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Terror in Halle oder: Eine merkwürdige Einzeltat

Mit gewohnter Akribie hat Alexandra Bader (Wien) Details zum Komplex Halle zusammengetragen. Dabei stösst sie auf irritierende Parallelen zu ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit.

Der auf Ceiberweiber veröffentlichte Text stammt

von Alexandra Bader

Alles scheint klar: ein Neonazi, ein Rechtsextremer, ein junger Mann, der sich als einsamer Wolf im Internet radikalisierte, erschießt in Halle zwei Menschen und scheitert beim Versuch, in eine Synagoge einzudringen. Doch wir wissen, dass geradeim Bereich Rechtsextremismus, Stichwort NSU-Komplex, mitgemischt und vertuscht wird. Inzwischen wurde bekannt, dass Stephan B. sich mitnichten auf Neonazi-Kreise bezieht, sondern von arabischen Webseiten spricht. Jemand haben dem Hartz IV-Bezieher 750 Euro (in Bitcoin) überwiesen; eine großzügige Spende, die manche Youtuber gerne einmal von einer einzigen Person bekommen würden. Es klingelt, wenn von „Spende“ die Rede ist, denn so wurde ein Konnex zwischen dem Christchurch-Attentäter und den Identitären in Österreich hergestellt, alerdings mit ebenfalls auffälligen 1000 Euro. Dies trug wegen Verbindungen der FPÖ zu den Identitären nicht unerheblich auch vor Ibizagate zu Irritationen in der Regierung bei. Uns wird wie bei Brenton Tarrant und Anders Breivik ein „Manifest“ angeboten, jedoch via Rita Katz vom Site Institut. Mit derlei Dokumenten kann man alles bestätigen, was man im Sinne eines notwendigen Narrativs bestätigt haben will. 

Bei Site landen auch Terrorvideos, noch ehe Gruppen diese selbst über ihre Kanäle verbreiten; besonders „bleibt“ sind solche mit Gruselfaktor z.B. von Enthauptungen. In Deutschland und Österreich fiel vor Jahren die  „Globale Islamische Medienfront“ GIMF auf, die eine von rund 30 % Sting Operations in diesem Bereich sein könnte, auch weil sie mit Site (und IntelCenter) verbunden scheint. D.h. dass Aktionen in Wahrheit auf Anstiftung von V-Leuten durchgeführt werden, die eine Szene infiltrierten. Bei einem Prozess 2011 in München wurde einiges enthüllt, weil Irfan Peci von GIMF als V-Mann des Verfassungsschutzes enttarnt wurde, wie es hier unter Bezug auf den Bayrischen Rundfunk heißt: „Es geht um die Internetplattform ‚Globale Islamische Medienfront‘ (GIMF), auf der mehrere vor dem Oberlandesgericht München Angeklagte Drohvideos und Dschihad-Botschaften eingestellt hatten. Weite Teile davon seien vom Federal Bureau of Investigation (FBI) – also der bundes-polizeilichen Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums – gesteuert worden, behauptet der Verteidiger. Er zitierte dabei aus neuen Dokumenten des US-Justizministeriums, die sich mit dem Internet-Netzwerk befassen. 

@Rita_Katz

BREAKING: 35-mins of head-mounted camera footage of shooting was posted on video game site, showing first-person footage of his ammo and the shooting similar to that of NZ attack. Shooter says in English prior to shooting: The “root of all problems are the Jews.”

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932 Nutzer sprechen darüber

Rita Katz auf Twitter zu Halle

 

Darin sei ein Benutzer mit dem Tarnnamen Said Ibn Abdullah al-Hanafi besonders aktiv gewesen.Er habe den deutschen Glaubensbrüdern Tipps zur Verschleierung ihrer Aktivtitäten gegeben und sie mit neuester Software versorgt. Nach Einschätzung des Anwalts handelt es sich – das gehe aus seiner Auswertung der US-Dokumente hervor – in Wahrheit um einen gewissen Joshua Devon. Dieser betreibe in den USA gemeinsam mit einer Frau namens Rita Katz die Site Intelligence Group: ein Institut, das in den USA zahlreiche Behörden vom FBI bis zur CIA mit Spezialwissen über islamistischen Terror versorgt habe. Rita Katz, so der Anwalt, sei eine Ex-Soldatin der israelischen Armee und vermutlich Mitarbeiterin des Mossad. Sie organisiere zahlreiche extrem zionistische Internet-Auftritte.” Zu Devon alias al-Hanafi siehe auch Bericht des Blogs „Moon of Alabama“; er betreibt die Site Intelligence Group mit seiner Frau Rita Katz, die bei der israelischen Armee war und deren Vater im Irak als israelischer Spion zum Tode verurteilt wurde. Als 2007 der damals noch Möchtegern-Jihadist Mohammed M. in Wien verhaftet wurde, verwendet man GIMF/Site, um der Bundesregierung zu drohen. Damit wurde nur nachgelegt, nachdem M. (dessen Identität „Qualitätsmedien“ da schon bekannnt war) im März 2007 selbst mit einem GIMF-Video indirekt drohte. Es ging um den Abzug von Soldaten aus Afghanistan, obwohl/weil außer ein paar Stabsoffizieren niemand aus Österreich (zum Glück) dort war.

Henryk M. Broder zum „überraschenden“ Antsemitismus

Im November 2007 wurde GIMF konkret und stellte „weitere tote Soldaten“ in Aussicht, wenn die Regierung nicht handelt (und auch M. und dessen Frau freilässt)  Niemand schrieb, dass es bislang mangels großem Kontingent und entsprechenden Einsätzen nicht einmal einen Kratzer in Afghanistan gab, geschweige denn Casualties. Besonders warf sich Wolfgang Fellners „Österreich“ ins Zeug, das heute vom „Nazi-Killer“ spricht. Man engte 2007 die Drohungen ein auf Außenministerin Ursula Plassnik, Verteidigungsminister Norbert Darabos, Innenminister Günther Platter und Justizministerin Maria Berger, die für Jihadisten in spe extra abgebildet wurden. Am Beispiel von M. kann man gut sehen, wie dafür Empfängliche radikalisiert und für den Jihad gewonnen werden; er seilte sich später nach seiner Entlassung ab und fiel nur noch durch Drohungen von fern (etwa gegen Einkaufsstraßen, auch dank „Österreich“ als Plattform) auf und soll inzwischen umgekommen sein. Wurde GIMF als Cover dafür verwendet, der Regierung verdeckt zu drohen, wobei etwas ganz anderes gemeint war? Immerhin gab es zeitweise erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und Polizeischutz, wobei dies dem ohnehin unter Druck gesetzten Verteidigungsminister nichts nutzte.

