewählte Form der Verhandlungsführung ohne Beteiligung von Parlament und Bürgern ist bei einem so zentralen Thema inakzeptabel“, heißt es dazu. Der Pakt brauche nach Ansicht der Freien Wähler einen „Restart, wenn er wegweisend und zielführend sein soll. Und ich kann unserem bayerischen Koalitionspartner nur empfehlen, diese Position der Freien Wähler zu übernehmen“, so Gotthardt.

Fraglich ist, ob dies überhaupt eine Auswirkung haben wird. Zwar wurde der Bundestag zwischenzeitlich mit dem Migrationspakt befasst, doch dabei ging es bisher lediglich um eine Debatte. Die Länder müssen dem Migrationspakt auch nicht ratifizieren, sie treten ihm lediglich bei. Dafür dürfte die Kompetenz allerdings der Kanzlerin reichen, die wiederum bereits ihre Zustimmung signalisierte. Ob nun die Freien Wähler Druck auf ihren Koalitionspartner ausüben können, sei dahingestellt – selbst wenn ist fraglich, ob die CSU am Kabinettstisch nicht ohnehin der Richtlinienkompetenz der Kanzlerin unterliegt.

Selbst im Bundestag dürfte der Migrationspakt eine Mehrheit haben: Grüne, SPD und Linke sind ohnehin dafür, auch der Regensburger Bundestagsabgeordnete Ulrich Lechte hat sich bereits vehement für den Pakt ausgesprochen. Die Union scheint in der Frage gespalten, die AfD ist naturgemäß gegen den Migrationspakt.“

 

Anhang:


https://bayernistfrei.com/2018/11/03/wie-regierung-und-tagesschau-den-migrationspakt-schoenluegen/

https://bayernistfrei.com/2018/11/01/un-migrationspakt-machwerk-und-trojanisches-pferd/

Wie steigert man Heuchelei? Ein neuer Twist in der Lügenspirale

Wie steigert man Heuchelei? Ein neuer Twist in der Lügenspirale!

Wegen Fake News sterben Menschen“, diese revolutionäre Erkenntnis hat Wolfgang Wichmann vom ARD-Faktenfinder über seinen Beitrag gestellt.

Wer sich dafür interessiert, was dem Konflikt, um den es in der Folge gehen wird, tatsächlich zu Grunde liegt, der muss wie gewöhnlich englischsprachige Quellen zu Rate ziehen, z.B. diese hier.

Der Gegenstand des Beitrags spielt in Nigeria und ist schnell erzählt. Die Fulani oder Fulbe, sind in der Sahelzone und in Westafrika beheimatet. Rund 40 Millionen Fulbe gibt es, rund 15 Millionen davon leben in Nigeria. Die Fulbe sind meist Nomaden oder Semi-Nomaden, manche Fulbe leben auch in Städten.

Die Berom sind eine autonome Volksgruppe, die mehrheitlich vom Ackerbau lebt und in Zentral-Nigeria beheimatet ist.

Konflikte zwischen Ackerbauern und Nomaden, zwischen Sesshaften und Fahrenden ziehen sich durch die Geschichte der Menschheit. Wer einen kleinen Eindruck von Ursache und Häufigkeit der Konflikte bekommen will, der lese Leon Festingers Archäologie des Fortschritts oder stelle eine Liste, der heute noch vorhandenen Nomadenvölker zusammen.

So alt, wie der Konflikt zwischen Ackerbauern und Nomaden ist, so alt ist das boshafte in die Welt setzen von Gerüchten, um anderen zu schaden. Wer aus einem Dorf kommt, der weiß um die lokalen Gerüchteküchen, mit den entsprechend auf Ausschmückung von Fakten oder freies Erfinden spezialisierten Klatschbasen.

Bev Newman beschreibt hier, dass diese Tradition mindestens bis ins Mittelalter zurückreicht und Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung umfasst hat.

Die Nutzung von Gerüchten, um anderen zu schaden, ist vermutlich so alt wie die Menschheit, und das in die Welt setzen von Lügen, um ein eigenes Ziel zu erreichen, ist auch nicht neu.

Erinnert sich noch jemand an die bemerkenswerte Präsentation von Colin Powell, in der auf Basis gefälschter Daten, wie man heute weiß, im UN-Sicherheitsrat der angebliche Nachweis geführt wurde, dass der IRAK „Massenvernichtungswaffen“ in großer Zahl hat?

Vor allem Kinder sind ein häufig gewähltes Mittel, wenn es darum geht, Gerüchte in die Welt zu setzen. Werden Kinder zu Opfern gemacht, dann ist die Wirkung des entsprechenden Gerüchts gleich größer.

