Westen gegen neuen Sputnik

Der vorgestern registrierte russische CoViD-19-Impfstoff hieß zunächst Gamcovidvac oder Gamkovidvak (гамковидвак, nach dem Institut Gamaleja) und wird jetzt als Sputnik V vermarktet.
Das Gamaleja-Institut betreibt einen eigenen Web-Auftritt, der erklärt, dass der zugrundeliegende Vektor schon sechs Jahre erfolgreich gegen mehrere SaRS-Viren im Einsatz und getestet ist, dass die Immunität 2 Jahre hält, dass bei den bislang nahezu Tausend freiwilligen Gamkovidvak-Versuchspersonen wie schon bei den anderen SaRS-Varianten keine Nebenwirkungen oder nur leichtes Fieber beobachtet wurde, dass die Tests der Phase III weiter gehen aber angesichts der Dringlichkeit ein international übliches verkürztes Registrierungsverfahren angemessen war. Der Ansturm auf den Impfstoff scheint überall in der Welt außer bei USA und Vasallen riesig zu sein. Letztere schicken alle möglichen fachfremden mehr oder weniger clownhaften Leitmedien-Figuren an die Front, um die russische Entwicklung irgendwie schlecht zu reden.

Peter Helmes empfiehlt aufgrund von medizinischem Rat seines Freundes Erique Comer den russischen Impfstoff:

Während die meisten von Bill Gates großzügig gesponserten Zentren für Impfstoffentwicklungen an sog. mRNA-basierten Impfungen mit bisher nicht umwerfendem Erfolg forschen – so auch die von der EU und der Bundesrepublik mit Millionenbeträgen geförderten Firmen BioTech (Mainz) und CureVac (Tübingen – gegr.v. SAP-Chef Dietmar Hopp), aber auch der „Bill-Gates“-Firma GILEAD – fanden die russischen Forschungsinstitute einen Impfstoff auf Vektorbasis, der bereits erfolgreich eingesetzt wird.
Da der medizinische Laie so manche wissenschaftliche Ausdrücke nicht so einfach versteht, seien hier einige Erklärungen eingefügt.
Bei den auf mRNA-Basis entwickelten Impfstoffen werden virale Gen-Abschnitte, die eine Immunantwort im Körper der Geimpften hervorrufen könnten, an mRNA gekoppelt und subkutan geimpft. Nachteil: Bestimmte Enzyme (Proteasen) haben diese Sequenzen und Eiweiße in der Vergangenheit zerstört und unwirksam werden lassen. Angeblich haben die Firmen und Institute dieses Problem mittlerweile weitgehend lösen können. Aber nach Anstieg der Antikörper gegen die Viren – bereits am ersten Tag nach der Injektion – fällt der Antikörperspiegel rasch wieder ab. Erst wenn dieses Problem gelöst werden kann, ist daran zu denken, dass dieser Impfstoff erfolgreich sein könnte. Man kann ja nicht vom Impfling verlangen, sich täglich neue Impf-Injektionen verabreichen zu lassen.
Der von Putin der Welt präsentierte Impfstoff ist auf „Vektor“-Basis hergestellt worden. Hierbei bedient man sich zum Einschleusen der Virus-Antigene als „Träger“ der Virus-Gen-Information bestimmter bekannter und harmloser Viren – im aktuellen Fall der beiden Adeno-Viren: Adenovirus-Typ-5-Vektor (Ad5) – und Adenovirus-Typ-26-Vektor (Ad26) Johnson & Johnson – genauer gesagt die Tochterfirma Janssen – forschen ebenfalls an Vektor-Impfstoffen mit Adenoviren (z.B. Ad26) und starten mit der Phase III der Studien.
In Oxford entwickelte Astra-Zeneca ebenfalls einen vielversprechenden Ansatz für eine Impfung gegen Corona. Boris Johnson u.a. kündigten den „raschen Einsatz“ ab Herbst 2020 an.

Während hiesige Leitmedien immer wieder über die Entwicklung in Oxford und bei Astra Zeneca berichteten, schrieben wir von unserem VK-Exil aus, dass Russland die Nase vorn hat. Unter den deutschen Leitmedien scheint besonders die Springer-Welt damit Schwierigkeiten zu haben. Für uns war es auch nicht unbedingt leicht, zu lernen, dass Russland bei der Äußerungsfreiheit im Internet die Nase vorne hat. Politisch erwachsene Menschen sind nicht auf Facebook sondern auf VK oder Telegram, und auch Software-Unternehmer sollten Russland als Standort ins Auge fassen, denn dort gibt es nur 3% Steuern auf den Gewinn, Strom kostet 1/6, und auch die makroökonomische Umgebung insgesamt ist in etwa das, was Deutschland traditionell gern war aber dank Euro nicht mehr sein kann: von Währungsstabilität und normalen Zinssätzen geprägt.