BREAKING: 35-mins of head-mounted camera footage of shooting was posted on video game site, showing first-person footage of his ammo and the shooting similar to that of NZ attack. Shooter says in English prior to shooting: The “root of all problems are the Jews.”

Wir können Dir nicht alles zeigen!

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Rita Katz

@Rita_Katz

The disturbing video shows attacker first espousing far-right talking points, then driving to synagogue. He grows frustrated when he cannot enter & shoots random woman in street. Appearing to improvise, enters business & kills another before fleeing (others appear to evade him).

114 Nutzer sprechen darüber
Mohammed M. telefonierte laut Ermittlern mit sieben Handys zugleich, verwendete Western Union und hatte Kontakte zum Umfeld von Hizb-ut-Tahrir, einer CIA- und MI 6-affinen Gruppe. Nach seiner Festnahme gab es angeblich eine „zweite Generation“ (a la RAF?) von GIMF, bei der Site erst ins Spiel gekommen sein soll: “Doch die Sprengwirkung entsteht erst durch eine schriftliche Vernehmung, in der das FBI den ‚Betreiber‘ der Identität von tavit201 befragt hat. Es soll sich um Joshua Devon handeln, einen Begründer von SITE. Er sagt dem FBI : ‚Dies ist eine historische Person, die von uns – mit Kenntnis des deutschen BND – Ende 2007 und Anfang 2008 benutzt worden ist. Unter Zuhilfenahme dieser Persönlichkeit chatten wir mit der neuen Führung der Globalen Islamischen Medienfront in der Zeit nach der Festnahme von Mahmoud… Während der Benutzung dieser Persönlichkeit haben wir dem Administrator der GIMF einen Server zur Verfügung gestellt…. Anschließend übermittelten wir alle Informationen, die wir auf diesem Weg erhielten an den deutschen BND.‘ Die Sache wird auch nicht dadurch besser, dass sich das FBI wohl also nur indirekt dem SITE-Institute bedient hat, einer Analysegruppe, die Rechtsanwalt Ahues mit dem israelischen Geheimdienst Mossad in Verbindung bringt.”

Oliver Janich zu Halle

Es spricht einiges dafür, dass im Herbst 2007 drei Minister/innen nur als Staffage/Tarnung (via „Österreich“ und GIMF) mitbedroht wurden, es aber um Darabos ging. Im Sommer 2016 erregte Aufsehen, dass der Journalist Richard Gutjahr sowohl in Nizza als auch in München zur Stelle war, als eine Amokfahrt bzw. ein Amoklauf stattfindet. Er ist mit der israelischen Politikexpertin und Ex-Labour-Politikerin Einat Wilf verheiratet, die einst bei der Unit 8200 des Militärgeheimdienstes Aman diente. Die Unit 8200 bzw. deren Veteranen sind hochaktiv in der Start Up- und Smart Technologies-Szene, sodass auch Ex-Bundeskanzler Christian Kern von ihr begeistert ist. Oben weist Oliver Janich darauf hin, dass in Halle von Andreas Splett gefilmt wurde, der als professioneller Kameramann z.B. bei „Wetten daß…“ im Einsatz war. Splett reiste auch nach Nordkorea oder nach Ramallah und filmte dort, was in beiden Fällen nur mit Genehmigung von Geheimdiensten möglich ist. Spletts Vater Meinolf geriet ins Visier der Nazis und dann der Stasi; der Vater von Stephan B. wird nicht namentlich genannt, obwohl/weil es einen ehemaligen Stasi-Offizier mit passendem Nachnamen gibt. Wir wissen, dass  auch Christchurch-Attentäter Brenton Tarrant weit herumkam, unter anderem nach Nordkorea und Israel, aber natürlich auch nach Europa.

Die AfD zu Halle

Der Verein Uniter um „Hannibal“, der rechtsextreme Tendenzen bei der Bundeswehr unter Kontrolle bringt (oder fördert?) ist in Halle ebenfalls präsent; bekanntlich mag Stephan B. sonst nichts auf die Reihe bekommen haben, leistete aber noch Wehrdienst. Uniter soll sich um Freimaurerlogen bemüht haben; jedenfalls waren deutsche Geheimdienste nicht allzu weit. Andreas Splett dreht einmal eine Doku über Juden in Halle (unterstützt von der grünen Heinrich Böll-Stiftung) konnte B. übrigens in die Augen sehen und meinte, der Täter habe völlig ruhig gewirkt, was im Kontrast dazu steht, dass er kein Mitglied einer Spezialeinheit ist bzw. auch seine selbstgebastelten Waffen immer wieder versagten. Auffällig ist, dass es keinen Polizeischutz für die Synagoge gegeben haben soll, und das an Jom Kippur, dem höchsten Feiertag. Diskussionen und Aktionen bewegen sich zwischen den Polen, Rechtsextremismus als bereits salonfähig zu brandmarken, oder in den Reaktionen unerträgliche Heuchelei zu sehen. Manche machen die AfD mitverantwortlich, andere setzen gleich bei verrohter Sprache und  Hass im Netz an. Nicht immer ist auch Nazi, wer sich einschlägiger Symbolik bedient, da es auch Provokateure gibt. Opfer rechtsextremer Gewalt werden nicht einmal alle bekannt, wie man hier nachlesen kann.

oe24 über Jörg Haider (2018)

Die obige Doku über Jörg Haider kommt ab Minute 2 zur Sache, denn der 2008  ermordete (?) Landeshauptmann legte sich durchaus mit der Israelitischen Kultusgemeinde an. Es mag einem im ersten Moment kalt über den Rücken laufen, wenn er 2001 von „genug Dreck am Stecken“ spricht und Ariel Muzicant meint, der heute Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses ist. Aber geht es nicht auch um von allen geforderte „Unterwerfungsgesten“,  wann immer jemand sich in irgendeiner Weise antisemitisch betätigt? Auch jetzt findet ein Einfordern statt, wie man nicht nur bei Muzicant, sondern auch bei WJC-Präsident Ronald Lauder sehen kann, der ebenfalls Bezug zu Wien hat. Was den Wiener Wahlkampf 2001 betrifft, so setzte die SPÖ erstmals auf Stanley Greenberg (Clinton-Berater) und Tal Silberstein (israelischer Agent mit IDF-Special Forces-Ausbildung, der erstmals 1999 bei Ehud Barak Wahlkampferfahrungen sammelte). Das Wort Mossad auszusprechen ist in Österreich geradezu ein Tabu, was dazu führt, dass jedwede Untersuchung von Operationen und Verbindungen im Keim erstickt wird. Jede/r der dies auf sich nimmt, isoliert sich selbst und ist zudem massiver Vergeltung ausgesetzt,.

