Ausländer als Opfer: Nur 200 Bunte zeigen sich solidarisch

Nach dem  Anschlag auf einen Eritreer mit glaubhaft unterstellter rassistischer Motivlage  sind trotz massiver medialer Unterstützung nur rund 200  Menschen  auf die Straße gegangen. Es war sozusagen Tote Hose, und unterbot sogar noch die Teilnahmebereitschaft in Bezug auf Anti-NSU Demos. Zum Vergleich: Nach dem Anschlag auf den Deutschen Walter Lübcke gingen 10.000 Bunte auf die Straße. Zufall? Oder unterscheidet Bunt hier wieder zwischen Deutschen, die schon länger hier leben, und Migranten? Können die Bunten also nur für einen Deutschen 10.000 Leute mobilisieren, aber für einen Eritreer kommt man nicht über mickrige 200 hinaus? Das wäre ja dann schrecklich und  um es in bunten Worten zu sagen „schlecht verdeckter Alltagsrassismus. Schließlich sind doch alle Menschen gleich, oder? Wie dem auch sei. Ob Zufall oder nicht ist letztlich auch unerheblich, kommt es doch auf das Bild an, daß damit in der Öffentlichkeit transportiert wird. Und das lautet: Bunt demonstriert gern für Flüchtlinge, und wenn sie dann da sind, dann sind die „Geretteten“ den  Bunten gleichgültig. Schließlich sollen ja dann die „Rechten“ für  Lösungen in der Migrantenfrage sorgen.  Und ja:  Es vermittelt folgendes Bild der Bunten:  Im MIttelmeer ertrinken Menschen – das ist uns Bunten nicht egal. Aber wenn sie da sind, und bedroht sind oder umkommen: Dann herrscht bis auf wenige  bunte Gleichgültigkeit. Sind also Bunte auch Rechts? Oder sind bunte viel mehr einfach das, was sie immer sind: Bunt. Nun vermutlich letzteres.

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