Vom Sturmgeschütz zur Dicken Berta – im amerikanischen Wahlkampf irisieren mehr Facetten als im „SPIEGEL“ zu erkennen

ARD, ZDF, SZ und SPIEGEL schießen in ihrem ideologischen Dritten Weltkrieg gegen Trump aus allen Rohren um ihre Konsumenten davon zu überzeugen, daß sie Trump gefälligst für doof zu halten haben.

Die Behauptung, daß 90% aller Berichte deutscher Leit- und Relotiusmedien über Trump abfällig und verunglimpfend berichten, dürfte dabei sogar noch untertrieben sein.

Trump

Daß Qualitätsjournalismus „Made in Germany“ größtenteils nur noch unter der Gürtellinie gedeiht, illustrieren die Titelbilder des Hamburger SPIEGEL.

Stefan Niemann legt sich als Volkssturmbeauftrager der ARD gegen Trump ins Zeug und kämpft bis zur Entgleisung
Zähnefletschende Haltung bis die Krawatte schmort und der Äther glüht

Für allzeitbereite und zähnefletschende ARD-Krauts wie Georg Restle, Stefan Niemann oder Anja Reschke werden Amerikas Werte auch am Sauerkraut-Hindukusch verteidigt, notfalls mit der ARD-Acht Acht (AAA) oder dem Sturmgeschütz von der Hafenstraße.

Wie facettenreich indessen die Parameter im US-Wahlkampf schillern hören wir nun

von Notan Dickerle,  

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen “Bunt”

Die Online-Ausgabe des „Spiegel“ wartete am Sonntag mit einer ganz besonders aparten politischen Stilblüte auf:

„Das größte Problem an Trump sind seine Wähler“

durfte Kommentator Hendrik Müller feststellen, denn „es ist ein Skandal, daß Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten.“

Da ist man als Leser erst einmal platt, denkt im nächsten Moment an Bertolt Brechts berühmten Satz von der Regierung, die ein neues Volk wählen sollte, wenn sich das alte nicht bewährt hat, wobei in diesem Fall die Regierung natürlich der „Spiegel“ wäre. Aber der steht bekanntlich nicht im luftleeren Raum, sondern für das System unserer guten Kanzlerin, die auf den Wahlsieg Donald Trumps vor vier Jahren höchst eigenwillig reagiert hat. Anstatt dem mächtigsten Mann der Welt und wichtigstem Verbündeten Deutschlands zu seinem Erfolg zu gratulieren, wie es protokollarisch korrekt und geboten gewesen wäre, bot sie ihm „Zusammenarbeit“ an unter der Bedingung, daß er „die gemeinsamen Werte“ achte als da sind „Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung.“

Trump

Also das politpädagogische Programm des Linksliberalismus, das in den USA von den Demokraten vertreten wird, die gerade gegen Trump verloren hatten, als Voraussetzung für Kooperation! Erinnert an den Filmtitel „Die Maus, die brüllte“ oder nüchtern gesagt: eine Unverschämtheit!

Trump/Merkel

Der POTUS hat sich davon selbstredend nicht sonderlich beeindrucken lassen, zog seinen hemdsärmeligen Stil und sein „America First“-Programm weiter durch, strafte die gute Kanzlerin mit weitgehender Nichtachtung und Deutschland mit Einmischung in seine inneren, wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten – was er wahrscheinlich auch ohne die Merkelsche Provokation getan hätte. Auch der ideologische (Welt-)Krieg gegen ihn, zu dem die aufgeklärt guten und anständigen Linksliberalen aller Länder sich vereinigt hatten, schien den Exentriker im Weißen Haus nicht besonders aus der Ruhe zu bringen. Und jetzt soll er womöglich für eine zweite Amtsperiode bestätigt werden? Ja lesen, schauen, hören die amerikanischen Wähler denn keine „Qualitätsmedien“?

screenshot: ZDF HEUTE SHOW 9. Oktober 2020

Klare Kante ist angesagt, gegen Trump, gegen Populismus, gegen rechts! „In einer gerechten Welt müßte man AfD-Fans das Wahlrecht entziehen, so wie man Kindern die Bauklötze wegnimmt, wenn sie randalieren“ meinte einst ein besonders demokratiesensibler Journalist der „Hamburger Morgenpost“. Wäre das nicht das alternativlose Rezept gegen den bösen Donald am 3. November?