Café @WereldPijnCafe

Vandaag is het precies 19 jaar geleden dat de geheime -opslag van Dik met ondeugdelijke Landmijnen op het in Enschede explodeerde = Munitieramphttp://munitieramp.punt.nl

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WereldPijnCafé @WereldPijnCafe

de was een brand in een VuurwerkOpslag, de RAMP kwam van de tweede Allesvernietigende explosie van de geheime -Opslag op het terrein van https://www.groene.nl/artikel/dit-is-een-grote-doofpot-affaire 

Na de vuurwerkramp zijn onschuldigen gestraft. En dat kwam de overheid goed uit

Na de vuurwerkramp van 2000 in Enschede zijn onschuldige mensen veroordeeld, waardoor de overheid buiten schot bleef. Dat blijkt uit een reconstructie op basis van onderzoek van klokkenluider Paul…

groene.nl

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Rechtsextremer (Gladio-) Unfall in Holland 2000?

Das hat jedoch nicht das Geringste mit der Welt zu tun, in der sich Stephan B. und andere virtuell bewegt haben mögen, weil es in konkreter Auseinandersetz kein „die“ gibt, sondern das Handeln von Einzelpersonem, die gut vernetzt und gedeckt sein können. Weil aber einige recherchieren und mit Blogs, Artikel und Vlogs Öffentlichkeit herstellen, sind differenzierte Betrachtungen auch für „einsame Wölfe“ zugänglich, die diese in ihre Weltsicht hineinklemmen mögen, was man nicht verhindern kann. Man beachte, dass die Jüdische Gemeinde Halle sich gegen Instrumentalisierung ausspricht, oder wie Anetta Kahane einst bei der Stasi gegen „reaktionäre“ und „spießige“ westdeutsche Juden agitierte. Viele Juden sehen sich nicht nur wegen Muslimen, sondern auch wegen aus ihrer Perspektive unverständigen Mitbürger/innen ständig unter Druck. Rechts oder links sind tatsächlich keine Kategorien mehr, an denen man die Einstellung zu Juden (und zu Israel) festmachen kann. Außerdem sind auch viele Juden mit Zentralrat bzw. in Österreich Kultusgemeinde unzufrieden; dort aber sitzt die Deutungshoheit. In Österreich wird dies auch deutlich via DÖW und Bevorzugung bestimmter Experten/innen und Gesprächspartner/innen. Wenn auch der Verfassungsschutz mehr für den Schutz jüdischer Einrichtungen (und Menschen) tun soll, ist das zu begrüßen, wird aber paradox, wenn zugleich Tabu sein muss, österreichische Einrichtungen (und Menschen) vor dem Mossad zu schützen.

PS: Im Jahr 2000 ist im niederländischen Enschede eine Fabrik explodiert, in der Feuerwerkskörper hergestellt wurden; es gab zahlreiche Tote. In Foren und auf Blogs wird aber diskutiert, ob es nicht in Wahrheit ein Gladio-Munitionsdepot war.  Das weist darauf hin, dass in Europa zahlreiche Anschläge unter falscher Flagge begangen wurden, die destabilisieren und die Politik in die „richtige“ Richtung lenken sollten. Die errichteten Parallelstrukturen dockten in „neutralen“ Ländern wie Schweden oder Österreich, wo die CIA und nicht das Allied Clandestine Committee bei der NATO Gladio steuerten, bei den Sozialdemokraten bzw. den Gewerkschaftern an (in Schweden waren auch Altnazis von Sveaborg mit von der Partie).  Halle war wohl keine „false flag“, was aber nichts daran ändert, dass man alles sofort vereinnahmen kann (siehe Katz/SIte) und dass wir nicht wissen, wer Stephan B. warum unterstützte.

Hexenjagd ist Bunt. Söder spielt Spiel der Terroristen.

Unmittelbar nach der Bluttat zu Halle steht der Kampf gegen Rechts nicht nur im Zentrum der leitmedialen Berichterstattung sondern auch im Fokus tonangebender Politiker aus den Reihen der regierenden Parteien.  In puncto Sprachverrohung fühlen sich viele aus dem Ressort berufen, immer noch eine Schippe drauflegen zu müssen oder wie Sigmar Gabriel (SPD) seine politischen Konkurrenten (durch Worte wie  „Brut„) mit Ungeheuern zu assoziieren. Kollege Armin Laschet (CDU) fordert gegen die AfD „Vertreibung“ und „Kampf bis aufs Messer“. Hexenjagd ist Bunt. Söder spielt Spiel der Terroristen. weiterlesen

Maoistische Methoden am Erdinger Korbinian-Aigner-Gymnasium

Am Erdinger Korbinian-Aigner-Gymnasium scheinen überaus ehrgeizige Lehrer das Zepter zu führen. Das 2004 gegründete und nach dem Pfarrer und Pomologen Korbinian Aigner (1885-1966) benannte Gymnasium heimste unter Leitung von Hans-Joachim Fuhrig reihenweise Auszeichnungen ein. Es ist eine Schule für Demokratie, Schule ohne Rassismus, UNO-Modell-Schule und vieles mehr.

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Kohle für Großen Austausch: was Klimaschutz mit Massenmigration zu tun hat

Die unwiderstehlich edle Humanitärmigration kostet Billionen (Tausende Milliarden, Millionen Millionen), die kein normaler Staat bezahlen kann kann. Was liegt da näher, als einen unwiderstehlich edlen Vorwand für die Schröpfung der Bürger zu finden und sich hinter einer manichäisch-exaltierten Kinderschar zu verstecken, die dies fordert? Kohle für Großen Austausch: was Klimaschutz mit Massenmigration zu tun hat weiterlesen

Legendäres Beatles-Album „Abbey Road“ stürmt die britischen Charts

Am 26. September 1969 veröffentlichten die Beatles ihr letztes Studio-Album „Abbey Road“. Zum 50. Jahrestag erschien nun eine Re-Edition dieser Kult-Scheibe zusammen mit einer zweiten CD, auf der sich bisher unveröffentlichtes Material befindet.

Erst letzthin hatte ich mich gewundert, als sich im Kinderkanal des Bunten Rotfunks (BR) eine Göre das Beatles-Stück „Penny Lane“ wünschte. Eigentlich könnte man meinen, für Kinder sei das Schnee von gestern. Und nun die Nachricht, daß die Neu-Auflage des berühmten Albums mit dem Zebrastreifen im Oktober 2019 die britischen Charts stürmt. Eine Schlagzeile, die wie aus der Zeit gefallen scheint und doch so stimmig ist wie nur was.

