Der verlängerte Arm der Leitmedien auf den Straßen von Chemnitz 2018

Nicht ohne Grund existiert in der deutsche Sprache der pathognomonische Begriff „linke Bazille“. Linke Bazillen infizieren Versammlungen, Medien und das kollektive Unterbewusstsein.

Nachdem sich alle angeblichen „rechten Fakenews“ bestätigten, daß die vermeintlich rechtsradikalen Chemnitzer Demo-Marionetten in Wirklichkeit dem Dunstkreis linker Chaoten entstammen, reagieren die Leitmedien auffällig schmallippig. Kein Aufschrei, keine Schnappatmung, keine Synkopen.

Stattdessen hört man in den Medien die Trommeln am Colorado, wobei sich besonders Charles M. Huber, Nelson Müller, Hans Sarpei und Gerhold Asamoah auf den Schlips getreten fühlen, weil der Sommerloch-König Tönnies 04 die erwartete Sensibilität vermissen ließ. Eine afrikanische Weisheit besagt, daß Stromausfälle nicht ohne Konsequenzen bleiben. Dieses Betriebsgeheimnis auszuplaudern fanden die Kritiker unverzeihlich.

Hans-Georg Maaßen wurde gegangen, die Lügen erreichten ihr Ziel, jetzt ist Schweigen angesagt. Über das Verhalten der Leitmedien und Kanzlerin beim Chemnitzer Protest von 2018 finden sich Analysen nur bei Dissidenten wie Alexander Wendt auf Publico

Der Grüßer von Chemnitz

Sein Foto mit dem erhobenen Arm ging um die Welt. Wer ist der Mann, der gestern wegen der Nazi-Pose verurteilt wurde?

Das Bild des Chemnitzers André H. ging im August 2018 um die Welt: Bei der Protestdemonstration von Bürgern am 27. August gegen die Tötung eines jungen Chemnitzers durch irakische Asylbewerber sammelten sich damals Figuren aus der Neonazi- und Hooligan-Szene und zeigten den Hitlergruß. Besonders tat sich ein Mann hervor, der äußerlich nicht zu den anderen passte: verwaschenes blaues Kapuzensweatshirt, strähnige lange Haare. Andre H., so sein Name, hob mehrfach den Arm. Er posierte regelrecht für die Kameras ringsum.

Am Montag stand er deshalb vor dem Amtsgericht Chemnitz, fast ein Jahr nach seinem Auftritt. Dort sagte er, er schäme sich, es täte ihm leid. Er gehöre eigentlich zur linken Szene.Die Realität des André H., dafür sprechen Recherchen von Publico, sieht offenbar noch ein wenig anders aus. Tatsächlich war im August 2018 nicht nur das verwahrloste Äußere von H. aufgefallen. Sondern auch die Tätowierung „RAF“ an seiner Grußhand. Zum einen machte in den sozialen Netzwerken sofort das Gerücht die Runde, es handle sich um einen Agent Provocateur der linksextremen Szene. Auf der anderen Seite behauptete das Internet-Portal „Watson“, der Schriftzug „RAF“ sei nachträglich in das Foto kopiert worden, es handle sich um ein Fake. Später musste sich das Boulevard-Portal (Eigenwerbung: „Nachrichten ohne blabla“) einräumen, dass es selbst eine Falschnachricht verbreitet hatte.

Doch wo gehört Andé H. nun tatsächlich hin? Publico sprach vor dem Prozess in Chemnitz mit einem Mediziner, der H. schon einmal – vor dem August 2018 – in einem Notfall behandelt hatte. Er sei gerufen worden, berichtet er, weil H. im betrunkenen Zustand in seiner Wohnung mit der Faust durch eine Glasscheibe geschlagen und sich die Hand aufgeschnitten hatte. Bei der Behandlung, so der Mediziner, sei ihm die RAF-Tätowierung aufgefallen, und er sprach H. darauf an: Ob er eigentlich wisse, wofür das Kürzel stehe. Ob er schon einmal etwas von der Roten Armee Fraktion, von Andreas Baader und Ulrike Meinhof gehört habe. „Er hat mich nur angestarrt und mit den Schultern gezuckt“, erinnert sich der Mediziner. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass er irgendeine Ahnung hatte, was er da an der Hand trug.“

In der heruntergekommenen Wohnung seien ihm keine rechtsextremen Devotionalien aufgefallen – dafür aber ein Plakat der Linkspartei. Allerdings sei ihm nicht klar gewesen, ob das Poster tatsächlich von H. angebracht worden sei, oder von der Frau, die sich zum Zeitpunkt der Behandlung auch in der Wohnung befunden habe. Er bezweifle, so der Mediziner im Gespräch mit Publico, dass H. tatsächlich das sei, was man im allgemeinen Verständnis politisch engagiert nenne: „Nach meinen Eindruck war er vor allem schwer alkoholabhängig.“
Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit H.s kamen schon auf, als er am Abend des 27. August 2018 in Chemnitz einem TV-Reportage-Team begegnete und im betrunkenen Zustand in die Kamera erzählte, er sei der beste Freund des erstochenen Daniel Hillig gewesen. Wie sich schnell herausstellte, hatte er sich die Geschichte ausgedacht oder halluziniert. Nichts davon stimmte.

