Schwarzer Euromaidan: Die Farbenrevolution frisst ihre Eltern

Russlands Fernsehmoderatoren und Studiogäste sehen den Westen auf einem gruseligen Weg der inneren Zerrüttung, wie man sie durch das Wirken von CIA, Soros und MenschenrechtlerInnen in vielen Ländern der Ex-Sowjetunion erlebt hat. Der Westen scheint in eine Grube zu fallen, die er anderen grub. Die Russen beobachten die Situation mit mehr Mitleid als Schadenfreude. Froh sind sie darüber, dass Russland vom Westen durch Sanktionen auf Distanz gehalten wird.

Der Chefredakteur des führenden Nachrichtenprogramms im russischen Staatsfernsehens, Dimitri Kisseliow, hat begriffen, was in den USA läuft, und hält sich nicht mit den bislang auch in Russland vorherrschenden, von der Sowjetpropaganda ererbten Vorwürfen gegen „amerikanische Rassisten“ auf. Stattdessen zitiert er Exzerpte von Tucker Carlson (Fox News), der zeigt, wie eine weiße Frau vor Black Lives Matter in die Knie geht, und erklärt die Vorgänge als Teil eines ausgeuferten Machtkampfes zwischen verzweifelter Eselspartei und Trump. Kisseliow zeigt in seiner sonntäglichen Wochenrückschau auch russischstämmige Amerikaner, die ihr Geschäft mit der Waffe gegen Plünderer verteidigen. Er vergleicht ferner Biden mit dem spätsowjetischen KPdSU-Vorsitzenden Tschernienko und die USA mit der gerontokratischen Sowjetunion der 1980er Jahre. Schließlich vergleicht er den Autoritätsverlust von Gorbatschow mit dem kommenden Autoritätsverlust einer amerikanischen Führung (unter Trump ebenso wie allen anderen), die dem Mob schmeichelt und die eigenen Polizisten durch feige Vorverurteilung erniedrigt. Hierzu führt er auch noch den Zusammenbruch von Janukowitschs Ukraine 2014 als Beispiel an. Die Farbenrevolution frisst ihre Eltern.

Schwarzer Euromaidan als Apotheose der Europäischen Menschenrechte

Das kollektive Niederknieen trifft den Nerv der Zeit, denn es handelt sich um kollektive Selbstaufgabe, wie sie das Nichtzurückweisungsprinzip aus Art. 33 GFK fordert. Der Geist der Europäischen Menschenrechte erreicht im Schwarzen Euromaidan seine mustergültige visuelle Form. Konservative könnten dies kritisieren, aber dann bekämen sie Gegenwind. Zumindest die politisch aktiven Konservativen haben in der Regel nicht genügend intellektuelles Rückgrat, um präzise Anklagen gegen einen Mob oder Zeitgeist zu führen. Stattdessen geilen sie sich lieber an Prügelknaben (oder Knabenliebhabern) auf, die man angreifen kann, ohne eine Anklage formulieren zu müssen. Im Effekt knien auch sie vor Black Lives Matter, und dem Nichtzurückweisungsprinzip huldigt sogar die AfD, die ebenfalls nur mit Skandalisierbildchen geknackte Nüsse knackt, um mit folgenlosem Verbalradikalismus ihre Menge zu bespaßen. Ihre geistige Trägheit rächt sich bitter und irgendwann zahlen Massen unpolitischer Nachkommen, die nicht wissen, wie ihnen geschieht. Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht.
Im russischen Fernsehen führt neben Dimitri Kisseliow am Sonntag Abend auch die Diskussionsrunde von Wladimir Solowiow die Diskussion über den Verfall der USA auf diesem Niveau der Analyse historischer Prozesse, die man im Egalitärfrömmlerfernsehen der Bunten Republik weit und breit vergeblich sucht
Über den „schwarzen Euromaidan“ diskutiert die Runde „60 Minuten“:

