Mit dem Perpetuum mobile des „Extremismus der Mitte“ in die neue DDR

Die Zeiten ändern sich, und aus dem Deutschland von Adenauer, Brandt, Schmidt und Kohl wurde unter unseren Augen der Merkel-Staat.

Die „Neue Mitte“ ist im Merkelstaat die alte Linke, und wer bei dieser Charade nicht mitmacht ist schwuppdiwupp der neue Rechte, der im Rahmen des „Kampfes gegen Rechts“, des imaginären „Aufstands der Anständigen“, gnadenlos bekämpft wird. Was einst die bürgerliche Mitte war, wird mit diesem soziologischen Taschenspielertrick nach Rechtsaußen verschoben, während die alte Linke als die neue Mitte gilt – ein Spiel, das sich beliebig so lange fortsetzen läßt, bis wir uns in einer neuen DDR wiederfinden, in der das Gute, nämlich Sozialismus und Bevormundung, bekanntlich alternativlos war.

Die jetzige „Mitte“, mit der Merkel, Laschet, Söder und Mitläufer im Merkel-Staat hausieren gehen, mausert sich zu einem Hort erbitterter Ausgrenzung. Sie beruft sich nach dem Rezept von Markus Söder, Heiko Maas oder Katharina Schulze auf „unsere Demokratie“ und zeigt mit dem Finger wie weiland die Kirche im Mittelalter auf Glaubensabtrünnige wie Jan Hus, Kopernikus, Giordano Bruno oder Galileo Galilei. Wie sehr die Mitte seit Beginn von Merkels Kanzlerschaft auf die schiefe Bahn geraten ist erfahren wir nun

von Notan Dickerle,

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen „Bunt“

Am 18. Januar d.J. jährt sich die Gründung des Deutschen Reiches zum 150. Mal. Der Reichsgründungstag war im Deutschland Bismarcks ein hoher Feiertag. Die sozialliberale Regierung Brandt/Scheel mit Postminister Georg Leber brachte 1971 aus Anlass des Hundertsten noch eine eigene Briefmarke heraus, sogar ein eigenes Fünfmarkstück wurde geprägt.

Die „Junge Freiheit“ hat darüber berichtet, daß die aktuelle Bundesregierung nicht nur keine vergleichbaren Aktionen plant, sondern wahrscheinlich sogar aus dem „off“ unterbindet. Der private Auftrag eines prominenten Patrioten, auf seine Kosten eine Gedenkmarke zu drucken und in Verkehr zu bringen, wurde von der deutschen Post jedenfalls ohne Begründung abgelehnt. Steinmeier & Co. sehen im Kaiserreich schließlich kein identitätsstiftendes Element sondern quasi eine Vorstufe zum Nationalsozialismus. Auch Ulbricht und Honecker war der Reichsgründungstag ein Graus.

Die Zeiten ändern sich, und aus dem Deutschland von Adenauer, Brandt, Schmidt und Kohl wurde unter unseren Augen der Merkel-Staat.

Nicht nur die Post, auch andere Institutionen unseres Landes sind von einer Politik angeblich entnazifizierender Entnationalisierung betroffen, z.B. die altehrwürdige Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Obwohl von Anfang an ein Instrument alliierter „Re-education“ war sie 1952 unter dem Namen „Bundeszentrale für Heimatdienst“ gegründet worden, um den Deutschen die Vorzüge der Demokratie in bekömmlichen Dosen nahezubringen. Sie ist eine nachgeordnete Behörde des BMI, seit der Jahrtausendwende wird sie von einem SPD-Mann namens Thomas Krüger geleitet, der die Truppe in den letzten 20 Jahren auf politisch korrekten Linkskurs gebracht hat: Nach Auffassung der bpb gehören Linksextremisten inzwischen zur Mitte unserer Gesellschaft, nachzulesen bei den Herren Tom Thieme und Armin Pfahl-Traughber:

