Corona-Pandemie – Einstieg in den totalitären Überwachungsstaat?

Die Ereignisse überschlagen sich. Was vor wenigen Tagen noch in Stein gemeißelt schien, ist heute schon wieder Makulatur. Wie der Beginn der Olympischen Sommerspiele am 24. Juli 2020 in Tokyo. Nicht zuletzt auf Druck etlicher Athleten und NOKs wurden die Olympischen Spiele in Tokyo Hals über Kopf wie die für 1940 geplanten abermals abgesagt. Niemand der Entscheidungsträger würde sich dem Vorwurf aussetzen wollen den Tod von Athleten und Zuschauern fahrlässig verschuldet zu haben.

Aber

„Nun sind halt da“,

um es im Jargon der Pfarrerstochter zu formulieren – diese Corona-Viren, Biester von einer Größe von gerade einmal einem millionsten Millimeter.

Die Pfarrerstochter und Deutungs-Beauftragte für Hetzjagden rät angesichts der verdriesslichen Situation sinngemäß:

Glauben Sie keinen Gerüchten, die nicht von mir selber gestreut werden!

Damit dieses Gebot auch befolgt wird verfolgt Merkels folgsamer Hardliner Haldenwang nun Häretiker, die dem Überwachungsstaat ein Dorn im Auge sein könnten.

Haldenwangs Buntstasi drangsaliert immer mehr Medien. Nach Compact jetzt RT. Eigentlich hat das BVerfG den Schlapphüten die publikumswirksame Medienstigmatisierung verboten. Dafür kämpfte die JF jahrelang, doch die erkämpfte Freiheit wird zurückgerollt und der Buntbürger, der von Freiheit nicht mehr viel versteht, klatscht dazu. Die Liberalen (FDP) begrüßen aus der Opposition heraus Merkels Repressionsarbeit, denn sie finden dass die Freiheit des Bürgers, sich allgemein zugänglichen Quellen zu informieren, begrenzt werden muss.

Trotz der Repressionen gegen BAYERN IST FREI mit Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme von Rechnern und Handies informieren wir unsere Leser so lange es geht.

Dieses Mal übergeben wir das Wort an

Notan Dickerle

Anwärter auf den Leuchtturmpreis für mutigen Journalismus gegen „Bunt“

Wer hätte sich vor zwei Wochen vorstellen können, daß wir heute, im angeblich besten Deutschland aller Zeiten, zum Frühlingsanfang 2020 kaserniert in unseren Häusern und Wohnungen sitzen und dieselben im Wesentlichen nur noch zur Arbeit, zum Einkaufen und für den Arztbesuch verlassen dürfen?

In Bayern, in Sachsen und im Saarland ist es so, im übrigen Bundesgebiet nur unwesentlich liberaler, schließlich will sich im Zeitalter des Kümmererstaates kein Politiker nachsagen lassen, für den Tod auch nur eines einzigen Menschenlebens irgendwie verantwortlich zu sein. Da sind materielle Kollateralschäden egal welcher Größenordnung Nebensache.

In Nachtwächterstaaten vergangener Jahrhunderte, in der noch nicht für jedes private Problem eine öffentliche Lösung erwartet wurde, war das anders: die sog. „Russische Grippe“ bzw. „chinesische Schnupfen“ forderte in den Jahren zwischen 1889 und 1895 etwa eine Million Tote, die „Spanische Grippe“ 1918-20 sogar mindestens 25 Millionen (bei einer Weltbevölkerung von 1,65 Milliarden), die „Asiatische Grippe“ Ende der 1950-er Jahre immerhin zwei Millionen (davon 30.000 in D), die sog. „Hongkong-Grippe“ vor gut 50 Jahren noch einmal eine Million (davon 40.000 in Deutschland).

