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Soziologismus treibt SPD-Wähler zur AfD

Die AfD-Basis besteht offenbar zu 2/3 aus ehemaligen SPD-Wählern. In Umfragen überrundet sie derzeit die SPD, und ihre Wähler machen sich im Netz stärker bemerkbar, sind mithin meinungsbildender als die der SPD. Es gibt keinen Rechtsruck sondern eine Linksflucht. In der SPD fühlt es sich wie eine Sturzflut an. Die SPD treibt ihre eigenen Leute denen zu, die sie als Faschisten bekämpfen will. So läuft es bei Linken regelmäßig.
Bei Tichy versucht Tomas Spahn, die Selbstvernichtung der SPD zu ergründen:

Wenn nun, wie unabweisbar festzustellen, sich die aktuelle Klientel der AfD zu zwei Dritteln aus früheren Sozialdemokraten rekrutiert und wenn wir der SPD zubilligen, nicht „rechtspopulistisch“ zu sein – dann kann zumindest die Behauptung, dass die Wählerschaft der AfD „rechts“ sei, unmöglich zutreffen. Ganz im Gegenteil wäre festzustellen, dass diese in ihrem eigentlichen Kern „links“ sein muss – denn wie sonst hätte sie früher bei der SPD stehen können?

Hadmut Danisch schreibt:

Eine Umfrage von SPIEGEL Online habe ergeben, dass die SPD bei 17,3% Zustimmung angekommen sei. AfD bei 16%.
Daran meldet der Autor – gesunde – Zweifel an. Denn SPIEGEL samt Online sind so linkslastig, dass das Publikum dort sicherlich nicht repräsentativ ist und sich AfD-Wähler in so enormer Zahl auf SPIEGEL Online treffen. Aus weiteren Betrachtungen und Erwägungen (lest’s dort selbst) folgert man, dass es sich bei denen, die sich da als AfD-Wähler darstellen, zu großen Teilen um Leute handele, die sich von der SPD zur AfD und nicht etwa innerhalb des linken Lagers bewegt haben.
Ich hatte in den letzten Monaten ja eine Reihe von Blogartikeln über die Entstehung der „Faschisten” und „Nazis” aus dem Kommunismus/Bolschewismus/Stalinismus, und darüber, dass die (italienischen) „Faschisten” abtrünnige Linke waren, die die Auflösung der Nationalgrenzen nicht mitmachen wollten („Nationalsozialisten”), und die (deutschen) „Nazis” ein billiger Abklatsch, ein Plagiat der italienischen Faschisten waren. Man wollte sich eben diesem Stalinismus und der Auflösung der Staatengrenzen nicht unterwerfen.
Im Prinzip haben wir jetzt das gleiche, vielleicht in einer „Light-Version”, nämlich durchgeknallte hochaggressive Linke, denen sogar die Linken davonlaufen, weil sie doch lieber an ihrem Staat und ihrer Gesellschaft festhalten wollen. Rechte werden von links gemacht. Oder wie ich so gerne sage: Es gibt keinen Rechtsruck, es gibt eine Linksflucht.
Rechte gibt es immer dann, wenn die Linken völlig durchdrehen.

Wie aber kommt es, dass eine linke Partei, die sich selbst auch für „antifaschistisch” hält, ihre eigene Klientel in die Flucht schlägt und denen zuspielt, die sie als „faschistisch” bekämpfen will?
Das ist nun diese ganz dämliche Stelle, an der die Soziologen und Sozialistologen ins Spiel kommen. Die mit Foucault und dem ganzen Diskurs-Scheiß’. Die nämlich behaupten, man könne Menschen beliebig umformen und umprogrammieren, wenn man ihnen nur einen anderen Diskurs, vulgo: eine andere Sprache aufzwingt. Political Correctness. Nur wenn man das glaubt, kann der SPD-Unfug überhaupt möglich erscheinen.

Ein besonders gutes Beispiel für Soziologismus dieser Art liefert gerade Spaniens preisgekrönte Leitdenkerin Professor Adela Cortina, die mithilfe des Wortes „Aporophobie“ den asozialen aber dafür humanitären Neuen Menschen schaffen will. Man darf hoffen, dass die von Madrid vorangetriebene Humannitärmigration ein kurze Episode vor der Implosion der spanischen Schwester der SPD bleibt.  Über die schrillen Töne von SPD-Frontrauen wie Eva Högl und Natascha Kohnen berichteten wir gerade.  Die Buntblödelei eskaliert immer weiter und reißt dabei die Partei noch vor dem Land in den Abgrund, denn „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ bleibt auch im Angesicht des Abgrunds das unverrückbare Prinzip der Progressiven.

 





Macron/Smith: 150-200 Millionen Afrikaner in Europa bis 2030 Integrieren!


Migrationsexperte Stephen Smith schätzt, dass bis 2030 etwa 150-200 Millionen Afrikaner nach Europa umsiedeln werden und meint, dass dies nicht verhindert werden könne, da befestigte Grenzen und Stacheldraht mit Europas Kultur nicht vereinbar seien. Ferner sei es auch nicht schlimm, wenn die Bevölkerung wechsele. Auch London, wo heute nur noch recht wenige Briten leben, sei weiterhin eine blühende Stadt, und es sei „kein Drama“, wenn die USA lateinamerikanisch würden.  Vom schwarzen Detroit spricht er nicht.  Er geht von der Austauschbarkeit der Menschen aus, wie es sich für einen in „Europas Kultur“ (Gnosis, Menschenrechte) geschulten Intellektuellen gehört. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezog sich im BFMTV-Interview anerkennend auf das Buch und die Analysen von Smith.