Das Verhältnis der demokratischen Parteien zum Linksextremismus habe sich seit der Wiedervereinigung grundlegend geändert und werde nicht mehr überall als Bedrohung wahrgenommen, heißt es dort. Vorübergehende Sorgen über Bedrohungen und Gewalt durch Linksextremisten wie beim Hamburger G20-Gipfel im Juli 2017 „ebben rasch wieder ab“, zumal „vor dem Hintergrund der wachsenden Gefährdungen durch Islamismus und Rechtsextremismus“. Für letzteren stehe besonders der NSU, der gezeigt habe, wie furchtbar „rechte Strukturen“ die demokratische Grundordnung in Frage stellten. Entsprechende Einstellungen (wie z.B. „Fremdenfeindlichkeit“ oder gar „Geschichtsrevisionismus“) gäbe es aber „nicht nur im Untergrund oder am Rand der Gesellschaft“. Man ist versucht zu ergänzen: nein, es gibt sie auch beim Verfassungsschutz, dessen Rolle bei Gestaltung und Erhaltung des NSU wahrscheinlich noch länger auf eine Aufarbeitung warten muß. Ohne Bedrohung von „Rechts“ kann man schließlich auch nicht gegen diese Richtung kämpfen, die neben der Klimaideologie zu einer Art Fetisch der Republik geworden ist. Und von was würden die Organisationen einer „Zivilgesellschaft“, die sich diesem Kampf in der einen oder anderen Form verschrieben haben, denn leben, wenn es gar nichts mehr zu bekämpfen gibt? Wohin mit Anetta Kahane? Da bliebe allenfalls noch der „Extremismus der Mitte“, den findige Soziologen im Amerika der 60-er Jahre erfunden haben: der Mittelstand als „konterrevolutionäres Potential“, der aus Furcht vor sozialem Abstieg sogar bereit ist, eine AfD oder einen Donald Trump zu wählen, um sein Erspartes und seinen Status nur ja nicht mit den bunten Mitbrüdern, -schwestern und -dödeln teilen zu müssen. Der egoistische Wähler der Mitte, der die „liberale Demokratie“ ähnlich wie Viktor Orban in Ungarn ablehnt, weil er die wärmende Identität der Heimat verstörenden und verarmenden Gesellschaftsexperimenten wie „Resettlement“ und „Great Reset“ durch das „BreiBuBü“, das Breite Bunte Bündnis aus Altparteien, Medien, Kirchen und Gewerkschaften ablehnt.

Was einst die bürgerliche Mitte war, wird mit diesem soziologischen Taschenspielertrick nach Rechtsaußen verschoben, während die alte Linke als die neue Mitte gilt – ein Spiel, das sich beliebig so lange fortsetzen läßt, bis wir uns in einer neuen DDR wiederfinden, in der das Gute, nämlich Sozialismus und Bevormundung, bekanntlich alternativlos war. Die Kanzlerin hat es vorgemacht, die Führungsriege derjenigen Partei, die einstmals die Interessen der bürgerlichen „Konterrevolutionäre“ mit Selbstverständlichkeit vertreten hat, stellt die willigen Vollstrecker. Ein Hoffnungsträger namens Laschet hat zum Beispiel bereits klar gemacht, daß der Terror in Deutschland von rechts kommt.

Der Bock ist in unserem Lande also nicht nur schon seit längerem Gärtner, er verfügt auch über die Definitionskompetenz, wer als Bock zu gelten hat und wer nicht, wer den Garten zerstört und wer als kompetenter Pfleger gilt, auch wenn er vielleicht zu gewöhnungsbedürftigen Mitteln greift….