Trump

„Nachrichten wiederzugeben reicht uns nicht. Wir wählen aus, erklären, ordnen ein“

war einst ein Reklameslogan des „Spiegel“. Obwohl er seit einiger Zeit nicht mehr benützt wird, trifft er leider immer noch zu. Denn abgesehen davon, daß er für „betreutes Denken“ steht – wem hilft es und was bringt es, wenn ein Herr Müller die amerikanischen Wähler beschimpft?

Glücklicherweise gibt es nicht nur den „Spiegel“, sondern zum Beispiel auch das neue „(Süd-)Westfernsehen“ in Form der Neuen Zürcher Zeitung. Deren Chefredakteur Eric Gujer hat letzte Woche unter dem Titel „Amerikas grosser Kulturkampf“ eine subtile Analyse amerikanischer Befindlichkeiten vor der Präsidentschaftswahl abgegeben, die in angenehmem Kontrast zum Kampfmodus unseres vormaligen „Sturmgeschützes der Demokratie“ steht. Dort heißt es unter anderem:

„Im Jahr 2015 erregte der Politologe Lee Drutman mit einem Diagramm bescheidenes Aufsehen. Danach besteht die Wählerschaft der USA zu 40 Prozent aus «Populisten», die Migration und Globalisierung ablehnen und soziale Sicherheit fordern. Die «Progressiven», die für mehr soziale Sicherheit und Migration eintreten, umfassen 33 Prozent. Die kleinste Gruppe sind mit 20 Prozent die mit dem Status quo zufriedenen «Moderaten». Trumps Politik setzt diese Theorie in die Praxis um.
Trump verstand, dass Industriearbeiter, Handwerker und Handlanger in unqualifizierten Dienstleistungsberufen mehr Schutz verlangen vor der Verlagerung ihrer Arbeitsplätze nach China und der Konkurrenz durch Migranten. Und er begriff, dass die Demokraten ein riesiges Einfallstor für einen populistischen Präsidenten öffneten, indem sie ihre traditionellen Positionen aufgaben.“

Mit dieser Aufgabe traditioneller linker Positionen ist vor allem die Abwendung vom Proletariat und dem sprichwörtlichen kleinen Mann zugunsten eines urbanen, Elitismus gemeint, wie er auch bei der deutschen SPD spätestens seit der Abwahl von Gerhard Schröder zu beobachten ist. Der Politologe Roland Benedikter warnte in einer weiteren auf „Telepolis“ (7.10.) erschienenen Analyse mit dem Titel „Politpandemie“ vor dem „Virus der Polarisierung“, den die meisten ausschließlich Donald Trump anlasten, der aber von den Demokraten nicht minder intensiv gepflegt wird. Diese wähnen sich nämlich im Besitz einer exklusiven kosmopolitisch-intellektuellen Vorherrschaft, die für Andersdenkende und vor allem Andersempfindende keinen Platz läßt – beispielhaft ausgedrückt in Hillary Clintons Wort vom „basket of deplorables“. Wer etwa 40% der Wählerschaft als „Kübel der Kläglichen“ oder „Almosenkorb der Bedauernswerten“ denunziert, darf sich nicht wundern, nicht gewählt zu werden. Die ideologisch weit nach links gerückten amerikanischen Demokraten müssen sich auch vorwerfen lassen, angeblich allgmeingültige humane Werte als exklusives Kampfmittel gegen den politischen Gegner einzusetzen – eine auch in Deutschland aus dem „Kampf gegen Rechts“ bzw. gegen die AfD bestens bekannte, aber ebenso unanständige Strategie. Donald Trump hat es hingegen in den vier Jahren seiner Amtszeit fertig gebracht, den bis dato ausgegrenzten 40% eine Stimme zu geben – das ist jener solide Sockel von Stammwählern, der den „Spiegel“ so verzweifeln lässt.