Macron spricht von einer „demographischen Bombe“, und erklärt ähnlich wie Smith, dass Europa ihr nicht entgehen könne, da es keine Insel sei, und redet davon, dass man das Problem durch konsequentere Bevölkerungsdurchmischung (Verhinderung von Ghettoisierung) lösen müsse. Dafür fordert Macron EU-Fördertöpfe, aus denen die betroffenen Regionen sich bedienen sollen.
Ein Interview mit Smith in FAZ-Plus zeigt, dass Smith die Probleme Afrikas weitgehend realistisch sieht. Das eigentlich neue an seinem Buch, worauf sich Macron vielleicht auch hauptsächlich bezieht, ist, dass er bei allen Bekenntnissen zur Gleichheit und Austauschbarkeit, wie sie von „Europas Kultur“ gefordert werden, die Demografie als Hauptproblem Afrikas in den Mittelpunkt stellt:

Rückblickend habe er als Journalist Korruption, schlechtes Regieren und Vetternwirtschaft als Ursache für den Entwicklungsrückstand überschätzt. „Es ist wirklich die demographische Entwicklung, die Afrika zurückgeworfen hat. Seit der Unabhängigkeit in den sechziger Jahren hat sich die afrikanische Bevölkerung vervierfacht. Es war unmöglich, für alle diese Menschen genügend Schulen, Straßen, Krankenhäuser und Wohnungen zu bauen.“ Smith sagt, Macron habe recht, wenn er sage, dass die Zukunftsfähigkeit Afrikas nur durch eine resolute Geburtenkontrolle gesichert werden könne.

Er dürfte sich hiermit auf eine Rede Macrons auf dem euro-afrikanischen Gipfel 2017 beziehen, bei der er über das Tabuthema Geburtenexplosion sprach und somit erstmals eines der vielen Tabus, die ehrliche Debatten über Schwarzen Kontinent zumindest auf politischer Ebene unmöglich machen, brach.
Auch Smith kratzt an ein paar Tabus und stieß vielleicht vor allem deshalb bei Macron auf Resonanz, aber wenn es an Konsequenzen geht, fällt ihm (ebenso wie den Politikern) außer Belehrung und Belastung des Packs nichts ein:

Die Herausforderung für Europa sei groß. „Wenn wir Millionen von Afrikanern in unsere Gesellschaften integrieren, werden wir auch andere Normen und Wertbegriffe importieren, ein anderes Autoritätsverständnis, andere Erziehungsideale, ein anderes Frauenbild und vieles mehr.“ Diese Umstände sollten die Europäer nicht „aus moralpolitischen Gründen“ ausblenden, mahnt er. „Es ist mir sehr zuwider, wenn von den Rechtspopulisten Abschottung gefordert wird. Aber wir sollten auch nicht unterschätzen, wie viel Arbeit die Migrationsströme uns abverlangen werden.“

Von den juristischen Prinzipien (Nichtzurückweisungsprinzip), die Europa zwingen, sich demographisch überrollen zu lassen, reden weder Macron noch Smith. Smith weiß vielleicht einfach nichts davon, da die USA sich nicht an die Genfer Konvention gebunden haben. Er hat stets die Mexikaner und Trump im Blick, wenn er von Migration redet.

Macron, Merkel, IOM: Nichtzurückweisungsprinzip ist des Pudels Kern

Buch des Pariser Religions- und Rechtshistorikers Prof. Jean-Louis Harouel: Die Menschenrechte gegen das Volk

Die UNO ist sich aber des Nichtzurückweisungsprinzips sehr bewusst. Die Internationale Organisation für Migration ist über Horst Seehofers Masterplan alarmiert, weil er von Zurückweisung an der Grenze redet. Zwar ist die Zurückweisung in ein sicheres Land auch laut Genfer Konvention erlaubt, aber für die UNO ist die Nichtzurückweisung ein zentraler Glaubenssatz. Auch Merkel geht es nicht um um Europäische Koordination sondern um diesen globalistischen Glaubensatz. Der UN-Migrationsaktivist Peter Sutherland nannte im November 2015 eine Heldin, weil sie mit ihrer irregulären Grenzöffnung diesem Glaubenssatz zum Durchbruch verhalf, indem sie die Gunst der Stunde nutzte, um die alten Zöpfe von Dublin abzuschneiden. Im Moment droht die Gefahr, dass Seehofer diese alten Zöpfe wieder herstellt. Die um den zentralen gnostisch-humanitären Glaubenssatz („Europas Kultur“) herum versammelten globalen Mächte, allen voran die der Vierten Gewalt, eilen Merkel entschlossen zu Hilfe.  Sutherlands Erbe, der Migrationspakt, der von Berlin aus vorangetrieben wird und dieses Jahr zum Abschluss gebracht werden soll, steht auf dem Spiel.  Er sieht ebenfalls eine Umsiedlung von 250 Millionen Afrikanern nach Europa vor. EU-Migrationskommissar Dimitrios Avramopoulos und das italienische Politikberatungsinstitut CNEL gehen hingegen von einem europäischen Bedarf von 70 Millionen bis 2050 aus.
„Allah ist der Größte, Europa ist unser“, rufen die Geretteten.





Märchenmedien gegen bayrisch-ultranationalistische Alleingänge

„Der bayrische Rechtspopulist Horst Seehofer, Verbündeter von Putin, Orbán und Salvini, droht unter dem Druck der rechtsextremistischen, ultranationalistischen AfD mit einem deutschnationalen Alleingang. Er will einseitig Flüchtlinge an der Grenze zurückweisen und dabei womöglich sogar Kinder erschießen, ohne die vom Europarecht vorgeschriebenen Prüfungen vorzunehmen. Die Opposition warnt vor illiberalem Polizeistaat und drohender Zerstörung Europas.“ — So etwa berichtet die führende spanische Qualitätszeitung, und wir können uns denken, wie ein Heer von volkspädagogischen Märchenmedien in ganz Europa in den folgenden Tagen weiterhin alternative Fakten zu Merkels Gunsten spinnen wird, auf dass Merkels Randposition zu einer mittigen werde. Wie werden sehen, wie aus Lügen Realitäten werden.
Auf der anderen Seite wird es für uns wichtig, derartigen Märchenerzählungen entgegen zu wirken. Folgende Argumente werden dabei oft übersehen. Es lohnt sich, sie unter das Volk zu bringen, wo auch immer unser Einflusskreis hin reicht.

