Briten feiern Freiheit

„Großbritannien endlich wieder frei“, titelt auch die Tageszeitung Daily Telegraph.
Nigel Farage fand dafür im Europäischen Parlament würdige Worte zum heute anstehenden Brexit und wurde dafür von einer EU-Parlamentsgouvernante in karikaturaler Weise bestraft.

„Vielen Dank. So, das ist es, das letzte Kapitel am Ende der Straße. Ein 47jähriges politisches Experiment, mit dem die Briten offen gesagt nie wirklich sehr glücklich waren.
Meine Mutter und mein Vater unterschrieben einen gemeinsamen Markt, nicht eine politische Union, nicht Flaggen, keine Hymne, Präsidenten und nun wollen sie sogar ihre eigene Armee.
Für mich waren es 27 Jahre politische Kampagne und über 20 Jahre hier in diesem Parlament.
Ich bin nicht sonderlich glücklich mit der (Brexit-)Vereinbarung, über die wir heute abend hier abstimmen. Aber, Boris (Johnson) war bemerkenswert entschlossen in den letzten Monaten, und, Frau von der Leyen, er hat klar gemacht, versprochen, dass es keine Angleichung der Normen geben wird. Und auf dieser Basis wünsche ich ihm allen Erfolg in der nächsten Verhandlungsrunde. Das tue ich wirklich.
Der wichtigste Punkt ist dies: Was diesen Freitag, den 31. Januar 2020, um 11.00 abends passiert, markiert den Punkt ohne Rückkehr. Sobald wir ausgetreten sind, werden wir niemals wieder zurückkommen – und alles andere sind offen gesagt Details.
Wir gehen und wir werden fort sein und das sollte der Höhepunkt meiner eigenen politischen Wünsche sein. Ich kam in das EU-Parlament herein, wie ich vorher sagte, und sie alle dachten, ich sei fürchterlich witzig. Sie hörten auf zu Lachen in 2016.
Aber meine Meinung über die EU hat sich geändert, seitdem ich in dieses Parlament eintrat.
Im Jahr 2005 sah ich, wie die EU-Verfassung, die durch JISC Scott und andere entworfen worden war, ich sah, wie sie abgelehnt wurde durch die Franzosen in einem Volksentscheid. Ich sah, wie sie abgelehnt wurde durch die Niederländer in einem Volksentscheid. Und ich sah Sie, in den EU-Institutionen, diese Entscheide ignorierten und (den gleichen Inhalt) als Lissabon-Vertrag zurückbrachten und wie Sie damit prahlten, sie könnten diesen Vertrag ohne Volksentscheide durchrammen. Nun, die Iren hatten eine Abstimmung und sagten „Nein“ und wurden gezwungen, noch einmal abzustimmen.
Sie sind sehr gut darin, Völker dazu zu bringen, noch einmal abzustimmen. Aber was wir bewiesen haben ist: Die Briten sind zum Glück zu groß um herumgeschubst zu werden.
So wurde ich zu einem offenen Gegner des gesamten EU-Projektes.
Ich möchte, dass der Brexit eine Debatte im Rest Europas anstößt. Was wollen wir von Europa? Wenn wir Handel, Freundschaft, Kooperation, Allseitigkeit wollen, dann brauchen wir keine EU-Kommission, wir brauchen keinen EU-Gerichtshof, wir brauchen diese Institutionen nicht und diese ganze Macht.
Und ich kann ihnen versprechen, im UK und in der Tat in der Brexit-Partei: Wir lieben Europa. Wir hassen nur die Europäische Union. Es ist so einfach. Ich hoffe, das ist der Anfang vom Ende von diesem Projekt. Es ist ein schlechtes Projekt. Es ist nicht nur undemokratisch, es ist anti-demokratisch. Und es setzt in die erste Reihe, es gibt diesen Leuten Macht ohne Rechenschaft. Menschen, die nicht durch die Wähler zur Rechenschaft gezogen werden können. Und das ist eine inakzeptable Struktur.
In der Tat haben wir eine historische Schlacht, die im gesamten Wesen ausgetragen wird, in Europa, Amerika und anderswo. Es ist Globalismus gegen Populismus. Und sie mögen Populismus verachten, aber ich sage ihnen etwas Witziges: Populismus wird sehr populär. Und er hat große Vorteile: Keine finanziellen Beiträge mehr! Kein EU-Gerichtshof mehr! Keine gemeinsame Fischereipolitik mehr! Kein Niederreden mehr! Kein Bedrängen mehr! Kein Guy Verhofstadt mehr! Ich meine, was kann man daran nicht mögen?
Ich weis‘, dass sie uns vermissen werden. Ich weis‘, sie wollen unsere Nationalflaggen verbieten, aber wir winken ihnen zum Abschied (mit dem Union Jack). Und wir freuen uns darauf, in der Zukunft mit ihnen als souveräne…
(In diesem Moment, nach exakt 4 Minuten, 3 Sekunden, also einer Überschreitung der Redezeit um 3 Sekunden, dreht die EU-Parlamentsvorsitzende ohne Vorwarnung Nigel Farage den Ton ab.)
EU-Parlamentsvorsitzende: „Wenn sie den Regeln nicht gehorchen, dann werden sie abgeschnitten. Können wir bitte die Flaggen entfernen. Herr Farage, entfernen Sie bitte die Flaggen.“
Farage: „Ich weiß, dass Sie uns gerne unsere Flagge verbieten möchten, aber edEs ist doch vorbei.“
EU-Parlamentsvorsitze: „Setzen sie sich und legen sie ihre Flaggen weg. Wenn Sie gehen wollen, nehmen sie sie jetzt bitte mit. … Übrigens möchte ich mir noch eine Bemerkung erlauben. In Ihrer Rede ist gerade eben das Wort ‚Hass‘ gefallen. Wir sollen wir niemanden hassen sollten, keine Nation, niemanden.“

Die Parlamentsgouvernante hat die Rede von Farage offenbar so gehört, wie es sich für Gouvernanten gehört:

Blablabla Blablabla REIZWORT Blablala Blablabla …

Sie sprang zum Schluss auf das Reizwort „Hass“ an, obwohl Farage ausdrücklich sagte, dass seine Partei Europas Menschen und Nationen liebt.

4 Gedanken zu „Briten feiern Freiheit“

  1. Die Politik sollte gemischt christlich-konservativ, rechtskonservativ und ökologisch sein. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  2. Nigel Farage spricht aus, was viele denken: wir lieben Europa, aber hassen die EU.
    Immerhin, ein weiterer Effekt des Brexit könnte sein:
    „Greifen Boris Johnson und sein Schatzkanzler Sajid Javid nach dem 31. Januar im Steuerwettstreit richtig an, könnte der Zwang zu umfassenden Steuersenkungen in Deutschland weiter steigen.“ (welt.de, hinter Bezahlschranke)
    https://www.facebook.com/ludwigvonmisesinstitut/posts/2259476490819116
    Kann man eigentlich nur hoffen, dass die EU nach und nach auseinanderbricht, dann können die Staaten ihre Bürger noch weniger knechten und ausbeuten.

  3. Es gibt nur ein Europa der Vaterländer

    England hat es umgesetzt und der Moloch in Brüssel wird darüber nachdenken müssen.

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