„Retten Sie den Amazonas-Regenwald“

Natürlich hat der Amazonas-Regenwald eine überaus wichtige Funktion als „grüne Lunge der Welt“. Wenn das Bevölkerungswachstum auf dem Blauen Planeten, vor allem in Afrika so rapid fortschreitet, wird es irgendwann heißen

„Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral“ (Bertolt Brecht)

Inzwischen aber werden die Waldbrände in Brasilien instrumentalisiert, um den brasilianischen Präsidenten zu dämonisieren, ganz ähnlich wie die führenden Politiker in China, Rußland, USA, Syrien oder sonstigen sogenannten „Schurkenstaaten“, nur weil sie einer linken Schickeria ein Dorn im Auge sind.

Typisch für suggestive und subtile Beeinflussung der Meinungen sind Sendungen der ARD, ZDF oder wie gestern im BR (26.8.2019, 12.05 Uhr) im Tagesgespräch mit dem scheinbar neutralen Titel

„Sorge um die Lunge der Welt: Was machen die Bilder der Amazonas-Brände mit Ihnen?“

Der Bunte Rotfunk (BR) wollte wohl eher sondieren, wie erfolgreich seine Indoktrinatons-Bemühungen bisher waren. Die Waldbrände waren da natürlich ein gefundenes Fressen. Und siehe da: ein Sturm der Entrüstung zahlreicher aufgebrachter Hörer gegen den vermeintlich teuflischen rechten Präsidenten in Brasilien, der wie weiland Nero Freude an Großbränden zu haben scheint.

Auch anderswo wird Stimmung gemacht, wie auf „OpenPetition„. Daß es den Machern wirklich um den Regenwald geht, mag zu einem geringen Teil schon möglich sein. Viel wahrscheinlicher aber ist es, daß es den linken Propagandisten von CAMPACT primär um eine Entmenschlichung von Präsident Bolsonaro geht, ihn schlichtweg zu hitlerisieren und ihn zum Unmenschen abzustempeln.

Hier der Text der Petition:

Pure Zerstörung

der Himmel über São Paulo verdunkelt sich. Dicke Rauchschwaden machen den Tag zur Nacht. Hunderte Quadratkilometer Tropenwald brennen im Amazonasbecken.[1] Die Flammen haben es leicht, seit Monaten herrscht Dürre. Doch das Feuer ist keine Naturkatastrophe. Agrarbarone haben die Brände gelegt – für mehr Weidefläche.[2]

Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro lässt sie gewähren: Rindfleisch soll zum Exportschlager in Europa werden. Für größere Rinderherden und mehr Soja-Anbau vernichtet er die grüne Lunge der Erde.[3] Eine Katastrophe für das Weltklima. Die EU hat gerade ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Südamerikas ausgehandelt, das die Brandrodung des Urwaldes noch beschleunigt. Es holt billiges Rindfleisch nach Europa.[4]

Das Abkommen ist fertig verhandelt – die EU-Mitgliedsstaaten müssen nur noch zustimmen. Doch es gibt ersten Widerstand: Irland verweigert die Unterzeichnung des Deals, solange Bolsonaro nichts gegen die schwersten Waldbrände seit Jahren unternimmt.[5] Frankreich will nur zustimmen, wenn sich Brasilien zum Klimaschutz bekennt.[6] Wenn Deutschland auch Nein sagt, hat der Deal in seiner jetzigen Form keine Chance. Fordern Sie Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, das Handelsabkommen zu stoppen – unterzeichnen Sie den Eil-Appell!

Klicken Sie hier, um zu unterzeichnen

Die Urwälder Amazoniens speichern mehr Kohlenstoff als jeder andere Wald der Welt. Doch der brasilianische Präsident sieht im Regenwald vor allem Profit. Er lässt ihn zerstören: mit Kettensägen, Planierraupen – und Feuer. Seit Bolsonaros Amtsantritt hat sich die Geschwindigkeit der Rodungen verdoppelt.[7]

Das Mercosur-Abkommen bringt das Weltklima in ärgste Gefahr. Europa würde noch mehr Autos exportieren – und im Gegenzug seinen Markt für Rindfleisch, Zucker und Gen-Soja aus Südamerika weiter öffnen. Die Folgen sind dramatisch: Aus üppigen Tropenwäldern wird eine triste Agrarwüste. Ein über Millionen Jahre gewachsener Wald verschwindet – für immer. Die indigene Bevölkerung verliert ihren Lebensraum.

