Corona-Widerstandskämpfer sind Stokowskis Geschwister

Die untenrum freie Spiegel-Feministin Margarete Stokowski führt die Bio-Lernmuffelei/Leugnerei der Corona-Widerstandskämpfer auf die „drei großen Kränkungen“ zurück. Die Sozialkonstruktivistin schließt dabei offenbar von sich auf andere:

Sigmund Freud hat von drei großen Kränkungen der Menschheit gesprochen: der kosmologischen (die Erkenntnis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Alls ist), der biologischen (das Wissen, dass der Mensch vom Tier abstammt) und der – sein Ego war auch nicht klein – psychologischen (die Psychoanalyse, die das Unbewusste als ziemlich starke Macht erkannte). Es gab seitdem allerhand Thesen darüber, welche Kränkungen außerdem verheerend gewesen seien, die Corona-Pandemie dürfte sich inzwischen als ziemlich würdige Kandidatin erwiesen haben.

Darüber spottet der geschlechter-realistische (und somit laut Stokowski sicherlich „biologistische“) Blogger:

Mir ist ja unbegreiflich, wie eine Genderfeministin, die ja einen reinen Sozialkonstruktivismus vertritt, anderen die biologische Kränkung vorhalten kann.
Den genau diese Abstammung, die Biologie des Menschen, wird ja im Feminismus quasi geleugnet.

Ihr Satz passt insofern durchaus auf den Feminismus: Um so mehr wir über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in biologischer Hinsicht verstehen um so mehr lernen wir auch über Schwächen des Menschen oder Einschränkungen, zumindest im Schnitt. Und das ruft in der Tat Widerstand hervor, eben im Feminismus, der das nach wie vor ausblenden möchte.

Wer das Traktat von M. Stokowski weiterliest, findet keine Antwort darauf, was die Geisteskrankheit (von geistiger Durchseuchung spricht Stokowski) der Schutzmasken-Bürgerrechtler mit den drei Kränkungen zu tun haben könnte. Wie auch M. Klein auf Sciencefiles schrieb, hat aber gerade die Gender-Bewegung aktiv zu der Orientierungslosigkeit/Beliebigkeit beigetragen, die sich bei den Corona-Widerstandskämpfer*innen zeigt. Die Schutzmasken-Stauffenbergs mögen im Durchschnitt eher rächz sein, aber es sind die gleichen desorientierten und individualistisch verzogenen Buntbürger*innen wie Stokowski und ihre Leser*innen. Sie nutzen das geistige Rüstzeug, das ihnen die Bunte Republik geliefert hat, nämlich einen mimosenhaften Glauben an alle möglichen unveräußerlichen Rechte und eine Verachtung für die überkommene meritokratische Grundstruktur der deutschen Gesellschaft, einschließlich der Methoden der empirischen Wissenschaften und der ehemals schönen Künste, die eine Rangordnung zwischen Höher- und Minderwertigem erlauben. Diese Art der Unterscheidung bekämpfen sie wahlweise als Rassismus/Sexismus der Alten Weißen Männer (wahlweise auch mit Soros und Gates, denen gerne afrikaniche Voodoo-Mediziner entgegengestellt werden). In jedem Fall ist es eine „autoritäre“ „institutionellen Gewalt“, die einem bunten Paradies der Gleichheit und Beliebigkeit entgegensteht. In ihrem Paradies sind Katastrophen und Ausnahmezustände verfassungswidrig und somit inexistent und von Verschwörern erfunden, die Orwells Dystopie einführen wollen. Und genau so wie die Volksleugner*innen schieben auch die Seuchenleugner neben ihrer Individualrechtsdogmatik auch pseudowissenschaftliche Wir-schaffen-das-Rationalisierungen vor. Des einen Herdenimmunität sind des anderen Fachkräfte, und entgegenstehende Denkweisen sind böse und nicht hilfreich.
Klein wirft Christian Drosten vor, dass er erst jetzt gegen Pseudowissenschaft Sturm läuft aber bei der Unterminierung der Universitäten durch anti-meritokratische und anti-wissenschaftliche Brückenköpfe wie Gender geschwiegen habe. Margarete Stokwoski aber hat nicht geschwiegen, sondern sie schreit und schreibt unentwegt für die Zerrüttung der Wahrheitssysteme.
Am besten sind heute in Europa Staatsmänner wie Orbán, Putin und deren Kollegen aus Prag, Warschau, Belgrad, Sofia usw. in der Lage, die Krise zu meistern, denn in diesen Ländern ist die egalitärfrömmlerische Durchseuchung von +-1968 weitgehend ausgeblieben und die Völker kennen noch so etwas wie Notstand und trauen ihren Regierungen zu, dass sie ihr Volk loyal durch diesen steuern.

Anhang

Ungarns Notstand ist schon wieder zu Ende. Leitmedien schreiben darüber nicht. Stattdessen trommeln sie weiter gegen Orbán und beschuldigen das Bundesverfassungsgericht, dessen Souveränismus mit dem EZB-Urteil Vorschub geleistet zu haben.

