Putin hält nichts von Black Lives Matter

Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte gestern in einem ersten Interview seit Beginn der Corona-Krise, in sehr abstrakter, zurückhaltender Weise, wie er die Krise der USA sieht. Dem Sinn nach waren es folgende Gedanken:

Bewertung anderer Länder, insbesondere der USA, steht mir nicht zu. In Zeiten der Sowjetunion haben wir den Kampf der Schwarzen für ihre Bürgerrechte begeistert unterstützt und das Anliegen war nobel. Leute wie Martin Luther King hatten konstruktive und gerechte Ziele. Bei der heutigen schwarzen Protestbewegung ist das leider anders. Da kann ich nichts positives erkennen. Für Verbrecher gegen die Polizei aufzustehen, ist keine unterstützenswerte Idee. Deren Forderungen laufen auf eine Spaltung des Landes an ethnischen Linien entlang hinaus. Russland wäre am Ende, wenn wir so denken würden. Dann würde nur jede Ethnie sich selbst helfen und es gäbe keine nationale Solidarität mehr. Mit dieser Einstellung hätten wir, das multiethnische Russland, die Corona-Krise nicht so gut überstanden. Die USA mussten auch deshalb viele Tote hinnehmen, weil ihr interner Kampf keine Grenzen kennt. Wir sehen hier eine Fortsetzung des Kampfes um die Delegitmierung des gewählten Präsidenten. Seit 2016, als die Demokraten diesen Kampf begannen, stecken die USA in einer tiefen Systemkrise. Die USA sind ein starkes Land mit vielen Ressourcen. Wir wünschen ihnen, dass ihre Demokratie auf die Dauer stark genug ist, um sich wieder zu fangen.

Es sind wenige Sätze, die die wesentlichen Zusammenhänge erfassen. Sie sind diplomatisch und treffen dennoch in die wunden Punkte, die westliche Politiker nicht anzusprechen wagen . Nicht einmal Trump konnte den „friedlichen Protestierern“ erklären, dass sie kein berechtigtes Anliegen haben. Nur Putin kniet nicht. Russland ist bisweilen amerikafreundlicher als die amerikanischen Politiker. Spasibo, Danke, Wladimir Wladimirowitsch! So geht politische Führung!

Anhang

Der Westen wird von Idioten regiert.
Russland hat es auch deshalb besser, weil in den einflussreichsten Medien Leute sitzen, die in solchen grundlegenden Fragen ähnlich wie Putin denken, wohingegen im Westen die infantile Idiotie den öffentlichen Raum besetzt hält.
Auch Boris Johnson hat sich vor Black Lives Matter verbeugt.
Martin Sellner erklärt, warum Trump nicht die Wahrheit sagen kann.
Weder in Minneapolis noch in Atlanta haben die Polizisten, die schwarzen Mobs als Vorwand zum Saurauslassen dienten, die Einsatzregeln der Polizei verletzt. Es sind feige Politiker der beiden großen amerikanischen Parteien, die das Prinzip der Unschuldsvermutung aus dem Fenster werfen, um den Mob zu besänftigen. Wissen sie etwa nicht, dass sie damit dessen Blutdurst erst anfachen?

3 Gedanken zu „Putin hält nichts von Black Lives Matter“

  1. Unterschätzt Trump nicht! Leider kann er dieses Spiel nicht anders spielen. Bei geschätzten 70 – 75% brainwashed people in der westlichen Welt, muss man anders agieren, damit diese auch begreifen, wie das reale Spiel läuft. Das reale Spiel hinter der Leinwand von ARD, ZDF, N-TV, ORF, BR, usw.

    1. Trump könnte ohne weiteres das sagen, was Putin sagt, nämlich dass die Protestierer kein gerechtes Anliegen haben. Weder ist der Konformitätsdruck diesbezüglich unwiderstehlich noch ist Trump ein Konformist. Warum er anders vorgeht, wissen wir nicht. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Eine Alternative zu Trump ist nicht in Sicht und man könnte auch noch viel schlechter dastehen.

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