„Monitor“ oder Propagandamotor?

ARD-Menschenrechtler Georg Restle erklärte vor einem Jahr in enem Artikel die Leitgedanken des Berufsstandes von Claas Relotius und Egon Erwin Kisch. Für die Menschenwürde und Menschenrechte sei jede Lüge gut und letztlich wahr, sagt Restle im Effekt. Sein Idol Kisch kämpfte nach dem gleichen Grundsatz für den Kommunismus. Was der guten Sache nützt, ist auch wahr. Der Unterschied zwischen gut und wahr wird übersehen oder mit aufwändiger Epistemologie wegrelativiert. Nach diesen Leitlinien leben Restle, Kisch, Relotius und das Gros der GEZ-Medien, sei es aus Überzeugung oder aus Bequemlichkeit oder aus einer Berufsideologie heraus, die in diesem Biotop auf natürliche Weise gedeiht, sich durchsetzt und mit Preisen gefeiert wird. Die Leitsätze von Restle/Kisch vereinfachen das Leben des Journalisten nämlich ungemein. Restle lieferte erst in diesen Tagen mit der Freibadlüge spektakuläres Beispiel seiner Methode ab.

Conservo

(www.conservo.wordpresss.com)

Von DR.PHIL.MEHRENS

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet hat der linke „Monitor“-Chef Georg Restle vor ziemlich genau einem Jahr im Zentralorgan des WDR, dem „Print“-Magazin, einen Grundsatzartikel zur Dekonstruktion des klassischen Neutralitätsgebots von Journalisten veröffentlicht. Wie sich der auf die journalistische Praxis auswirkt, lässt sich an der letzten Ausgabe des Polit-Magazins „Monitor“ ablesen.

Die Welt des WDR-Redakteurs Georg Restle ist so einfach und gut zu verstehen wie ein „Lucky Luke“-Comic: Im Netz tummeln sich vor allem rechte Banditen, sie verbreiten Lügen, hetzen und gefährden so den ganzen Westen. Sie sind die Daltons, strohdumm wie Averell oder brandgefährlich wie Joe Dalton oder mittelmäßig wie Jack und William Dalton. Bei etablierten Medien wie dem WDR dagegen tummeln sich reihenweise heldenhafte weiße Reiter. Als Kämpfer für Wahrheit und Gerechtigkeit reiten sie auf ihren Jolly Jumpers des sozialen Friedens furchtlos durch die Prärie der gobalen Ausbeuteritis, verfolgen die bösen Ganoven des rechten…

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Ein Gedanke zu „„Monitor“ oder Propagandamotor?“

  1. Kommentar im Gästebuch zur Sendung von Monitor am 08.08.2019: „Aufruhr im Freibad: Vom Jugendstreich zum Terrorakt“, bezugnehmend zum Restle-Beitrag:

    „Ich bin gespannt, wann die ÖR bei der Bekanntgabe der Lottozahlen nur noch die ersten drei Zahlen anzeigen, weil die anderen drei zu weit rechts stehen.“

    Gefällt 1 Person

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