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Abbey Road Twitter Paul McCartney

Die Musik der Beatles ist definitiv unkaputtbar. Kompositionen mit Substanz, was sich nicht zuletzt in unzähligen hinreißenden Cover-Versionen widerspiegelt. In Jazz-, Klassik- oder Rock-Versionen. Yesterday, Let it be, Hey Jude oder Joe Cockers Version von „With a little help from my friends“ sind einfach nur zum Niederknien.

Die Beatles waren für viele junge Leute ein Schlüsselerlebnis. Die Zahl der Musiker, die erst durch die Beatles zur Glampfe oder zum Schlagzeug fanden, um dann später selbst erfolgreiche Rockstars zu werden, geht in die Hunderte.

Zwischen 1962 und 1970 veröffentlichten die Beatles 12 Alben. Eines besser als das andere. Aber schon 1969 zeichnete sich das Ende ab. Am 12. März 1969 heiratete Paul McCartney Linda Eastman, am 20. März John Lennon Yoko Ono. Geschäftliche und private Differenzen belasteten die Beziehungen der Fab Four.

Um so überraschender war es, daß sich das Quartett am 26. April 1969 dann doch nochmal zusammenfand, um ein neues Album, das zuerst (Mount) Everest heißen sollte, bis man sich auf „Abbey Road“ einigte. Am 19. August nahmen die Beatles George Harrisons „Here comes the sun“ als letztes Stück der LP auf, am 20. August fanden sie sich abschließend nochmal im Studio zusammen, nachdem Ian McMillan am 8. August 1969 das tausende Male kopierte Cover-Foto auf dem Zebrastreifen der Abbey Road im Kasten hatte.

50 Jahre «Abbey Road» von den Beatles
HANDOUT – 24.02.2010, —: CD-Cover aus dem Box-Set „Abbey Road“ von den Beatles. Vor 50 Jahre wurde das Album Abbey Road von den Beatles veröffentlicht. Das Album wurde nach der gleichnamigen Straße im Londoner Stadtteil St. John·s Wood benannt. (Aufnahmedatum und -ort unbekannt – zu dpa «Der letzte Geniestreich: 50 Jahre «Abbey Road» von den Beatles») Foto: Apple Corps Ltd/dpa – ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Beatles und The Analogues. Das Foto darf nicht verändert und nur im vollen Ausschnitt verwendet werden. Keine Archivierung. Nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Zwischen dem 6. Mai und 1. Juli 1969 stellten die Beatles ihre Arbeiten für das neue Album vorübergehend ein. Wegen eines Verkehrsunfalls im Juni 1969 in Schottland kehrte John Lennon erst am 21. Juli 1969 wieder mit vollem Einsatz in die Abbey Road Studios zurück. Aber dann gleich mit dem Hammer-Stück „Come Together“, das wie „Help“ wieder ein typischer Knüller von Lennon war.

Summa summarum spannende und stürmische Zeiten im „Summer of 69“ zwischen Mondlandung, Woodstock (15.-18.8.1969) und Vietnam-Krieg.

Auf der Bonus-CD befindet sich u.a. eine Instrumental-Version der Komposition „Because“, die in ihrer „nackten“ Form den Charme von Beethovens „Mondschein-Sonate“ evoziert.

Interessanterweise gab es sogar vorübergehend den Plan, zu Weihnachten 1969 ein weiteres Album zu produzieren:

„Am 8. September 1969 trafen sich Lennon, McCartney und Harrison (Ringo Starr war an diesem Tag zu einer Untersuchung im Krankenhaus) zu einer Besprechung in der Savile Row. Um Starr später über die Ergebnisse informieren zu können, wurde das Treffen auf Tonband aufgezeichnet. Themen waren unter anderen eine mögliche neue Single vor Weihnachten sowie das Nachfolgealbum von Abbey Road. Lennon schlug vor, dass er, McCartney und Harrison jeweils vier Lieder und Starr zwei Lieder beanspruchen dürften, er wünschte zudem, die Autorenschaft Lennon/McCartney solle beendet werden.[10] Die Aufzeichnung des Treffens wurde 50 Jahre später veröffentlicht und widerlegte die bis dahin verbreitete Annahme, den Beatles sei bereits während den Aufnahmen bewusst gewesen, dass Abbey Road ihr letztes Album sein würde“ (Wikipedia)

Am 8. Mai 1970 erschien mit „Let it be“ das letze Album der Beatles, das allerdings schon vor „Abbey Road“ aufgenommen wurde. Letzte offizielle Single der Beatles war passenderweise eine Aufnahme mit dem Titel „The long and winding road“.

Am 10. April 1970 gab Paul McCartney die Auflösung der Beatles bekannt. John Lennon, Paul McCartny, George Harrison und Ringo Starr setzten ihre Karriere als Solo-Künstler fort.

John Lennon wurde am 8. Dezember 1980 von einem Attentäter in New York erschossen, George Harrison starb am 29. November 2001 an Lungenkrebs.

Die Beatles sind Geschichte, ihre Musik nicht.

Anhang

John Lennons „Imagine“ wird regelmäßig als Hymne der Bunten Republik eingesetzt.  So etwa bei antivölkischen Festakten von Merkel oder bei Gegendemos. Die Botschaft ist die der zur EU-Hymne erhobenen „Ode an die Freude“, nur dass an die Stelle des Alkohols das LSD getreten ist, unter dessen Einwirkungen alls Grenzen und Strukturen schwinden und das Oneworld-Paradies anbricht. Die Welle der Rockmusik, die im Hintergrund dudelt und auf ihren Rhythmus mit „Beat“ aufmerksam macht, wird vielfach als Zeichen des Niedergangs der Musikkultur und sogar „Niedergang des amerikanischen Geistes“ („Closing of the American Mind“) interpretiert, so auch vom Autor des gleichnamigen Bestsellers von 1988, Allan Bloom.

Musikwissenschaftliche Studien zeigen, dass die Kompositionen in den Jahren nach den Beatles immer armseliger wurden, was sowohl mit einem musikalisch immer unbedarfteren Publikum – siehe Punk oder Rap – zusammenhängt als auch mit den Regeln des prekären Gewerbes, das von Aufmerksamkeit in Hintergrunddudelei aus dem Radio lebt. In manchen dieser Studien ist zu erfahren, dass die Musik der Beatles vergleichsweise vielseitig und anspruchsvoll war. Auch deshalb sind sie zu Klassikern ihres ansonsten schnellebigen unklassischen Genres geworden.