Befolgung geltenden Rechts ist kein „nationaler Alleingang“

Das Argument vom „nationalen Alleingang“ stützt sich auf die Idee, dass vor einer Zurückschiebung in einen Herkunftsstaat wie Italien noch irgendwelche Fragen geprüft werden müssten oder dass es hierbei Einspruchsmöglichkeiten geben müsse. In einem ganz gewagten, von Laschet und Polenz bemühten Argument muss die Zustimmung des Transitlands (hier Italien) eingeholt werden, da dieses ansonsten Anreize hätte, bei der ungerechten Dublin-III-Vereinbarung zu schummeln. Doch diese Anreize bestehen so oder so, und der Einwand bedeutet nichts anderes als dass dem Transitland die Gelegenheit eingeräumt werden müsse, sich nicht an Dublin-III zu halten.
Die Dublin-III-Verordnung lässt verschiedene Deutungen zu, aber Seehofers Deutung ist diejenige, die dem deutschen Verfassungskonsens und der langjährigen Rechtspraxis bis 2015 entspricht. Es kann nicht sein, dass eine Rückkehr zu dieser Praxis ein „nationaler Alleingang“ ist oder der Zustimmung anderer Länder bedarf. Umgekehrt bedeutet eine Rückkehr zu dieser Praxis auch nicht, dass man für Verhandlungen mit anderen Ländern weniger offen wäre als bisher. Die neue Praxis ab 2015 war ein nationaler Alleingang und ein Affront gegenüber Ungarn. Die Wiederherstellung der alten ist nichts von alldem.

In der Sache Konflikt nicht zwischen CDU und CSU sondern zwischen CDU/CSU und übergriffiger rotgrüner Merkel

Die Abgeordneten vertreten in materiellen Fragen, d.h. in der Sache, die zur Diskussion steht, zu 99% die Positionen der CSU.   Einige gehen sogar noch darüber hinaus, indem sie etwa umfassendere Grenzkontrollen oder einschränkende Reformen des Asylrechts fordern.
Nur in prozeduralen Fragen konnten Merkel und ihre Paladine die CDU mit Mühe auf ihre Seite ziehen, wobei sie auch stets verfälschende Darstellungen über ihre Medienfreunde lancierten, um einen Eindruck eines Gegensatzes zwischen CDU und CSU zu konstruieren.  Teilweise legt es auch am Geschäftsmodell der Medien.  Das Publikum mag gerne bei „Duellen“ zuschauen.

Zuständig, auch für die europapolitischen Aspekte, ist nicht Merkel sondern Seehoferü

Merkel und Märchenmedien haben ein europapolitisches Problem konstruiert, um es Merkel zu ermöglichen, in das Zuständigkeitsgebiet von Seehofer einzugreifen. Eigentlich ist es nicht normal, dass die Bundeskanzlerin sich auf dieser Ebene einmischt. Auch für europapolitische Abstimmungen gibt es den europäischen Ministerrat, in dem solche Dinge routinemäßig geklärt werden. Von einer Schwierigkeit des Ministerrats, hier notwendige Einigungen zu finden, ist nie berichtet worden.
Es war Merkel, die Seehofers noch vertraulichen „Asyl-Masterplan“ bei Anne Will zerschoss, ohne die vereinbarten internen Diskussionen zu führen. Auch das brachte die CDU gegen sie auf. Es handelt sich um eine von Merkel und willigen Medien inszenierte Krise.

Ohne Seehofers „Masterplan Asyl“ lässt sich die Koalitionsvereinbarung nicht einhalten

Qualitätsmedium El Pais behauptet in dem Märchen-Artikel, die Asylantenzahlen gingen zurück und Rechtspopulist Seehofer wolle nur unnötige Stimmung machen. Wenn dem so wäre, dann gäbe es auch immer weniger Bedarf nach „europäischen Lösungen“ und europäischer Abstimmung.
Aber das Gegenteil ist wahr. Die Zahlen steigen monatlich aus bekannten Gründen, und weiterer scharfer Anstieg ist in Sicht, da Afrika sich auf den Weg macht und gerade von Spanien darin tatkräftig gefördert wird.
Die derzeitigen Prognosen ergeben einen Zuwachs von über 150.000 Asylanträgen dieses Jahr.
Hinzu kommen weitere Zuzugswege wie Familiennachzug.
Es ist sehr schwer, die zwischen CDU und CSU vereinbarte und (in etwas schwächerer Form) im Koalitionsvertrag vereinbarte Obergrenze auf diese Weise einzuhalten.
Ferner zeigen die neueren Erkenntnisse über das BAMF und die Verwaltungsgerichtsbarkeit, dass die Aufnahmekapazitäten effektiv auch bei großzügiger Auslegung dieses Wortes überschritten sind, wie zuletzt auch Sigmar Gabriel warnte.
Verbände der Verwaltungsrichter, Polizisten und Gemeinden unterstützen Seehofers Position.

Auch wenn Seehofer „eigenmächtig“ handelt, ist Merkel zu keiner Entlassung gezwungen

Merkel hat zwar die Richtlinienkompetenz, aber sie muss sich nicht in Seehofers Gebiet einmischen und sie hat keine auch Gründe dafür vorgetragen, die einen gewissenhaften Beobachter überzeugen können.
Man muss auch schon Qualitätsjournalist sein, um Merkels Argumente auch nur auf den ersten Blick plausibel zu finden.
Merkel wäre gut beraten, sich in der disktutierten Frage einfach etwas zurückzunehmen, aber sie scheint auf die globale Macht zu vertrauen.

Nach einem von Merkel verursachten Koalitionsbruch hat die CSU gute Karten


Die CSU wiederum kann mit ganz lieben, versöhnlichen Tönen auskommen.
Seehofers Sanftmut hat mehr mit taktischem Geschick als mit fehlenden „Eiern“ zu tun.
Er wird beim Publikum immer beliebter, und seine letzten Auftritte wurden in Umfragen als „Sieg“ bewertet.
Wenn Merkel wegen dieser Frage die Koalition platzen lässt, ohne dass die CSU dazu durch Rabaukentum Anlass gegeben hat, wird Merkel in einer sehr schlechten und die CSU in einer sehr guten Position sein.
Die CDU wird nicht mit den Grünen gegen die CSU koalieren wollen.
Eher wird sie Merkel stürzen.
Und wenn die CDU/CSU doch gespalten bleiben sollte, steht der CSU noch die Option offen, eine AfB zu werden.
Die bundesweite Ausdehnung, wie zur Zeit der Kreuther Beschlüsse anvisiert, ist ebenfalls möglich.
Laut einer Umfrage würde die CSU aus dem Stand bei 20% landen, die CDU nur bei 22%, AfD bei 11%.

