Altparteien erhöhen Steuern für Gering- und Mittelverdiener

Millionen sind betroffen. Bislang war es für Arbeitgeber möglich, Mitarbeitern bis zu 44 Euro als geldwerten Vorteil steuerfrei zukommen zu lassen. Doch nun wackelt das „großzügige“ Steuergeschenk für Klein – und Mittelverdiener.

Finanzen.net meldet:

Nun droht der Steuerbonus durch die Hintertür abgeschafft zu werden. Das Finanzministerium hat ein für Guthabenkartenempfänger negatives Urteil des Bundesfinanzhofs im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Damit dürfen Finanzämter diese Entscheidung bei der Bearbeitung von Steuererklärungen anwenden und ausgegebene Prepaid-Karten als steuerpflichtige Einkünfte einstufen.

Interessant dürfte dann sein, inwieweit dann auch Firmenrabatte z.b. für Nahverkehrskarten, Job-Tickets, Supermärkte etc. zukünftig als geldwerter Vorteil und als „Einkommen“ angerechnet wird. Und wie sieht es dann bei Journalisten aus, die vielerorten mit dem Ausweis verbilligt oder umsonst rein dürfen? Oder mit den Bundestagsabgeordneten, die  z.B.eine Guthabenkarte in Form der Bahncard100 von der Deutschen Bahn (also quasi vom Steuerzahler) bekommen, nur weil sie Abgeordnete sind, jedoch aber dann trotzdem lieber den Flieger nehmen?

Es ist schon erstaunlich, daß die Altparteien einst einen knauserigen krummen 44 Euro Betrag pro Monat für die Arbeitnehmer festgelegt haben, und nun dieser Betrag auch noch als steuerfreier Bonus abgeschafft wird.

Es zeigt sich mal wieder: In Deutschland ist jeder, der arbeiten geht, der Dumme. Demjenigen gönnt man im Zweifel nicht mal 44 Euro steuerfrei pro Monat.

 

7 Kommentare zu „Altparteien erhöhen Steuern für Gering- und Mittelverdiener“

  1. Und wer hat sich das ganze ausgedacht: Ein angeblich sozialer Finanzminister von der -natürlich- SPD, Olaf Scholz! Immer ganz vorne dabei, wenn es darum geht die kleinen Leute zu schröpfen:

    „Ende Juni hatten wir berichtet, dass Bundesfinanzminister Scholz Einschränkungen in Bezug auf steuerfreie Sachleistungen (auch bekannt als „44-Euro-Regelung“) plant. Insbesondere sollten die von sechs Millionen Arbeitnehmern genutzten Debit-Karten von der Steuervergünstigung ausgeschlossen werden.“

    Angeblich sei das Thema aber seit Mitte August nicht mehr auf der Agenda: https://www.vgsd.de/finanzminister-scholz-will-steuerfreie-sachleistungen-44-euro-regelung-einschraenken-profiteur-waere-amazon/

    „Ergebnis: Die Einschränkung der 44-Euro-Freigrenze ist vom Tisch. Es ist Arbeitnehmern weiterhin möglich, vom Arbeitgeber bis zu dieser Höhe gewährte Sachleistungen steuerfrei in Anspruch zu nehmen und zwar weiterhin auch in Form von Guthabenkarten, die vom Arbeitgeber aufgeladen werden.“

    Aber lassen wir Elfriede – „Elfie“ – Handrick vom Vorstand der SPD-Wustermark das letzte Wort in dieser Sache:

    „“Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss“

    Diese Partei ist unwählbar und das nicht erst seit Schröder!

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    1. Das Thema ist nicht mehr auf der Agenda, vermutlich weil ja das Finanzgericht gesagt hat, man dürfe Bürger schröpfen. Ein Handeln wäre erfordlich. Sprich die Politik müsste die 44 Euro gesetzlich als unantastbar festschreiben. Tut sie aber nicht.

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      1. „Die Finanzverwaltung überprüft laufend Steuersparmodelle, zu denen auch der Sachbezug gehört.

        Wir beobachten die Diskussion zum Thema „Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug“ sehr genau.

        Der Sachverhalt:

        Am 12.09.2018 wurden zwei BFH-Urteile zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug veröffentlicht, die am Rande auch Geldkarten ansprechen:

        Urteil 1: BFH-Urteil vom 07.06.2018 VI R 13/16
        Urteil 2: BFH-Urteil vom 4.7.2018, VI R 16/17

        In diesen Urteilen hat der BFH seine frühere Rechtsprechung fortgeführt und konkretisiert. Dadurch ergeben sich nach unserem Verständnis teilweise veränderte Grundsätze zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug.

        Am 08.05.2019 hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einen „Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ veröffentlicht. Der Referentenentwurf enthält eine neue Abgrenzung von lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Geldeinnahmen und Sachbezügen.“

        Es ist folgendes festzustellen:

        – Es gibt keine Gesetzesänderung

        – Es gibt keine neuen Anweisungen der Finanzverwaltung“

        Quelle: https://www.givve.com/de/diskussion-sachbezug

        Sollte das nicht der Realität entsprechen, dann hättest allerdings du recht, bdww@yahoo.com

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      2. Und eine Nachfrage: Was steht denn in diesem ominösen Urteil. Finanzen.net nennt nicht mal ein Aktenzeichchen und deutet nur nebulös an. Und hierzu:

        “ Sprich die Politik müsste die 44 Euro gesetzlich als unantastbar festschreiben.“

        bleibt anzumerken, dass es doch wohl unantastbar feststeht, da aktuell so im Steuerrecht festgeschrieben und legeslativ auch nicht angetastet; wenn auch erst auf Druck von außen.

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