Bolsonaro stoppen – das liegt jetzt bei Deutschland. Verweigert das einflussreichste EU-Land seine Unterschrift, muss der rechte Präsident umdenken. Appellieren Sie deshalb jetzt an die zuständigen Minister: Sie müssen den Deal ablehnen, um den Amazonas-Regenwald zu bewahren. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell!

Hier klicken, um zu unterzeichnen

Herzliche Grüße
Ihr Campact-Team

PS: Wir sind fassungslos: Brasiliens Präsident beschuldigt Umweltschützerinnen, die Brände im Regenwald selbst gelegt zu haben.[8] Unterzeichnen Sie jetzt den Eil-Appell und stoppen Sie das Mercosur-Abkommen!

[1] „Schwere Waldbrände in Brasilien”, Tagesschau Online, 21. August 2019
[2] „Feuer frei”, Süddeutsche Zeitung, 21. August 2019
[3] „Rekord-Abholzung im Regenwald”, Spiegel Online, 3. Juli 2019
[4] „Freier Handel für 772 Millionen Menschen”, Tagesschau Online, 28. Juni 2019
[5] „Irland droht Brasilien mit Blockade von Freihandelsabkommen”, Spiegel Online, 23. August 2019
[6] „Präsident Macron will das Abkommen nicht ratifizieren”, Zeit Online, 3. Juli 2019
[7] „Feuer frei”, Süddeutsche Zeitung, 21. August 2019
[8] „Bolsonaro beschuldigt Umweltschützer”, ZDF, 22. August 2019

10 Kommentare zu „„Retten Sie den Amazonas-Regenwald““

  1. Ich geb’s auf, Philolaos. Diesen ‚Bekloppten‘ ist nicht mehr zu helfen. Durch und durch Nudging (Stubsen) über eine Multikulti-Front aus Linken, analoge Medien und den ÖR-Sendern, wird sich an diesem debilen Irrsinn wohl nichts mehr ändern.

    Es ist wie mit dem Feminismus, der verschixxenen Frauenbevorzogung qua Quote und Ladys-Night: Solange die MSM und die Blinden mit dem zweiten Auge weiterhin so Eins sind, wie bei der ARD, so lange wird sich hier garnichts ändern.

    Die meisten Leute sind so dumm und werden niemals begreifen, was sie mit ihren Stimmen erreicht haben – bis dann wieder ein tumber Nasenbart aus Braunau daher kommt und sich alle fragen: Wie konnte das nur passieren?

    Deutschland hat fertig! Und der Regenwald wird sich regenerieren.

    Aber die Titelzeile heute auf „Welt“: Gräte Thunfisch ist in Amerika angekommen …

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    1. @ Emannzer, Habeck durch Passivität zur Macht zu verhelfen ist auch keine Lösung.
      Konrad Adenauer und Kurt Schumacher waren zwischen 1933-1945 genauso machtlos wie Sophie Scholl oder Stefan Zweig oder später Solschenizyn und andere Dissidenten. Wenn sich spätere Generationen fragen, warum seit spätestens 2015 fast nur noch die Führer der Dekadenten am Ruder waren, haben wir wenigstens Zeugnis hinterlassen.