Dass irakische Soldaten in kuwaitischen Krankenhäusern Frühgeborene aus ihren Brutkästen gerissen und haben sterben lassen, ist ein Gerücht, das tränenreich vor der UNO vorgetragen wurde. Es war eine Lüge, wie man heute weiß. Aber das Gerücht kippte die Stimmung der US-amerikanischen Öffentlichkeit, so dass ein militärisches Eingreifen der USA legitimiert wurde.

Im Jahre 1750 gab es heftige Krawalle in Paris. Das ungeklärte Verschwinden von zahlreichen Kindern, ergänzt um das Gerücht, König Ludwig der XV sei an Lepra erkrankt und lasse Kinder einsammeln, um in deren Blut baden zu können, war Anlass der Krawalle.

Gerüchte, nach denen Juden christliche Kinderopfer bringen, waren im Mittelalter weit verbreitet. Im 14. Jahrhunderts und im Zeichen des Schwarzen Todes verbreitete sich das Gerücht, dass der Teufel die Juden vor einer Erkrankung an der Pest beschütze, in Gegenleistung dafür, dass Juden die Brunnen der Christen vergiften. Das Gerücht führte zu einer Vielzahl von Pogromen mit mehreren Tausend Toten.

Fast Forward zu Wolfgang Wichmann, obwohl man sich fragt, ob Wichmann tatsächlich im 21. Jahrhundert lebt.

In Nigeria gibt es einen blutigen Konflikt zwischen den Fulbe und den Berom. Mindestens 80 Berom werden bei Landstreitigkeiten getötet.

Auf Facebook verbreitet sich Bilder von Opfern, darunter auch eines, das zeigt, wie ein Baby getötet wird. Diese Aufnahme war jedoch älter, stammte nicht vom aktuellen Vorfall, wurde also genutzt, um etwas, was tatsächlich stattgefunden hat, die Ermordung von Berom durch Fulbe, zu visualisieren. Wie gesagt, Kinderbilder sind immer gut geeignet, um Stimmung zu machen.

Wichmann berichtet, dass die Situation zwischen Fulbe und Berom nach dem Tod der 80 Berom sehr gespannt war. Er berichtet, dass die BBC einen Berom aufgetan hat, der sagt, er hätte, nachdem er das Video von dem getöteten Baby gesehen hat, am liebsten alle Fulbe in seiner Nähe umgebracht. Tatsächlich sind bei den Vergeltungsmaßnahmen ca. 11 Fulbe ums Leben gekommen.

„Wegen Fake News“, so schließt Wichmann aus den kargen Belegen, die wir hier zusammengetragen haben, „sterben Menschen“ und Facebook ist schuld. Das sagt auch die Nigerianische Polizei und wenn die Nigerianische Polizei, die natürlich über jeden Verdacht von Korruption oder gar eigener Verbreitung von Fake News erhaben ist, das sagt, dann muss es stimmen.

Das ist moderner deutscher angeblicher Journalismus.

Wilde Mutmaßungen werden so lange wiederholt, bis der mutmaßende mutmaßliche Journalist sie selbst glaubt, im Zuge dieses Prozesses erfolgreicher Selbstsuggestion wird so getan, als sei vollkommen ausgeschlossen, dass die Berom auf die Ermordung von 80 Angehörigen ihrer Volksgruppe durch die Fulbe reagiert hätten, wenn es nicht Facebook gäbe. Die Präsentation von einem empörten Berom, der am liebsten jeden „Fulani in“ seiner Nähe aufgehängt hätte, als er die Bilder der getöteten Berom gesehen hat (ob das Bild des Babys darunter war, ist unklar), welche auch immer, führt zu dem Schluss, dass ein falsches Bild von einem getöteten Baby, das sich unter einer Vielzahl von anderen Bildern ungeklärten Status‘ findet, zur Ermordung von 11 Fulbe geführt hat, ohne dass klar ist, ob der zitierte Berom seine Absicht auch in die Tat umgesetzt hat. Kurz: Es ist ein so wildes Spekulieren, dass man um die geistige Klarheit von Wichmann ernsthaft besorgt sein muss.

Worum geht es, wenn öffentlich-rechtliche Schreiber alles an den Haaren herbeiziehen, dessen sie habhaft werden können, um soziale Netzwerke, hier Facebook zu diskreditieren?