Anhang

Unser Freund Erasmus Konsul liefert dazu folgende Ergänzung:
„Ich erlaube mir einmal, diesen Hinweis auf den 150. Jahrestag der Reichsgründung am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles weiterzugeben. Auch wenn heute führende Politiker, wie der Bundespräsident Steinmeier, dies anscheinend für einen nationalstaatlichen Irrweg halten, eine Art „Aufschlag“ für den späteren Nationalsozialismus, so haben sozialdemokratische Vorgänger wie der damalige Postminister Georg Leber (zu anderer Zeit auch Verteidigungsminister!) dies als einen Anlass für die Herausgabe einer Sondermarke gesehen. Immerhin – darauf weist die „Junge Freiheit“ zurecht hin – leben die Deutschen heute noch im rechtlichen Nachfolgestaat dieses Reiches, wenn auch einem territorial amputierten. Amputiert sind auch die Sozialdemokraten Steinmeiers, zumindest hinsichtlich Wählerstimmen. 1971 hatten sie noch um die 40%, heute sind es nach Umfragen wohl zwischen 15 – 20%. Ob dieser Amputation des Elektorats wohl eine mentale vorausgegangen ist?
Schade, wohin die nationale Entkernung die SPD gebracht hat und nicht nur diese!

Junge Freiheit

von Dieter Stein

Lieber Leser,

das offizielle Deutschland will den Jahrestag der Reichsgründung vor 150 Jahren am liebsten totschweigen!

Da die Post selbst keine Sondermarke aus diesem Anlaß produzieren wollte, hat unser Autor Karlheinz Weißmann Ende vergangenen Jahres bei der Post einen Auftrag eingereicht, um Marken auf eigene Kosten zu drucken. Doch die Post weigerte sich, zu drucken!

Es gibt nämlich seitens der Post das Angebot, daß sich Kunden selbst gestaltete Marken drucken lassen können. O-Ton Post: „Gestalten Sie Ihre ganz individuellen Briefmarken mit Ihren schönsten Familienfotos, Urlaubsbildern, Schnappschüssen, Malereien oder mit Ihrem Firmenlogo.

Zunächst wurde der Auftrag einfach kommentarlos nicht ausgeführt. Erst auf schriftliche Nachfrage teilte die Post Karlheinz Weißmann mit, daß es ihre AGB erlaubten, ohne weitere Angaben oder Erklärungen einen Kundenauftrag zurückzuweisen. Wirklich beschämend!

Unser Staat ist nicht nur juristisch Rechtsnachfolger, genauer sogar „rechtsidentisch“ mit dem vor 150 Jahren, am 18. Januar 1871 mit der Proklamation des deutschen Kaisers offiziell ans Licht getretenen Deutschen Reich. Rechts-, Wirtschafts- und Sozialordnung, Bildungswesen und Föderalismus gründen hier.

Unter dem sozialdemokratischen Postminister Georg Leber und Kanzler Willy Brandt brachte die Bundespost 1971 immerhin noch eine Briefmarke zum 100jährigen Jubiläum der Reichsgründung heraus. Unter Angela Merkel müssen wir uns 2021 mit Marken zu 50 Jahren „Sendung mit der Maus“ und „Polizeiruf 110“ bescheiden. Erbärmlich!

Fassung für das Berliner Schloss, enthüllt am 22. März 1877. Öl auf Leinwand, 4,34 × 7,32 m, Kriegsverlust; nur als Schwarz-Weiß-Fotografie erhalten, hier am rechten Rand um etwa 40 cm verkürzt
Anton von Werner – Im Original 4,3 × 7,3 m. Das farbige Original ist verschollen.

JF-Sonderausgabe zum 150. Jahrestag der Reichsgründung vom 18. Januar 1871 mit dem berühmten Gemälde von Anton von Werner – Sichern Sie sich jetzt Ihr persönliches Exemplar!
WICHTIG: Abonnenten erhalten die Ausgabe im Rahmen ihres Abonnements kostenlos!

Junge Freiheit. Titelbild. 150 Jahre Reichsgründung.

Die JUNGE FREIHEIT wird deshalb in dieser Woche, am 15. Januar, mit einer Sonderausgabe zum 150. Jahrestag der Reichsgründung erscheinen. Wenn Sie noch nicht Abonnent sind: Sichern Sie sich unbedingt jetzt noch schnell Ihr persönliches Exemplar mit acht Sonderseiten zu diesem besonderen Jubiläum.