Anhang

In Berlin haben am Samstag 240.000 Mensch*innen für Vorverurteilung von Polizisten und Pauschalverdächtigung von Weißen im Geiste der Lernmuffel-Eliten von Maas bis Merkel demonstriert. Soziale Distanz war gestern, denn das Nazi-Virus ist viel gefährlicher als SARS-CoV-2. Für bereitliegende Pflastersteine sorgten die steuerfinanzierten Terroristen aus der Mitte der Berliner Stadtgesellschaft. In München bekannten sich Söder und Herrmann zu den Anliegen von laut Leitmedien 25.000 Anti-Rassist*innen. Auch die Reiter-Horden von München ist Bunt e.V. hatten zum Aufstand der Anständigen gegen die rassistischen Mitbürger aufgerufen. Es geht wie so oft um die Errichtung von Gessler-Hüten, aber nicht immer wird so wörtlich vor ihnen gekniet wie heute.
Wie zu Zeiten der maoistischen Kulturrevolution klagen aufgehetzte Jugendliche publikumswirksam ihre Eltern an und stürmen historische Denkmäler. In GB und Brüssel wurden mehrere Denkmäler zerstört oder geschändet. Ein junger Schwarzer in Brüssel erklärt in die russische Filmkamera, es gehe darum, dass Schwarze in aller Welt es satt hätten, von Weißen geringgeschätzt zu werden.
Auch die CSU kniet gewissermaßen vor Black Lives Matter. Kanadas Premierminister tut es in wörtlichem Sinne.
Als Willy Brandt in Warschau niederkniete, verpflichtete er ein Land, das zu vertreten er legitimiert war. Auch wenn bei weitem nicht alle Deutschen hinter Brandt standen, hatte sein Knieen ausnahmsweise Stil und Würde. Das massenweise Knieen vor Black Lives Matter hingegen ist anmaßendes, kriecherisches und übergriffiges Errichten von Gesslerhüten.
Facebook verbietet „White Lives Matter“ als eine „gefährliche Organisation“ und löscht Beiträge, die diesen „rassistischen Spruch“ propagieren. Zugleich legt Zuckerberg unter Druck empörter anti-rassistischer Mitarbeiter ein Bekenntnis zu Black Lives Matter ab. Facebook agiert hier, wie wir gestern vom WDR lernten, zwar diskriminierend aber nicht rassistisch.
Black Lives Matter und Antifa sind sich schon lange einig: Alle Bullen sind Rassisten und müssen durch ideologisch
zuverlässige Milizen ersetzt werden. Auch in Italien skandieren geflüchtete Menschen afrikanischer Abstammung auf den Straßen „Fuck the Police“, nachdem rassistische Kontrollen dort immer mehr Opfer gefordert haben.
Die SPD Baden-Württemberg hat den sofortigen Rücktritt des Landesbeauftragten für Demografie, Thaddäus Kunzmann (CDU), gefordert, weil dieser auf die kriminelle Vita der neuen Christusfigur George Floyd hingewiesen hatte. Auf Vorverurteilung von Polizisten und Pauschalverdächtigung von Alten Weißen Männern zu verzichten, ist mit den Grundprinzipien der Bunten Republik zumindest dann unvereinbar, wenn das Opfer einer benachteiligten Gruppe angehört. Ikonen solcher Gruppen anzugreifen, ist eine Form der Blasphemie. SPD-Chefin Saskia Esken hat eine unabhängige Aufarbeitung von übermäßiger Gewaltanwendung und Rassismus bei der deutschen Polizei gefordert.
Der schwarze Soziologe Prof. Glenn Loury darf im NZZ-Interview etwas verbotenes sagen und begründen: dass das Scheitern der Schwarzen in den USA heute eher an ihnen selbst als an weißem Rassismus liegt.
Der Kampf gegen die von Alten Weißen Männern etablierte meritokratische Ordnung und speziell gegen die darauf gegründete Wissenschaft und Zivilisation, die kaputt gemacht werden muss, weil sie die Benachteiligten kaputt macht, kommt aus dem Herzen des Feminismus. Der Terror kommt aus dem Herzen der Bunten Republik.
1200 GesundheitsexpertInnen der University of Washington fordern die Bevölkerung zur massiven Teilnahme an Black-Lives-Matter-Demos auf und erklären dazu, Weißer Suprematismus sei ein viel gefährlicherer Virus als SARS-CoV-2. Die 1200 Wirrologen wollen dabei keineswegs CoViD-19 herunter spielen. Sie halten das Virus für tödlich und ansteckend, aber den „weißen Rassismus“ für noch viel schlimmer und den Kampf dagegen (und gegen den Mann mit dem orangen Schopf) für die alles überragende dringlichste Priorität aller Zeiten, gegen die es immer zivilcouragiert einzutreten gilt, wenn man nicht seine Position an der Uni verlieren will. Angst vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit ihres Berufsstandes in einer Pandemie scheint sie hingegen nicht umzutreiben.
Der wiederholt als russlandfreundlich angegriffene Tucker Carlson meldet sich gerade wieder mit ähnlichen Erkenntnissen wie sein Bewunderer Dimitri Kisseliow.