Russische Grippe/Chinesischer schnupfen/Influenza-Pandemie 1889-185; zeitgenössische Karikatur; Quelle: Wikipedia

Verglichen mit diesen Zahlen nehmen sich die knapp 15.000 weltweiten Todesopfer, die bisher (Stand Montag, 23.3.) Opfer von Covid-19 geworden sind, vergleichsweise bescheiden aus und sind mit ein Grund dafür, warum nicht nur Verschwörungstheoretiker, sondern auch einige ausgewiesene Experten (wie der Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg) die ganze Aufregung um den Coronavirus für ein „Riesenfake“ halten, ein Phantom, für dessen Bekämpfung die Politiker ohne Rücksicht auf Verhältnismäßigkeit bereit sind, nicht nur die Freiheit seiner Bürger sondern die gesamte Volkswirtschaft und mit ihr die Grundlage unseres Wohlstandes aufs Spiel zu setzen.

Für Nichtmediziner, also die allermeisten Betroffenen, ist es kaum möglich, die von den Experten vorgetragenen Argumente für oder gegen die Angemessenheit der angeordneten Maßnahmen einzuschätzen.

Nach den vielen Jahren systematisch manipulierter Information durch das System Merkel bzw. des unter ihrer Regierung durch die Hintertüre eingeführten „Breiten Bunten Bündnisses“ (BreiBuBü) – von den „Schutzschirmen“ zur Rettung des Euro bis zur „Energiewende“, von der „Flüchtlingskrise“ bis zu den „Hetzjagden“ in Chemnitz – ist der Vertrauensverlust in die politische Klasse enorm.

Gemäß der alten Volksweisheit (o je, schon wieder das „Volk“, politisch korrekt müsste es heißen: gemäß dem alten Vorurteil)

„Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht“

können sich kritische Geister derzeit kaum vorstellen, daß in der Corona-Krise seitens der etablierten Parteien und Regierungen ausnahmsweise einmal mit offenen Karten gespielt wird.

Andererseits ist nicht alles auf der Welt „Fake News“ oder „Hoax“, nur weil es die Regierung verkündet. Wer sich die Berichte aus Italien vor Augen hält muss zugeben, daß da etwas aus dem Ruder gelaufen ist, was es bisher jedenfalls in der aktuellen, lokal zugespitzten Intensität nicht gegeben hat, auch wenn es für die Evidenz einer signifikanten Übersterblichkeit (im Vergleich zu anderen Jahren) noch zu früh ist. Auch die Tatsache, daß Länder, die so gar nicht ins ideologische Schema passen wie Iran, Südkorea und nicht zuletzt Russland bei der Pandemie eine wesentliche Rolle spielen, spricht gegen die These, hier würden einfach jahreszeitübliche Krankheiten zum Popanz aufgeblasen, um eine linksgrüne Agenda im Sinne einer Neuen Weltordnung voranzutreiben.

Die Tatsache, daß „Corona“ bzw. COVID-19 ein seriöses Problem darstellt, welches sowohl von den Betroffenen als auch vom Staat ernst genommen und mit adäquaten Mitteln bekämpft werden muss, bedeutet aber keineswegs, daß man die Situation nicht politisch instrumentalisieren könnte. Die Welt im Ausnahmezustand bietet ganz im Gegenteil geradezu phantastische Möglichkeiten zur Durchsetzung politischer Interessen.

Der Kardinalfrage „Wem nützt es?“ folgend sei in diesem Zusammenhang folgendes festgehalten:

Unsere gute Kanzlerin, vor Jahresfrist noch schwer angeschlagen, sitzt seit ihrer Fernsehansprache vom 18.3. wieder fest im Sattel. Diese war keineswegs originell, kam spät, entsprach in ihrer sparsamen, unaufgeregten Gefühligkeit aber ganz dem Bedürfnis der verunsicherten alt- und neudeutschen Wohlstandsbürger (-Innen/-dödel).

Selbst die im rhetorischen Baldrian versteckte Aufforderung, keine „Fake News“ sondern ausschließlich der Regierung zu glauben stieß – sofern überhaupt wahrgenommen – kaum auf Kritik.

