Korenzecher: der Wähler hat 60 Prozent konservativ gewählt

von Dr. Rafael Korenzecher

Gedanken zur Sachsen-Wahl 2019 ( ohne Brandenburg )

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Irren ist menschlich !!!!

Aber immer irren — das sind unsere Merkels, Kramp-Karrenbauers, Kretschmers und ihre Talk-Show-erprobten Gefälligkeits-Kommentatoren und Dauer-Claqueure aus Politik und nachgeschalteter öffentlich-rechtlicher Erziehungs-Journaille.

Jedenfalls das mit dem famosen Sieg der CDU in Sachsen hat Wilhelm Busch — ohne es selbst zu wissen — schon seinerzeit viel nüchterner, sozusagen ent-ideologisiert gesehen:

“ Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon glaubt, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der.“

reimte er bereits damals treffsicher in seiner köstlich-bewährten Art.

Kein Zweifel — In diesem Sinne irren die politischen und medialen Bejubler des vermeitlichen CDU-Sieges im Land der Sachsen auch hier wieder:

Eine krachende Niederlage als Sieg zu verkaufen, nur weil das letzte kosmetische Pünktchen an dem Sieg der AfD fehlt, ist nicht nur dreist, armselig und unlauter, es ist auch selbst für die politischen Zwecke der CDU kontraproduktiv.

Faktum ist — die gegenwärtige Regierung hat versagt und ist in hohem Bogen abgewählt worden.

Und ja — das Zusammenkehren der Splitter und deren Hinzu-Addition zu der gerupften CDU wird wohl — gerade mal so — eine Koalition der Wahlverlierer ermöglichen. Aber da wird zusammenkommen, was nicht zusammen gehört.

Dazu werden sich die linken und grünen Königsmacher überproportional teuer verkaufen und Kretschmer wird liefern:

Um Ministerpräsident zu werden, wird er das letzte bischen eigenes CDU-Profil für rote und apokalyptisch-gretanische grüne Politikinhalte seiner neuen Koalition opfern.

Das wird dem Land schaden, das wird der CDU schaden und es ist nicht der Wählerwille. Der Wähler will das erkennbar nicht. Um zu sehen, was der Wähler will, braucht man sich doch nur das Balkendiagramm des sächsischen Wahlergebnisses anzusehen.

Der Wähler hat zu 60% konservativ gegen das zerstörerische linke Gedöns gewählt und der CDU eine letzte — wenn man Kretschmers Postwahl-Statements hört, muss man sagen — unverdiente Chance gegeben, eine derartige wertkonservative Regierung ohne linke CDU-Merkelianer und völkischen AfD-Rand zu bilden. Das Erfolgs-Modell für eine künftige Republik-weite Rückkehr zur Vernunft wäre geboren.

Und es wird Herrn Kretschmer und den Seinen höchstwahrscheinlich egal sein, aber selbst die Juden könnten sich in unserem, dann wieder sicherer werdenden Land endlich wieder auf die Straße trauen — mit Kippa !!!

Ja sogar die sich selbst im Wege stehende FDP könnte wieder genesen, wenn sie nur mal versuchen würde, eine wirkliche liberale Partei zu sein, statt der Darling der Open-Border Merkelianer aus der CDU und der aussen grünen, innen roten Klimahysteriker, fortschrittsfeindlichen Wirtschafts-Zwangsregulierer und Wegbereiter für einen Sozialismus 2.0 werden zu wollen.

Kretschmer wird diese Chance, die ihm das Wahlergebnis noch einmal gewährt hat, natürlich nicht nutzen und der AfD samt ihrem rechten Rand nicht nur keinen Einhalt gebieten, sondern ihren künftigen Siegeszug sogar beflügeln.

Ach ja und last not least: Wie man die SPD überhaupt und dann auch noch zweistellig an erster Stelle wählen kann, da bin ich beim besten Willen einfach überfragt — Weil Kuriositäten wie Brandenburg und SPD-Wähler bekommen wir erst in der nächsten Klasse und dem Lehrstoff vorauszulernen, war eigentlich noch nie meine Stärke.

Dr. Rafael Korenzecher

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  • Gerhard Werner Schlicke Das Problem liegt primär in Berlin, wo seit Schröter jegliches parteipolitisches Parteiprofil für Wählerstimmen aufgegeben wurde. Die CDU / CSU gab konservative Werte auf und betreutes Denken und Politik in Talkshows statt im Parlament zog ein.
    Dr. Rafael Korenzecher is Herausgeber der Jüdischen Rundschau. Dieser Beitrag erschien zuerst auf Facebook

5 Kommentare zu „Korenzecher: der Wähler hat 60 Prozent konservativ gewählt“

  1. Ich muss gestehen, ich habe Brandenburg nie so richtig auf dem Schirm gehabt. Deshalb bin ich auch vollkommen überrascht über das hohe Wahlergebnis der SPD in Brandenburg, während die SPD in den übrigen Bundesländern so um 10 Prozent rumdümpelt. Wie ist das gute Abschneiden der SPD in Brandenburg mit 26,2 % zu erklären?

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