Obwohl H. wegen zahlreicher kleiner unpolitischer Strafdelikte gerichtsbekannt ist, urteilte die Amtsrichterin am Montag relativ milde: 100 Stunden gemeinnützige Arbeit. H. versprach außerdem, eine Entgiftungs- und Entziehungskur zu beginnen.
Nach fast einem Jahr bleiben die dominierenden Medienbilder zu Chemnitz das gekaperte 19-Sekunden-Video der „Antifa Zeckenbiss“, von dem Angela Merkel fälschlich behauptete, es zeige „Hetzjagden“ (im Plural). Und die Hitlergrüße von etwa einem Dutzend Personen, wobei besonders häufig André H. in den Medien gezeigt wurde – ein links drapierter Alkoholiker an der Grenze der Zurechnungsfähigkeit. Auch die bisherigen Verurteilungen von Angeklagten wegen der Chemnitz-Hitlergrüße zeigten:
Diejenigen, die damals posierten, gehörten zum gesellschaftlichen Rand, und nicht, wie es in etlichen Berichten über Chemnitz hieß, „zur Mitte der Gesellschaft“. Am Nachmittag des 27. August bildeten sie eine kleine Minderheit neben und in der gewaltfreien Bürgerdemo.

Aber nicht nur die Bilder der Demonstranten verschwanden hinter der medialen Skandalisierung und Falschberichterstattung – sondern auch das Tötungsverbrechen und die Messerstiche gegen zwei weitere Männer in der Nacht vom 26. Auf den 27. Januar, das überhaupt zu dem Komplex „Chemnitz“ führte. Bis heute gibt es kein Urteil. Einer der dringend Tatverdächtigen, Farhad A., ist immer noch nicht gefasst.

A., der in Deutschland einen Asylantrag stellte, sich als Flüchtling ausgab und schon vor dem 26. August 2018 etliche Straftaten beging, flüchtete offenbar ins Ausland.


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2 Kommentare zu „Der verlängerte Arm der Leitmedien auf den Straßen von Chemnitz 2018“

  1. BRD hat sich als menschlicher Sozial- und Rechtsstaat verabschiedet!

    Nach allgemeiner Feststellung und nach einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Rainer Funke vom 8. Oktober 1991 herrscht in der Justiz „ein ausgeprägtes ‚Kastendenken‘ bei allen Beteiligten“, vgl. dipbt.bundestag.de/doc/btd/12/013/1201338.pdf.
    Das Kastendenken scheint unter allen Verantwortlichen zu herrschen. Schutz-Gesetze sollen offenbar dieses Verhalten verhindern, was jedoch mangelhaft funktioniert. Einzelne werden weiter von der herrschenden Gruppe minderwertig behandelt. Rassenhass ist auch sowas. Schimpansen oder Wölfe bekämpfen auch fremde Artgenossen. Forentrolle z.B. bei Youtube beschimpfen Kritiker (Reichsbürger ist harmlos) und wünschen Nazi- oder Stasi-Methoden gegen Kritiker.
    Paar Zeugenaussagen, die sich mit dem „Wolfsgesetz“ und meinen Erfahrungen decken:
    Der Rechtsstaat steht nur auf dem Papier. Der positive Sinngehalt der einschlägigen Gesetze wird in den Köpfen der zuständigen Beamten derart deformiert, dass vom ursprünglichen Gesetzeszweck so gut wie nichts davon übrig bleibt. Was nützt der beste Rechtsstaat auf dem Papier, wenn er in die Köpfe und die Herzen der Menschen, die ihn vertreten sollen, keinen Eingang finden kann? (Quelle: http://web.wengert-gruppe.de/wengert_ag/news/2003/SteuerstrafverfinDeutschland.pdf). Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen sind systemkonform, siehe dazu z.B. http://www.hans-joachim-selenz.de/kommentare/2008/justiz-sumpf-deutschland.html. „Die angeblich funktionierende Gesetzgebungs- und Gerichtspraxis ist die schlimmste Lebenslüge, denn hier ist die Berichterstattung in allen Medien und die Rechtsliteratur nicht nur sehr weit von den wahren Verhältnissen entfernt, sondern sogar irreführend. Gerichtlichen und behördlichen Entscheidungen (nebst Justizministerien, Petitionsausschüssen etc.) fehlt wegen gewollter Verdrehungsabsicht der Tatsachen und der Rechtslage zumeist eine plausible Begründung, oft sogar die Sachbezogenheit“ (Quelle: https://unschuldige.homepage.t-online.de/). Das Kastendenken erstreckt sich offenbar über alle Verantwortlichen. Lobbyisten haben beim Bundestag „das Sagen“, vgl. https://www.youtube.com/watch?v=y5FiOrJClts. Lobbyisten haben dafür gesorgt, dass aus Profitgründen mit Lebensmitteln Menschen geschädigt und werden, siehe arte-Videos „unser täglich Gift“.
    Auch mit Medizinprodukten werden Menschen geschädigt und getötet, was die Kaste der Verantwortlichen billigend in Kauf nimmt, vgl. https://www.focus.de/gesundheit/arzt-klinik/behoerden-verschweigen-infos-immer-mehr-deutsche-sterben-durch-gefaehrliche-implantate_id_9971803.html, https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631, zur Menschenbekämpfung mit Computertomografien vgl. https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Krebs_nach_niedrigen_Strahlendosen.pdf. Sogar Hersteller und Ärzte werden nach meinen Erfahrungen von der Justiz in Schutz genommen, wenn sie gesetzlichen Pflichten nicht nachkommen. Das hilft niemanden. Die Folgen sind Staatsverweigerer bzw. Reichsbürger.
    Da Menschenrechte vom Kastendenken bzw. dem Gruppenegoismus der Verantwortlichen aushebelt werden und das Volk machtlos ist, sollten Bürgergerichte eingeführt werden, vgl. https://www.change.org/p/strafbarkeit-von-rechtsbeugung-wiederherstellen-b%C3%Bcrgergerichte-einf%C3%Bchren, Rechtsfindung per EDV und die Einschaltung der unabhängigen (!) Verhaltensforschung wären ggf. auch erforderlich. Protestaktionen bei Parlamenten scheinen zunächst zur Durchsetzung von Volksabstimmungen angebracht.

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