3 Gedanken zu „Corona-Widerstandskämpfer sind Stokowskis Geschwister“

  1. Frage an Margarete Stokowski:

    Frau Stokowski, was ist ein Vakuum?

    Antwort von Margarete St.:

    Moment, ich hab’s im Kopf – aber ich komm‘ nicht drauf

    Das ist Alles, was es zu solchen Frauen (analog „Raffzahn Schäbig“ aka Sawsan Chebli) zu sagen gibt! Aber wir leben ja in einer Welt, wo abgebrochene Schulmädchen als Expertinnen zu Corona-Diskursen eingeladen werden.

    Allesamt retardiert wie ein Stück Knäckebrot aber leider an desaströser Position – wie auch die Qualle Eva H. von der SPD als Wehrbeauftragte …

  2. Wie zumeist lässt mich der Text von Floydmasika lange über die charmant plaudernde Schriftstellerin Stokowski sinnen. Sie war mir schon von Pirincci bekannt, der ihren feministischen Furor auf’s Feinste sezierte und analysierte, von Mannes Sicht aus in „rechte Licht rückte“. „Mann“ staunt und stöhnt über Stokowski. Nun macht Floydmasika diese feministisch verdrehte Furie mit dem Abbild der Vagina auf, des „Pudels Kern“ des Weiblichen, woher alle Menschen kommen und sich wohl die meisten Männer im „Safte ihrer Schaffenskraft“ sehnen. Fürwahr aus dieser Verbindung von Weiblichem und Männlichem entsteht Leben, was uns Zweibeiner bislang vor dem „Aussterben“ bewahrt hat. Nun bringt Floydmasika Sinn und Sein von Stokowski mit seinem Sätzchen auf den Punkt (falsche Schreibweise ihres Namens übernommen):

    —————-
    Margarete Stokwoski aber hat nicht geschwiegen, sondern sie schreit und schreibt unentwegt für die Zerrüttung der Wahrheitssysteme…..
    ——————————

    Viel hat Floydmasika in seinem denkwürdigen Beitrag verlinkt, warum nicht den Link zu Stokowskis Sermon? Dies sei nachgeholt:

    https://www.spiegel.de/kultur/corona-ein-virus-das-lunge-und-ego-angreift-kolumne-a-fcac8579-7466-427d-9b5c-a30aafb3f565

    Genießen wir ihre schönen Sätzchen, denn so verknüpft die belesene Dame in kunstvoller Kenntnis ihre Schreibe mit der angesagten Szene, verdient ihr Geld im Relotius-Ramsch Blatt – und nicht nur dort. Warum nicht? Selbst Meister Pirincci, der Premium pöbelnde Prophet der Zeit muss mittlerweile seine Sermone hinter der Bezahlschranke anbieten, weil Spenden ihm nicht reichen. Als Lohnschreiber sich vor dem Freier des Zeitgeistes öffentlich zu prostituieren, verlangt viel.

    Und wie füttert Stokowski die Masse Meinung Mensch? Wie verwebt sie ihre Kunst…. „unentwegt für die Zerrüttung der Wahrheitssysteme…..“?

    Symptomatisch mit diesem Satz aus ihrem Sermon:

    ——–Stokowski Zitat:
    Den mehr oder weniger prominenten Männern, die jetzt öffentlich durchdrehen, weil sie sich regelmäßig die Hände waschen sollen, beim Einkaufen eine Maske tragen müssen und all die anderen kleinen Dinge, ist wahrscheinlich mit Argumenten nicht beizukommen. Deren Egos sind vermutlich vollständig durchseucht, …………….
    ————Zitat-Ende———

    Hier liegt der Hase im Pfeffer, mit dem unendlich aufgebretzelten EGO einer wie derer von Stokowski, der weder ein Pirincci, ein Deichmohle, ein Floydmasika und schon garnicht meine morgendlichen Fingerübungen an der Tastatur hier beikommen können. Denn an Stokowskis Sermonen saugen Millionen.

    Doch einer rückt die aus dem Gleis geratene Geschichte in die letzt gültige Wahrheit von Leben und Sterben, von Geburt und Tod zurück… und das ist der Knochenmann mit der Säbelsense….

    Fern vom feministischen Furor besingt Goethes Gedicht Heideröslein das ewig gültige Spiel von Mann und Frau:

    „Und der wilde Knabe brach
    ’s Röslein auf der Heiden;
    Röslein wehrte sich und stach,
    half ihm doch kein Weh und Ach,
    mußt’es eben leiden.
    Röslein, Röslein, Röslein rot,
    Röslein auf der Heiden.“

    An der politisch korrekten Säuberung, sprich Zensur, von Goethes letzter Strophe hat sich der feministische Furor noch nicht versündigt. Milde lächelnd liest man Kolumnen wie von Stokowski, Sibylle Berg und unzähligen anderer ihrer Sorte.

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