Auch die freiwillige Quarantäne, in die sich die Dame im Anschluss an die „Schaltkonferenz“ vom 22.3. begeben hat, festigt ihre Position: Seht nur unsere gute Kanzlerin, die nimmt es ernst! Vorher hatte sie die beschlossenen „erweiterten Leitlinien“ mit autoritärem Minimalismus auf den Weg gebracht: „Kurz gesagt, so retten wir Leben… Bitte, ziehen Sie alle mit!“ Ein Bösewicht, wer sich über Angelas Quarantäne lustig macht (wie zwei AfD-Abgeordnete „zwitscherten“), sie für einen PR-Gag hält oder gar (wie „Watergate.tv“) für eine elegante Art, Merkel politisch abzusetzen. Das Gegenteil dürfte der Fall sein: auch wenn ihre Mundwinkel immer tiefer hängen wird unsere gute Kanzlerin das Schiff so bald nicht verlassen, „Corona“ wirkt vielmehr wie eine zusätzliche Schicht Pattex auf ihrem Amtssessel…

…alldieweil die potentiellen Nachfolger (derzeit keine -Innen in Sicht!) versuchen, mittels Corona-Krise ihre Positionen zu verbessern. Friedrich Merz kann bisher nur als Corona-Patient Punkte sammeln, Armin LASCHet gibt den milden Onkel und Markus Söder den entschlossenen Caudillo. Sein entschlossenes Auftreten kam zumindest im Süden der Republik auch bei Skeptikern bisher gut an. Söder hatte freilich die unter Franz Josef Strauß tiefschwarze CSU in den letzten Jahren linksgrün versödert und vermerkelt und zum Bestandteil des „BreiBuBü“ gemacht. Gesundheitsminister Jens Spahn hat seinen ursprünglichen ressortbedingten Aufmerksamkeitsvorsprung zuletzt an die Ministerpräsidenten verloren.

Die Opposition hat in den Zeiten der Not einen schweren Stand. Es ist die Stunde der Exekutive, politisch sind die regierenden Parteien im Vorteil (so Herfried Münkler im „Spiegel“-Interview). Was Tausende steuergeldalimentierter Antifanten mit ihren gestreckten Mittelfingern nicht hingekriegt haben schafft jetzt „Corona“: die AfD liegt in Umfragen unter 10%. Aber auch die Grünen verlieren an Zustimmung, seit Klima-Greta nicht mehr die Schlagzeilen dominiert.

Schon Cicero formulierte

„Salus populi suprema lex“

– die Gesundheit des Volkes ist das oberste Gesetz.

War man im Merkel-Staat in den letzten Jahren mit gesetzlichen Vorgaben schon bemerkenswert kreativ umgegangen, besteht jetzt die Gefahr, daß alle Dämme brechen. Die EU, die im Zusammenhang mit „Corona“ nicht eben den Eindruck der Unersetzlichkeit erweckt, hat die ohnehin unbeliebten, selten genug beachteten Stabilitätskriterien für die Gemeinschaftswährung jetzt über Bord geworfen – angeblich nur vorläufig für die Zeit der Krise; aber wer kann schon eindeutig feststellen, wann diese vorbei ist? Das Virus ist latent vorhanden, Infektionen können jederzeit wieder ausbrechen… Die viel zitierten Paragraphen 28 und 30 des Infektionsschutzgesetzes, welche die Möglichkeit weitgehender Einschränkung von Grundrechten bzw. die Quarantäne vorsehen, sind eigentlich für Einzelfälle und nicht für die flächendeckende Anwendung auf das gesamte Staatsgebiet gedacht. Eher anekdotisch: der Bundestag will das Quorum für seine Beschlussfähigkeit auf ein Viertel seiner Mitglieder senken, schließlich könnten sich zu viele MdB’s gleichzeitig in Quarantäne befinden. „Hammelsprünge“ also weitgehend ausgesetzt, vorerst bis 30. September…

„In Zeiten des Coronavirus treten der Kontrollwahn, die Paranoia und die politischen Mechanismen des Apparats noch deutlicher zutage als sonst“

schrieb die lammfromme FAZ forsch am 17. Februar. Gemeint war freilich nicht Merkel-Deutschland sondern die VR China.

