Transatlantiker befeuern Erdoğan


Ein bestens informierter griechischer Experte für Internationale Beziehungen namens Thanasis Drougos (Θανασης Δρουγος) erklärt hier, dass Erdogan mit seiner Krawalltaktik bislang Erfolg hat, da die Angloamerikaner dies ermutigen. Sie sehen darin die Chance, die Türkei gegen Russland in Stellung zu bringen und an sich zu binden. Auch Merkel und Seehofer stünden auf der Seite der Angloamerikaner und würden daher nichts wirksames gegen den Migrantenansturm tun. Von ihnen seien nur Geldgeschenke zu erwarten, deren Zweck es sei, Griechenland als Migrations-Hotspot flott zu machen. Ob sich die Lage bessere, werde man morgen nach dem Besuch Erdogans in Moskau sehen. Dort liege der einzige Schlüssel zur Besserung. Erdoğan habe militärisch in Syrien immer weitere Rückschläge erlitten, und Erdoğan stehe vor der Entscheidung, seine ganze Armee in den Kampf zu werfen. Amerikaner und Briten geben sich in Ankara ununterbrochen die Hand im Bemühen, diese Entwicklung zu begünstigen, und sie meiden konsequent jeden Hinweis auf die Völkerrechtswidrigkeit der türkischen Versuche, sich mithilfe von Qaeda-Kämpfern  die Provinz Idlib einzuverleiben, wie sie sie schon einmal 1948 mit westlicher Hilfe die nordwestsyrische Provinz Hayat einverleibten. Im Gegenteil, diese Aggression wird von ihnen durchweg als „Recht der Türkei auf Selbstverteidigung“ ausgelegt. Dass Erdoğan gegenüber Russland vertragsbrüchig geworden ist und es entgegen dem Abkommen von Sotschi vom September 2018 versäumt hat, die Qaeda-Krieger in seiner Pufferzone zu entwaffnen (und ihnen stattdessen gar moderne Waffen geliefert hat, mit denen sie syrische und russische Stützpunkte unter Beschuss nahmen), ist aus Sicht des transatlantischen Tiefenstaates und seiner Medien von NYT/WP/CNN bis Springer-FAZ-Focus & Co ein ermutigenswürdiges Verdienst. In Focus lesen wir daher auch wie schon 2015, dass „wir“ schuld seien und der Türkei Flüchtlinge abnehmen müssten, weil wir nicht konsequent genug gegen „Schlächter“ Assad und seine „autoritären“ russischen Verbündeten gekämpft hätten.
Wenn wir dem Spuk ein Ende machen wollten, gäbe es da ein Wundermittel. Es würde genügen, das Wort „Syrische Arabische Republik“ in den Mund zu nehmen und diese als Völkerrechtssubjekt anzuerkennen. Wenigstens erst mal verbal. Das versäumt leider auch die „konservative“ griechische Regierung des amerikanisch sozialisierten Ministerpräsidenten Regierungschef Mitsotakis.

Anhang

Norbert Röttgen (54, CDU), hat die Europäische Union davor gewarnt, mit Härte auf die neuesten Vorstöße des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu reagieren.

Dessen Ankündigung, die Grenzen der Türkei zur EU für Flüchtlinge zu öffnen, habe zwar „die äußere Form einer Drohung“, sei aber dem Inhalt nach „ein Hilferuf“ an Europa, sagte Röttgen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). […] Seine Ankündigung, nun die türkische Grenze für Flüchtlinge mit dem Ziel EU offenzuhalten, bedeute: „Seht her, ich bin mit meiner Russland-Politik gescheitert, und jetzt brauche ich die Europäer.“

Auch die Scharia-Partei Dhimmilands (SPD) stößt in das transatlantisch-neoosmanische Horn.

Wie Eric Zemmour auf CNEws zum Andenken an den 100. Jahrestag der Gründung der Türkischen Republik durch Mustafa Kemal Atatürk erklärte, bestand die Politik der europäischen MenschenrechtlerInnen seit den 1990er Jahren darin, mithilfe der europäischen Menschenrechte den Kemalismus zu schleifen und Muslimbrüder wie Erdoğan an die Macht zu bringen. Die strategische Partnerschaft mit den MuslimbrüderInnen gehört seitdem zu den Konstanten sozialdemokratischer europäischer Menschenrechtspolitik. Derzeit arbeitet man gemeinsam daran, weitere säkulare Staaten wie die Syrische Arabische Republik zu schleifen. Eines der frühesten Opfer dieser europäischen Menschenrechtspolitik war Serbien.

3 Gedanken zu „Transatlantiker befeuern Erdoğan“

  1. Und Judenfreimaurer Trump erst recht!
    Dei ganzen Q Blödmichel inkl. dem Müller mit seinem Kaiser Verwirrungskanal, werfen sich dem Juden Trump alle vor die Füsse!
    Komplett durchgknallte!

    1. Richtig ist, das Trump sehr eng mit Israel und seiner Lobby verbündet ist und das diese dann, wenn es darum geht, Teheran einen Strich durch die Rechnung zu machen, zu allerlei schrägen Liaisons und Schandtaten bereit ist.

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