Es geht sicher darum, dass sich in sozialen Netzwerken, in Blogs, Foren, auf Facebook usw. Formen des alternativen Informationsaustausches, die von staatlichen und vor allem von öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht beeinflusst werden können, gebildet haben. Es geht darum, den Verlust der Deutungshoheit, den die ARD mit Karl-Heinz Köpcke noch beanspruchen konnte, weil Köpcke bei einem von zwei Informationsmonopolisten beschäftigt und zudem sonor und vertrauenserweckend war, zu kompensieren.

Es geht sicher darum, die alternativen Informationsnetzwerke zu diskreditieren, z.B. durch eine einseitige Berichterstattung über Fake News und so zu tun, als wären die alternativen Informationsnetzwerke der Anfang allen Übels.

Und es geht darum, mit einer großen Kampagne den im Zusammenhang mit der Diskussion um die Lügenpresse verlorenen Boden zurückzugewinnen, quasi die Lügenpresse um zu definieren.

Dass wir mit dieser Vermutung richtig liegen, zeigt sich an einem Beitrag, der sich heute auf Tichys Einblick findet.

Gehen wir kurz zurück nach Chemnitz, an den Tag nach der Ermordung von Daniel Hillig. Damals haben sich die gesammelten Hofberichterstatter Deutschlands der Behauptung von Angela Merkel und Steffen Seibert, ihrem Pressesprecher angeschlossen, dass in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer stattgefunden hätten.

Mit diesem Narrativ wurde eine Maschinerie in Gang gesetzt, die in der Mobilisierung von Claqueuren durch den Köder eines freien Konzertes endete. Wie diese Lügenspirale, die die Aufmerksamkeit vollständig vom Ermordeten und den beiden Schwerverletzten abgezogen und auf die angeblichen Hetzjagden übertragen hat, funktioniert, das haben wir hier erklärt. Zentral dafür war ein Video, das eine der angeblichen Hetzjagden zeigt. Das Video wurde von Antifa Zeckenbiss auf Twitter geteilt und fand von dort eine erstaunlich schnelle Verbreitung in den Netzwerken der öffentlich-rechtlichen Medien und der Bundesregierung.

Tichys Holger Douglas ist es nun gelungen, die beiden Chemnitzer ausfindig zu machen, die das Video gedreht haben. Aus ihrer Beschreibung der Umstände wird deutlich, dass es sich um alles nur keine Hetzjagd gehandelt hat. Vielmehr ist das Narrativ der Hetzjagd frei erfunden. Es wurde bereitwillig aufgenommen, um davon abzulenken, dass ein Mensch von Asylbewerbern ermordet und zwei andere schwer verletzt wurden. Die Fake News der Hetzjagden wurde über einen leicht manipulier- und instrumentalisierbaren Gesinnungsmob so schnell auf die Straße und in die Medien getragen, dass der Tote und die beiden schwer Verletzten schlicht aus der Berichterstattung verschwunden sind.

Diese Inszenierung einer Fake Reality ist nach unserer Beobachtung alles andere als die erste ihrer Art. Die Vorgehensweise ist stets dieselbe und stets verbreiten, die öffentlich-rechtlichen und die Mainstream-Medien problemlos die Fake News, die im vorliegenden Fall, um einmal Wichmanns Argumentationsstrang aufzunehmen, die Bewohner einer ganzen Stadt zu Rechtsextremen erklärt hat.

Nimmt man diese Realität und stellt den heutigen Salbader von Wichmann daneben, dann will man eigentlich nur noch Max Liebermann zitieren: „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“

Dass Bundeskanzler Merkel keine Lust hat, den 40.000 Bürgern, die unsere gemeinsam mit Werner J. Patzelt gestarte Petition unterschrieben haben, Auskunft darüber zu geben, auf welchen empirischen Fakten ihre Behauptung von Hetzjagden basiert, wird nun verständlich: wer will schon gern bei einer Lüge ertappt werden.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?
Dann unterstützen Sie bitte das private Blog ScienceFiles!

Wer, um Himmels Willen hat sie zur Kanzlerin gemacht ….

Wer, um Himmels Willen hat sie zur Kanzlerin gemacht…

von Claudio Michele Mancini

Chemnitz. Das mit viel Spannung und wohl auch von manchen Bürgern mit Hoffnung erwartete Bürgergespräch mit Merkel stand unmittelbar bevor. Im Saal der ehemaligen Lokomotivfabrik haben sich knapp 200 Menschen versammelt, in deren Gesichtern ein Kaleidoskop von Emotionen geschrieben stand. Sie reichten von Missmut, Ärger, Ablehnung über Neugierde und gespannter Erwartung.