Etwas mehr als einen Monat später ist der gute demokratische Westen an derselben Stelle angelangt wie der autoritäre Ferne Osten. „Eine sich selbst radikalisierende Virusbekämpfungspolitik hat eingesetzt… der großen Wohlstandsmaschine wurde der Stecker gezogen“ konstatiert der Publizist Gabor Steingart.

Alldieweil Berlins Starvirologe Christian Drosten von der Möglichkeit schwadroniert, den Ausnahmezustand auf ein ganzes Jahr auszudehnen sollen sich drei Viertel aller Bundesbürger für eine bundesweite Ausgangssperre nach dem Vorbild Bayerns ausgesprochen haben. Dem „Spiegel“ genügt das offensichtlich nicht, er stellte zuletzt die larmoyant-rhetorische Frage

„Warum verändern manche Menschen ihr Verhalten immer noch nicht?“

Schwere Zeiten für Individualisten. Und für alte Menschen, die das mit Abstand größte Risiko haben, an COVID-19 zu sterben. Sie werden daher streng isoliert und dürfen in den meisten Ländern nicht einmal mehr besucht werden. Ob man ihnen, die ohnehin am Ende ihres Lebens stehen und in dieser letzten Lebensphase ähnlich viel Zuwendung benötigen wie Neugeborene in ihrer ersten, damit einen Gefallen tut ist höchst zweifelhaft.

Professor Antony Mueller vom Ludwig van Mieses Institut hat die Frage aufgeworfen, ob nicht mehr alte Menschen an den Konsequenzen der rigiden Maßnahmen zur Bekämpfung der „Corona“-Pandemie sterben als an der Krankheit selbst („Operation gelungen, Patient tot – Wie die Politik einem Phantom nachjagt und dabei die Wirtschaft zerstört“), eine Frage, der aber soweit ersichtlich nirgendwo ernsthaft nachgegangen wird. Die Enkel könnten ihren Großeltern ja Videobotschaften senden oder „Podcasts“, anstatt sie zu umarmen, lauten yuppiehafte Ratschläge für die isolierten Senioren. Ob die überhaupt wissen, was ein „Podcast“ ist? Sollen eben endlich „netzaffin“ werden, diese Ewiggestrigen oder – auch das wird in urbanen Bobo-Kreisen inzwischen ohne Schamesröte propagiert – endlich Platz für die bessere Menschheit machen. Die Zukunft ist schließlich für die Jungen da und nicht für böse, weiße Männer, die Industrie, Sklaverei und Plastiktüten erfunden haben, oder für die Omas, die bekanntlich alte Umweltsäue sind und Billigkoteletts essen anstatt Veggieburger. Manche von ihnen sollen sogar noch ein Mutterkreuz haben…

Und schwere Zeiten für die Wirtschaft. Niemand kann bisher die leiseste Vorstellung über das Ausmaß der Schäden und Verluste haben, die auf Grund der Bekämpfung der Pandemie sowie des dadurch bewirkten Umbaus der Weltwirtschaft, der Umleitung der Ströme von Waren und Dienstleistungen in Deutschland und in anderen Ländern entstehen. Der Präsident des IfO-Instituts, Clemens Fuest, rechnet mit „flächendeckend roten Zahlen“ in einer „Krise, gegen die man nicht wirklich anfinanzieren kann“. Dessen ungeachtet hat der Deutsche Bundestag gestern den größten Nachtragshaushalt seiner Geschichte in Höhe von 156 Mrd. € beschlossen, das ist beinahe die Hälfte des ursprünglich für 2020 vorgesehenen Volumens. Die EZB hatte bereits vorher verkündet, die Staaten Europas notfalls bedingungslos zu retten, mit den größten Schutzschirmen, die es je gab. Die Methode dazu ist seit der Griechenland-Krise bekannt und heißt auf neudeutsch „quantitative easing“, virtuelle Geldschöpfung. Abgesehen davon, daß die durch „Corona“ bedingte Schrumpfung der wirtschaftlichen Produktion einer sinnvollen Verwendung der verfügbar gemachten Geldmengen entgegensteht und eine Inflationsspirale provozieren könnte, bleibt die Frage der schwäbischen Hausfrau, wer letztlich für den gesamten Pump aufkommt, wenn die Rechnungen einstmals präsentiert werden. Die Antwort dürfte nicht überraschen: wir, die Steuerpflichtigen der wenigen verbliebenen Nettozahler. Was der deutschen Steuerkartoffel selbst unter Merkel als „Euro-Bonds“ nicht vermittelbar war wird demnächst als „Corona-Bonds“ unter Solidaritätsgeschrei bejubelt werden (der Name „Husten-Bonds“, den ein sarkastischer Blog-Kollege vorgeschlagen hat, dürfte zu despektierlich sein). Hauptsache, wir sind alle (wieder) gesund!

