Wenn linksextreme Gewalt nur „Krawall“ genannt wird

Die verblüffende Macht der Sprache lässt sich an der Wortwahl der Leit- und Relotius-Medien erkennen. Wenn fanatische Linksextreme ganze Straßenzüge verwüsten, dann wird dem Publikum die Botschaft suggeriert, es handele sich lediglich um „Krawalle“. Die Spezialisten für Volksaufklärung und Propaganda von ARD und ZDF wissen, es geht um das richtige Framing, die passende Konnotation, und schon werden aus hochkriminellen Netzwerken wie der Antifa im Handumdrehen quasi unerzogene Lausebengel. Natürlich entspricht das mitnichten den Tatsachen. Auch der Mißbrauch des populären Begriffs „Aktivisten“ ist häufig die Umschreibung für Straftäter und Kriminelle. Das geht sogar soweit, daß friedfertige Aktivisten der „Identitären Bewegung“ in gefährliche Demokratiefeinde umgedeutet werden und professionelle und staatlich subventionierte Delinquenten der Antifa von deren offenen oder klammheimlichen Sympathisanten in Parlamenten, Klerus und Redaktionen ihre Absolution erteilt bekommen.

Wie treffend der Begriff „linksversifft“ den Geisteszustand in den Leitmedien beschreibt seit der Stern der RAF unterging und Prantls Stern aufging und Gesinnung in die Redaktionsstuben einzog, zeigen Heribert Prantls empathischer Nachruf auf den RAF-Kriminellen Rolf Pohle und das Wohnambiente linker Weltverbesserer auf Kammerjäger-Niveau.

Franz Josef Strauß wurde immer wieder seine robuste Rhetorik vorgeworfen, aber rückblickend gesehen scheinen seine rustikalen Bonmots keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern ihre posthume Bestätigung in der Apotheose der Verwahrlosung und Gipfeltreffen der Psychopathen – kurz Liebig 34 – zu finden:


Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.“ – Franz-Josef Strauß.

Linke Gewaltphantasien. Erschießen, Enteignen, Lager, Augen ausstechen

Die Apologeten linker Gewalt, ob sie nun Relotius, Reschke, Restle, Schwesig, Jelpke oder Esken heißen mögen zündeln im Hintergrund und waschen ihre Hände in Unschuld.

Antifa

Nicht nur Prof. Reinhard Olt, auch der frühere Ressortleiter der Wirtschaftsredaktion kann sich mit der heutigen „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) nicht mehr identifizieren, ähnlich wie Roland Tichy, Peter Bartels, Matthias Matussek, Paul Hampel oder Prof. Detlef Kleinert mit ihren früheren Heimathäfen in den Leitmedien.

Liebig 34

Konkret hat sich Klaus Peter Krause die verniedlichende leitmediale Berichterstattung über die Räumung des Antifa-Stützpunkts Liebig 34 in Berlin vorgenommen. Daß die Leitmedien von der „Stürmung des Reichstags“ unter Führung einer unbewaffneten esoterischen Heilpraktikerin wetterten, die von drei (!) Polizisten abgewendet werden konnte, aber die Räumung der Residenz des Arbeitslosenkollektivs antifaschistischer Mietnomaden Liebig 34, wo gewaltbereite Linke auch Mord- und Totschlag gegen tausende Polizisten vorbereitet hatten, führte jegliche leitmediale Berichterstattung ad absurdum.

Falltüren in Liebig 34 – Vorkehrungen für Mord und Totschlag.

Seine Meinung zum Thema lesen wir nun von

Klaus Peter Krause (vormals FAZ)

Die Zwangsräumung eines „besetzten“ Hauses in Berlin und die ihr folgende Demo mit schweren Straftaten

Gewalt ist Gewalt. Gewalt ist nicht einfach nur Krawall. Krawall ist Krach, ist Lärm, ist allenfalls noch gewaltloser Tumult. Werden mittels Gewalt fremde Sachen beschädigt oder zerstört, sind das Straftaten, die zu verfolgen und zu ahnden sind. Zu Gewalttaten dieser Art ist es in Berlin am 9. Oktober gekommen. An jenem Freitagabend waren (nach Polizeiangaben) rund 1700 Linksextremisten vom Monbijou-Park aus durch Berlin Mitte gezogen. Sie protestierten abends  an jenem Tag dagegen, dass  die Polizei morgens das Haus Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain geräumt hatte. Schon bald nach Beginn der Demo begannen Demonstranten mit Gewalttätigkeiten. Auf einzelne Polizisten warfen sie Feuer­werks­kör­per, Flaschen und Steine. Sie zerschlugen Schaufensterscheiben. Sie zerstörten durch Anzünden zwölf Autos, die in Flammen aufgingen und ausbrannten. Am 15. Oktober berichtete die Berliner Zeitung, es seien nach Auskunft der Polizei 104 Straftaten begangen und 94 Strafverfahren eingeleitet worden. Doch bezeichnet sie diese Gewaltexzesse der Demonstranten nur als „Krawalldemo“ (Seite 10).