Was will Merkel?

Diese Frage kommt zum Schluss, weil die Antwort nur mehr oder weniger plausibel aber nicht beweisbar sein kann.
Wir erklärten bereits, warum Merkel sich die Isolation in der CDU antut.
Wie fremdbestimmte KonformistInnen kann sie nicht von der Linie ihrer politischen Konstituenten (Basis) abweichen.
Ihre Basis ist aber nicht primär die CDU/CSU sondern eine Welt der höheren Imperative und globalen Mächte.
Es ist die Welt der Internationalen Organisation für Migration (IOM), für die Berlin gerade federführend am Globalen Migrationspakt arbeitet.
Die IOM meldete sich gerade mit heftigen Vorwürfen gegen Horst Seehofer zu Wort.
Sie beharrt nicht zum ersten Mal gegenüber Seehofer auf dem Nichtzurückweisungsprinzip aus Art 33 der Genfer Flüchtlingskonvention, wonach kein Flüchtling an der Grenze zurückgewiesen werden darf.
Juristisch ist das eine Nullnummer, denn wer  ein sicheres Land verlässt, um die die deutsche Grenze zu erreichen, ist kein Flüchtling.  Aber der IOM geht es hier nicht um Recht sondern um politische Symbolik.
Der Architekt des Migrationspaktes, in dessen Fußstapfen Berlin am Migrationspakt arbeitet, Peter Sutherland, pries im November 2015 Merkel als Heldin, weil sie die Gunst der Stunde genutzt hatte, um das die verhasste Ordnung aus Dublin-III und Art 16A GG, welche Stau in den Grenzländern erzeugen und auch sonst in einem gewissen Spannungsverhältnis zur Nichtzurückweisung stehen, aus dem Weg zu räumen.  Dublin III wurde für tot erklärt.
Jetzt droht Seehofer, Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Hier liegt die eigentliche globale Unverträglichkeit, um die auch Merkel sich Sorgen macht.  Es geht ihr nicht um Europarecht sondern um globalhumanitäre symbolische Weichenstellungen.  Deshalb führte sie auch die paradoxe Praxis ein, wonach bereits abgeschobene Asylbewerber erneut einreisen und ein neues Verfahren beantragen dürfen, was Seehofer zu der Bemerkung veranlasste, das könne man keinem Bürger erklären.  Man kann Merkels Agenda schon erklären, aber eben nicht dem Bürger.  Deshalb redet Merkel orakelhaft inkohärent daher.   Das ist sie gewohnt, und der Schaden, den das ihrem Ansehen zufügen kann, wurde durch den Nutzen der Verbundenheit mit globalen Netzwerken, insbesondere Leitmedien, bislang in der Regel gut kompensiert.  Auch diesmal läuft die Propagandamaschinerie wie geölt, aber anders als 2015 gibt es Widerrede vom Springer-Verlag und manchen anderen.  Für Propagandamaschinerien ist jede Mindermeinung hochgefährlich. Deshalb haben in diesen Tagen gute Diskutanten ein hohes Wirkungspotenzial.

Anhang

Im Netz verbreiteten Gerüchten zufolge wird die Dublin-IV-Verordnung, die im Rat anliegt, Merkel zum Durchbruch verhelfen. Hieraus leiten dann Schmählustige den Vorwurf ab, die CSU spiele uns nur Theater vor. Komisch ist dabei nur, dass die Dublin-IV-Verordnung laut Berichten der italienischen Presse vor 10 Tagen von Italiens Innenmninister Matteo Salvini beerdigt wurde. Es gab im EU-Rat ohnehin schon einige Opposition dagegen, und nachdem Italien hinzugekommen ist, gilt sie als mausetot.
Dass die Amtsinhaberin im Kanzleramt eine Meisterin der systematischen Verzerrung, der Desinformation, des Tricksens und Intrigierens ist, sagten bisher viele Unionsabgeordnete in so genannten Hintergrundgesprächen mit Journalisten unter der Bedingung, man dürfe das aber nicht schreiben. Neu ist, dass Horst Seehofer diesen Schleier mit seiner Bemerkung „ich kann mit dieser Frau nicht mehr arbeiten“ fortgezogen hat. Die Chronologie ergibt, dass es sich um eine alleine von Merkel gemachte und von verbündeten Märchenmedien inszenierte Krise handelt.





Theranos: Weiblicher Steve Jobs vor Gericht

Unternehmertum auf MINT-Gebiet ist nicht eine Domäne, in der es viele erfolgreiche Frauen gibt.
Unter den Programmierern erfolgreicher freier Software (OpenSource) gibt es fast keine Frauen.

Pussies United Rule Google
Pussies United Rule Google

Sehr stark sind die Frauen hingegen in gemachten Nestern, insbesondere den Personalabteilungen von Google und anderen Großkonzernen im Silicon Valley vertreten, wo sie als Diversitätsbeauftragte eine Gleichstellungs-Agenda voranbringen, die gelegentlich in Psychoterror ausartet. Ihrem egalitären Weltbild zufolge können Unterschiede nur auf die Unterdrückung durch den Weißen Mann zurückzuführen sein. Umso wichtiger sind als Argumentationshilfe Beispiele erfolgreicher Gründerinnen, die unterdrückungsfreie Unternehmen aufbauen.
Die kalifornische Jung-Unternehmerin Elizabeth Holmes wurde lange als weiblicher Steve Jobs gefeiert und sie bringt zumindest einige psychische Qualitäten mit, die an ihn erinnnern:

Informatiker Hadmut Danisch kommentiert:

Dass die Blutuntersuchungsfirma Theranos und ihre als weiblicher Steve Jobs gefeierte Chefin Elizabeth Holmes eine Luftnummer und ein Totalverlust waren, ist bekannt. Jetzt wurde sie wegen Betrugs angeklagt. Könnte bis zu 20 Jahre Knast geben. Dürfte sicherlich interessant werden, ob sie wirklich betrogen hat oder ob die Bekloppten im kalifornischen Frauenwahn blind gegen die Wand gelaufen sind und sich selbst betrogen haben.





