Osaka kämpft mit Pseudo-Tierfreundinnnen

Die japanische Stadt Osaka wird von großen Schwärmen von Vögeln (vor allem Krähen und Tauben) heimgesucht und hat deren Fütterung verboten, aber es gibt eine gut koordinierte Truppe von Tierfreundinnen, die nachts Brot verstreuen und morgens den Vögeln Zeichen geben, damit sie die Brote zerreissen, bevor sie gesehen werden.

Stadtpolitiker warnen, hier handele es sich „nicht um echte Tierliebe sondern um Selbstbefriedigung“. Ist dieser „Pseudo-Tierliebe“ durch überschwängliche Gluckeninstinkte zu erklären? Die Journalisten des Senders TBS haben den Tierfreundinnen aufgelauert, konnten sie aber nicht zur Rede stellen. Wie aus weiteren Berichten hervorgeht, handelt es sich vor allem um Oberstufenschülerinnen. Ihr Handeln ist rechtlich nicht zu beanstanden, da im heutigen Japan Lebensrettung nicht kriminalisiert werden darf und somit einen ähnlichen Status wie hierzulande die „Seenotrettung“ hat, die auch mancheiner von uns als „pseudo-humanitär“ bezeichnet.
Junge Frauen setzen sich nicht nur in Japan regelmäßig für gleiche Umsorgung aller Fürsorgeobjekte und gegen Egoismen des eigenen Kollektivs ein. Der Gedanke, dass jeder, der füttert, auch für eine Vermehrung sorgt, die womöglich Elend reproduziert oder Dritte schädigt, gilt allerdings, zumindest auf Menschen bezogen, nicht nur bei jungen Frauen und nicht einmal nur bei Linken als „eugenisch“ und somit „menschenfeindlich“. Irgendwie scheinen Menschen nicht den Gesetzen der Genetik und Physik zu unterliegen, und wenn jemand doch daran erinnert, dass sie es tun, stürzen sich alle politischen Konkurrenten auf ihn. So z.B. auch Trump auf Biden, der angeblich allerlei „rassistische“ Dinge sagt. Oder eben Rächzpopulisten auf Impfstoff- und Abtreibungs-Humanitaristen, die angeblich Eugenik im Schilde führen. Mit „Menschenwürde“, „Humanismus“ und „christlichem Menschenbild“ scheint die Bunte Republik auch genau diesee angebliche Erhabenheit des Menschen über die Gesetzmäßigkeiten von Malthus und Darwin zu meinen. Die Frage des Fütterverbots ist somit im Grunde die zentrale Frage in der Reifeprüfung für den Ausgang aus der selbstverschuldeten politischen Unmündigkeit, und je weiter die „Aufklärung“ fortschreitet, desto weiter entfernt sie sich von allen Möglichkeiten ihres Erfolgs.

Anhang

Warum es kein gleiches Recht auf Plätze in einem globalen Rettungsboot geben kann, erklärte erst gerade ein von Morgenwacht übersetzter Artikel.

2 Gedanken zu „Osaka kämpft mit Pseudo-Tierfreundinnnen“

  1. Luxusprobleme verwöhnter Gören einer saturierten Gesellschaft.

    Sinn von Krisen setzt Bedingungen, dass sich jeder um sich selbst, allenfalls noch um seine Brut kümmert. Sofern Sozialsysteme sich nicht mehr um Bedürftige wie deren Brut kümmern können, zieht die Existenz einen schmerzhaften Schlussstrich um unhaltbare Naturen.

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