DER SPIEGEL Titel 46/2016

Er hat es dabei auf sich genommen, sich mit sämtlichen Eliten gleichzeitig anzulegen: den technologischen des Silicon Valley und der Digitalindustrie, den Bildungseliten der Universitäten sowie der Finanzoligarchie rund um Wall Street. „Viel Feind, viel Ehr’“ heißt ein aus der Mode gekommenes Sprichwort, und es ist nicht auszuschließen, daß sich der amerikanische Präsident dabei etwas überhoben hat. Aber angesichts komplexer Verhältnisse einfach nur „Pfui Teufel!“ zu schreien wie der „Spiegel“ es tut, ist an Primitivität nicht zu überbieten.

Die Analyse der amerikanischen Verhältnisse läßt sich weitgehend auf Deutschland übertragen, wo auch eine schweigende, konservative Mehrheit auf der Suche nach einer durchschlagskräftigen politischen Stimme ist. Weit und breit ist allerdings kein Donald Trump in Sicht – der hierzulande sofort mit der Nazikeule totgeschlagen würde. Da wählen viele dann doch wieder Angela Merkel – und träumen dabei von Kohl und von Strauß…

6 Gedanken zu „Vom Sturmgeschütz zur Dicken Berta – im amerikanischen Wahlkampf irisieren mehr Facetten als im „SPIEGEL“ zu erkennen“

  1. Die deutschen Medien erinnern mich immer mehr an „Karl-Eduard von Schnitzler“ und seiner Agit-Prop-Sendung „Der schwarze Kanal“ im DDR-Fernsehen:

    Hass quillt aus jeder Pore, egal von wem!

    Es ist nur noch zum Fremdschämen. „Sudel-Ede“ hat ja zum Glück schon das Zeitliche gesegnet. Mögen diese unerträglich System-Medien und Adjutanten es ihm gleichtun.

  2. Irgendwo und -wann rauschte durch den Blätterwald, dass Trump seinen märchenhaften Reichtum durch Betrug, nicht zuletzt durch Steuerbetrug zusammen gerafft hätte. Sollte der Mann seine Immunität nach einer Abwahl verlieren, drohen ihm verschiedene Verfahren bis hin zu Strafen. Könnte es sein, dass Trump diesem drohenden Angriff auf seinen Reichtums und seine Reputation mit verzweifelten Wahlmanövern begegnet? Könnte es sein, dass selbst seine Virus-Infektion ein Trick war, um verlorenes Terrain während der laufend Covid-Krise wieder zu gewinnen?

    Dass die Dreckmokraten politisch anständiger agieren, ist ebenso ausgeschlossen. Für beide Parteien und ihre Vertreter gilt das ebenfalls etwas aus der Mode gekommene Sprichwort: „Politik ist ein dreckiges Geschäft.“

    Presstituierte für ihre immer noch zahlende Kundschaft ihres bunt bedruckten Klopapiers haben Erwartungen von Werbewirtschaft wie Lesern zu erfüllen. Im rastlosen Reigen der Meinungsmacher fehlen dann noch Künstler, Kleriker und last not least die Edel-Juristen wie vom EuGH.

    Fertig ist das Wahlergebnis. So ist’s hier, wie soll’s in God’s Own Country anders sein?

    1. Trump hat gar keinen Dreck am Stecken, auch als Steuerzahler nicht. Nach jahrelanger Durchleuchtung steht Trump strahlend weiß da, während ihm mit Biden ein Konkurrent entgegentritt, der plumpere Korruption betrieben hat als jeder andere. Mit einer Biografie wie Biden hätte Trump kaum 5 Minuten in der Politik bestehen können, aber Biden wird eben von den Leitmedien geschützt.

  3. Dank des staatlichen Einkaufs der Medien unter dem Vorwand
    der Corona-Hilfe, haben die Zeilenstricher und Medienhuren
    ihren Huren – oder Judaslohn schon kassiert und prostituieren
    sich weiter mit ihren Freiern aus Wirtschaft, Politik sowie Asyl –
    und Migrantenlobby. Und eine echte Presstituierte schreibt
    oder sagt nur dass, was ihr Liebhaber eben gerne hört.

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