Spanische Leitdenkerin für humanitären Kampfbegriff „Aporophobie“ ausgezeichnet

Es gibt viele angeborene Phobien wie etwa die Arachnophobie (Spinnenfeindlichkeit). Den Spinnen, Schlangen, Ratten und anderem Getier gegenüber sind wir spinnefeind, weil entsprechende Reflexe unserem Überleben dienen.
Hinter der Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie) stecke eine Aporophobie (Armenfeindlichkeit), die ebenfalls tief in unserem Genom verankert sei, lehrt und nun die preisgekrönte spanische Philosophie-Professorin Adela Cortina, die als gute Gesinnungsethikerin jedoch mit Genetik eher auf Kriegsfuß steht, mithin als genetikophob oder genophob bezeichnet werden kann.
Zweifellos ist Cortina auch dexiophob (rechtsfeindlich) und demophob (volksfeindlich). Laut Cortina ist der Rechtspopulismus besonders fürchtenswürdig, weil er veraltete genetische Reflexe (Archaismen) nutzt, um die Gesellschaft zu spalten. Der Sozialdemokratie sei zu verdanken, dass die Armen- und Benachteiligtenfreundlichkeit in den europäischen Wertekanon Eingang fanden, und diese Errungenschaften stünden jetzt auf dem Spiel.
Für diese Erkenntnis und für die Wortschöpfung „Aporophobie“ erhielt Cortina gestern einen Ehrendoktortitel von der Universität Salamanca.

Gesellschaftsvertrag erzeugte Aporophobie, Weg zum Neuen Menschen beginnt mit Wortschöpfung

Dem griechischen Wortlaut nach handelt es sich bei der Aporophobie um eine „Furcht vor den Mittellosen“.
Die „Aporie“ (aporia) kennt man in der philosophischen Terminologie als „Auswegslosigkeit“, „Notstand“, insbesondere Argumentationsnotstand.
Aporophobie könnte somit auch die Furcht vor der Entlarvung schlechter Argumentation sein.

Cortina hätte allen Grund zur Aporophobie in diesem Sinne.
Ihre Gesinnungsethik weist die bekannten Bruchstellen in besonders eklatanter Form auf, was sie wiederum interessant macht.
Cortina bemerkt, dass die selben „Fremdenfeinde“, die keine schiffbruchwilligen Afrikaner aufnehmen wollen, im allgemeinen durchaus gerne reiche Touristen willkommen heißen. Daher reiche es nicht mehr aus, sie als „Fremdenfeinde“ zu stimatisieren.
Sie führt den Widerspruch zwischen der herrschenden humanitärfrömmlerischen Terminologie und der beobachteten Realität richtigerweise darauf zurück, dass der Gesellschaftsvertrag (nach Rousseau) auf dem Geben und Nehmen beruht und die mittellosen Einwanderer nicht so sehr wegen ihrer Unvertrautheit auf Ablehnung stoßen wie deshalb, weil sie nehmen, aber nichts zu geben haben. Cortina hat auch erkannt, dass unser Altruismus begrenzt ist, da er auf dem „eigennützigen Gen“ (Richard Dawkins) beruht.
Das ist zweifellos richtig aber, anders als Cortina meint, nicht archaisch sondern auch nach heutigem Ermessen vernünftig.
Cortina stört sich an diesem Widerspruch aber nicht sondern sprint sofort zu moralischer Wertung über.
Jeder Mangel an Altruismus ist für sie verwerflich, jede „Bewunderung der Reichen“ und „Verachtung der Armen“ eine Form von „Korruption“ und „Klientelismus“, da solche Gesinnung Empathie vermissen lasse die Ungleichheiten verschärfe.  Prinzipiell gleiche Empathie für die prinzipiell gleichwertigen menschlichen Wesen ist für die Philosophin nämlich der unverhandelbare kategorische Imperativ aller Ethik.

Empathie- und Haltungs-Ethik der spanischen Leitdenkerin Adela Cortina: „Um ein guter Bürger zu sein, musst du ein gutes Herz haben und fähig sein, die Werte zu schätzen, mitzufühlen und zu argumentieren.“

Die Wertung ergibt sich daraus, dass die Exklusion derer, die nichts zu geben haben, mit der „Menschenwürde“, den „Menschenrechten“, der Gleichheit und folglich der angeblich nur auf dieser Basis funktionsfähigen „Demokratie“ unvereinbar sei.
Daher müsse die „Aporophobie“ aus dem nenschlichen Hirn ausradiert werden.
Dies sei möglich, da das menschliche Gehirn sehr formbar sei.
Als Mittel der Wahl sei ein Umerziehungsprogramm in Angriff zu nehmen, wie es beispielsweise Menschenrechtsnetzwerke einschließlich CISV und diverse Fachstellen für Demokratie und Vereine für Demokratiepädagogik in Europa seit geraumer Zeit mit viel Aufwand praktizieren.
Da die Umerziehung sich, wie Cortina immerhin richtig erkannt hat, gegen den Gesellschaftsvertrag und die ihm zugrunde liegenden Instinkte richtet, kann man auch von einem Asozialisierungsprogramm sprechen.
Was für die Umerzieher kein Problem ist, da sie dem Wort „asozial“ bereits ein Nazi-Stigma angeheftet haben.

Die Stigmatisierung von Wörtern steht auch im Zentrum der „Demokratiepädagogik“.
Der erste Schritt bestehe darin, den Feind mit dem neuen Wort „Aporophobie“ zu belegen und dieses in normative Wörterbücher zu bringen, mit denen sich dann die entsprechenden Verhaltensweisen stigmatisieren und „deaktivieren“ lassen, lehrt die Ethik-Professorin.