IMG_9698
Leserdebatte Chemnitz 16.11.2018

Und dann betrat sie den Saal. Drei Leitfragen sollten den Dialog bestimmen: Wie erleben Bürger Europa in ihrem Alltag? Welche Rolle spielt Europa für Deutschland insgesamt? Wie sollte Europa in Zukunft aussehen? Doch es war klar, die Anwesenden interessierten sich für ihre Stadt, vor allem aber für die Haltung der Kanzlerin zu den Geschehnissen. Es dürfte nicht ein einziger Chemnitzer im Saal gewesen sein, der sich nicht gefragt hat: Was soll der Scheiß mit Europa? Wieso reden wir nicht über Chemnitz? Doch was sich auf der Bühne abspielte, spottete jeder Beschreibung.

Bereits beim ersten Statement einer engagierten Teilnehmerin, die feststellte, dass sich die Chemnitzer aufgrund der medialen Anfeindungen wie Menschen zweiter Klasse fühlten und wissen wollte, ob die Kanzlerin erklären könne, weshalb das so sei. Da stand sie, die oberste Repräsentantin unserer Republik und gab rhetorisch wie inhaltlich ein geradezu jämmerliches Bild ab. „Ich kann’s mir nicht erklären“, begann sie, versuchte mit dem sichtlichen Bemühen, kompetent zu wirken, rang nach Worten und stammelte nur Stuss.

Während ich auf dem Sofa sitzend mit meinen Backenzähnen versuche, eine Paranuss zu knacken, höre ich: „Die Wohnungen sind immer teurer geworden. Die schlechte Stimmung unter den Chemnitzern liegt auch daran, dass die Großeltern ihre Eltern nicht mehr aufwachsen sehen. Die Leute suchen sich eben besser bezahlte Arbeit in anderen Bundesländern und ziehen um. Das tut weh. Auch den Großeltern.“ Mein Backenzahn zieht, als ich die Paranuss hinten zwischen dem 6er und dem 7er zermalme.

Der stille Vorwurf an die Kanzlerin, erst 12 Wochen nach der Mordtat eines Asylanten nach Chemnitz zu kommen, wabert durch den Raum. Doch empathiebefreit, wie unsere Kanzlerin nun mal ist, erklärt sie ihre späte Reaktion erst nach einer zarten Nachfrage. „Ich wollte nicht in einer aufgebrachten Stimmung hier nach Sachsen kommen.“ Das schlägt dem Fass den Boden aus. Eine Kanzlerin, die nicht weiß, was ihr Job ist? Sie hat sich um die Menschen – um ihr Volk zu kümmern!

Doch Merkel gönnt mir mit ihrem Kleinmädchengebrabbel keine Erholungspause und spricht plötzlich über verbesserungswürdige Kommunikation. „Die Sachsen reden eben mehr als die Norddeutschen. Sie seien kommunikativer. Das könnte in Chemnitz vieles erleichtern.“ Ich bin verwirrt, weil ich nicht weiß, was Merkel damit sagen will. Doch dann kommt es: „Wenn es Probleme gibt, soll man das nicht alles auf sich beziehen.“ Nun ja, das hätte man dem Messertoten von Chemnitz ein paar Wochen früher sagen sollen. Mit dem Fingernagel meines Daumens pople ich genervt einen Splitter der Nussschale aus meinem Zahnfleisch, und verfolge mit einem Ohr eine völlig sinnentleerte Syntax einer Kanzlerin.

Und schon redet sie weiter. Wütend reiße ich einen Beutel Chips auf und knabbere völlig entgeistert vor mich hin, während auf der Bühne ein Humbug den Nächsten jagt. Merkel läuft jetzt zur Hochform auf. Mit gefühlt 80 Prozent völlig überflüssigen Füllwörter treibt das unterirdische Kanzlergeschwätz dem Höhepunkt entgegen. Gespickt mit dämlichen Allgemeinplätzen, hohlen Phrasen und dümmlichem Geschwätz laviert sich „Angela die Nichtssagende“ durch den Dschungel der eigenen Inkompetenz. In einem Zug stürze ich ein Glas Montepulciano Rosso in den Schlund, in der Hoffnung, den Rest besoffen etwas besser zu ertragen.

„Ja, wo kommt sie denn her, die Unzufriedenheit, Frau Kanzlerin?, so die Frage einer anderen Dame, die sichtlich um Contenance bemüht ist. Meine Contenance dagegen mutierte bedenklich in Richtung Depression und nur ein einziger Gedanke hält mich davon ab, mich sofort zuzudröhnen. „Wer um Himmels Willen hat diese Frau zur Kanzlerin gemacht?“ Ich schenke mein Glas erneut randvoll mit italienischer Dröhnung aus Montepulciano.