Die Zeitung wartet mit einer ungewöhnlichen Überraschung auf: Das berühmte Gemälde von Anton von Werner zur Proklamation des Deutschen Kaisers in Versailles im Großformat (zwei Zeitungsseiten, ca 46 x 74 cm).

Sichern Sie sich jetzt die Sonderausgabe zum 150. Jahrestag der Reichsgründung und das einmalig günstige Aktions-Abo – wenn Sie noch nicht Bezieher sind. Oder verschenken Sie ein Abo! Lesen Sie die JUNGE FREIHEIT 12 Wochen und erhalten Sie zusätzlich als wunderbar passende Prämie Karlheinz Weißmanns „Deutsche Geschichte für junge Leser“ für nur 32 Euro. Sie sparen fast 50 % im Vergleich zum Einzelkauf im Zeitschriftenhandel. Feiern Sie mit uns „150 Jahre Reichsgründung“.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Dieter Stein“

4 Gedanken zu „Mit dem Perpetuum mobile des „Extremismus der Mitte“ in die neue DDR“

  1. Mit Karl dem Großen, der die Sachsen zum rechten Glauben gebracht haben soll wie im Blutgericht von Verden, war doch die Deutsche Geschichte besiegelt. Was folgte war Fliegengeschiss, bis Bomber Harris half, die Hunnen hinter der Elbe von ihrem falschen Führerglauben abzubringen.

    Wer da mit Sprüchen und Briefmarken wie „Ein Reich, Ein Volk, Ein Führergott“ wieder ans Fliegengeschisse anknüpfen will, gehört zensiert.
    Jawoll es lebe die Zensur und die Bestechung! Warum?
    Weil’s mein Traum ist:

    Zensur hilft, dass der Pöbel sich nicht grundlos erregt und gegen die Obrigkeit erhebt. Ohne Zensur ist kein Staat zu machen, weder hier, noch in China, in Nordkorea nicht und den USA schon gar nicht. Außerdem hilft die Zensur den Autoren, sich so auszudrücken, dass sie zum einen der Zensor und zum anderen der Leser nicht versteht, bestenfalls missversteht. Es lebe die Zensur!

    Das Üble an der Zensur ist, das jedes subalterne Subjekt mich als sein Objekt zensiert, mir diese Zensor-Wonnen aber nicht vergönnt sind. Ähnlich mit der Bestechung: Alle möglichen korrupten Schweine stecken sich Bündel von Scheinen in die Tasche, mich will keine Sau bestechen!

    Bayern-ist-frei kann vollkommen egal sein, was Leute schreiben und darüber schreiben. Aufmerksamkeit für die Fingerübungen von Bayern-ist-frei – egal ob positiv oder negativ – freut dort eher, als das sie mich ärgert.

    Allerdings empfinden sehr viele Menschen Bayern-ist-frei wie andere rächte Texte als störend, beleidigend, aufhetzend etc. und schreien nach dem Zensor – meist erfolgreich.

    https://n0by.blogspot.com/2021/01/lieber-mit-chaoten-ins-capitol-als-mit.html

  2. Der Adler ist nicht der Reichsadler! Den mit den sechs Flügelfedern darf die BRiD nicht verwenden. Der Steinschleuder mit seinen falschen Verdächtigungen, wir wären Rassisten weil wir nicht genug rassistische sind, der wird vom Weltgerichtshofs Richter in der Tabakspfeife geraucht werden.
    Der Reichsadler mit den sechs Flügelfedern ist auf dem Pass der BRiD außen darauf, innen ist der mit den sieben Flügelfedern. Der der GmbH. Als Firmenangehöriger darf man nicht in fremde Staaten reisen. Außen Staat wegen den Grenzen, innen der Sklave! Pass rot-versklavte „Staaten!“
    @ Erhard Thomas
    Wir werden nicht bestochen, weil wir keine Doktorarbeit irgendwo abgeschrieben haben.

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