Ja keine Unterscheidung zwischen Mittellosigkeit, Disziplinlosigkeit und Talentlosigkeit

Die Frage, ob menschliche Gesellschaften ohne Gesellschaftsvertrag funktionieren, stellt Cortina nicht.
Sie hat keinerlei Schwierigkeiten damit, den Leistungsträgern die Durchfütterung der Minderleister aufzuzwingen und sie gar durch Psychoterror in diesem Sinne zu bedrängen, denn dies gebieten schließlich humanitäre Imperative, die in heiligen Schriften niedergelegt sind.
Als zentrale heilige Schrift zitiert Cortina in diesem Zusammenhang die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948.
Was dort und in weiteren, extremeren Folgedokumenten steht, kann nur richtig sein und muss zu Lasten des Gesellschaftsvertrages durchgesetzt werden.
Wo dieser im Weg steht, muss er aus dem menschlichen Bewusstsein getilgt werden.  Für das Pack braucht man demnach bekanntlich Integrationslager.

Cortina fordert hier das moderne Asozialisierungsprogramm ein, vor dem Satoshi Kanazawa, Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeld warnen.
Es ist ein Weg der schrecklichen Kinder der Neuzeit (Sloterdijk), der ohnehin schon sehr weit gediehen ist.
Aber die preisgekrönte Leitdenkerin muss eben noch einen Tick radikaler die offenen Türen einrennen als all ihre Mitbewerberinnen.

Was in den Überlegungen der gefeierten Ethikprofessorin erwartungsgemäß ebenfalls völlig fehlt, sind die Erkenntnisse zur Korrelation zwischen Armut (griech. Ptochia) und geistigen Eigenschaften wie Intelligenz (griech. Sophia oder Exypnia) und Reproduktionsverhalten, die sich in unterschiedlichen Kalkülen, Ideologien und Loyalitäten niederschlagen und die Gesellschaft in einer Weise spalten, die sich mit der Informatisierung verschärft und insbesondere wegen der Erblichkeit des IQ kaum überwindbar sind.
Könnte es nicht sein, dass uns die karnickelartige Ausbreitungsstrategie mancher dauerhaft zuwendungsabhängiger Bevölkerungsgruppen mehr Albträume und Phobien bereitet als ihre materielle Not?
Auch auf diese Idee kommt die Professorin nicht.

Wenn man bedenkt, dass die US-Armee Personen mit einem IQ unter 83 nicht einmal als Kanonenfutter rekrutieren will, und dass der IQ erblich ist und Dummheit sich stark reproduziert, kann man sich leicht ausmalen, was das in der heutigen Wissensgesellschaft, in der produktive Teilnahme nur noch ab einem immer weiter steigenden IQ möglich ist und in dem 80% der Ressourcen zu den 20% jeweils etwas besseren (Pareto-Prinzip) gehen, bedeutet.

Die zunehmende Abhängigkeit des sozialen Status von der gemessenen Intelligenz war das große Thema des Buches „Die Glockenkurve“ (The Bell Curve) von Murray und Hernstein, und es findet durchaus Eingang in eine breite Debatte, wenn auch EgalitärfrömmlerInnen das Thema meiden und (mit sinkendem Erfolg) verteufeln.

Plutophobie, Xypnophobie und Leukandrophobie spanischer Leitphilomoren

Was auch erwartungsgemäß fehlt sind Überlegungen zur natürlichen Begrenztheit der „Brüderlichkeit“ (Fraternité) auf den homogenen Nationalstaat und auf Menschen, von denen man glaubt, dass sie auf die Dauer in ihm leistungsfähig sein werden, wenn man ihnen erst mal über die Notlage (Aporie) hinweggeholfen hat.

Aber was will man von einer spanischen Leitdenkerin anderes erwarten? Sie sagt das, was man in Leitmedien wie El Pais täglich liest und nutzt angebliche christliche Doktrinen, um es noch eindringlicher und frommer zu formulieren. In Ihren Auftritten herrscht aber auch kein Mangel an Angstmache und Phobie:

Ihre Haltung lässt sich ohne weiteres als plutophob (reichenfeindlich) und xypnophob (intelligenzfeindlich) beschreiben. Für beides finden sich im Neuen Testament Stützen, die unser Ethikerin ausgiebig nutzt. Zweifellos handelt es sich dann auch bei solchen Phobien um Xenophobien. Die Feindseligkeit, die in Europa den Juden und in Südostasien den Chinesen zweitweilig entgegenschlug, war sicherlich eher plutophober als aporophober Natur. Nicht zuletzt trifft dies auch auf die Leukandrophobie (Weißmannfeindlichkeit) zu, die das egalitärfrömmlerische Lager pflegt.
Nicht zuletzt läuft die Plutophobie und Aporophilie (Ptochophilie) auf eine Förderung der Armut hinaus. Um das zu erkennen muss man nicht einmal das knifflige Thema Dysgenik bemühen. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass Wohlstand nicht durch Armutsbekämpfung sondern durch Reichtumsausbreitung entsteht. Regierungsprogramme, die bei den Ärmsten und Dümmsten ansetzten (z.B. „No child shall be left behind“) seien bislang von kläglichem Erfolg gekrönt, resümiert etwa Charles Murray. „Wer hat, dem wird gegeben“, sagt schließlich auch das Neue Testament und begründet damit eine puritanische Ethik, die den Reichtum als göttlichen Segen und die Armut als Fluch auffasst, und diese puritanische Ethik war in der angelsächsischen Welt äußerst erfolgreich, wenn man Max Weber glauben darf. Sogar das Christentum kann somit ptochophob verstanden werden.

Wieder einmal können wir feststellen, dass sich in den spanischen Universitäten ähnlich wie in den meisten westlichen Ländern eine beträchtliche Xypnophobie breit gemacht hat, aus der heraus sich die aktuellen Xenophilie und Moriophilie, Plutophobie und Aporophilie, Ptochophilie und Nekrophilie Spaniens gut erklären lassen.

Kampf gegen Gesellschaftsvertrag ist „Herz und Seele“ der Linken, „Aporophobie“ der passende Kampfbegriff

Wir könnten uns nun auch um einen Ehrendoktor für Wortbildung bemühen, aber vorerst haben wir in Salamanca keine Chance. Wenn von uns geprägte Wörter je große Verbreitung erfahren, dann haben sie allenfalls Aussichten auf leitmediale Unwort-Auszeichnungen. Cortina erntet hingegen leitmedial-universitäre Lobpreisungen, weil sie Menschenrechte ad moriam führt, was durchaus auch von unserer Seite als Verdienst aufgefasst werden kann.