Auch den Befürwortern eines Bargeldverbotes, der Kreditkartenlobby wie etwa der „Better than cash Alliance“ (Bill und Melinda Gates bzw. deren „Foundation“) bläst die „Corona“-Krise frischen Wind in die Segel. Auch wenn die Übertragung des neuen Virus auf Oberflächen eher zu vernachlässigen ist bestehen immer mehr Geschäfte aus Hygienegründen auf Kartenzahlung. Als wenn Kreditkarten keine Oberflächen hätten!

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. In Italien darf die Polizei jetzt mit Drohnen überwachen, ob sich die Bevölkerung an die Ausgangssperre hält, zunächst bis zum 3. April. Israel praktiziert „digitales Tracking“ zur Erstellung von „Bewegungsprofilen“. Eine medizinische Echtzeitüberwachung wäre durch ein Implantat unter der Haut möglich, wie es bei Big Brother in Übersee schon lange diskutiert und in Sonderfällen vermutlich auch praktiziert wird. Auch das in Europa bisher verpönte, in China übliche „social scoring“, die Bewertung des sozialen Verhaltens der Individuen einschließlich Belohnung bzw. Bestrafung, kommt vor dem Hintergrund der Pandemie zu neuen Ehren. Ob man in Wuhan den Virus vielleicht dank dieser rigiden Technik so relativ schnell in den Griff bekommen hat?

„Pro protectione oboedientia“,

wenn die Menschen Angst haben sind sie bereit zum Gehorsam, formulierte einst Thomas Hobbes.

Not lehrt Beten (wo sind eigentlich die Kirchen in dieser schweren Zeit?).

„Mehr Staat wagen“ forderte der „im Zweifel linke“ Kobi Augstein, als er noch seine regelmäßige Kolumne im ererbten „Spiegel“ schrieb. Die Zeiten sind günstig für solche Ansinnen, denn je mehr der Einzelne auf den Kümmererstaat angewiesen ist desto weniger kann er sich ihm verweigern. Und es ist nicht der Einzelne, der die Entscheidung darüber trifft, ob der Staat jetzt den Turbo einschaltet, im Guten wie im Schlechten.

Die Gefahr ist real, daß sich staatliche Übergriffigkeiten von ihrem Ursprung in der „Corona“-Krise verselbständigen, und die Freiheit für die Staatsbürger auf der Strecke bleibt. Wenn „Corona“ vorbei ist – und wird das überhaupt jemals vollständig der Fall sein? – könnten wir nicht nur in einer Schuldenunion sondern auch in einem Überwachungsstaat erwachen, der selbstverständlich nur unser Bestes will. Das sollten wir ihm nicht geben, auch während der Krise nicht!

10 Gedanken zu „Corona-Pandemie – Einstieg in den totalitären Überwachungsstaat?“

  1. Vor gut 30 Jahren sagte der damalige Fürstliche Regierungschef von Liechtenstein zu mir, über Strauß und die CSU: Was wollt ihr, mit den Linksradikalen.
    Heute betrachtet, seine Exzellenz hatte mehr als recht!

