Bunte Republik feiert Tag der Volksleugnung und Volksabschaffung

Das rotgrüne Berlin macht heute den 8. Mai offiziell zum Feiertag. Bayern-SPD, Heiko Maas u.v.m. fordern, dies für das ganze Bundesgebiet zu verstetigen. Führende Politiker legen an alliierten Soldatenfriedhöfen Blumen nieder und danken deren heutigen Politikern für die damalige „Befreiung“, als hätte ein „besseres Deutschland“ mit den guten Menschen der ganzen Welt gemeinsam auf diesen Tag hingearbeitet.
Alexander Gauland erklärte dazu, der 8. Mai sei nur für einige Leute wie z.B. KZ-Insassen ein Tag der Befreiung gewesen aber nicht für Deutschland als ganzes. Für diese Binsenweiseheit bezog er sogleich traditionelle Prügel, wie es sie seit 1985 alljährlich in diesem Zusammenhang hagelt.
Der 8. Mai 1945 war sicherlich nicht nur für KZ-Insassen sondern auch für die verbliebenen Wehrmachtsoldaten und normalen deutschen Zivilisten ein Tag des Aufatmens, der Befreiung aus einer untragbaren Situation. Aber es war auch der Tag, an dem der deutsche Staat mitsamt Volk verschwand und bloße „Menschen“ hinterließ, die nur noch bang auf Gnade hoffen konnten. Von den westlichen Besatzungsmächten hatte man kaum besseres zu erwarten als von den östlichen. Es gab ernsthafte Volksabschaffungspläne (Morgenthau, Hooton, Kaufmann etc) und dazu passende Handlungen wie Hungerpolitik, genozidale Vertreibungen, Gebietsabtrennungen, massenhafte Vergewaltigung und Verschlepung sowie Abbau und Ausplünderung der Industrie und Wissenschaft. Stalin wurde mit dem Spruch „Hitler kommen und gehen, das deutsche Volk bleibt bestehen“ zum Hoffnungsträger. Erst der Kalte Krieg schuf wieder Spielraum. Den 8. Mai von deutscher Seite her zum „Tag der Befreiung“ zu stilisieren, ist Geschichtsklitterung und dient dazu, das deutsche Volk als solches zu leugnen und unsouverän zu halten. Wir sollen lernen, uns als globale Kolonialsubjekte wohl zu fühlen.
Der 8. Mai ist insoweit eine negationistischer Feiertag. Leid und Unfreiheit werden geleugnet, und die Diskursbeherrscher lauern denen auf, die nicht mitmachen. Alte Wunden werden zu alt-neuen Herrschaftszwecken im Sinne der vom Baer-Voßkuhle-Gericht abgesegneten Volksleugnungsdoktrin „wach gehalten“. Wer einen Zusammenhang zwischen Freiheit und Souveränität sieht, ist dann schon für die Proskription durch Haldenwangs „Verfassungsschutz“ reif.

Russland: Großer Vaterländischer Krieg bringt 75 Jahre danach noch Segen

Russland feiert das 75jährige Siegesjubiläum dieses Jahr ohne Parade aber dafür mit Aufführungen alter Kriegslieder vor den Fenstern der zumeist 90 bis 100jährigen Veteranen, die in Quarantäne leben. Die unfassbaren menschlichen Opfer, die Russland und seine sowjetischen Brudervölker für den Sieg aufwenden mussten, machen sich noch heute in starker Identität und Zusammenhalt bezahlt, wie auch die Stellungnahmen aus den Ex-Sowjetrepubliken zeigen. Der Zusammenhalt Russlands ist, wie Putin neulich sagte, darauf gebaut, dass man seine Alten nicht im Stich lässt. Es liege im Blut der Russen, sich nicht zu schonen, wenn die Umstände es erfordern. Während Russland geistig gestärkt aus dem Krieg hervorging, wurde Frankreich fast so schwer und nachhaltig traumatisiert wie Deutschland. Wir bezahlen auch mit der EU dafür.
Wir können den Russen, die die Hauptlast diesses Krieges trugen, ihre morgige Siegesfeier von Herzen gönnen, aber uns auf die Seite der Sieger schleichen und mitfeiern können wir nicht. Es ist ihre Feier, nicht unsere, egal wie sehr sich die Bunte Republik bemüht, aus unserer nationalen Haut zu schlüpfen.

Zum Großen Vaterländischen Krieg versammelten sich die Russen und Sowjetvölker hinter Stalin, und kaum jemand kam auf die Idee, in ihm in diesem Moment vorrangig den blutigen Tyrannen zu sehen, von dem man sich von außen „befreien“ lassen müsse. Auch heute wehrt sich Russland energisch gegen Versuche, seine damalige Leistung durch Gleichsetzung von Hitler und Stalin klein zu reden. Der Fehler dieser Gleichsetzung liegt auch nicht darin, dass Stalin ein lieber Onkel gewesen wäre, sondern darin, dass er defensiv agierte, und das schon lange. Putin legt in den letzten Monaten großen Wert auf die Feststellung, dass es der Westen war, der Hitler lange Zeit gefördert und geschont hatte, um ihn als Rammbock gegen die Sowjetunion einzusetzen. Das Molotow-Ribbentrop-Abkommen sei ähnlich defensiv gewesen wie zuvor das Münchner Abkommen.
Die Sowjetunion war auch 1945 wohl die deutschfreundlichste Siegermacht. Der Spiegel erklärte 1969 sehr schön, mit welcher irrationalen Verehrung Russland seit Jahrhunderten nach Deutschland geschaut hat und trotz wiederholter Kränkung weiter schaute. Der russische Blick auf Deutschland ist freundlicher als der vorherrschende deutsche. Selbstvertrauen macht eben großzügig. Sieg in gerechtem Krieg bringt 75 Jahre danach noch Segen, Niederlage in ungerechtem hingegen Fluch.