„Krawall“ verharmlost, was schwerer Gewaltausbruch war

Damit steht sie nicht allein. Die FAZ vom 12. Oktober (Seite 4) titelte „Krawallnacht in Berlin“, schrieb dann aber wahrheitsgemäß „Schau­fens­ter­schei­ben gingen zu Bruch, Autos brann­ten, Poli­zis­ten wurden verletzt“. Der Berliner Tagesspiegel schrieb, es habe „Krawalle gegeben“ und berichtete dann ebenfalls den Tatsachen entsprechend: „Einige Demonstranten schlugen Scheiben ein und zündeten Autos an.“ Von „Krawallnacht“ schrieb auch der Berliner Kurier (hier).  Die Berliner Morgenpost nannte es „nächtliche Auseinandersetzung“ (hier). Alles nur Krawall oder Auseinandersetzung? Die Berliner Tageszeitung (taz) kommentierte: Wenn Medien einen solchen Gewaltausbruch bloß Krawall nennen und nicht Gewaltausbruch, verharmlosen sie, was schwere Gewalttaten sind.

Wie die rechtswidrige „Hausbesetzung“ vor dreißig Jahren jetzt ihr Ende fand

Der Hintergrund zu diesem neuerlichen Gewaltausbruch: Jenes Haus Liebigstraße 34 war bisher ein von der linksextremen Szene in Berlin okkupiertes Objekt. Vor dreißig Jahren (1990) hatte sie es wider geltendes Eigentumsrecht „besetzt“ und sich dort eingenistet.

Für sie war es ein „anarcha-queer-feministisches Hausprojekt“. 2008 einigten sich die Besetzer mit dem Hauseigentümer, einem Berliner Immobilienunternehmer, auf einen zehnjährigen Pachtvertrag. Dieser Vertrag war Ende 2018 ausgelaufen. Doch verlassen wollten diese Mieter das Haus nicht, sondern blieben dort einfach wohnen. Der Eigentümer klagte auf Räumung und erwirkte die Zwangsvollstreckung. Den Antrag der bisherigen Mieter, die Zwangsvollstreckung auszusetzen lehnte das Kammergicht Berlin am 8. Oktober ab. Am Folgetag morgens um sieben rückte die Polizei zur Zwangsräumung an und expedierte die 57 dort Anwesenden an die frische Morgenluft. Gegen sie wird jetzt wegen (des Verdachts auf) Haus­frie­dens­bruch ermit­telt.

Liebig 34. „Europe is dead“

Wie werden die Demo-Strafverfahren ausgehen? Verurteilungen wird es wahrscheinlich geben, falls die zunächst nur mutmaßlichen Täter wirklich ihrer Taten überführt werden. Ich bin gespannt, ob und wie besagte Medien über das gerichtliche Ergebnis ihre Leser ebenfalls informieren.“

Zuerst veröffentlicht auf: https://kpkrause.de/2020/10/15/wenn-linksextreme-gewalt-nur-krawall-genannt-wird/

Querverweise:

https://www.bayernkurier.de/inland/447-staat-und-wirtschaft-insgesamt-im-visier/

3 Gedanken zu „Wenn linksextreme Gewalt nur „Krawall“ genannt wird“

  1. Es gibt einen Punkt bei den Hausbesetzungen, den ich sogar noch unterstützen kann. Man möchte nicht, dass die Häuser so dermaßen übersaniert werden, dass sie sich ein einfacher Bürger diese Wohnungen nicht mehr leisten kann. Das hat nicht zu sein.
    Dann erzählt man uns was von Wohnraummangel, obwohl genug da ist. Wenn man aus den Häusern, bzw. dem Wohnraum Eigentumswohnungen macht, ist klar, warum es keine Wohnungen zum Mieten gibt. Natürlich sind die Antifa und Konsorten nichts, was die Gesellschaft weiterbringt. Man sieht das in Amerika wie sie den kleinen Mann unterstützen wollen. Wer nicht auf ihrer Seite steht wird platt gemacht. Es sind keine Förderer der Gemeinschaft. Außerdem sind sie wirklich wie verzogene Kinder… wollen, wollen, wollen, aber sich nicht darum kümmern. Zum Beispiel die Goldstücke. Haben wollen, aber alle Deutschen sollen sich darum kümmern… in dem sie zahlen.
    Also wenn ich mir einen Hund anschaffe, kann ich doch auch nicht zum Nachbarn gehen und zu dem sagen, hol mal Futter. Aber so sind sie eben :).

  2. Wenn ich immer wieder mutmaßlich höre und lese muß ich schmunzeln. Wozu werden eigentlich Filmaufnahmen gemacht? Wenn jemand auf dem Video zu sehen ist, auf Fotos oder einem anderen Medium, dann ist er, sie oder es, kein mutmaßlicher Täter*x mehr ;). Dann ab in den Bau damit. Dieses Geschwurbel immer… Auch in Hamburg. Klar sind die alle vermummt. Warum nicht einfach alle die sich zur Antifaschistischen Aktion bekennen in den Bau. Es gibt ein klares Feindschaftsbild zu bestehenden Strukturen und irgendwo steht, dass gewisse Menschen, die hier die Leitung haben, für den Schutz der bestehenden Strukturen verantwortlich sind. Ja, nur zu dumm, wenn die diese Aktion auch noch bezahlen 😀

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