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  2. Philolaos, du kritisierst, dass die Linken Bolsonaro verteufeln. Ich hätte mich aber gefreut, wenn du eine persönliche Stellungnahme zu den Brandrodungen in Brasilien abgegeben hättest, ich weiß nämlich immer noch nicht so recht, wie ich die ganze Situation einschätzen soll. Es kann doch auch nicht gut sein, große Teile Brasiliens in Weideflächen umzuwandeln. Kommt das nicht nur einigen wenigen Großgrundbesitzern zu Gute, die sich eine goldene Nase verdienen, um am Ende verbrannte Erde zu hinterlassen, in Millionen jahren gewachsene Wälder zu vernichten, die unwiderbringlich verloren sind? Ist da eine Kritik an Bolsonaro nicht berechtigt? Ist hier nicht doch mehr Naturschutz erforderlich? Ich weiß, Europa z.B. hat auch sehr gesündigt, weil es seine Urwälder zu etwa 2/3 zerstört und in Weide- und Siedlungsflächen umgewandelt hat. Aber muß Bolsonaro den selben Fehler wiederholen? Es stimmt allerdings, wenn Bolsonaro sagt, dass Europa seine Wälder wieder aufforsten sollte, statt ihn zu kritisieren.

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    1. nixgut, da fällt mir die Antwort nicht schwer: Brandrodungen lehne ich klipp und klar ab. Ich hab bereits in der Einleitung geschrieben, daß 7,7 Milliarden hungrige Mäuler noch mehr hungrige Mäuler produzieren. Dort liegt der Hase im Pfeffer. Das Wachstum der Weltbevölkerung wird von den Rotgrünbunten nicht kritisiert. Die schlagen Alarm wegen des Hungers. Immer mehr Menschen aber schreien nach immer mehr Nahrung. Der steigende Bedarf an Nahrung führt zu einem Domino-Effekt: mehr Menschen brauchen mehr Schlachthöfe, mehr Viehzucht verlangt mehr Felder statt Wälder.
      Die Scheinheiligkeit und Dummheit rotgrünbunter Schreihälse ist unerträglich: statt die Dinge beim Namen (Bevölkerungsexplosion!) zu nennen, agieren sie ultra-populistisch, indem sie in Bolsonaro ein billiges Bauernopfer suchen. Daß Bolsonaro hinter den Waldbränden stecken könnte, halte ich für nicht nachvollziehbar.
      Also nochmal zum mitschreiben: ich bin klipp und klar für Naturschutz und gegen Brandrodungen.

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      1. Philolaos, deine Antwort hat mir sehr gut gefallen, denn ich muss gestehen, an den Aspekt der Bevölkerungsexplosion habe ich nicht gedacht. Wenn man diese Bevölkerungsexplosion aber mit einbezieht, ergibt das ganze wieder einen Sinn. Danke für die Antwort.

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      2. Ich habe eben bei PI noch eine interessante Information gefunden, die zeigt, dass der ganze Wirbel um die Brandrodung in Brasilien wohl eine ziemiche Propaganda gegen Bolsonaro ist:

        StopMerkel schreibt:

        2004 brannten 157.000 Quadratkilometer Regenwald

        2005 brannten 160.000 Quadratkilometer Regenwald

        2007 brannten 154.000 Quadratkilometer Regenwald

        unter Lula da Silva [von 2003 bis 2011 brasilianischer Präsident, Gründungsmitglied der linksgerichteten Arbeiterpartei Partido dos Trabalhadores (PT).

        2019 brannten 19.000 Quadratkilometer Regenwald

        unter Bolsonaro.

        https://www.libertaddigital.com/opinion/manuel-llamas/cinco-datos-que-no-te-contaran-sobre-los-incendios-del-amazonas-en-brasil-88617/

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  3. @ nixgut, danke für die Recherchen zum Amazonas-Regenwald. Man kann von Bolsonaro halten was man will, aber der Versuch ihn als skrupelosen Unmenschen in die Hirne der Menschen einzubrennen, ihn quasi zum Monster hochzujazzen, ist einmal mehr typisch rotgrünbunte Demagogie.
    Ich war schon vor vielen Jahren über Brandrodungen in Griechenland, Portugal oder Italien entsetzt. Italiener, Griechen oder Portugiesen berichten nicht nur hinter vorgehaltener Hand, daß Brandrodungen in deren Ländern nur ein Motiv haben: Profit.
    Und da mach ich nicht mit.

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