Es stand zu befürchten, dass die Kanzlerin auf nämliche Frage ebenso dumpfbackig antworten würde wie zuvor. Angesichts meiner 1,5 Promille sah ich mich einigermaßen geschützt. „Ich kanns nur vermuten“, erwiderte sie die Frage und fuhr fort. „Vielleicht die Flüchtlinge, die nach Chemnitz kommen, eine gewisse Unruhe aus. Aber man müsse sich ja den Schuh nicht anziehen.“ Was bitte, wollte die Kanzlerin damit sagen? Und bevor ich richtig durchatmen konnte setzte sie, wohl in einem erneuten Schub geistige Schwäche fort: „Wir dürfen in der Politik halt nicht so viel versprechen.“ Gut, dass ich den Montepulciano schon intus hatte.

Wenn ich bislang das Gefühl hatte, dass man Frau Merkel nur in kleinen verabreichten Dosen zuhören kann, empfand ich ihren Bürgerauftritt als einen unerträglichen Frontalangriff auf die intakten Hirnzellen ihrer Zuhörer. Denn sie stellten intelligente Fragen, die Merkel mit kaum zu unterbietender Kleingeistigkeit parierte. Minutenlang faselte sie darüber, „dass die Welt nicht schwarz und nicht weiß sei“, und riet den schwer frustrierten Chemnitzern als Allheilmittel, „nicht so oft über Demonstrationen nachzudenken.“

Und wer da glaubte, unsere Kanzlerin würde sich nach einer nunmehr zwanzig Minuten andauernden, geistigen Flatulenzen eine kleine Pause gönnen, der irrte. Denn der Hinweis eines Bürgers, dessen Geduld schon sichtlich strapaziert war, sprach frontal die Flüchtlingsproblematik und die damit verbundene Gewalt an. „Man muss halt versuchen“ – so der Kanzlerinnen O-Ton. „dass solche Sachen nicht mehr vorkommen.“ Ah…., ja! Hätte ich geahnt, dass die Kanzlerin so weiter macht, würde ich mir gestern schon 20 Gramm Dope vom Türken meines Vertrauens besorgt haben.

Aber ich befand mich ohnehin schon im Stadium leichter Gleichgewichtsstörungen (1,9 Promille), und vernahm wie durch dichte Nebel, dass ein beherzter Bürger die Sachkompetenz einiger Minister kritisierte. Merkel holte Luft. Ich krallte mich an der Sofalehne fest.  „Frau Von der Leyen macht die Sache gut. Man muss halt eine andere Meinung auch mal aushalten müssen, wenn sie ihnen nicht gefällt.“ Der Chemnitzer hakte mürrisch nach, wie Frau Merkel das mit dem Satz, „wir schaffen das“ seinerzeit gemeint habe.  Ich rutschte unaufhaltsam von der Couch. „Immer noch kommen pro Monat 12.000 Flüchtlinge“ , meint der sichtlich aufgebrachte Chemnitzer, beklagt sich über mangelnde Sicherheit und unzumutbare Zustande. Angela wirft ihm einen missbilligenden Blick zu.

In diesem Augenblick revoltierte mein Darm. Eine somatische Reaktion, wie ich dumpf diagnostizierte. Aber die Antwort von Angela wollte ich mir nicht entgehen lassen. „Ich war auf dem Afrikagipfel“, schleuderte sie ins Publikum. „Ich habe mit Erdogan verhandelt und eine Lösung herbeigeführt.“ Dem Publikum stand ausnahmslos auf den Stirnen geschrieben: „was redet die Alte da?“ Gnadenlos antwortet Merkel weiter: „Wir arbeiten mit Hochdruck in Brüssel an Lösungen.“ Dann schlug sie einen Bogen zur Bankenkriese, ließ nebenbei ein paar ehemalige Wahlslogans einfließen und meinte zum Abschluss: „Chemnitz ist keine besonders auffällige Stadt. Es lässt sich hier gut leben.“

Dass ich nur noch im Kriechgang den Fernseher erreicht habe, um die Katastrophe wenigstens für mich einigermaßen würdevoll zu beenden, sei nur am Rande erwähnt. Aber für mich stand schon seit den Wahlen fest, dass die CDU die Talsohle der Verblödung erreicht hatte. Jetzt aber weiß ich: Frau Merkel ist das Loch in der Sohle.  Sie wird als rhetorischer Totalschaden in meinem Poesiealbum einen Ehrenplatz einnehmen.