Kinder an die Front

Henryk Broder schreibt (auf Achgut und Weltwoche):

„Ich liebe Greta.

Nicht wegen ihrer Zöpfe, nicht wegen ihres Mondgesichts, nicht weil sie an Asperger leidet und auch nicht, weil sie das Schulschwänzen zu einem moralischen Imperativ erhoben hat.

Ich liebe Greta, weil sie es – wenn auch ungewollt – geschafft hat, die westliche Gesellschaft als das zu entlarven, was sie ist: abergläubisch, dekadent, dumm, hysterisch, infantil, bigott und süchtig nach Erlösung.

Eine durch und durch infantile Gesellschaft geht vor einem infantilen Wesen in die Knie. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Infantilität, die sowohl in der Politik wie in der Kultur prägend geworden ist.

Propheten des Untergangs

Aber die Begeisterung für die Jungen und Mädchen, die sich auf einmal „politisch engagieren“, ist reine Heuchelei.

Kein Mensch, der seine Sinne beisammen hat, würde sich von einem 16-Jährigen, dem die Eltern zu Weihnachten einen Anatomieatlas geschenkt haben, den Blinddarm rausnehmen lassen. Kein Mensch, der für sich und seine Familie ein Haus bauen will, würde einen 16-jährigen Architekten anheuern, der bis jetzt nur Sandburgen gebaut hat. Und kein Mensch, der einen Hedgefond von einem Bausparvertrag unterscheiden kann, würde einem 16-Jährigen sein Vermögen anvertrauen.

Aber wenn es um das Klima und die Welt, in der wir leben, geht, mutieren lärmende Kinder plötzlich zu geschätzten Propheten eines bevorstehenden Untergangs.“

 

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Greta und die Thunberg-Dynastie

Andy Mars stellt die Frage:

„Ist das alles nur ein Experiment ,um herauszufinden, wo die Obergrenze für Schwachsinn in der “aufgeklärten” westlichen Gesellschaft ist?“
A. M

Andere Stimmen:  https://www.nzz.ch/feuilleton/norbert-bolz-greta-thunbergs-mission-ld.1504962?mktcid=smsh&mktcval=OS+Share+Hub&fbclid=IwAR3R89eSIs-uMiHmzrPgajBddnCG9_vBhS09-6XqYLGMavhKRJUu9QgSrO0

8 Kommentare zu „Kinder an die Front“

  1. Dem Wahnsinn in diesem Land sind bekanntlicherweise keine Grenzen gesetzt. Hier wird alles gehypt, was der alten bürgerlichen Ordnung, der Marktwirtschaft und der Wissenschaft feindlich gegenübersteht. Das ganze läuft auf kollektiven Massenwahn und/ oder Bürgerkrieg hinaus. Wenn sie es denn so haben wollen, nun denn….

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  2. Gegen das was heute Alltag geworden ist, waren die 68er pupsende Spätpubertierende.

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  3. Anscheinen impliziert die Farbe grün und rot (ich bitte meine geschätzten Portugiesen um Verzeihung, aber ihr seid hier nicht gemeint, auch wenn eure Landesfarben so aussehen) schon einen gewissen Grad an Dummheit, der dann durch massenhysterisches Rumgehopse („wer nicht hüpft, ist ein Nazi“) noch potenziert wird.
    Früher haben die pupertierenden Gören noch irgendwelchen unmusikalischen Möchtegernsängern hinterhergekreischt („aber der ist doch sooo süß“). Das war zwar doof, aber ungefährlich. Die heutigen ideologisch fremdgesteuerten Aktionen unserer 3F-Kids können jedoch das ganze politische und wirtschaftliche Gefüge unseres Landes zerstören. Aber vielleicht ist das ja so auch beabsichtigt.

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