Der Bayer verzeiht vieles – aber den Wendehorst nicht

Groß war der bei allen Konservativen (und besonders bei uns), als Horst Seehofer, damals noch bayerischer Ministerpräsident, Kraft seines Amtes als bajuwarischer Löwe nach der Bundestagswahl auf Konfrontationskurs zur Gottkanzlerin und ihrer linksliberalen Entourage ging. Eine konservative Revolte schien greifbar, ein CSU-Kanzler rückte in Reichweite realer Optionen.

Markus Kink schreibt weiter:


Und heute?

Wir wissen natürlich, wie diese Geschichte weiterging.

Der bayrische Prachtlöwe hat gebrüllt – aber natürlich wollte er nur spielen – um eine halbe Stunde später mit eingezogenem Schwanz und demütig gesenktem Haupt seiner Herrin um die Beine zu streichen.
Nein, dieser bayrische Löwe war da schon wahrlich kein Prachtexemplar mehr – alt, zahnlos und gebrochen wurde er von seiner Dompteurin Merkel durch die Manege gejagt. Eine Peitsche benötigt sie dafür wahrlich nicht, meist reicht ein strenger Blick und „Horschti“, wie er in Berlin mitleidig genannt wird, kuscht in die Ecke.

Und jetzt? Hätte er nicht als Innenminister alle Optionen, seinem Land und dem Volk dem er per Eid verpflichtet ist, noch einen letzten Dienst zu erweisen? Sich gegen den Mainstream, die Kanzlerin zu stellen und sie mit Taten zu brüskieren – die Grenzen schließen, die Illegalen abschieben und Deutschland in einen Rechtsstaat zurück zu verwandeln, der diesen Namen verdient. Es wäre das politische Ende einer schwachen Kanzlerin und sein Eintrag in die Geschichtsbücher Europas, seine Chance als Gerechter in die Annalen einzugehen.

Aber natürlich wird „Horschti“ nichts dergleichen tun – wachsweich in den Händen der großen Vorsitzenden versucht er die Grünen links zu überholen und sich den NGOs als Bückling darzubieten.

Merkels Pagen und Leckagen
(c) Uwe Ostertag

Aber eines, lieber Horst, solltest du nie vergessen, wenn dir Wohl und Wehe deiner CSU noch etwas bedeuten:

Der Bayer verzeiht vieles – aber kein Bündnis mit den grünen Zersetzern.


Markus Kink

Anhang

Seehofers Wendigkeit irritiert die eigenen Leute. Er redet neuerdings wie Linksgrüne davon, dass „Seenotrettung“ Vorrang vor allem anderen habe. Einerseits warnt er vor einem neuen 2015 und andererseits tut er so, als könnte man das lawinenartige Anschwellen der Völkerwanderung durch ihre „zeitweilige“ europäische Zementierung verhindern. Zugleich erklärt er, schon der kurzfristig zu erwartende Seenötiger-Ansturm sei von Italien alleine nicht bewältigbar und auch eine westeuropäische Koalition der Willigen reiche zur Aufnahme der Schiffbruchwilligen nicht aus. Man sollte folgerichtig erwarten, dass erst einmal die vielerorts (auch z.B. von Joachim Herrmann und Sebastian Kurz) geforderte Rückverschiffung nach Afrika umgesetzt wird. Der Königsweg hierfür wäre der Widerruf des Nichtzurückweisungsprinzips. Wenn sich hierfür kein Wille findet, wäre hilfsweise eine weitere Bekämpfung der Humanitärschlepperei (z.B. ihr Verbot in einer Zuständigkeitszone der libyischen Küstenwache) denkbar. All dies müsste jedweder Durchlöcherung der bestehenden Europäischen Regeln (Dublin) zuvorkommen. Während frühere Schwenker von Seehofer mit leitmedialer Macht und politischer Großwetterlage erklärt werden konnten, geht seine plötzliche Positionierung am linken Rand der CDU/CSU darüber hinaus, so dass Spekulationen über mögliche Demenz oder Erpressbarkeit Seehofers ins Kraut schießen.

Panik ist ein schlechter Ratgeber: Schlittern wir per FFF in eine Öko-Diktatur?

Die GRÜNEN sind im Aufwind.  Nicht nur in Umfragen und Wahlen. Sondern auch in immer radikaleren Forderungen: Verbot von Öl-Heizungen sofort, Abwicklung der deutschen Automobil-Industrie, Verbot des Verbrennungsmotors.

Die unverkennbar linksradikal unterwanderte „Fridays for future“-Bewegung mag von guten Intentionen inspiriert sein, basiert aber auf Halbwahrheiten, Desinformation und zunehmenden Fanatismus.

An Fanatismus grenzt auch die kategorische Festlegung der GRÜNEN auf die sogenannten erneuerbaren Energien. Abgesehen von der Auswirkungen auf das Artensterben durch die Windkraft kommen weder die Probleme der Entsorgung ausgedienter Windkraftanlagen noch die Millionen von Batterien für E-Autos zur Sprache.

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Windkraft und Schäden an Flora, Fauna und Gesundheit

In „Charismatismus“ nehmen die Autoren Felizitas Küble und Prof. Dr. Hubert Gindert aus christlicher Perspektive dazu Stellung:

Ein Protest geht um die ganze Welt“, titelte die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ, 21.9.2019).

„Vor einem Jahr begann die Schwedin Greta Thunberg ihren Schulstreik für das Klima. Inzwischen schließen sich ihr Millionen, nicht nur junge Menschen auf allen Erdteilen an. Die Fridays for Future-Demos waren vielerorts die größten seit Jahren“.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS

Tatsächlich gehen die Menschen weltweit auf die Straße. Dem Netzwerk, das hinter der Massenmobilisierung steht, gelang es in mehr als 100 Ländern, vor dem Klima-Gipfel in New York „Streik-Aktionen“ durchzuführen, und das nicht nur in großen Metropolen wie Berlin mit 270.000 Teilnehmern, sondern auch in kleinen Städten wie Landsberg mit rund 2.500 Demonstranten.

Selbst an der „Basis“ werden politisch-radikale Forderungen gestellt: „Wir müssen handeln, Systeme wandeln“ riefen hunderte von Menschen im Chor. Weitere Parolen waren „Kapitalismus tötet“. Im Frage-Antwort-Chor, der per Megaphon gesteuert wird, wurde in Landsberg wie weltweit „Klimagerechtigkeit“ gefordert.