Anhang

Russlands Militärarchive veröffentlichten gerade zum 75jährigen Siegesjubiläum letzte Details des Kampfes um die Straßenblöcke von Berlin Ende April bis Anfang Mai 1945 und die Stürmung des Reichstagsgebäudes am 2. Mai sowie Siegesfeiern und Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung des besetzten Berlin, insbesondere seiner Kinder, mit Milch. Ferner hätten sie für die geschlagenen deutschen Soldaten, von denen viele unter Seuchen (Dysenterie) litten, gleich mehrere Krankenhäuser gebaut, um zerstörte zu ersetzen. In den Akten sind auch besondere Anordnungen zum Schutz deutscher Kulturgüter zu lesen.
Die Degeneration von Squadrismo zu Antifascismo beschreibt Giuseppe Tomasi die Lampedusa in Il Gattopardo: „„Der Fürst aber dachte niedergeschlagen: Danach wird alles anders sein, aber schlechter. Wir waren die Leoparden: unseren Platz werden die Schakale einnehmen, die Hyänen.“

5 Gedanken zu „Bunte Republik feiert Tag der Volksleugnung und Volksabschaffung“

  1. Jeder Tag wird mitlerweile zu irgendwas stilisiert. Der 9.11. wurde zu einem Tag gegen rechts, obwohl der ja eigenentlich gegen links gerichtet war, und der 8.5. ist nun ein Tag für…. Selbstbeweihräucherung eines feindlichen Marionettensystems was einem die Luft zum Atmen nimmt? Ich meine, mit unserem ursprünglichen geistigen Vermögen wären wir jetzt schon 100 Jahre weiter. Wahrscheinlich sind das die Amis mit Hilfe deutscher Wissenschaftler, die denen erstmal die Grundlagen erklären mußten, auch schon in etwa. Das Schlimme ist, dass die Leute mitlerweile so böse reagieren, wenn man sie versucht zu erwecken, dass man merkt, sie sind wieder gern Sklaven. Der Unterschied zu Rußland ist, dass wir unsere alten Leute in Betonbunker stecken, die heutzutage Altenheime genannt werden. Für lebenslange Arbeit hätten die nicht weniger als ein Schloß verdient. Prunk, im Gegensatz zu denen, die es mit vollen Händen ausgeben, obwohl sie seit der Jugend in einer Partei sind, und somit nichts selbst erarbeitet haben. Sie erhöhen sich sogar ihre Gehälter selbst und haben das gesetzlich absichern lassen, damit es wenigstens noch so aussieht, als wäre das hier ein Rechtsstaat. Ich glaube ja, das ist nur eine hohle Phrase und man kennt so etwas garnicht mehr. Ich kann jedenfalls nur voller Verachtung gegenüber der BRD jeden Morgen aufwachen und darauf hoffen, dass sich ein echter Tag der Befreiung wiederholt. Was ich mir sehr oft sage ist, dass das Böse niemals gewinnen kann, denn nur etwas was liebt kann siegen. Letztendlich haben die Amerikaner und ihre Verbündeten, wozu ich nicht gehöre, so viel schlechtes Karma angesammelt, dass das irgendwann auf sie zurückkommt, und das wissen sie :).

  2. Stalin ging es niemals um die Russen,er war ja gar keiner.Er lies so gut wie alle alten Genossen umbringen und lies Soldaten ohne Waffen ins MG Feuer laufen,wer nicht wollte wurde vom NKWD erschossen.
    Juden wurden dort schon während der Revolution von Roten,Weissen und unabhänigegen umgebracht.Und im 2WK soll man sie dort plötzlich geliebt haben?

  3. Ob Stalin defensiv oder vorgab defensiv Krieg führte, darüber streiten sich die Gelehrte. Das Narrativ der „kommunistischen Weltrevolution“ spukte damals durch die Geister, mochte vom russischen Weltreich bis zum Atlantik träumen, wer wusste schon, will schon wissen, was Stalin träumte? Jedenfalls schreiben Experten weiter an ihren Werken wie „dem Krieg, der viele Väter hatte“.

  4. Stalin war zum Raub bereit, wenn sich eine günstige Gelegenheit bot, aber nicht auf Abenteuer aus. Er zielte eher auf gemächliche Entwicklung. Von ihm stammt auch die Aussage, das russische Reich könne nur durch eine kommunistische Neuformierung der Kolonisierung durch den Westen engehen. D.h. er war gefahrenbewusst und stand mit den Beinen auf dem Boden. Das zeigte er auch durch seine Zurückhaltung im Korea-Krieg. Eventuelle Weltherrschaftsträume Stalins sind daher nicht besonders relevant. Sein Handelkn war nicht von Träumen bestimmt. Mehr praktische Bedeutung haben die westlichen Träume von der gegenseitigen Zerstörung von Hitler und Stalin. Stalin war sich dieser Träume bewusst und wollte 1939 den Zeitpunkt hinauszögern („Wir werden nicht für England die Kastanien aus dem Feuer holen“). Der Zusammenprall beider lag als Möglichkeit in der Luft, und Hitler schrieb am Starttag des Unternehmens Barbarossa an den Duce, dass er sich befreit fühle, endlich seiner Bestimmung zu folgen. Einer Bestimmung, die auch der Westen so lange stillschweigend zu dulden bereit war, wie der Sieg noch hinreichend fern lag. Hitler hoffte wohl, dem Westen mit einem schnellen Sieg zuvorkommen und so endlich unangreifbar werden zu können. Er sah dies durchaus nicht unrealistisch als seine einzige Chance. So erklärt es Joachim Fest.

Kommentare sind geschlossen.