  2. Wie tröstlich, wenn uns der Autor vorrechnet, wie glücklich wir uns derzeit schätzen können, alldieweil noch nicht einmal 15.000 Todesopfer weltweit die Seuche dahingemäht hat. Russische, Spanische, Asiatische und Hongkong Grippe hätten oder haben hingegen zig Millionen zwischen 1889 und Ende der 50iger Jahre dahingerafft.

    Danke Dickerle, Deine aufmunternden Wörtchen kommen mir gerade recht in meiner selbst wie fremd erzwungenen Quarantäne, seit Sonntag noch mit einer Erkältung geschlagen, deren Ende, wie alles in diesen Zeiten, nicht absehbar ist.

    Meine 72 Jahre sollen nicht ein furioses, fiebriges Ende finden, bei vorgeschädigter Lunge mit langsamen Ersticken kämpfend, ob sich noch eine Beatmungsmaschine für meine alten Tage lohnt oder diese Therapie doch besser einem Jüngeren reserviert bleibt, einem potentieller Steuerzahler statt einem Rentenempfänger, dessen sozial verträgliches Frühableben ohnehin die Versicherungsgemeinschaft entlasten würde.

    Dass sich ein verantwortungsloser Pöbel nur mit massiver Staatsgewalt dazu zwingen lässt, irrsinnige Corona-Parties, verschwiegene Keller-Club-Treffen bleiben zu lassen, dass sich Damen mit Geld nur unter Strafandrohung davon abhalten lassen, ihre Frisur daheim richten zu lassen, dass nur Polizei und Ordnungskräfte den vergnügungssüchtigen Mob aus Bergbahnen und Après-Skikneipen vertreiben können, dass und noch viel mehr kann nur ein lautes, rüdes, raues Regiment bewirken, auch wenn der Deutsche Michel und mehr noch seine weiblichen Vor- und Abziehbilder auf säuselndes Lächellispeln getrimmt, geeicht und daran gewöhnt sind.

    Dass die Lautsprecher der Krise, die mit trostvollem Popenparlando wie Merkel, Spahn, von der Leyen, Söder, Seehofer das Große Wort führen, auf welches – in Ermangelung von Alternativen – nun die nach Leben lechzenden Ohnmächtigen zu vertrauen gezwungen sind, dass kann kein Dickerle, kein Kabarettist, kein Lästerer, kein Schmäh-, Hohn- und Hetzschreiber verhindern.

    Ein Gefühl wie eine Flußfahrt in Richtung Niagara-Fälle, Kapitän und Mannschaft blind und besoffen, so lasset uns beten – oder immerhin ein paar Zeilen hilflosen Zorns in unserer Ohnmacht diesem Dickerle widmen.

    Sofern nicht auch das Lüge, scheinen die chinesische Diktatur es zu schaffen, die Seuche einzudämmen. Wenn, wie in Italien, Militärlastwagen Leichen bei Nacht zu Verbrennungsöfen karren müssen, die noch Kapazität haben, wenn, wie in Madrid, die Leichen in Eishallen sich stapeln, dann will jeder nur noch an seinem verrinnenden Leben festhalten. Je mehr meine Tage gezählt sind, um so mehr mein unbändiger Wille meine Rentenzahlungen Monat für Monat noch auszudehen. Mein Egoismus mag unsozial erscheinen, wo doch Jüngere endlich ein Greta gefälliges Klima gestalten wollen. Doch so ist nun mal Lebenswille. Meiner zumindest!