Caroline Emcke, Preisträgerin des Autoritären Humanitärstaats

Einen neuralgischen Punkt hat Cortina wohl getroffen. Ihre Erklärung ermöglicht uns auch zu verstehen, was „Linke“ als „Neoliberalismus“ und „Faschismus“ bekämpfen. Es ist der Gesellschaftsvertrag. Das Festhalten am Gesellschaftsvertrag bedeutet „Aporophobie“. Die gilt es durch, ein Asozialisierungsprogramm auszurotten. Die Folgen sind egal. Deshalb hat Sahra Wagenknecht mit „Fairland“ keine Chance. Der Flüchtling ist Hoffnungsträger der aporophilen Revolution (Asozialisierung). Die Flüchtlingsrevolution sei „Herz und Seele“ seiner Partei, kommentierte Bernd Riexinger auf dem letzten Parteitag seinen turmhohen Sieg gegen Wagenknecht. Genau wie unsere preisgekrönte spanische Leitdenkerin kann sich Die Linke dabei die in Straßburg, Brüssel und Luxemburg verankerten „Werte“ ebenso wie auf Art 1 GG und das in Karlsruhe vorherrschende Staatsverständnis, berufen.

Adela Cortina ist ähnlich wie bei uns die Grüne Jugend oder die Buchpreisträgerin Carolin Emcke eine konsequente Vordenkerin des Autoritären Humanitärstaates. Es mag sein, dass diese VordenkerInnen und ihre bürgerlich-feigen Nachzügler derzeit an Anziehungskraft verlieren, aber noch sitzen sie fest im Sattel. Für die „konservative Revolution der Bürger“, die ein Alexander Dobrindt neulich beschwor, fehlt bekanntlich die argumentative Feuerkraft, die um ein vielfaches stärker als etwa die von Cortina oder Slomka sein müsste, wenn man sie erfolgreich in die Aporie treiben wollte.




Nahles gegen „nationalen Alleingang“ von „Bonsai-Trump“ Söder


Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles sagte erst neulich, dass wir „nicht alle aufnehmen können“ und wurde dafür von den Berliner SPD-Delegierten gerügt.

Sie steht gewissermaßen unter Bewährung, und jetzt liefert sie.

Leitlüge vom „Nationalen Alleingang“ verziert

Es kann nicht überraschen, dass sie dabei in den leitmedialen Chor vom „nationalen Alleingang“ einstimmt, als der eine Rückkehr zum geltenden europäischen Recht (Dublin III) und nationalen Verfassungsrecht (Art 16A GG) unisono bezeichnet wird.
Sie verstärkt dieses 1000fach wiederholte Lüge, indem sie Donald Trump ins Spiel bringt.
Laut SPD-Logik ist jetzt schon jemand, der die geltenden europäischen Gesetzesregeln einhalten will, ohne in Brüssel um Genehmigung zu bitten, ein Deutschland-Zuerst-Chauvinist und „Bonsai-Trump“.

Offene Flanke der CSU erwischt

Hinzu kommt das bekannte Argumentum ad Personam, wonach die CSU nicht durch Sorge um die Einhaltung der vereinbarten Zuwanderungs-Obergrenze sondern durch Wahlkampfkalkül motiviert ist.
Unterstellungen fallen in der Regel auf ihre Urheber zurück.
Die CSU hat dem Argument allerdings teilweise Nahrung gegeben, indem sie enge Fristen setzte oder Drohungen ausstieß.
Die Leitmedien gierten genau nach diesen eiligen Drohungen und fabrizierten dazu teilweise sogar Fakenews (unkritisch verbreitetes Titanic-Gerücht).
Dennoch muss die plötzliche Eile und Vehemenz, mit der CSU-Parteiführer bzw. Hinterbänkler einen Vorschlag durchsetzen wollen, den sie zuvor in geduldiger Arbeit jahrelang vorbereitete, kontraproduktiv wirken.
Das Argument, es gehe hier um Wahlkampf, liegt dann nahe, und genau das half auch Merkel bei der partiellen Überwindung ihrer Isolierung.
Insofern zeigt Nahles als Parteiführerin hier durchaus taktisches Geschick.

Gepolter von Högl: Offene Grenzen in Gefahr

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl sagt das gleiche wie Nahles ungeschickter und unerschrockener:

„‚Wenn wir jetzt flächendeckend an den Grenzen kontrollieren, dann machen wir das kaputt, was eine Errungenschaft in Europa ist, nämlich unsere offenen Grenzen‘.“


Ein SPD-Wähler kommentiert:

Die Tragik unserer Zeit besteht darin, dass solche erschütternd schlichten Aussagen für eine Weile funktionieren; sie sind, was Daniel Dennett „Intuitionspumpen“ nennt, sie scheinen unmittelbar einzuleuchten. Um sie zu widerlegen, muss man komplizierter antworten, weniger eingängig.
Haben USA, Kanada, Australien „geschlossene“ Grenzen, gibt es mit ihnen keinen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch, keine Reisefreiheit?
Wie gehen offene Grenzen mit einem Sozialstaat zusammen?
Wohin führt die Abwärts-Adaption des Bildungssystems der Zuwanderer wegen?
Die Liste lässt sich fortsetzen (Kriminalität, Islam, Demographie), aber ich mag nicht mehr. Jedesmal stelle ich mir die Frage: Sind die Eva Högls dieser Welt tatsächlich so… grenzenlos naiv? Oder verfolgen sie eine kurzsichtige persönliche Agenda, ohne Rücksicht auf die Folgen? Immerhin gehört zu diesen Folgen auch das Schicksal der eigenen Partei.
Ich war jahrzehntelang SPD-Wähler. Inzwischen hoffe ich, dass sie so weitermacht, damit sie möglichst bald aus der Parteienlandschaft verschwindet. Gerade mag ich zu müde sein, mich mit Frau Högl auseinanderzusetzen, aber die Realität kennt keine Erschöpfung.

