Die Profitgier deutscher Firmen wird zum Koala-Killer

Der Schutz des Regenwaldes und der Artenschutz haben keine Chance, solange nimmersatte Konsumenten und Firmen einem rücksichtlosen Blutdurst auf Fleisch und Profit huldigen. Egal ob in Brasilien, Australien oder Deutschland. Die Bevölkerungsexplosion auf dem blauen Planeten verschlingt Flora und Fauna, Ressourcen und Refugien. Massentierhaltung, die fabrikmässige Vernichtung von Lebewesen in Schlachthöfen für kurzweilige Momente des Gaumengenusses führen bei manchen zum mulmigen Gefühl, daß wir als homo sapiens mitnichten die Krone der Schöpfung sondern die Ausgeburt des Sonnensystems sind.

Tierschützer gegen Schlachtbetriebe. screenshot ntv 2020

Isabella Klais wirft einen Blick auf die Machenschaften deutscher Firmen und die prekäre Lage der Koalabären in Australien:

Die Schande Deutschlands in Australien: Hanson, ein Tochterunternehmen der HeidelbergCement

von Isabella Klais

Die gesamte Welt reagierte schockiert und zutiefst betroffen auf die Bilder der Feuerkatastrophe in Australien, wo von Juni 2019 bis März 2020 außer Kontrolle geratene Buschbrände wüteten und das Habitat u. a. der vom Aussterben bedrohten Koalas verwüstete.

Das Aussterben dieser seltenen Tiere beruht allein auf einem menschengemachten Skandal. Ihnen wird der Lebensraum geraubt für Landwirtschaft, Berg~und Städtebau. Auf diese Weise aus ihrem Siedlungsgebiet vertrieben, geraten sie in urbaner Umgebung, auf deren Lebensbedingungen sie nicht vorbereitet sind, in allerlei Gefahren (Straßenverkehr, Hunde, Krankheiten). Hinzu kommt, daß sie auf die spezielle Nahrung der Eukalyptusblätter angewiesen sind. Mit der Dezimierung dieser Nahrungsquelle verhungern die Bärchen, deren Verdauungssystem für alternative Nahrung nicht ausgelegt ist.

Viven en zonas abiertas de bosques de eucaliptos, cuyas hojas constituyen la mayor parte de su dieta.
Arnaud Gaillard (arnaud () amarys.com) – Self. Photo de l’auteur. Bildquelle Wikipedida. Koalas leben in offenen Zonen von Eukalyptuswäldern, welche den größten Teil ihrer Nahrung darstellen.

Vor diesem Hintergrund wurde die ohnehin geschwächte Population von den Bränden besonders verheerend heimgesucht. 33000 Koalas verloren dabei ihr Leben, was mehr als einem Drittel der Gesamtpopulation entspricht. Aufopferungsbereite Menschen, wie Kailas Wild, kämpften bis zur Erschöpfung unermüdlich um jedes Leben und machten sich so nicht nur um die Koalas, sondern auch um die Ehrenrettung ihrer eigenen Spezies verdient. Ihnen gebührt unser aller Dank.

In Anbetracht dieser Situation erfüllt es mit Unverständnis, Empörung und Wut, daß „Hanson“, ein Tochterunternehmen von „HeidelbergCement“ in Deutschland, eine Genehmigung beantragt und erhalten hat zur Expansion seiner Produktionsstätte Brandy Hill Quarry in einem der letzten noch verbliebenen Zufluchtsgebiete der Koalas, das von den Feuerstürmen verschont geblieben war. Durch das Projekt des deutschen Unternehmens werden 50 Hektar des Koala-Reservates vernichtet.

Die fadenscheinige Erklärung des Unternehmens, dafür einen Ausgleich durch Wiederaufforstung leisten zu wollen, verfängt nur bei den Dümmsten. Wo sollen die Tiere bleiben und wovon sich ernähren, bis das aufgeforstete Gebiet, wenn diese Versprechung überhaupt eingelöst wird und keine leere bleibt, so entwickelt ist, daß Koalas es nutzen können? Zudem ist Wiederaufforstung immer nur die zweitbeste Lösung, die weit hinter der besten, dem Bestandsschutz, zurückbleibt.

Man sehe sich nur einmal die verlogene Präsentation dieser Umweltschweine auf ihrer Firmenseite an. Hier gibt sich ein Umweltschädling anmaßend und dreist als Umweltschützer aus. Fast könnte man vergessen, was diese gewissenlosen Raffgeier wirklich (be)treiben.

In Australien besudeln sie damit den Namen Deutschlands und richten in Kollusion mit ebenso gewissen- und verantwortungslosen, korrumpierten Politmarionetten gegen den Willen der lokalen Bevölkerung und unter Mißachtung besorgter Stimmen von Experten und seriösen Politikern (Auch solche gibt es vereinzelt schon einmal.) Schaden an Flora und Fauna und damit am Erbe des Landes und der Menschheit an.

Menschen auf der ganzen Welt spendeten für den Erhalt dessen, was das Feuer noch übrig ließ – und das ist wenig genug. Bewundernswerte Aktivisten waren Tag und Nacht im Einsatz zur Begrenzung des Schadens. Da wäre es alternativlos geboten gewesen, solcher Barbarei die Genehmigung zu versagen. Dem Unternehmen hätte es gut angestanden, seinen ohnehin schon verfehlten Antrag wenigstens jetzt zurückzuziehen. Das wäre seitens des Unternehmens ausnahmsweise einmal ein Akt glaubwürdigen und nachhaltigen Einsatzes für die Umwelt gewesen.

Dem perfiden Werk derartiger Exponenten der Schande, die die Reputation unseres Landes und der deutschen Wirtschaft in den Zement treten, kann nur mit a) Boykott und b) der Zerstörung ihres heuchlerischen und mit ihren unethisch erzielten Einkünften finanzierten „image“ Einhalt geboten werden. Zu letzterem zumindest wollen wir unseren aktiven Beitrag leisten. Papier ist geduldig. Wir sind es nicht! Das sind wir dem Erbe der Menschheit und Deutschland, den respektablen Aktivisten und nicht zuletzt den Koalas schuldig, an denen sich schon so oft versündigt wurde. Nicht in deutschem Namen!!!

„HeidelbergCement is a global leader in aggregates and has leading positions in cement, concrete and heavy building products.” heißt es auf der Netzseite des Unternehmens.

Wir halten dagegen: HeidelbergCement is a highly unethical global environmental destroyer and has a leading position in spreading environmental exploitation and devastation, thus acting as a shame for its country in particular and for the human race in general.

2 Gedanken zu „Die Profitgier deutscher Firmen wird zum Koala-Killer“

  1. Der Reichtum der uns ab und an vom Deutschen Kaiser, oder dem russischen Zaren vorgehalten wird, ist rechts vom Komma die dritte Stelle wie bei dem Benzinpreis, gegen den Konzernen Ihren Reichtum und Privaten durch Gewinne an der Umweltzerstörung! Die Renaturierung erfolgt latrinich mit Spenden aus dem eigenen Saudämlichen Volk, mit Wahlversprechen von vermutlich hochverräterischen Parteien. Es gibt Konzerne und angebliche Hilfsorganisationen DORT werden die Vorstandsposten vererbt!

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