Blustar: Blut und Boden in Bunt

Bislang lebten viele in einer heilen bunten Welt. Alle Menschen sind gleich. Es gibt keine Bluts- oder Rassenunterschiede. Doch nun das:
Der Staatsfunk meldet alarmiert:
Spender aus Afrika und dem Nahen Osten gesucht.
Migranten vertragen oft keine europäischen Blutkonserven.
Bluteigenschaften unterschiedlicher Ethnien werden erforscht
Erklärend heißt es dazu:

Doch europäisches Blut führt bei Migranten und Flüchtlingen aus Afrika oder dem arabischen Raum häufig zu Abstoßungserscheinungen mit schweren gesundheitlichen Folgen, bis hin zum Tod.

Damals, zu Zeiten der Nürnberger Rassegesetze, wurde von Deutschblütigen und von artverwandtem Blut gesprochen. Aus dem Begriff von damals wurde dann heute „europäisches Blut“? Im Jahre 2019 sollen nun wieder die Bluteigenschaften unterschiedlicher Ethnien erforscht werden. Völkische Forschung? Gefährlicher identitärer Ethnopluralismus? Warum springen Forscher nun auf den rechten Zug auf? Da bin ich einigermaßen geschockt und hoffe fest, daß ich da was verwechsele. Man kann nur hoffen, daß ein Bunter mir das erklären kann.

Anhang

Europäisches Blut bringt den PoC den Tod, und die pharmazeutische Forschung der Alten Weißen Männer ist, wie der Spiegel einmal schrieb, rassistisch, denn sie investiert wenig in die Therapie von Krankheiten wie Sichelzellenanämie, die nur PoC betreffen und somit soziale Konstrukte sind. PoC (People of Colour) ist der korrekte Ausdruck für jene benachteiligten Menschen, die sich von uns nur durch ihre nichtweiße (und eigentlich auch nichtgelbe) Farbe unterscheiden. Anhand rassistischer Krankheiten hat man ferner herausgefunden, dass bald die Mehrheit der Bewohner Frankreichs PoC-Genom haben wird, was wiederum der braunen Verschwörungstheorie vom Großen Austausch Auftrieb gab.

3 Gedanken zu „Blustar: Blut und Boden in Bunt“

  1. Können wir also das Buch „Rasse, Evolution und Verhalten“ wieder vom Dachboden holen, nachdem man es einmotten mußte? 😉

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