Ein weiterer SPD-Kenner ergänzt:

“ Ich erlebe den Niedergang der SPD von innen heraus, sehe was wie läuft, welche intellektuellen Tiefflüge veranstaltet werden, nur um sich „gut“ zu fühlen, um ja nicht anzuecken. Der Weg der „Moral“ erscheint so schön einfach und da viele diesen Weg in dieser nehmen, weil es gerade der allgemeine Duktus ist, muss man sich gegenseitig überbieten und immer noch einen obendrauf setzen. Dabei bleibt die Verantwortung auf der Strecke und die Ideologie hat Hochkonjunktur. Normalerweise könnte man auf die nachfolgende Generation hoffen, aber nicht bei der SPD. Die Jusos sind noch viel extremer unterwegs. Da geht es nicht um eine fundierte Gestaltung der Zukunft sondern um Gender, Quote und Gleichschaltung der Menschen. Ich sehe da kein Licht am Ende des Tunnels sondern nur noch endlose Schwärze.“

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Spitzel, Pöbler, Denunzianten (SPD): eine Schicksalsgemeinschaft wie Pech und Schwefel

Grüne stützen Merkel

Die Grünen üben sich ebenfalls ungelenk in der Leitlüge vom Nationalen Alleingang. Sie bieten sich als CSU-Ersatz an, aber wenn die CSU Besonnenheit bewahrt, dürfte sie diesmal die besseren Karten haben, denn außer Merkel und ein paar Paladinen mag niemand gegen die CSU mit den Grünen koalieren.
Die CSU kann sich in der Sache auf das geltende Recht, auf den jahrzehntelangen Verfassungskonsens, auf die mit CDU und Koalition vereinbarte Obergrenze und auf die Mehrheitsmeinung der CDU-Delegierten und Bürger stützen. Auch für einen eventuellen europäischen Abstimmungsbedarf wäre nicht Merkel sondern Seehofer zuständig. Solange die CSU die Auseinandersetzung auf dem sachlichen (und nicht prozeduralen) Gebiet halten kann, ist sie kaum besiegbar. Wenn Merkel die Koalition wegen ihres unbeliebten Nichtzurückweisungsprinzips platzen lässt, wird sich die CSU in einer Position wieder finden, in der sie sowohl von der CDU als auch von der AfD als Partner (einer CDU/CSU bzw AfD/AfB) begehrt sein wird. Mit bundesweiter Ausdehnung muss sie, anders als zur Zeit der Kreuther Beschlüsse, nicht mehr drohen. Das wahrscheinlichste Szenario wird dann ein Sturz Merkels und Neuformierung der CDU/CSU sein.





Merakel-Exegetin AKK: Rückkehr zum Recht gefährdet Kohls Erbe

Angela Merkels Sekretärin AKK versucht, in einem Rundschreiben zu erklären, warum die Rückkehr zum geltenden Recht ein „nationaler Alleingang“ ist, der eine fatale Kettenreaktion der Zurückweisung an den Grenzen nach sich ziehen und damit das europäische Einigungswerk von Helmut Kohl gefährden könnte. Sie hat sich als Exegetin des Merakels redliche Mühe gegeben.
Im Gespräch mit Slomka versucht AKK einen Gegensatz zwischen CDU und CSU herbeizureden oder zu erklären, es sei gar nicht zur Sache sondern nur zum Verfahren diskutiert worden. Dies ist offensichtlich falsch, wie auch Alexander Wendt beobachtet:

[…]
Als nächstes behauptet die CDU-Generalsekretärin über die Sitzung vom Dienstag:
„Wir haben in der Fraktion nicht wirklich Argumente ausgetauscht, in der Sache diskutiert.“
Was glatt gelogen ist. Mehrere Abgeordnete argumentierten ausführlich, etwa die sächsische CDU-Frau Veronika Bellmann: Sie sagte, wenn Migranten, die schon in anderen Ländern über EURODAC registriert worden seien oder sogar schon in Deutschland ausgewiesen seien und dann zurückkämen, nicht abgewiesen würden, dann werde „der Rechtsstaat vorgeführt“, und daraus erwachse ein weiterer Vertrauensverlust. Andere argumentierten ähnlich. Merkel versuchte wieder, mit der Phrase von der „europäischen Lösung“ gegenzuhalten. „Es gab aber Null Resonanz“, so ein Teilnehmer der Sitzung.
Argumente gab es also durchaus. Nur: Merkel hatte keine.
[…]
Es ist nicht ohne Witz zu sehen, wie die letzten Getreuen im Argumentationssumpf stecken. Versuchen sie, ein Bein herauszuziehen, sinkt das andere um so tiefer ein. Und je stärker sie zappeln, desto tiefer sinken sie insgesamt.
Heute sagte Merkel noch einmal vor den Mikrofonen, es dürfe „keine unabgestimmten nationalen Alleingänge“ geben. Sie, für die seit 2015, ja seit der Energiewende 2011 der unabgestimmte nationale Alleingang das politische Mittel schlechthin ist. Und auch das autokratische Fuhrwerken am Parlament vorbei.
Jetzt, im Juni 2018, so Comical Annegret, sei die „Chance vor der Tür“, endlich die „europäische Lösung“ für das Problem zu finden, das Merkel im September 2015 eigenhändig angerichtet hatte. Merkel heute vor den CDU-Abgeordneten, von denen sich viele schon wieder beschwatzen ließen: „Geben Sie mir zwei Wochen.“
Wann auch immer es so weit ist: ihr Ende wird völlig würdelos sein.





Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Die neue General-Nebelkerzenwerferin –Sekretärin der CDU, Annegret Krampf-Karrenbauer, beehrte mich jüngst mit einem „persönlichen“ Schreiben „an die Damen und Herren Mitglieder“. Was sie schreibt, hätte ich gar nicht erst lesen sollen, dann hätte ich mir den Tag nicht vermiesen lassen.

Die Dame geniert sich nicht einmal, den toten Helmut Kohl aus der Zitierkiste zu holen, um ihren fehlenden Argumenten Nachdruck zu verleihen. Was soll der Satz: „…Heute, wenige Tage vor dem ersten Todestag von Helmut Kohl, stehen wir wieder vor einer solchen Herausforderung – die Sicherheit Deutschlands zu gewähren durch eine stabile Situation im Inneren und in Europa“?

Was hat denn der Todestag von Helmut Kohl mit der (in-)“stabilen Situation im Inneren und in Europa“ zu tun? An der ist Helmut Kohl gewiß nicht schuld, sondern eine Frau,

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