Rassismus, Diskriminierung: So schlimm ist es in den Alltag vorgedrungen

Immer wieder geschieht es. Menschen werden aufgrund ihres Alters, ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe diskriminiert. Inzwischen ist es schon so alltäglich geworden, das kaum jemand mehr einschreitet oder sich aufregt. Teilweise wird Rassismus und Diskriminierung wohlwollend zur Kenntnis genommen. So weit ist also unsere Gesellschaft schon nach rechts gerückt. Erst neulich sowas wieder selbst mitbekommen: Schamlos thematisiert ein  Mensch vor allen anderen in der Nürnberger S-Bahn das Alter einer  Frau, indem er aufsteht und ihr den Platz anbietet. Und noch erschreckender: Die meisten schreiten nicht ein und stellen die Person wegen grober Altersdiskriminierung und Unhöflichkeit zur Rede. Die wenigen, die Aufklären, sind in der Minderheit.

Ein anderer Fall derzeit aus Sachsen. Um Dieben das Handwerk zu legen,  bat die Polizei darum, rumänische Gäste zu melden. Den Beamten wird nun Rassismus unterstellt. Die Zeitungen schreiben frech, daß es dafür einen konkreten Anlaß gab. Einen konkreten Anlaß? Dürfen also dann „besorgte Bürger“ „Rassisten“ sein, wenn es dafür einen konkreten Anlaß gibt? – dass muss man hier als anständiger Bunt- und Gutmensch fragen. Es zeigt: Rechts ist schon ziemlich weit institutionell vorgedrungen. Deshalb ist wichtig: Nur Bunt steht 100% für  Menschenrechte und 100 % gegen Rassismus und Altersdiskriminierung. Die Würde des Menschen ist immer unantastbar. Einen konkreten Anlaß, die Würde anzutasten, gibt es nicht.

Doch es geht alles noch schlimmer:  Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe, Alltagsrassismus. So werden Personen mit einer dunklen Hautfarbe  oft gefragt, wo sie herkommen. Wenn sie dann beispielsweise antworten: Ja hier aus Nürnberg, dann wird häufig nachgefragt: Wo kommen sie eigentlich her? Bzw. ihre Eltern?  Die SPD-Politikern Sawsan Chebli bringt die Problematik auf den Punkt:

Kurzum: Es ist nicht höflich in einer Buntgesellschaft, Leute zu fragen, wo sie herkommen, insbesondere wenn man genauer nachfragt. Alle Menschen, die sich gerade hier befinden, kommen auch von hier. Deshalb kann Fragen nur Rassismus sein. Ist doch die Logik in unserer breiten bunten Mehrheitsgesellschaft #Wirsindmehr Genauso wenig ist es höflich, den Platz freizumachen, nur weil jemand angeblich „alt“ ist. „Alt“ ist – wie auch der Begriff „Altpartei“ zeigt, ein diskriminierendes Framing der Rechten. Und ja: Auf  jedem Fall gehört der Personalausweis abgeschafft. Dort steht immer noch drin, wo jemand herkommt. Dabei kommen wir doch also von hier, von der Mutter oder Vater oder von der diversen Erde. Wir der Aufstand der Anständigen sind besser: Aus Höflichkeit betreiben wir richtiges Gegendere. So suchen wir stets nach neuen Mitarbeitern (m/w/d). Dabei wird das M natürlich vor dem W und dem D genannt, schließlich sind die Männer aus unserer antidiskriminierenden Sicht immer vor Frauen und Diversen zu nennen. Und wir brauchen daher auch endlich für den Personalausweis eine dementsprechende Möglichkeit. Statt die Nationalität angeben zu müssen, muss es auch möglich sein, sich als Anti-Nationalist zu outen. Wir können uns eh nicht als „deutsch“ fühlen. Wir sind bunte Weltbürger, die in einer Weltgegend leben. Unsere Nationalität ist daher „Mensch“, und unsere Meldeadresse liegt in einer Weltgegend. Aber nicht das jemand auf die Idee kommt, sich im Personalausweis als „Bayer“ zu identifizieren. Das geht gar nicht. Denn solche Leute sind laut staatlichem Faktencheck Reichsbürger. Und der Bayernkini, ja der ist am allerschlimmsten.

Anhang

Auch der Springer-Verlag hat jetzt seine Margareta Stokowski, die sich über Alte Weiße Männer beklagt, die ihre Privilegien in sexistischer Weise ausleben.
„Migration bewegt die Stadt“, insbesondere die Landeshauptstadt der Bewegung. München wie M, M wie Migration. Unter dem Motto „Check mal deine Privilegien!“ fordert M uns auf, „Perspektiven zu wechseln“ und uns in die unterprivilegierten Menschenrechtsbotschafter*innen hineinzuversetzen, die zu uns kommen. Wir sind so reich, weil sie so arm sind. Wir haben in uns zu gehen. Aus unserem Mund darf nur noch ein „Welcome“ ertönen.
Unter der Führung der schwarzen Menschenrechtlerin Diane Abbott protestiert die Labour-Opposition gegen Boris Johnson, weil der der Polizei wieder erlaubt, Leute auf der Straße bei Verdacht auf Drogenbesitz, Identität etc hin zu kontrollieren. Abbott nennt das rassistisch, weil ein großer Teil der Kontrollierten ihrer „Minderheit“ angehört, doch sogar von den Labour-Wählern sind laut einer Umfrage ca 2/3 dafür. In Deutschland machen Grüne mit einer Kampagne gegen rassistische Polizeikontrollen auf der Kölner Domplatte von sich reden, aber sie tun dies ja nur, weil sie die ExpertInnen vom Deutschen Institut für Menschenrechte (Direktorin Prof.Dr. Beate Rudolf) und das Baer-Voßkuhle-Gericht auf ihrer Seite haben.
Abbott selber schreibt gerne mal „Weißen“ (white people) pauschal böse Eigenschaften zu. Unter den Frauen, die die politische Laufbahn einschlagen, spezialisiert sich ein Großteil auf Antidiskriminierung. Mit ministeriellen Würden ausgestattet wurden Cécile Kyenge (IT), Christine Taubira (FR), Aydin Özoğuz (DE). Von Leistungen ist wenig bekannt. Es scheint weitgehend darum zu gehen, sich für das Ausleben eines auf Geschlechtsteile, Körpersäfte, Hypochondrie, Konformismus, Bevormundung und Zensurgelüste fokussierten Naturells bezahlen zu lassen.
Die Hamburger Wochenzeitschrift Stern hatte in ihrer Druckausgabe diese Woche eine Geschichte über den „Hass der weißen Männer“. Er stimmt damit in eine Medienkampagne amerikanischer Kollegen ein. Der Chef der New York Times, Dean Baquet, hat erst gerade in einer internen Rede erklärt, die Russiagate-Lügengeschichte, um die herum die Zeitung ihre Arbeit seit 2016 „mit großem Erfolg“ eingerichtet hatte, sei am Ende angelangt und nun werde man an ihre Stelle ein neues Narrativ über den Rassismus von Trump und seinen Wählern setzen.

3 Kommentare zu „Rassismus, Diskriminierung: So schlimm ist es in den Alltag vorgedrungen“

  1. Ich positioniere mich gegen die m/w/d-Diskriminierung, welche das „m“ wie männlich an erste Stelle stellt. Seit Januar 2019 lautet daher meine Anredeformel in amtlichen Schreiben: „Sehr geehrte Diverse, Damen und Herren“. Das schafft Wohlwollen in deutschen Amtsstuben.

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