5 Gedanken zu „Schwarzer Euromaidan: Die Farbenrevolution frisst ihre Eltern“

  1. Was für ein fulminantes Feuerwerk an einleuchtenden Einsichten! Für ein akademisches Publikum wie für Rentner, die in ausreichenden Freizeit diesen Artikel studieren, gleichsam ein geistiges Abendmahl höchster Qualität vom Sternekoch Floydmasika.

    Dass diese Perlen sprichwörtlich für die konditionierten Krüppel links-bunt-rot-rot-grüner idiotischer Ideologie vor die Säue geworfen sind, dass sich mit diesen Perlen nur eine erwählte Schar Menschen schmücken, die schon Grundlagen von politischem Bewußtsein aus eigenem bemühten Leiden und Forschen am kollektiven Irrsinn gelegt haben, gehört zum Kassandra-Syndrom solcher, die sehen können, was war, ist und wird… wie Floydmasika.

    Dass sich bescheiden hinter den Links weiteres Material verbirgt, was den forschenden Leser in die eisigen Höhen weiterer Erkenntnis führt, sollte der Autor m.E. prominenter als Quellensammlung seinem Beitrag beifügen, wie dies Deichmohle in seinen Schreiben macht.

    Einem Kommentar erlaubt die WordPress-Software nicht, die Links anzuführen, weshalb meine Aufzählung Inhalt und Zeit der im Artikel angeführten Links heraus stellt:

    VK-Link 8. Jun. um 19:29
    Trump führt Scheingefechte gegen die Antifa, um seine Basis aufzugeilen.

    VK-Link 8.Jun. um 21:04
    Der Märtyrerkult um einen dunkelhäutigen Verbrecher, der vielleicht auf ungerechtfertigte Polizeigewalt stieß, ist genau das, was die Lernmuffel-Eliten des Westens gesucht haben.

    LINK-Sezession Martin Lichtmesz: 7. Jun. 2020:
    George Floyd (4): Die politische Bedeutung des Märtyrerkults

    VK-Link: 8. Jun. um 19:34
    Die Vorboten linker justice und BLM-Tümelei kündigen sich an mit Vandalismus, Plünderungen, Feuer, Flamme und Dekadenz.

    VK-Link: 8. Jun um 22:11
    „Die unverbesserlichen Linksintellektuellen und linksliberalen Aufklärer glauben an eine von ihnen vorangetriebene ethische, moralische und zivilisatorische Weiter- und Höherentwicklung. Doch in Wahrheit leisten sie einer Entfaltung des Barbarischen in unserer Kultur Vorschub.“

    VK-Link 9. Jun. um 2:07
    1200 GesundheitsexpertInnen der University of Washington fordern die Bevölkerung zur massiven Teilnahme an Black-Lives-Matter-Demos auf und erklären dazu, Weißer Suprematismus sei ein viel gefährlicherer Virus als SARS-CoV-2.

  2. Ein Freund schreibt mir weitere Gedanken zu dem bemerkenswerten Artikel von Floydmasika:

    „Es ist nichts als der alte CSU-Kurs von Strauß bis Söder, der zwangsläufig immer weiter nach links driftet.“

    Strauß mit Söder zu vergleichen, da gehört schon eine Menge Ignoranz dazu. Tatsächlich war Strauß das letzte Bollwerk gegen die linksliberalen Deppen (nach dem Tod von Strauß haben Kohl und CDU deutlich die Richtung geändert).

