Polen & Co versuchen Farbenrevolution in Minsk

Kurz nach Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses in Weißrussland kam es im ganzen Land zu Unruhen, die dem Skript einer Farbenrevolution a la Maidan oder BLM folgten. Ordnungskräfte wurden zur Produktion hässlicher Bilder ins Visier genommen, und westliche Politiker reagierten wie gewünscht. Alles verlief nach einem vorbereiteten Skript, und die Stellungen wurden im voraus bezogen.
Besonders aktiv tat sich dabei eine polnische Agentur namens Nexta hervor, die Regieanweisungen erteilte und Falschnachrichten z.B. von einer Flucht Lukaschenkos verbreitete. Eine von Polen geführte Gruppe von Ländern (PL, UA, LV, CZ) kämpft in einer so offenen Weise um Weißrussland, wie Russland es nie wagen würde.
Ob Lukaschenko wirklich 80% der Stimmen auf sich vereinigen konnte, zweifeln manche an, aber Wahlbeobachter verschiedener Länder (meist postsowjetisch aber auch westlich) bescheinigen ordentliches Vorgehen, und zumindest die Annahme, dass es eine deutliche Mehrheit für Lukaschenko (im Vergleich zu den anderen zugelassenen Kandidaten) gibt, ist kaum zu bezweifeln.
Dabei kommt das Horrorszenario ausländischer Intervention Lukaschenko regelmäßig zugute. In den letzten Tagen wurden 33 Russen zunächst unter Verdacht einer Absicht der Unruhestiftung vom weißrussischen Geheimdienst („KGB“) verhaftet, bis sich herausstellte, dass der Minsker KGB einer ukranischen Inszenierung auf den Leim gegangen war: der ukrainische Geheimdienst SBU hatte unter Vorspiegelung falscher Identitäten (Rosneft) russische Söldner in eine Falle gelockt. Auch hierin zeigte sich ein massiver westlicher Versuch der Destabilisierung. Kiews Involvierung war überdeutlich, da auch höchste Politiker wie Awakow und Selenski und SBU-Journalisten wie Gordon sich einsetzten, um die 33 Russen ausgeliefert zu bekommen.
Die Experten der Runde „60 Minuten auf heißer Spur“ im russischen Staatsfernsehen beleuchten die Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln und ohne viel Tabus. Die Experten glauben z.B. dass Alexander Grigorewitsch (Lukaschenko) sich von den Ukrainern freiwillig neppen ließ. L. ist schließlich auch kein Liebling der Russen, und dem stärksten Oppositionskandidat warf er vor, er sei ein russischer Agent. Darüber, ob Weißrussland jetzt verstärkt zum Westen oder zu Russland driften wird, sind sich die Experten uneinig.

Anhang

Früh übt sich, wer ein guter Kämpfer für den Ruhm der Ukraine und die westlichen Werte werden will. Im Zentrum von Kiew dürfen Vorschulkinder mit Gewehren auf „Moskwal“ (Moskautreue, Russischsprecher) schießen üben: Gruppen wie diese (Rechter Sektor) geben in Zeiten der Farbenrevolutionen im Osten den Ton an. Auch in Minsk sind die „Nationalisten“, die eine eigene weißrusssische Nation schaffen wollen, der harte Kern der Revolutions-Technik.
Anders als vor 30 Jahren ist der „Westen“ heute kein Hort der Stabilität und Legitimität mehr. In den USA etwa halten sowohl Elefanten- als auch Eselspartei die kommenden Präsidentschaftswahlen für die letzte Chance, eine diktatorische Machtergreifung der Gegenseite zu verhindern. Zivilisatorische Hemmungen sind zusammen mit den Statuen gefallen. Gegen Trump ist seit 2016 alles erlaubt. Für den Fall eines erneuten Sieges von Trump, machen Eselspartei-Denkfabriken Revolutionspläne. Für die Elefantenpartei bedeutet insbesondere die Aussicht auf kalte Enteignung des amerikanischen Volkes durch illegale Einwanderer das Aus, und letztere werden dabei als von Verrätern eingeladene Besatzer empfunden. Genau deshalb empfinden in Deutschland diejenigen, denen man Verrat vorwerfen kann, den Vorwurf vom „Großen Austausch“ und mit ihm die „Identitäre Bewegung“ als destabilisierend. In Europa läuft die Enteigung, Entrechtung und Ersetzung der Völker über den Umweg der Brüsseler, Straßburger und Luxemburger Justiz aber auch über den der Ausgrenzung patriotischer Opposition durch Gesinnungsterror und Zensur.

5 Gedanken zu „Polen & Co versuchen Farbenrevolution in Minsk“

  1. Farbenrevolutionen sind doch eine Spezialität vom Onkel S. Wieviele NGOs von dem sind denn dort zugange ?

  2. Nachtgedanken

    Es gibt Wichtigeres, als sich mit Politik zu beschäftigen. Autoren, Kommentatoren in Leserbriefen, in sozialen Netzen genießen unterhaltsame Freuden des Stammtisches. Sofern jemand aus dem unübersehbaren Pool der emsigen Schreiber, sofern sich jemand mit noch mehr Aufwand um Video-Botschaften bemüht, sofern jemand eine so große Anzahl von Abnehmern seines Fleißes erreicht, dass Spenden, Werbeeinnahmen oder sonstige Geld werte Vorteile zu gewinnen sind, ist ein Schritt zur Professionalisierung gelungen. Dann – und erst dann – macht Schreiben Sinn. Alles darunter gleicht Stammtischgeschwätz, gut für das EGO im Kreise Gleichgesinnter.

    Kritik an derzeit Mächtigen und Regierenden hierzulande, in Frankreich, den USA, in Ungarn, Italien, Polen, der Ukraine oder in Belarus – wo auch immer – ist wirkungs- und folgenlos.

    Es fällt schwer, auf gewohnte unterhaltsame Beschäftigung zu verzichten, es fällt schwer, sich nach Jahren von dieser Freizeitgestaltung zu trennen, es fällt schwer, sich anderen Gedanken und Aufgaben zu öffnen, und wenn es dann doch gelingt, so aus Einsicht in die Nutzlosigkeit aller investierter Mühen, einer gigantischen Verschwendung von Lebenszeit und Energie.

    Der Bevölkerungsaustausch ist insofern beschlossene Sache, als sich – wie Floydmasika nicht müde wird nachzuweisen – Brüsseler, Straßburger und Luxemburger Justiz diesem Bevölkerungsaustausch ihren höchst richterlichen Segen geben. Kleine Blogger-Fürze gegen die Macht diese Elite sind wie der Kampf gegen Windmühlenflügel. Floydmasika als Don Quijote, irgend ein Co-Autor zur Stelle als Sancho Pansa?

  3. Es ist erstaunlich, wie weit die Wahrnemung in Russland und Westmedien auseinander ist und wie plausibel die russische Wahrnehmung vergleichsweise ist. Aufgrund der Sprachbarriere berichten hier nicht viele darüber. Der Text war scfhnell geschrieben und hat hier wohl einen gewissen Seltenheitswert. Conservo erreicht wohl mehr Leute, aber deren Artikel und Forenbeiträge können durch einen Verweis auf diesen Text an Substanz gewinnen.

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