Aufgeheizte Demonstranten äußerten: „Wenn sich was bewegen soll, muss die Politik mit Verboten nachhelfen“, denn es sei „blauäugig“, sich auf die „Mündigkeit“ der Menschen zu verlassen. Wir müssen neue Wege des „glücklichen Lebens“ finden (Landsberger Tagblatt, 21.9.2019).

Bekommen wir neben Links- und Rechtsradikalität zusätzlich dem Öko-Radikalismus hinzu? Es scheint so.

Revolutionäre haben schon immer mit Angst und Panik operiert. So heißt es im Bericht über die Landsberger Demo: „Viele Menschen drücken ihre Angst vor der Zukunft aus“.

Wer Bilder großstädtischer Demos betrachtet, findet auf Transparenten, Schildern und Plakaten diese Angstparolen. Manche sind von Berlin bis Rio wortgleich. Es kommt aber auch Wut hinzu, wie beim Auftritt von Greta Thunberg auf dem Klimagipfel in New York.

Dazu bemerkte Bundesminister Gerd Müller zurecht: „Nur Wutreden halten, wie Greta Thunberg vor den Vereinten Nationen, wird uns nicht weiterhelfen“ (AZ, 25.9.19).

Der CDU-Parlamentarier Roderich Kiesewetter sagt: „Wer da rational argumentieren will, ist von vornherein diskreditiert. Das ist die neue Qualität mangelnden Willens zur Sachlichkeit“ (AZ, 25.9.2019).

Selbst der Politikwissenschaftler Alexander Straßner von der Uni Regensburg, der ein gewisses Verständnis für die Ungeduld von Demonstranten aufbringt, warnt vor einer Radikalisierung der Gruppierung: „Es ist ein gefährlicher Punkt erreicht… Es gibt Massenproteste, die Maßnahmen der Bundesrepublik werden als nicht ausreichend angesehen, da ist der Schritt zur Gewalt nur noch ein kleiner“.

Die Fokussierung der Aktivisten auf die Wissenschaft sei ehrenwert, führe aber zur Errichtung einer Technokratie: „Wieso braucht es überhaupt noch zivile Eliten, wenn die Wissenschaft alles weiß?… In einer Demokratie geht es um Mehrheiten, die erlangt werden müssen“.

Prof. Wolfgang Kraushaar gilt als „Kenner deutscher Protestbewegung“. Er sagt: „Diese Klimaschutzbewegung ist unter den Vorzeichen eines Generationenprojekts angetreten. Die junge Generation ist gegen die ältere, die ihrer Eltern und Großeltern, angetreten und wirft ihnen vor, ihre Zukunft zu verspielen… Um ihren Forderungen Genüge zu tun, wäre es wohl am einfachsten, wenn es eine Ökodiktatur gäbe“.

Die politisch Verantwortlichen, insbesondere Kultusbehörden und Schulleitungen kapitulieren vor der „Indoktrination von Kindern und Jugendlichen“ und geben sich wie „panisch Getriebene“.

Auf stürmischer See braucht man mutige Kapitäne, die das Steuer mit fester Hand und Mut halten. Wir haben aber eher den Eindruck, dass politisch Verantwortliche durch die Hysterie der Massendemos in die Knie gehen.

Im Grunde bestünde kein Grund dazu, weil es den weitgehenden Konsens gibt, „dass es sehr wohl überfällig (ist), Verschwendung natürlicher Ressourcen zu stoppen und den Raubbau in der Natur zu bremsen und Alternativen zu fossilen Treibstoffen zu entwickeln“ (Dieter Stein in der Jungen Freiheit vom 27.9.2019).

Tatsächlich sind wir mit „Systemveränderern“ konfrontiert, welche die demokratische Ordnung und unser Rechtssystem „reformieren“ und eine neue Ideologie installieren wollen: Das irdische Paradies per Umweltschutz.

Eine neue, weitgehend gottlos gewordene Welt hat das Vertrauen in den Schöpfer verloren, der diese Welt geschaffen und den Menschen die Fähigkeit gegeben hat, Krisen durchzustehen und zu bewältigen.

 

Andere Stimmen:

Klimarettung

Niklas Kaul – jüngster Weltmeister im Zehnkampf aller Zeiten

Sorry für die reisserische Schlagzeile, die ich mit Absicht übernommen hatte, um daran zu erinnern, daß es erst seit 1983 Weltmeisterschaften in der Leichtathletik gibt.

Ähnlich wie bei den angeblichen Allzeit-Temperatur-Rekorden im hitzigen Klima-Delirium gab es auch im Sport schon frühere oder noch bessere Highlights.

Mit 21 Jahren jüngster Weltmeister im Zehnkampf zu werden wie Niklas Kaul nötigt Respekt ab. Der Ehrlichkeit halber aber sollte angemerkt werden, daß Bob Mathias (USA) bei den Olympischen Spielen 1948 in London mit erst 17 Jahren (!) blutjung König der Athleten wurde. Und Olympische Spiele sind nichts anderes als Weltmeisterschaften in diversen Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen, Ringen, Gewichtheben, Reiten, Handball u.v.a. mehr.

Wissenslücken unter Journalisten sind heute eben kein Hindernis mehr der Welt deren Halbwissen angedeihen zu lassen.

Olympische Spiele aber gab es seit 776 v. Chr.  schon im antiken Griechenland, bevor sie 394 n. Chr. vom römischen Kaiser Theodosius als heidnische Zeremonie verboten wurden.

Bereits bei den Olympischen Spielen der Antike gab es Sieger im Mehrkampf (Pentathlon), dem Vorläufer des Zehnkampfs.

Mit der Renaissance der Olympischen Spiele der Neuzeit seit 1896 wurden auch wieder Mehrkämpfe angeboten, und zwar sowohl Fünfkampf (Weitsprung, Speerwurf, 200m, Diskuswurf, 1500m Lauf) und Zehnkampf. 1904 stand erstmals ein Zehnkampf im Programm, allerdings noch nicht in der heute praktizierten Variante.

Der in der heutigen Form durchgeführte Zehnkampf (100m/Weitsprung/Kugelstoßen/Hochsprung/400m und am zweiten Tag 110m Hürden, Diskuswurf, Stabhochsprung, Speerwurf, 1500m Lauf) erlebte seine Premiere 1911 in Schweden und Deutschland wo der Münchner Karl von Halt mit 19 Jahren bereits zur Weltspitze gehörte.

Erster Olympiasieger 1912 in Stockholm wurde der überragende Indianer Jim Thorpe (USA).