    „Er sucht dabei genauso wenig den Kampf gegen die linksliberale Hegemonie, wie seine konservativen Vorgänger. Deren Machtbasen greift er nicht an, …“

    Welche Machtbasen meint der denn? Die Presse? Trump greift die Presse nicht an? Trump musste sich im Übrigen erst einmal gegen die Scheinkonservativen (RINOS) in seiner eigenen Partei durchsetzen und das hat er getan.

    „… als er … Trumps Weg mit dem von Michail Gorbatschow verglich, der ebenfalls seine Polizisten fallen ließ und am Schluss keine Rückendeckung mehr hatte.“

    Die Aussage ist völlig korrekt in Bezug auf Gorbatschow, der hat alle seine Verbündeten fallengelassen, aber Trump lässt Polizisten fallen? Da muss mir wohl etwas entgangen sein! Alle amerikanischen Ordnungskräfte einschließlich Militär und ICE lieben Trump. Die würden das mitkriegen, wenn er sie fallen lässt.

    Was soll Trump denn machen, zaubern? Der stand von Anfang an ziemlich alleine, bekommt jeden Tage ein anderes Messer in den Rücken und bleibt im Gegensatz zu den europäischen Politkaspern trotzdem standhaft. Ich vermute auch, dass der Schreiber von den Machtverhältnissen in USA nicht so viel weiß. Trump sind in vielen Dingen die Hände gebunden. Es stimmt, dass Amerika wie jetzt Europa kaputtmigriert wurde, aber das hat nicht Trump zu verantworten. Was er macht, finde ich nur logisch: Er versucht die Guten auf seine Seite zu bringen und die Grenzen zu schützen, und dabei ist er – gegen alle Widerstände – recht erfolgreich. Oder erwarten die Klugschwätzer, dass er in Kalifornien oder New York mit Militäreinheiten einmarschiert?

    Ich habe übrigens den, zugegebenermaßen vagen, Eindruck, dass man in Russland die amerikanischen Verhältnisse besser einschätzt als es unsere sich konservativ nennenden Berufs- und Hobbyschwätzer tun. Zum Abschluss noch eine Anmerkung zu Twitter: Dort finde ich klare Aussagen und ich weiß sehr schnell, wo jemand steht. Von den Schreibern solcher Texte nehme ich an, dass sie manchmal selber nicht wissen, was sie eigentlich sagen wollen und was sie wirklich denken.

    1. Der Vorwurf an Trump wird ja in dem verlinkten Sezession-Artikel ausformuliert. Es geht darum, dass er ähnlich wie auch Giuliani Chauvin vorverurteilt und dem Protesten ein gerechtes Anliegen unterstellt. An deren Ruf nach Vorverurteilung von Polizisten und Generalverdacht gegen Weiße ist aber nichts gerechtfertigt. Es gibt keinen echten Grund zum Protestieren außer einem ungezügelten Drang zu Anarchie, Pogrom, Plündern und Umsturz. Wie oft das schon zu Brand und Verwüstung geführt hat, wissen wir auch. Aber Trump kneift da. Auch vor BLM. Stattdessen schießt er gegen den sekundären Akteur Antifa aber auch in einer Weise, die keine Folgen hat. Natürlich wissen wir, wie schwer Trump es hat, und „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“. Uns liegt es fern, von Politikern viel zu erwarten. Je mehr sie vor den wichtigen Aussagen zurückscheuen, desto wichtiger werden ja wir. Aber es zeigt sich nun mal auch bei Trump das alte Muster, der alte Weg der „bürgerlichen liberal-konservativen“ Parteien. Die sind nicht so dekadent wie die Linken aber eben auch nicht sehr kraftvoll und das liegt auch an ihren Wählern und an der menschlichen Natur. Übrigens redet Dimitri Kisseliow nicht so im Detail darüber, woran Trump oder andere schuld sind. Er erwähnt nur, dass das Mitschwimmen mit den anarchischen vorverurteilenden Lynchmob-Narrativen sich irgendwann in der Form rächt, dass der Staat als ganzer untergehen kann.

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