Die Welt nach Corona

Corona schreibt Geschichte. Geschlossene Gaststätten, Fabriken, Betriebe, Sportstadien oder Theater zwingen Susi Sorglos und Rudi Ratlos dazu, sich über die Fragilität der Existenz mehr Gedanken zu machen als sonst.

Unsere Vorväter haben die Pest, den Dreissigjährigen Krieg, die Spanische Grippe, Klima- und Flut-Katastrophen überstanden. Auch AIDS, Tschernobyl oder BSE sorgen nicht mehr für die Hysterie und Weltuntergangsstimmung wie weiland am Zenit jener Krisen. Nach menschlichem Ermessen wird auch Corona als Komet am Himmel der Zwanziger Jahre des neuen Jahrhunderts verblassen wie die Goldenen Zwanziger Jahre zwischen Inflation und Weltwirtschaftskrise.

Verblassen wie echte Katastrophen wie einst der Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren, der zum Aussterben der beherrschenden Spezies des Erdballs, der Dinosaurier führte.

http://sokraton.de/generation-schneeflocke/

Im inflationären Gebrauch von Superlativen besonders in der Sprache der Generation Schneeflocke, deren begrenzter Wortschatz ohne „mega“ nicht auszukomen scheint – nach Vorbild von Heidi Klums Germanys next topmodel – ist machen die Demut und das Gefühl für das rechte Maß abhanden gekommen.

Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat sich Gedanken über eine Welt nach Corona gemacht. Er glaubt, dass die Corona-Krise uns dieses Gefühl zurückbringen wird, und formuliert dazu verlockende Visionen, denen es aber an Erdung in volkswirtschaftlichem Denken fehlt. Horx verkörpert somit selber das bunte Wohlfühldenken.

Auch Dushan Wegner findet, dass die Welt nach Corona eine andere sein wird:

Diejenigen unter uns, die ihre »Kreise ordneten« und ihren »Innenhof« eingerichtet haben, die werden es einfacher haben, sich nun praktisch zurecht zu finden – heute werden wir ja alle genötigt, unsere »relevanten Strukturen« präzise und bewusst zu definieren.
Es wäre eine Illusion, zu glauben, dass nach dieser Krise, ob sie nun noch 2 Wochen oder 2 Jahre dauert, Deutschland und die Welt wieder dieselben sind.
[…]

Und er erkennt auch, dass wunschdenkerisch-psychologisierende Weltschönredner, zu denen man auch Matthias Horx zählen kann, an Gewicht verlieren werden:

Nach dieser Krise werden wir nach neuen Denkarten und Denkweisen suchen. Das linksgrüne Weltbild röchelt, auch wenn sein Geist manche Medienanstalt und manches politische Büro besetzt.
Wir werden hiernach neu denken, unsere Werte und Ziele neu definieren.
Auch nach der Krise, wohl noch in der Krise werden die »die da oben« versuchen, uns neu vorzuschreiben, was und wie wir denken sollen, was uns wichtig zu sein hat.
So wie die Berufsschwätzer im Staatsfunk heute das Gegenteil von dem behaupten, was sie noch vor wenigen Wochen schwätzten, so werden sie auch nach der Krise mit einem erhobenen Zeigefinger auftreten, mit noch weniger Glaubwürdigkeit als heute – so das überhaupt denkbar ist – und also mit noch mehr unbegründetem Anspruch, uns unser Leben und Denken zu diktieren.

Nach der Krise wird vor der Krise sein, und es geht hierbei nicht nur um Virenseuchen, die sich lange ankündigten und die wir verdrängten, weil sie nicht zur „offenen Gesellschaft“ passten. Auch die Tatsache, dass die Länder Asiens und insbesondere die VR China sich in dieser Umgebung als lebenstüchtiger erweisen macht uns schwer zu schaffen, wie man an der anschwellenden „China-Virus“-Rhetorik erkennt. Das schlimme dabei ist, dass die Schengener Schmuddelzone jetzt nicht nur das Zentrum dieses Virus ist, den man auch „Schengen-Virus“ nennen könnte, sondern dass sie in jeder Hinsicht geschwächt ist und gerade in eine tiefe Finanz- und Wirtschaftskrise schliddert, aus der sie als Absteiger hervorgehen dürfte, während andere in der Weltnahrungskette aufsteigen. Auch das wird globalistischen Wunschdenkern die Grundlagen und die Glaubwürdigkeit entziehen. Der beschleunigte Abstieg Europas, welches jahrhundertelang die Welt dominierte könnte Generationen bei uns traumatisieren. Abgesehen davon, dass die Schönredner an Glaubwürdigkeit verlieren, bricht auch die Mittelklasse, die ihnen zuhörte, immer weiter ein, und vieles wird bei uns ungefähr so, wie wir es heute in der Dritten Welt beobachten können.
Über das hartnäckige Wunschdenken der letzten Monate, das durchaus alle politischen Lager ergriffen hatte, schreibt Marco Gallina. Er geht von der Wende aus, welche die Mumie an der Spitze der Bunten Republik mit ihrer „historischen“ Teleprompter-Rede einläutete:

Mit einem Mal stand die nackte Kaiserin auf der Bühne. Der panische Aktionismus wäre nicht nötig gewesen, hätte man Anfang März wenigstens erste Vorbereitungen getroffen. Das war vielleicht schon da zu spät – aber es war das erste Zeitfenster, in dem der „italienische Patient“ bereits so krank war, dass man der Öffentlichkeit Einschnitte hätte verkaufen können. Es wurde keinerlei Krisenbewusstsein geschaffen, Deutschland stürzte mal wieder ins kalte Wasser.
Krisenbewusstsein bedeutet übrigens nicht Panik, sondern „Umgehen mit der Krise“ – und das bitte mit Verstand. Wer aus der Italienberichterstattung der letzten Tage „Panikmache“ liest, statt zu wissen, dass bald ähnliche Zustände in Deutschland aufkommen, hat nichts verstanden. Die Medien haben einen großen Anteil daran, dass beispielsweise die völlig normale Praxis der Lebensmitteleindeckung als Sache von „Preppern“ denunziert wurde, die – natürlich – im rechtsextremen Milieu anzusiedeln seien. Wer im Februar von den Zuständen in Italien wusste, konnte sich rechtzeitig vorbereiten, ohne später hamstern zu müssen. Vorbereitung, Information, Kriseneinschätzung: das macht keine Panik, das hilft, die Situation ruhig zu überstehen.
Jetzt, da man sich nicht mehr aus der Ferne an Corona ergötzen kann, setzt sich die Angst durch, dass man selbst irgendwie davon betroffen sein könnte. Oder betroffen sein muss. Es muss mehr dahinter stecken: die Pharma-Industrie, autoritäre Tendenzen oder andere Schuldige. Ohne Frage: ja, einige werden diese Krise nutzen. Wie immer. In Zeiten des Niedergangs gewinnen die Aasgeier. Daraus eine Kausalität spinnen zu wollen, geht aber in eine absurde Richtung. In italienischen Quellen habe ich jedenfalls noch nie so viele mögliche Deutungen dazu gelesen, was „wirklich“ passiert, als das in Deutschland der Fall ist. Wir sind bei der letzten Stufe der Seuchenpsychologie Manzonis angelangt: da wir uns das Unglück nicht erklären können, müssen es Giftmischer, Hexen und Saboteure sein, die hier wirken. Manzoni gilt nicht als Gewährsmann, weil Corona die Pest ist; er gilt als Gewährsmann, weil die menschliche Psychologie dieselbe geblieben ist. […]

Maria Schneider berichtet recht feinsinnig über die jahrzehntelange Erfahrung mit der Entreicherung durch Migration und hofft, dass wir durch die Corona-Erfahrung zur Besinnung kommen und die bunte Autoimmunkrankheit überwinden können, die zerstörte, was zig Generationen aufbauten.

5 Gedanken zu „Die Welt nach Corona“

  1. Die AfD zerfranzelt sich, weil kein Standing im Vorstand vorhanden ist. Wenn die Linke von Erschießungen oder stattdessen von Arbeitslagern spricht, wir das von den Medien als „Scherz“ dargestellt. Wenn Höcke von einem Denkmal der Schande spricht, rezitiert er einen Artikel von Rudolf Augstein ,der 1996 im Spiegel abgedruckt wurde. Das genügt natürlich der Rotfront der SED II, um ihn ordinär zu verleumden und zu beschuldigen. Hass und Hetze wird weiterhin von den Stalinisten der linken Querfront weitergehen. Die haben zu viel zu verlieren. Diverse Häuptlinge vom Bürgermeister über Landräte und Bundestagsabgeordnete haben sich bereits abgesetzt. Ich denke eher, das die Virushysterie ein Weg der kommunistischen UN ist,die sich selbst als Weltregierung sehend,die Neue Weltordnung auf diesem Weg erreichen will.

    1. …“die Virushysterie ein Weg der kommunistischen UN?…“

      https://www.suedtirolnews.it/italien/coronavirus-lage-in-bergamo-und-brescia-immer-bedrohlicher

      Hysterie? Der Link stammt vom 16. März und gestern verzeichnete Italien 800 Tote an einem Tag. Die Krematorien arbeiten auf Hochtouren. Nachts fahren Militärlaster die Särge zu Krematorien, die noch Kapazität haben.

      Wer dabei an „Virushysterie denkt“, denkt m.E. falsch!

      1. Hysterie oder German Angst sind zwar typisch für Buntland. Dieses Mal aber besteht eher die Gefahr, das tödliche Potential eines Virus zu unterschätzen. Nun tut Vorsicht Not. Prävention ist die erste Bürgerpflicht.

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