Bei den Olympischen Spielen 1948 in London errang der erst 17 jährige Bob Mathias (1930-2006) seine erste Goldmedaille im Zehnkampf. Vier Jahre später bei seiner zweiten Goldemedaille 1952 in Helsinki war Bob Mathias dann so alt wie Niklas Kaul jetzt.

Zum kurzen Gedächtnis der Medien gehört auch, daß Martin Lauer (Köln) bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne mit erst 19 Jahren großartiger Fünfter wurde. Ein Erfolg, der höher einzuschätzen ist, als Kauls vierter Platz mit 20 Jahren bei den Europameisterschaften 2018 in Berlin. Dies soll mitnichten Kauls grandiose Leistung schmälern, aber die unechten Superlative in den Medien relativieren.

Niklas Kaul (*11. Februar 1998 in Mainz) wurde das Talent quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater Michael Kaul war deutscher Meister im 400m Hürdenlauf, seine Mutter Stefanie österreichische Meisterin im 400m Hürdenlauf.

Eigentlicher Favorit bei den Weltmeisterschaften 2019 in Katar war der Weltrekordhalter Kevin Mayer (Frankreich). Wie der Name schon vermuten lässt, stammt Mayer aus dem einst deutschsprachigen Lothringen. Das alte deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen gehörte bis 1918 zum Deutschen Reich. Das Elsaß wurde 1681 von Frankreich annektiert, Lothringen wurde 1766 französisch, ehe es durch Bismarck im deutsch-französischen Krieg 1870 wieder deutsch wurde, ebenso wie von 1940-1944.

Nach sechs Disziplinen lag der Favorit Kevin Mayer mit 6310 Punkten vorne, Niklas Kaul mit 5912 Punkten auf Rang neun noch 400 Punkte zurück. Im Stabhochsprung zerplatzen alle Träume des Weltrekordhalters Kevin Mayer (9126). Niklas Kaul dagegen begann seine spektakuläre Aufholjagd und arbeitete sich über Platz sechs und drei immer mehr nach vorne. Die Stärken des Meisters des Crescendos lagen bekanntermaßen in den beiden abschließenden Disziplinen des Zehnkampfs.

In der vorletzten Diszplin Speerwurf erreichte Niklas Kaul mit 79,05 Metern eine noch bessere Leistung als der Österreicher Georg Werthner (Linz), der in den 1980er Jahren ähnlich wie Kaul seine Trümpfe in den abschließenden Disziplinen Speerwurf und 1500m Lauf ausspielte. Vorm abschließenden 1500m Lauf mußte Niklas Kaul seinen noch vor ihm liegenden Rivalen Maicel Uibo (Estland) und Damian Warner (Kanada) noch einige Sekunden abnehmen – ein Krimi wie mit dem Olympiasieger Willi Holdorf 1964 in Tokyo –  was er dann auch bravourös tat. Der Este wehrte sich bis 1000 Meter tapfer, der Kanadier wusste bereits im Vorfeld, daß er gegen den im 1500m Lauf enorm starken Niklas Kaul keine Chance mehr hatte. In hochklassigen 4:15,70 Minuten deklassierte Niklas Kaul geradezu die restliche Konkurrenz. Schnellere Zeiten über diese Distanz im Zehnkampf erzielten nur noch Georg Werthner und der Münchner Polizist Herbert Peter in den 1980er Jahren.

Das Endergebnis im Zehnkampf der Weltmeisterschaften 2019 in Doha (Katar):

  1. Niklas Kaul (Deutschland)  8691 Punkte
  2. Maicel Uibo (Estland)            8604 Punkte
  3. Damian Warner (Kanada)  8529 Punkte

Platz 10. Tim Nowak (Deutschland) 8122 Punkte

Platz 17. Kai Kazmirek (Deutschland) 7414 Punkte

Kai Kazmirek strauchelte im 110m Hürdenlauf, daher beruhen seine 7414 Punkte auf nur 9 Disziplinen. Ansonsten hätte man den Polizeikommissar vermutlich auf Platz sechs verorten dürfen.

Die Einzelleistungen von Niklas Kaul:

100m 11,27

Weitsprung 7,19m

Kugelstoßen 15,10m

Hochsprung 2,02m

400m 48,48 sec

110m Hürden 14,64

Diskuswurf 49,20m

Stabhochsprung 5,00m

Speerwurf 79,05m

1500m Lauf  4:15,70

Niklas Kaul bezeichnete sich selbst als „konstantester Zehnkämpfer“ im Feld, wohlwissend, daß er gegen Kevin Mayer möglicherweise nicht hätte bestehen können, wäre Mayer das Mißgeschick im Stabhochsprung nicht passiert.

Nicht in Doha dabei war Arthur Abele, der bei den Europameisterschaften 2018 mit 8431 Punkten siegte.

Niklas Kaul war am späten Abend des 5. Oktober 2019 Gast des ZDF-Sportstudios. Das ZDF genießt bereits einen zweifelhaften Ruf durch Moderatoren wie Claus Kleber, die sich vor einem Millionenpublikum als Oberlehrer, wie zuletzt vor dem designierten österreichischen Kanzler Sebastian Kurz aufzuspielen versuchen.

Ähnlich penetrant agierte die Moderation von Kathrin Müller-Hohenstein, die es nicht unterlassen konnte, Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Gespräch zu bringen wie weiland das DDR-Fernsehen Erich Honecker und Erich Mielke als Gönner des Sports zelebrierte.

Kathrin Müller-Hohensteins hakte bei Kaul penetrant nach, ob denn die Bundeskanzlerin Angela Merkel zum großen Erfolg schon gratuliert hätte. Kauls Antwort war nein, denn er habe Angela Merkel nicht seine e-mail oder Handynummer gegeben, aber per Brief könnte sei ein Glückwunschschreiben nicht ausgeschlossen.

Angela Merkel zeigt sich gerne mit Siegern und Fußballern, solange sie Erfolg haben. Im Falle von Anschlägen wie am Berliner Breitscheidplatz wird Merkel oft erst nach massiven öffentlichen Druck vorstellig.

Bleibt die Frage, ob es tatsächlich erstrebenswert ist, von einer Bundeskanzlerin, die für 55 tote Soldaten in Afghanistan und für unzählige Tote und eine unkontrollierte illegale Zuwanderungverantwortlich ist, Glückwünsche anzunehmen.