    https://n0by.blogspot.com/2020/03/corona-krone-meiner-traurigkeit-in.html

  3. Vielleicht gibt es die Wahl zwischen 3 Szenarien:
    (1) 1 Jahr lang menschenrechtskonforme Wirtschaftslähmung mit 10000 Corona-Toten und 50000 Corona-Invaliden nebst Staatsbankrott,Massenelend und Stunde Null
    (2) Herden-Immunität, wie ursprünglich von westeuropäischen Wunschdenkern prognostiziert, mit 1 Million Toten und 2 Milllionen Invaliden und intakter Wirtschaft
    (3) Totenzahlen wie 1, Wirtschaft wie 2, und dafür „totalitärer Überwachungsstaat“, m.a.W. Aussetzung des „Rechts auf informationelle Selbstbestimmung“, dass Karlsruhe in den 1970er Jahren erfand, auf die Gefahr hin,dass die Leute sich dauerhaft mit der Aussetzung anfreunden, weil die erhöhte soziale Kontrolle in unserer überbevölkerten globalisierten Welt ihren Nutzen hat.
    Was ist wohl das schlimmste von den dreien? Notan sagt Nr. 3. Ich bin mir da nicht so sicher. Das einzige was ich weiß, ist dass diese Wahl in etwa real ist und früher oder später unabhängig von irgendwelchen Wünschen finsterer NWO-Totalitaristen kommen musste. Andere Viren könnten das künftig noch zuspitzen. Im übrigen läuft die Entwicklung derzeit gar nicht im Sinne der Globalisten. Trump und Macron werden schon zu Kriegskommunisten, natürlich auf strikt nationaler Basis. Kommunismus gehört zur Krise wie Kapitalismus zum Wohlstand. Diese Erkenntnis könnte auch manche sinnlose ideologische Gegensätze überwinden helfen.

    1. Als begeisterter und begeisterungsfähiger Genießer von Schlauschreibern wie derzeit Pirincci oder Don Alphonso (leider hinter der Bezahlschranke von WELT +) hatten mir die Gründungsväter der kommunistisch quasi religiösen Bekehrungsideologie wie Marx, Lenin und Engels durchaus viel zu erzählen. Von meinem Schnuppern als 20jähriger durch die blauen Bände des „INSTITUT FÜR MARXISMUS-LENINISMUS BEIM ZK DER SED“ 1968 bis hin zu meiner Verwurstung dieser und anderer Ideen 1978 in kabarettistischen Klängen wie dem „Einheitsfront-Lied“ (http://www.n0by.de/ton/ehe/einheitsfront.htm) war, ist und bleibt die „kommunistische Ideologie“ stets eine welt-umfassende Erlösungs- und Heilslehre, ganz im Sinne ihrer genialen Vorbeter wie in der Ode an die Freude, wo „alle Menschen werden Brüder“ oder des Bänkelbardens, der die Idee intonierte „imagine there’s no country, nothing to kill or die for, and no religion too“…. usw. Aber leider, die Verhältnisse, die sind nicht so.

      Langer Rede kurzer Sinn stört mich an Floydmasikas genialer Replik das Wort „Kommunismus gehört zur Krise wie Kapitalismus zum Wohlstand“. Das Wort „Kommunismus“ passt mir nicht. Da diese religiöse Richtung, wie gesagt als Welterlösung und -heils-Idee in den Köpfen grassiert, zumindest in meinem, wäre da nicht das Wort „National-Sozialismus“ angebracht? Dass die höchste Blüte des „National-Sozialismus“ dann zum Faschismus mit Sozialfratze gedeiht, bringt gleichsam als Bruder der Knochen-Killer-Königin-Corona den Blut saufenden Sadisten-Soldaten mit sich, der als methodischer Massenmörder die kosmische Forderung erfüllt, die belastete Existenz von möglichst vielen Menschen zu befreien. Ganz im Sinne des Dichters vom Kanonensong:
      „Wenn es mal regnete
      Und es begegnete
      Ihnen ’ne neue Rasse ’ne braune oder blasse
      Da machen sie vielleicht daraus ihr Beefsteak Tartar.“