Talente sind zum Fördern da – das Motiv mit Zehnkämpfer Niklas Kaul ist Teil der aktuellen Markenkampagne der Deutschen Sporthilfe. Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.de/nr/51413 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Stiftung Deutsche Sporthilfe/Foto-Credit: picture alliance“ Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.de/nr/51413 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Stiftung Deutsche Sporthilfe/Foto-Credit: picture alliance“

Anhang:

Ergänzend ein Text der Deutschen Sporthilfe:

„Vierter bei der EM 2018 in Berlin, U23-Europameister 2019 in Schweden und die Olympia-Quali für Tokio 2020 bereits in der Tasche: Zehnkämpfer Niklas Kaul, Juniorsportlers des Jahres 2017, verfolgt einen klaren Karriereplan – behält seine Duale Karriere dabei aber weiter fest im Blick.

Montags-Blues an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz: Draußen pfeift der Wind um die Leichtathletikhalle, drinnen quält sich Niklas Kaul gerade über die überdimensionale Gymnastikmatte, die seine Mutter und Trainerin ausgerollt hat. Stabilisationsübungen stehen auf dem Trainingsplan, nicht gerade die Lieblingsdisziplin des 21-jährigen Top-Talents. Schon mit den Stabhochsprüngen davor war er heute nicht zufrieden. Und überhaupt: „Es ist 10:30 Uhr an einem Montag und ich bin schon seit vier Stunden auf den Beinen. Irgendetwas mache ich falsch“, schimpft Kaul. Halb im Spaß, halb im Ernst.

Tatsächlich sieht ein typisches Studentenleben anders aus. Doch der Lehramtsstudent für Physik und Sport ist eben kein typischer Vertreter seiner Art. In seiner Freizeit mache er „ganz gern mal Zehnkampf“, sagt Kaul und hier ist klar: natürlich purer Spaß. U20-Weltrekordler ist er, 2017 war er Juniorsportler des Jahres, im Juli gewann er mit persönlicher Bestleistung den U23-EM-Titel und qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele 2020. Inzwischen steht er bei den „Großen“ auf Rang zwei der Weltjahresbestenliste – ein Erfolg, der sich vergangenen Sommer mit Platz vier bei der EM in Berlin bereits angedeutet hatte. Und das damals quasi ohne Vorbereitung.

Rückblende: Eine Woche vor der EM ist Kaul Teil einer Pressekonferenz der Deutschen Sporthilfe. Thema ist das zehnjährige Jubiläum der Partnerschaft mit der DFL Stiftung, die den Sporthilfe-Förderbaustein Nachwuchselite-Förderung ermöglicht. Kaul profitiert seit 2017 davon, doch heute spricht er auch über die verpasste Qualifikation für den Saisonhöhepunkt in Berlin. Trotz einer starken Saison waren in seinem ersten Jahr bei den Männern drei andere Deutsche besser. Noch während der PK versucht sein Vater ihn zu erreichen, denn nach der verletzungsbedingten Absage von Kai Kazmirek soll Kaul nachnominiert werden. Dann, nach der Fragerunde, der Rückruf. Der junge Sportler ist total perplex, verfährt sich auf dem Heimweg nach Mainz gleich dreimal. Und fliegt schon am nächsten Tag nach Berlin.

Am Ende stand dort sensationell Rang vier. „Damit hätte ich nie gerechnet. Natürlich hat mir auch das Wetter etwas in die Karten gespielt – und natürlich das Publikum, das hinter einem stand“, sagt Kaul rückblickend. Den anfänglichen Montags-Blues hat er da schon wieder vergessen, die Augen leuchten, wenn er über Berlin 2018 spricht. Beim sensationellen Triumph von Arthur Abele, 32 Jahre alt, hatten einige Athleten Probleme mit der großen Hitze. Kaul, zwölf Jahre jünger, nicht. Vor allem in seiner Paradedisziplin Speerwurf und beim abschließenden 1500 Meter-Lauf machte der Youngster mächtig Boden gut.

Eingeplant war die EM-Teilnahme im ersten Männer-Jahr nicht unbedingt, aber natürlich nimmt Kaul die im Olympiastadion gesammelten Erfahrungen dankend mit – genauso verhält es mit der Leichtathletik-WM im Herbst dieses Jahres in Katar. Ausgerichtet ist seine Karriereplanung jedoch zu allererst auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020, für die er die Norm bereits überraschend früh erfüllt hat. „Die deutsche Konkurrenz ist richtig gut. Aber dann macht es ja auch erst richtig Spaß“, sagt der Athlet mit der Bestleistung von 8572 Punkten. Im besten Zehnkampf-Alter von Mitte bis Ende 20 befindet er sich ohnehin erst zu den Olympischen Spielen in Paris 2024.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, dessen ist sich der Sohn eines ebenso sportlichen wie erfolgreichen Ehepaares – Vater Michael war deutscher Meister über die 400 Meter Hürden und von 1992 bis 1995 Sporthilfe-gefördert, Mutter Stefanie war österreichische Meisterin über die gleiche Distanz – bewusst. Die coachenden Eltern achten auch darauf, dass das Studium nicht unter der Trainingsbelastung eines Zehnkämpfers leidet.

Kaul weiß um die Wichtigkeit der Dualen Karriere und hat schon in frühen Jahren seine berufliche Zukunft im Blick. „Ich sehe die Uni aber auch als wichtigen Ausgleich, wenn es im Sport mal nicht so gut läuft.“ Vor allem sein zweites Fach Physik sei eine ganz andere Welt als die des Leistungssports. Belastet mit manchem Klischee, das auch Kaul bestätigen kann. „Schülern aber irgendwann zeigen zu können, wie schön dieses Fach ist, motiviert mich sehr“, sagt der 21-Jährige. Deshalb hat er auch nicht nur ein sportliches, sondern auch ein berufliches Fernziel. Mit Mitte 30 montagmorgens als Olympia-Medaillengewinner vor einer Klasse zu stehen statt als Trainingsweltmeister in der Uni-Halle, das wär’s – das frühe Aufstehen wird bis dahin vermutlich kein Problem mehr sein.

„Nationale Förderer“ sind Mercedes-Benz, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Deutsche Post und Allianz. Sie unterstützen die Deutsche Sporthilfe, die von ihr betreuten Sportlerinnen und Sportler und die gesellschaftspolitischen Ziele der Stiftung in herausragender Weise.“

Triest: nächste Polizistenmorde. Europa ändert sich drastisch.

Heiko Maas behauptete im Herbst 2015 kategorisch:

„Es gibt keine Verbindung zwischen Terror und Flüchtlingen!“

Spätestens seit der Kölner Silvesternacht 2015/16 und einer Serie von Terroranschlägen durch Schutzsuchende war auf die ideologische Standfestigkeit des SPD-Ministers Verlass. Triest: nächste Polizistenmorde. Europa ändert sich drastisch. weiterlesen