      1. Der Kommunismus von Mao konnte nur als Kriegskommunismus gedeihen, und Stalin erklärte sehr früh, dass Russland nur die Wahl zwischen einem Status als Kolonie des Westens und einem „Sozialismus in einem Land“ aka Nationalsozialismus hatte. Auch die USA bewegten sich unter FDR in Richtung Nationalsozialismus, und die meisten kriegführenden Länder führten stets allerlei Zwangswirtschaft ein. Das ist auch der Sinn der Aussage, wir seien jetzt im Krieg. Die größte Dummheit besteht eben darin, den Kommunismus mit Menschenheitsidealen zu assoziieren. Kommunismus bedeutet Notstandsverwaltung mit sehr viel Härte, und manche Herrscher nutzen die Gunst der Stunde, um sachfremde Rechnungen zu begleichen, also für Pogrom, Genozid o.ä., aber das gehört nicht zwangsläufig zum Kriegskommunismus. Nicht umsonst wählten viele ehemalige Kolonien diese Art System in der Zeit der Befreiung von den Kolonisatoren, und bei einigen klappte das auch. Mao, Stalin, Ho Chi-Minh etc erfülltem bei allem Grauen auch Zwecke eines langfristigen Nationenbaus. Mal fängt die weiße Katze Mäuse, mal die schwarze. Wenn man Länder als ganze ein Jahr lang abriegelt und dann noch nicht einmal die vorhandenen Ressourcen irgendwie unter staatlicher Zwangswirtschaft einsetzt (sondern stattdessen an den Dogmen eines nicht mehr existenten Marktes festhält), fängt man wohl keine Maus.

    2. Im Moment steuert wohl alles auf ein Szenario hin, bei dem die Epidemie langsam Fahrt aufnimmt und das Wirtschaftsleben lange Zeit gedrosselt wird. Aber eben immer nur so stark, dass der Anstieg langsam bleibt. Am Schluss haben wir dann vielleicht 10000 Tote, Millionen traumatisierte Invaliden oder Halbinvaliden und eine stark geschrumpfte Wirtschaft mit Massenarbeitslosigkeit. Die Vorerkrankten und Alten werden vielleicht dauerhaft isoliert leben, aber die Viren werden noch immer im Umlauf sein, und Reisen in virenfreie Gebiete Ostasiens wie China, Russland etc werden nicht oder nur mit teurer zweiwöchiger Quarantäne am Zielort möglich sein.
      Auf JF lese ich eine Stellungnahme von Alice Weidel für die Bürgerrehchtspartei AfD, die sich auch darüber freut, dass der schlimme Vorschlag von Jens Spahn,den Bewegungsverlauf der Infizierten zu verfolgen und Mobiltelefone dazu zu untersuchen, wieder vom Tisch sei. So richtig begriffen, was auf dem Spiel steht, hat vielleicht am ehesten Tatjana Festerling http://www.2019ncov.tatjanafesterling.de/..

  4. In massenpsychotischen Vernichtungsprozessen, gleichgültig ob durch einfallende Kriegshorden oder durch mörderische Seuche verursacht, sind es meist Männer, die die Macht mit Stalinistischen-, Maoistischen oder Hitlerfaschistischen Mitteln erhalten. So scheint das Prinzip. Dass dann Twitter, wie Steinhöfel erfolgreich abgewendet, den Weltwoche-Artikel „Hitler stand links“ vom Netz zensiert hatte, zeigt mir, mit welchem welchem mental-prekären Niveau sich mittlerweile viele, wenn nicht die meisten Menschen beschäftigen.
    https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2020-9/kommentare-analysen/hitler-stand-links-die-weltwoche-ausgabe-9-2020.html
    Was Floydmasika in seinen Kommentaren beschwört, stellt eine in Fantasmen „entartete Erregungs-Emotionalität“ vom Kopf auf die Füße.

    Wie und dass den staatlich gesponserten Steuergeldsäufern und Dummschwätzern die Corona-Krise den Geldhahn abdreht, zeigt uns der Hilferuf von Jutta Ditfurth, über den Kubitschek in der Session gerade so süffisant schreibt.

    Langer Rede deren Sinn:
    Es geht nicht mehr um Wörtchen, es geht um Leben und Tod.

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